Kennt sich jemand mit Prostata Krebs aus? Hab große Angst!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von bibini 11.09.08 - 18:58 Uhr

Hallo,
es geht um meinen Vater! Er hatte vor ca 7 jahren schon einmal krebs. Damals nach unzähligen chemo therapien hat er es geschafft. Jetzt wurde erneut krebs fest gestellt! Prostata krebs! Die komplette prostata ist voll. Scheint aber noch nicht getreut zu haben. Er hat in den letzten monaten immer eine spritze damit er kleiner wird bekommen. Frage mich wie das helfen soll?!
Jetzt hat er nächsten Donnerstag nach langen hin und her den OP termin. Dort soll die prostata entfernt werden! Das hin und her kam von meinem vater weil er angst hatte. Die ärtze waren sich einig einen op durch zu führen!
Kennt sich jemand vielelicht damit aus? Mach mir so große sorgen und hoffe das alles gut geht! Er ist schon 62 und durch sein hartes leben und den chemos auch nicht mehr der fiteste!

Liebe Grüße bibi

Beitrag von arkti 11.09.08 - 19:26 Uhr

Könnte dir sagen wo du was dazu lesen kannst.

Beitrag von bibini 11.09.08 - 19:28 Uhr

Wo denn? Hab nichts im netz gefunden. Auf jedenfall nichts ausführliches.

lg bibi

Beitrag von jensecau 11.09.08 - 19:49 Uhr

hallo!

mein schwiegervater hat auch prostata-krebs. er hat jetzt einige wochen bestrahlung hinter sich. das war erstmal nötig, da der bei ihm festgestellte tumor extrem bösartig war. er wollte sich die prostata nicht entfernen lassen. deswegen hat er jetzt solche strahlenstäbe eingesetzt bekommen. direkt an die prostata. die op war ambulant, er war also nur einen tag im kh. diese stäbe hat er jetzt seit 4 oder 5 wochen und es geht ihm gut damit. die bekannten nebenwirkungen blieben aus.
mein schwiegervater hatte vor 2 jahren auch bereits krebs, ein tumor an der speiseröhre. das war auch schon schlimm und die chemo hat ihn körperlich alt werden lassen. deswegen hatten wir auch ziemlich große angst jetzt, aber bis jetzt sieht es sehr gut aus. die erste kontrolle war auch schon - alles prima.

lg
claudine

Beitrag von claula77 11.09.08 - 20:01 Uhr

Mein Vati hatte vor 5 Jahren dieselbe Diagnose. Er hat sich, ohne viel nachzudenken, für die Totalentfernung entschieden. Schließlich war er damals erst 52. Die OP hat er relativ gut überstanden. Wurde Donnerstags operiert und die Woche darauf konnte er freitags wieder nach Hause. Schlimm war der Katheder. Die Schmerzen waren wohl mit am Schlimmsten und mein Vati hat richtig gestrahlt als er den Katheder wieder los war. Der PSA Wert war auch ganz schnell runter gegangen, von 28 auf 0,6. Mein Paps wurde am 10.12. operiert und kurz vor Silvester kam der Katheder raus. Mitte Januar ging es dann zur Reha. Bei meinem Paps waren an der Schnittstelle noch Krebszellen, aber erstmal wurde abgewartet. Der PSA Wert stieg im Laufe des Jahres ein wenig und der Arzt entschloss sich zur Sicherheit noch zur Bestrahlung. Das empfand mein Paps im Nachhinein Schlimmer als die OP, wegen der Nebenwirklungen, Reizdarm...
Diese Woche war mein Paps gerade wieder zur Nachkontrolle und der PSA-Wert war nicht messbar :-).
Wünsche Euch viel Kraft für die richtige Entscheidung und hoffentlich übersteht Dein Paps alles gut und ist recht bald wieder fit.

Viele Grüsse,

Claudia

Beitrag von bibini 11.09.08 - 21:56 Uhr

Danke dir ganz herzlich für die lieben worte!
Ich hab wirklich große angst das er es nicht überlebt! ich weiß das hört ich blöd an oder?!
Und ich hoffe sehr das er die entscheidung für die op nicht bereut. Denn wir haben ihn mehr oder weniger dazu gedrengt. Er wollte noch warten damit. Aber davon geht es auch nicht weg oder?! Und so wie ich ihn kenen hätte er es sonst ewig weiter weg geschoben.
Weißt du was man als man für nachteile hat wenn man keine prostata mehr hat?

Danke dir, ist echt nett denn du müsstest mir ja nicht schreiben;-)

LG bibi

Beitrag von claula77 13.09.08 - 19:36 Uhr

Ich stelle mir diese Entscheidung auch schwer vor und aus Außenstehender denkt man oft anders. Ich war froh, dass sich mein Paps für die OP entschieden hat, denn er war damals ja "erst" 52 und ich könnte es mir auch schlecht vorstellen mit dem Gedanken zu leben, der Tumor ist noch da. Außerdem denke ich auch, das schlechte muss einfach raus, oder? Die Nachteile sind sicherlich unterschiedlich. Die Inkontinenz hat mein Paps relativ schnell hinbekommen. Muss man hat trainieren. Radfahren geht leider nicht mehr, das drückt wohl sehr auf die Blase. Hat er letztens erst wieder probiert und war ganz enttäuscht, dass es nicht ging, aber naja. Was den Sex betrifft, weiß ich, dass meine Eltern am Anfang bissl was probiert haben (Viagra und andere Dinge). Denke, das wollte mein Vater damals auch noch wissen. Weiß, da war der Notarzt auch mal da, weil da wohl was schief gelaufen ist :-). Seit damals hat mein Paps aber nix wieder erzählt, denke also, die machen das schon:-). Geht mich auch nix an, aber mein Paps hat es halt am Anfang erzählt, er ist eh durch die Krankheit viel offener geworden.

Falls Du noch fragen hast, schreib einfach.

Wann habt Ihr denn die OP. Alles Gute auf alle Fälle.

LG Claudia