Würdet ihr euch einmischen?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von schokobine 11.09.08 - 23:07 Uhr

Mein Sohn ist von klein auf mit einem Jungen (ich nenen ihn mal D.) aus unserer Nachbarschaft befreundet. Seit gut 10 Jahren sind sie eigentlich dicke Freunde und verbringen auch einen Großteil ihrer Freizeit miteinander. Die beiden waren zusammen im Kindergarten, in der Grundschule und sind nun auch zusammen auf der weiterführenden Schule. Versteht sich von selbst, dass sie morgens auch gemeinsam den Schulweg gehen. Haben sie ja auch schon immer gemacht.

Nun ist es aber so, dass, seit sie auf der neuen Schule sind, noch ein anderer Junge, ein Freund des Nachbarjungen, den Schulweg mitgeht. In dem Moment, wo dieser Junge auf die anderen beiden trifft, ist mein Sohn dann plötzlich Luft für D. Nach Auskunft meines Sohnes wird er von D. dann regelrecht geschnitten und gar nicht mehr beachtet. Meine große Tochter, die den selben Schulweg hat, bestätigt das. Auch im Bus, mit dem sie ca. 10 Minuten lang fahren müssen, darf mein Sohn nicht neben D. sitzen. D. hält extra einen Platz für den anderen frei, damit mein Sohn sich da ja nicht hinsetzt.
Meinen Sohn trifft das alles sehr hart, da er ja eigentlich mit D. eng befreundet ist. Leider traut er sich nicht so recht, D. mal gehörig die Meinung zu geigen und sich - vor allem im Bus - durchzusetzen. #schmoll

Ich versuche oft, meinen Sohn darin zu bestärken, D. die kalte Schulter zu zeigen und sich langsam aber sicher mal anderen zuzuwenden, evtl. neue Freundschaften zu schließen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan - zumal er ja in einer völlig neuen Umgebung ist, mit völlig neuen Kindern.

Es tut mir weh zu sehen, wie er von seinem - bislang - besten Freund so ausgeschlossen wird. Ihm tut es auch weh, das ist nicht zu übersehen. #schmoll

Ich beobachte das nun schon eine Weile und bin drauf und dran, mir D. mal vorzuknöpfen und ihm meine Meinung zu sagen. Ich kann und will ihm nicht vorschreiben, mit wem er befreundet sein soll und neben wem er im Bus sitzen soll. Ich würde ihm aber gern mal klarmachen, dass er sich entscheiden soll, ob er noch mit meinem Sohn befreundet sein möchte oder nicht. Und wenn ja, dann soll er sich gefälligst auch so verhalten. Egal, wer noch dabei ist. Er soll wissen, dass er mit meinem Sohn nicht nach Lust und Laune umspringen kann und nur dann Freundschaft vortäuschen, wenn ihm gerade mal danach ist #aerger

Bin mir momentan nur nicht sicher, ob ich meinem Sohn damit wirklich einen Gefallen tue... Er möchte, dass ich mit D. rede... Allerdings bringt es ja auch nichts, wenn D. ihn im Bus wieder neben sich sitzen lässt, weil ich es ihm gesagt habe.... #schmoll

Was würdet ihr tun?

LG Sabine #schwitz

Beitrag von cocoskatze 12.09.08 - 07:50 Uhr

Auch wenns schwer fällt: Du solltest dich NICHT einmischen.

Glaub mir, das ist eine Phase, und sie geht vorbei.

Wir haben sowas ähnliches zwischen meiner Tochter ( 9) und ihren Freundinnen.

Sie kommen allein zurecht ;-)

Beitrag von schokobine 12.09.08 - 11:24 Uhr

Meinst du? #kratz

Ich muss vielleicht noch erwähnen, dass D. ein recht launisches Kind ist und schön öfter gern mal dementsprechend mit meinem Sohn umgesprungen ist. So schlimm wie im Moment war´s allerdings noch nie.... #schmoll Naja, hat wohl auch was mit der Pubertät zu tun, die bei den Jungs ja auch schon an die Tür klopft ;-)

So holterdipolter werde ich auch nicht dazwischengehen. Aber ob ich mir das noch lange mit ansehe - ich weiss nicht.... #gruebel

#danke trotzdem
LG Sabine

Beitrag von wasteline 12.09.08 - 19:29 Uhr

Halte Dich bitte einfach raus, Du tust Deinem Sohn keinen Gefallen damit. Im Gegenteil. In den Augen von D. machst Du Deinen Sohn u. U. damit zum "Mamasöhnchen" und die Folgen kannst Du Dir vorstellen.

Dein Sohn wird in der Schule neue Freunde finden und ist auf D. nicht angewiesen.

Beitrag von manavgat 12.09.08 - 09:43 Uhr

Vorknöpfen ist der falsche Weg.

Ich würde mich mit beiden Kindern an einen Tisch setzen und das Gespräch anfangen mit: ich habe beobachtet dass - wie steht ihr! dazu?

Gruß

Manavgat

Beitrag von schokobine 12.09.08 - 11:25 Uhr

Gute Idee, #danke

LG Sabine