Fast 4 Jahre und es wird immer schlimmer :-(

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von anni_cat 11.09.08 - 15:39 Uhr

Hallo,
mein Sohn wird im Dezember 4 Jahre alt und ist wirklich schwierig! Als Baby hat er schon viel geschriehen, extrem gefremdelt und wollte nur auf den Arm. Bis heute schafft er es nicht sich 5 Minuten alleine zu Beschäftigen. Wenn er spielt, dann sowas wie "Schrotthaufen" (schmeißt sein ganzes Spielzeug auf einen Haufen). Wenn einer von uns mit ihm spielt, mag er allerdings alles gerne spielen- nur nicht alleine!
Er hat einen besten Freund aus der Nachbarschaft, der auch in seiner Kindergartengruppe ist. Er spielt nur mit diesem Jungen und ignoriert andere Kinder total. Im Kindergarten oder bei der Spielgruppe spielt er lieber alleine vor sich hin. Im Stuhlkreis, beim Basteln usw. macht er Sachen grundsätzlich nicht mit. Obwohl er diese Sachen zu Hause toll findet. Er versucht auch oft den Clown zu spielen, was die anderen Kinder aber nicht mögen und somit es vermeiden mit ihm zu spielen.
Wenn wir ihm mal eine Freude machen wollen und irgendwo hinfahren (Staßenfeste, Tag der offenen Tür der Polizei usw.), steht er nur lustlos rum, ist ängstlich und will aufm Arm.
Er liebt alles was mit Baustellen zu tun hat, sogar beim Essen ist der Löffel ein Bagger. Er ist sehr fantasievoll, aber ich habe das Gefühl er lebt in seiner eigenen Welt.
Dann kommt dazu, daß er unheimlich aufbrausend ist! Er bekommt heftige Wutausbrüche, wenn ihm etwas nicht passt (die er aber nur an seinen Eltern ausläßt). Dann schreit und brüllt er, schlägt um sich/ oder uns, und sagt nicht, was er hat. Dieses kann bei banalen Dingen passieren, wie wenn man seine Decke falsch ausgeschüttelt hat. Wenn ich ihn in sein Zimmer schicke und er einen heftigen Anfall hat, tritt er gegen die Tür und schmeißt Sachen durch die Gegend. Hat er sich dann beruhigt, ist er wieder total lieb.
Wenn ich mit ihm ernst spreche, fällt er mir ins Wort und redet einfach irgend etwas anderes, wie "der Kran hebt die Steine hoch". Wenn er schreit, ignoriert er mich völlig, hört nicht zu. Er hört sowieso nur selten. An der Straße rennt er manchmal soweit vorraus, daß ich ihn nicht mehr sehen kann, obwohl ich Stop rufe usw.
Wenn ich telefoniere quatscht er immer dazwischen, wenn ich mit jemandem rede, läuft er weg.
Tja, ich könnte noch einiges aufzählen, aber das wird zu lang ;-). Es ist wirklich sehr anstrengend für mich! Meine Tochter ist 11 Monate alt und die muß oft darunter leiden, wenn er Theater macht oder ich ihn auch manchmal anschreie.
Ich habe schonmal gedacht, ob er vielleicht ADHS hat. Viele Kinder in seinem Alter sind schwierig, aber keins ist so wie er :-(
Was kann ich tun? Hat jemand einen Rat?
Schöne Grüße Annika

Beitrag von sunnyside-up 11.09.08 - 16:32 Uhr

Hi,

hast Du schonmal an Autismus/ Asperger Syndrom gedacht?
Das hört sich teilweise so an.
Wende Dich mal an einen guten Kinderarzt, der sich damit auskennt. Es muß nicht bei allem gleich Autismus sein oder ADHS, aber dann weißt Du voran Du bist.

Andererseits will ich Dich nicht verrückt machen, aber gehe wirklich mal mit dem Lütten zum Arzt.

Viel #kleefür die Zukunft.

LG Sunny

Beitrag von dani.m. 12.09.08 - 08:30 Uhr

Ich denke auch, dass es "organische" Ursachen hat. Dachte zwar eher an Depressionen, die sollen sich bei Kindern so äußern. Auf alle Fälle würde ich das beim Arzt ansprechen.