Danke und natürlich auch einige Fragen ;-)

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von kleenefraggle 11.09.08 - 14:33 Uhr

Erst mal wollt ich DANKE an alle sagen aus diesem Forum, da mir viele Fragen und Antworten bis jetzt schon seehr geholfen haben mich auf die Geburt usw vorzubereiten.
Wir hatten gestern den ET und sind jetzt extrem in Warteposition. Haben gestern angefangen, einige Ratschläge zu befolgen um die Geburt etwas voranzuziehen. Viel laufen und treppensteigen...und Sex hat leider nicht geholfen, aber dadurch können wirs heut abend halt nochmal genießen ;-).
Ansonsten freuen wir uns schon wahnsinnig und können es kaum noch abwarten.
Sehr anstrengend sind wirklich die vielen Fragen von den Leuten und dann die theorien dass der Kleine zu Vollmond geboren wird (als ob das die einzige möglichkeit wäre - das alle 3 sek ein baby in der welt auch ohne vollmond geboren wird weiss scheinbar keiner.....), dann meinen alle entgegen der Hebamme das das eh noch dauert weil der Bauch noch so hoch sitzt...oh mann, schwanger sein ist echt schön und ich geniess es aber auf das alles jetzt könnt ich verzichten....
aber gut, ich hab jetzt einfach mal ne frage was das STILLen angeht:
Ich wohne auf La Gomera und hier ist jeder davon überzeugt, dass die natürliche Muttermilch nicht ausreicht um ein Kind ausreichend zu sättigen und ich auf jeden Fall noch Zusatzmilch kaufen soll! Wenn das jetzt schon so anfängt..ich weiss für mich, dass ich bestimmt genug habe, aber mir fallen keine guten argumente ein wie ich die Leute zum schweigen bekommen könnte, selbst mein Freund glaubt mir in dieser Hinsicht nicht (seine Ex musste auch zufüttern...") Kann mir jemand nen tipp geben was ich bei sowas als sinnvolle Antwort geben kann? weil das ist echt anstrengend und auch etwas entmutigend.....

Danke schonmal im Voraus!
Werd mir jetzt die Wartezeit noch etwas hier im Forum versüßen

Beitrag von bine3002 11.09.08 - 14:40 Uhr

Also den Leuten würde ich einfach sagen, dass Du nur unterwegs stillst, weil es praktischer ist. Was sollst Du denen große Romane erzählen, sie werden es eh nicht verstehen.

Und deinem Freund würde ich einfach mal ein paar gute Links im Internet geben, z. B. von der La Leche Liga.

Es ist ja so, wie Du vielleicht weißt, dass ein sicheres Zeichen für genug Nahrung, die nassen Windeln sind. 6 bis 7 am Tag sollten es sein und dann bekommt das Kind alles was es braucht.

Ansonsten wäre es doch auch ein Argument (für deinen Freund), dass wir Menschen ausgestorben wären, wenn man unbedingt Zusatzmilch bräuchte.

Beitrag von woelkchen1 11.09.08 - 15:12 Uhr

Wenn es möglich ist, würd ich einfach:"ja ja, mach ich!" sagen. Dann brauchst du nicht zu diskutieren, bzw. argumentieren. Beim eigenen Freund macht das keinen Sinn, aber da würd ich mich einfach durchsetzen und klarstellen, dass du dich mit dem Thema ausführlich beschäftigt hast und schon weißt, was du tust.

mußte auch schon ein Machtwort sprechen!
meine Schwägerin sagte kürzlich, sie hätte nach 2 Wochen abgestillt und dann die 1.er Nahrung und 2.er Nahrung genommen, die Kinder hätten sofort durchgeschlafen.
Mein Freund war ganz begeistert.
Hab ihm dann sehr sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass ich nicht den Anspruch habe, dass mein Baby nach 2 Wochen durchschlafen muß! Und schon gar nicht mit Nahrung,die für das Kind gar nicht angemessen ist!!!
Und das ich mich mit dem Thema seit 8 Monaten beschäftige, und er sich nicht einbilden soll, weil er einmal mit ner Frau über das Thema geredet hat, nun der große Besserwisser ist. Hat dann ein Stillbuch hingelegt bekommen, mit den Worten,das er mit mir weiter über das Thema reden darf, wenn er das gelesen hat.


Er hat es gelesen und findet nun, ich sollte doch lieber ein Jahr stillen anstatt nur 6 Monate, wie ich es vor hatte ;-)
Hat doch gut geklappt!

Beitrag von qrupa 11.09.08 - 15:20 Uhr

Hallo

erstmal neid, dass du auf La Gomera lebst (haben da unsere Flitterwochen verbracht und uns gleich in die Insel verliebt).

Ich hab mirziemlich schnell angewöhnt den Leuten genau das zu erzählen, was sie hören wollen.
"selbstverständlich schläft die Kleine in ihrem eigenen Zimmer" (wir lieben unser Familienbett) und "natürlich laß ich sie schreien" (würd ich ne übers Herz bringen).
Wenn alle Welt der Meinung ist, dass du zufüttern mußt, dann frag sie, welches Pulver sie dir empfehlen können und dann bekommt dein Baby eben "selbstverständlich" sein Fläschchen. Was du tatsächlich tust ist dann ja deine Sache. Oder erzähl ihnen dass deutsche Frauen mehr Milch haben und deswegen nicht zufüttern müssen.

Und für Leute, die für echte Argumente zugänglich sind, zeig ihnen was die WHO oder LLL zum Thema stillen sagen oder frag sie wie wohl die ganzen armen Babys in Ländern ohne Pulvernahrung groß werden.
Wichtig ist nur, dass du dir deiner Sache sicher bist. Und mit deinem Freund kann deine Hebamme ja vielleicht mal ein paar Worte wechseln und ihm erklären, dass Frau normalerweise tatsächlich genug Milch hat.

LG
qrupa


Beitrag von woelkchen1 11.09.08 - 15:31 Uhr

#huepf#danke#huepf

Beitrag von kyrilla 11.09.08 - 19:44 Uhr

"Ich hab mirziemlich schnell angewöhnt den Leuten genau das zu erzählen, was sie hören wollen.
"selbstverständlich schläft die Kleine in ihrem eigenen Zimmer" (wir lieben unser Familienbett) und "natürlich laß ich sie schreien" (würd ich ne übers Herz bringen).
Wenn alle Welt der Meinung ist, dass du zufüttern mußt, dann frag sie, welches Pulver sie dir empfehlen können und dann bekommt dein Baby eben "selbstverständlich" sein Fläschchen."

Hallo Qrupa,

ich kann total verstehen, dass Dich die Leute nerven (geht mir ja nicht anders) aber ich finde es so zu machen nicht richtig.
Genau dadurch entsteht doch der Eindruck, es sei "normal" und richtig das Kind ins eigene Zimmer zu legen, schreien zu lassen oder zuzufüttern.

Die Leute denen Du "nach dem Mund redest" gehen dann wieder zu ihren Töchtern und Schwiegertöchtern und sagen, dass es schließlich alle so machen!

Ich sage halt, wie wir die Dinge handhaben, ich schäme mich dessen nicht, weil ich es für die richtige Vorgehensweise halte.

LG
Kyrilla

Beitrag von qrupa 12.09.08 - 08:36 Uhr

Hallo

ich mach das auch wirklich nicht immer und bei allen so, sondern nur bei denen die für vernünftige Argumente leider nicht zu haben sind und die immer wieder mit demgleichen Mist kommen. Und bevor ich die Diskussion schreien lassen oder nicht zum 15. Mal mit meiner Schwiema ausdiskutiere, sag ich ihr lieberwas sie hören will und wir haben beide unseren Frieden.

LG
qrupa

Beitrag von woelkchen1 12.09.08 - 14:11 Uhr

sicher hast du Recht Kyrilla, aber ich bin auch nicht gewillt, jedem und allem Rechenschaft abzulegen. Kostet zu viel Zeit, Nerven und ist meist eh sinnlos, denn viele Menschen hören ja gar nicht mehr zu, wenn man anfängt zu argumentieren!
Ich denke, als empfindsames Menschlein merken wir ja selber, mit wem man sich über solche Themen unterhalten kann oder nicht.

Oder diskutierst du mit jeder Verkäuferin oder Oma die dich anquatscht über deine Erziehungsmethoden oder Essgewohnheiten in der SS?

lg sandra

Beitrag von kyrilla 13.09.08 - 12:38 Uhr

Hallo Sandra,

ich kenne das Problem natürlich auch. Und ich lege auch keine Rechenschaft ab oder diskutiere unsere Schlaf- und Essgewohnheiten. Ich teile sie mit :-p, und das auch gerne der Oma oder Verkäuferin, die mich anquatscht (hängt natürlich von der Tagesform ab #schein).

Ich befürchte nur, dass sich genauso die Meinungen halten, dass ein Kind mit wenigen Wochen durchschlafen muss, und zwar im eigenen Zimmer und die Milch bei den meisten Frauen nach 3 Wochen ohnehin nicht mehr reicht.

Wenn man dann "hinter vorgehaltener Hand" mit den Müttern spricht, stellt sich oft heraus, dass diese es ebenso handhaben wie ich, sich aber nicht trauen darüber zu sprechen.

LG
Kyrilla

Beitrag von inajk 12.09.08 - 15:27 Uhr

Keine guten Argumente? Wie waere es damit, dass es Menschen seit 20000 Jahren gibt, Pulvermilch aber erst seit weniger als 100 Jahren. Seltsam, seltsam, dass die Menschheit da noch nicht ausgestorben ist, sondern sogar ununterbrochen gewachsen...

Ansonsten: Professionelle Ammen in frueheren Jahrhunderten (wo es auch keine Plastikmilch gab, aber reiche Frauen die nicht stillen wollten, und viele neugeborene Waisenkinder) haben locker 5-6 Kinder parallel gestillt, sonst haetten sie von dem Job nicht leben koennen. Und das waren keine freaks of nature, sondern ganz normale Frauen, die genau soviel Milch bilden, wie gebraucht wird.

Und das wirst du auch. Fuer dein eines Kind :-)

LG
Ina