Seit dem Tod schlechte Träume!!!! ( Lang)

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von -bluenight- 11.09.08 - 10:39 Uhr

Hallo

Ich möchte euch erzählen was uns wiederfahren ist. Ich habe letztes Jahr meinen geliebten Opa( 86) verloren. Das blöde an der Sache war ich konnte kein Abschied nehmen. Ich habe einen Opa wirklich sehr geliebt er war ein guter Mensch. Aber ich hatte einfach nicht den Mut Ihn so zusehen da wir uns circa 1/2 vor seinen Tod eigendlich schon sozusagen verabschiedet haben hört sich blöd an war aber so.

Mein Opa war sehr krank und Ich bin wirklich sehr traurig aber auch gleichzeitig froh das er nun endlich nicht mehr leiden muss.

Nun das ist aber leider noch nicht alles gewesen. Es dauerte keine 3 Monate und wir durften unseren Vater(70) (mein Schwiegervater zu Grabe tragen) Er hatte Lungenkrebs die Krankheit wurde letztes Jahr im Juli festgestellt.
Die Ärzte sagten uns er hätte noch ein paar Jahre es würde Ihm sehr gut gehen und die Behandlungen hätten erfolg. Was leider ein Irrtum war. Niemand konnte damit rechnen. Nicht mal die Ärze. Mein Mann und Ich haben meinen Schwiegervater bis zum letzten begleitet. Als dan der Tag kam wo er von uns ging war alles sehr komisch. Merkwurdige Dinge passierten. Fernseh ging kaputt. Uhr ist stehen geblieben und dieses komische Gefühl. Bis dann Abends das Telefon klingelte. Wir sollten sofort in Krankenhaus kommen. Als wir dort eintraffen war er berreits TOT. Er lag da als würde er schlafen. Er hat unseren Schlafanzug den wir Ihn mitgebracht hatten an. Mein Mann und ich gingen zu Ihm hin und redeten er soll aufwachen wir konnten es net glauben.
Nun gut das schlimmste war als der Arzt reinkam und uns sagte wir sollen seine Sachen mitnehmen und das er vor seinem Tot total randale gemacht hat dachte ich wirklich ich bin im falschen Film. Ich schaute den Arzt an dann meinen Schwiegervater. Mein Mann ist zur toilete und musste naja Ihr wisst schon.

Nun kam die Beerdigung wir hatten entschieden da unser Vater wirklich sehr gut aussah ihn offen zulassen so das alle anderen Verwandten und Freunde sich verabschieden konnten. Als wir sahen wie er aussah war ich schockiert. Dieses Bild will einfach net mehr aus meinen Kopf gehen. Wir haben ene Kleine Tochter die Ihren Opa sehr liebte. Sie wich nicht von Ihm mein Mann und seine Brüder kletterten über die Absperrung um meinem Vater sein Lieblingbild in den Händen zulegen. Das von seinen Kindern. Die vom Bestatungsinstitut hatten es erlaubt.

Nun träume ich oft von diesen Bildern und auch andere schreckliche Sachen. Ich hatte keine richtige Zeit die eine Trauer zubeenden da kam schon die nächste. Die beiden haben ein ziemlich grosses Loch hinterlassen. Aber sie leben in uns weiter. Ich wünsche wirklich niemenden so eine Situation.

Ich Frage mich nur wieso man nicht einfach loslassen kann. Ich versuchs aber es will nicht sorecht gelingen. Wenn diese schrecklichen Träume nicht wären. Einige Tage nix und dann so das ich schweissnass aufwache und wirklich richtige Angst spüre. Hm will hoffen das es irgendwann aufhört ansonsten muss ich echt mal Hilfe haben.

Ich möchte für meine beiden Lieben eine #kerze anzünden. Und euch sagen ich werde euch immer Lieben und in meinen Herzen behalten. Opa verzeih mir das ich net da war. Aber ich weiss du verstehst mich und Du weisst das ich dich niemals vergessen werde. Aber da wo du bist geht es dir gut. Wir werden uns bald alle wiedersehen. Papa ich werde dich auch nie vergessen Ich hab dich Lieb!!!!

Bitte entschuldigt für das #bla aber es musste mal raus!!



Ich wünsche allen viel Kaft und Mut für diese schwere Zeit.
Bluenight

Beitrag von paules.mama 11.09.08 - 11:24 Uhr

Hallo,
fühl dich erstmal #liebdrueck und #kerze#kerze für die beiden.

Ich habe als meine Oma gestorben ist und ich ihr noch etwas zu sagen hatte ihr immer Briefe geschrieben und die dann draußen verbrannt und die Asche im Garten verstreut. Das hat mir damals sehr geholfen ihr noch etwas mitzuteilen.

Manchmal mache ich das heute noch, dabei hat sie nächsten Monat ihren 9. Todestag.

Ganz viel Kraft wünsche ich dir.

Gruß Katharina

Beitrag von mausezahn82 12.09.08 - 21:34 Uhr

Hallo , lass dich erstmal ganz lieb #liebdrueck,ich kann mir vorstellen wie es dir geht. Vor 3Jahren ist meine Mutter ganz überraschend gestorben. Sie war zwar schon jahrelang krank, aber zu dem Zeitpunkt hätte man nie im Leben damit gerechnet. Ich habe ihr damals einen Brief unter die Decke geschoben, als sie wir sie noch einmal im Sarg angesehn haben. Ich bin auch sehr froh, dass ich sie noch gesehen habe, als sie gerade zu hause gestorben war, sie sah auch aus als wenn sie nur schlief. Im Sarg später, dass war auch ein ganz anderes Bild. Es ist so schwer ,man möchte noch so viel sagen,aber es geht nicht mehr..... :-(

Beitrag von -bluenight- 23.09.08 - 10:53 Uhr

Hallo

Ich danke euch für die lieben Worte und Tips.

Mir macht es Angst wenn ich jetzt schon darüber nachdenke das nächsten Monat der 1ste Todestag meines geliebten Opas ist.
Dann werde ich Ihn besuchen gehen. Konnte bis heute net aufn Friedhof. Aber ich denke ich bin nun soweit und denke auch es ist besser für mich. Mein Opi würde net wollen das es mir schlecht geht. Dafür hat er mich zu Lieb gehabt.

Ich werde Ihn dann eine #kerze anzünden und Ihn sagen das es mir besser geht. Aber er mir niemals in Vergessenheit gerät dafür hatte (hab) ich Ihn zusehr geliebt (lieb).

-Blue-