Frage an alle Heparin-Spritzer (Junkies)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von carolinchen80 12.09.08 - 07:42 Uhr

Guten Morgen!

Ich bin jetzt bei 5+4 - juhu!
Aufgrund meiner 2 Fehlgeburten im letzten Jahr und einem grenzwertigen Gerinnungsbefund, hat sich die Klinik dazu entschieden, dass ich doch vorsichtshalber Heparin spritzen soll.

Ehrlich gesagt, habe ich mich darüber gefreut, weil ich merke, dass diese neue june Ärztin alles versucht um mein Baby (ok, mein werdendes Baby) auf die Welt zu bringen.

2 Spritzen habe ich jetzt schon gesetzt und prompt - 2 blaue Flecken am Bauch!!!

Könnt ihr mir mal verraten, wie ihr das macht mit den Spritzen?
Wie macht ihr das, setzt ihr die Dinger seitlich an, oder gerade in den Bauch?
Oder spritz ihr euch in den Oberschenkel?
Tut euch das noch weh, oder nicht mehr?
Wie lange macht ihr das schon?
Fängt es irgendwann an "Spaß zu machen" ;-) ???

Momentan läufts bei mir so ab, dass ich den Bauch desinfiziere, dann die Spritze vorbereite und dann sitze ich ein paar Minuten da und denke mir 3-2-1 jetzt, dann wieder 3-2-1 jetzt und irgendwann tu ich´s dann...

Würde mich freuen wenn ihr mir eure Erfahrungen schildert!

Vielen Dank schonmal!

Caro

Beitrag von depechemodeengel 12.09.08 - 07:49 Uhr

Moin moin Caro.

Ich bin auch Heparin süchtig ;o)
Nein im Ernst - ich hatte in der letzten SS eine tiefe Beinvenentrombose und mußte bis Ende der SS spritzen.
Jetzt bin ich wieder schwanger und spritze wieder.
Ich hab es gehasst, zum Anfang hat mein Mann es gemacht, später hab ich mich selbst getraut. Jetzt geht es nach dem Motto, ab und rein damit. Aber es tut an manchen Stellen so weh das ich die Nadel nicht einsteche sondern eine schmerzunempfindlichere Stelle suche.
Ich spritze mal ins Bein und mal in den seitlichen Bauchspeck, je nachdem wo die blauen Flecken gerade abgeklungen sind. Ich schaffe es auch nicht ohne.
Aber sobald der Bauch dicker ist, werd ich wohl wider nur in die Oberschenkel spritzen, immer die unterschwellige Angst das Baby zu treffen (was natürlich quatsch ist, wenn du am Speckgürtel stichst).
Spaß hab ich daran keinen entwickelt, aber ich hasse es nicht mehr. Ich weiß ja nun warum ich es mache und das es bald vorbei ist...naja n bissel muß ich noch.

LG und einen schönen Start in den Tag Susan mit Vin (14 Mo.) an der Hand und einem Babe unter dem Herzen (15.SSW)

Beitrag von wetterhexe1172 12.09.08 - 08:02 Uhr

auch ich bin ein nmh junkie, und doch mcih nervts nach wie vor, da ich ne spritzenphobie hab.
ich muss aufgrund ner bvbt nahc ner fg letztes jahr die gesamte ss übe rspritzen udn mach das seit der 8 woche schon, hab zwischendrin mal zwei wochen pause gehabt abe rnun spritz ich arixtra und heut darf ich auch noch zum blut abnehmen zur gerinnungsdiagnostik, da ich ne gerinnungsaktivierung hab und die das alle vie rwochen kontrollieren.
bin ehrlcih gesagt froh wenn der zwerg da ist und die sechs wochen danach um sidn, die ich dann noch spritzen soll/darf/muss.

lg
andrea mit dreien an der hand 3#sternchen im herzen und #babyboy im bauch(21te woche)

Beitrag von claudia.1970 12.09.08 - 08:10 Uhr

Hallo

Ich spritze zwar kein Heparin aber Insulin.
Spritze ist ja eigentlich Spritze.
Ich muss gestehen die erste Spritze war ne riesen Überwindung aber mittlerweile gehts.
In den Bauch steche ich garnicht. Hab da irgendwie Hemmungen obwohl ich genau weiss das da nichts am Baby passieren kann.

Also müssen meine Oberschenkel herhalten. Ich spritze jetzt seit etlichen Wochen und in der Zeit hats gerade mal 2 blaue Flecken gegeben.
Das war jedesmal dann wenn ich nen Muskel getroffen habe. Dann brannte das Insulin auch furchtbar und innerhalb von ein paar Stunden hatte ich den blauen Fleck.
In der Regel gehts aber schmerzfrei und ohne blau.

Ich kneif mir einfach ne Falte aus dem Oberschenkel und hau die Spritze gerade ins Bein. Klappt eigentlich ganz gut.

Wobei ich aber sagen muss das ich froh bin wenn ich in 4 Tagen damit aufhören kann denn dann kommt mein Sohn endlich zur Welt und die SS Diabetes hat auch sein Ende. Hoffe ich zumindest.

LG
Claudia

Beitrag von treesa 12.09.08 - 08:11 Uhr

Also ich musste mir nach ner KnieOP Trombose spritzen selber setzen, erst bin ich jeden Tag zum Dok gefahren weil ich tüchtig Angst hatte, dann aber habe ich mich überwunden. Ich habe einen Eiswürfel genommen die Stelle ordentlich gekühlt, dann desinfiziert und dann gestochen in sone Speckfalte, hab außer ganz klein um die Einstichstelle nix blaues gekriegt und weh getan hats auch nicht, war ja n bissl "betäubt".. also das hat ganz gut geholfen, vielleicht magst es ja mal probieren...

treesa

Beitrag von tinkerine 12.09.08 - 08:18 Uhr

Huhu Caro!
Auch ich spritze Fragmin P (niedermolekulares Heparin) seit ca. der 8.SSW. Der Grund waren bei mir auch 2 Fehlgeburten und eine diagnostizierte Gerinnungsstörung (Faktor V und MTHFR Mutation). Ich spritze immer abends, am Anfang ging das bei mir auch nur mit massiver Überwindung aber mittlerweile macht mir das garnichts mehr aus. Ich hab eine Stelle gefunden, bei der es mir auch fast garnicht mehr weh tut. Und die piekse ich jetzt fröhlich im Kreis.

Einen Trick kann ich Dir verraten, der mir sehr geholfen hat, besonders, was die blauen Flecken angeht:

Ich piekse zuerst die Stelle leicht an (nicht die Nadel durch die Haut hauen, nur pieken), wenn's dann schon weh tut, such ich eine andere, an der es nicht so wehtut und meist lässt sich dann die Spritze problemlos einstechen. Die FÄ hat gesagt, ich müsste die auch nicht bis zum Anschlag reinrammen, also mach ich das meist auch nicht. Sie hat auch gesagt, man dürfte auch schräg spritzen, aber das ist bei mir nicht so dolle, ich steche immernoch im 90 Grad Winkel. Der Apotheker hat gesagt, desinfizieren ist unnötig und seitdem ich das nicht mehr mache, tut's auch nicht mehr so weh (zumindest hab ich das Gefühl, das sei so).

Man muss glaubich einfach ein bissi ausprobieren, was bei einem selbst gut klappt. Manche Tipps waren für mich überhaupt nix, wie z.B. die Einstichstelle nach der Spritze zu reiben, da hatte ich den riesigsten blauen Fleck der Welt.

Am Anfang hab ich immer das Fernsehen angemacht, spritze angesetzt, weggeguckt und reingedrückt. Mittlerweile muss ich garnicht mehr weggucken.

Also: Nur Mut, es wird besser, ich bin zwar auch froh, wenn die Zeit rum ist, aber es ist bei weitem nicht so schlimm, wie ich gedacht habe!

Liebe Grüße und "gutspritz"

Tink

Beitrag von carolinchen80 12.09.08 - 08:24 Uhr

Wow, das sind ja ganz schön viele die auch damit kämpfen!

Ich bedanke mich für die Tipps und bin sehr froh, dass ich nicht die einzige bin, die sich überwinden muss!!!

Ich hoffe, dass das bei mir auch bald in Routine übergeht.

Ich wünsch euch allen ein wunderschönes Wochenende!!
Caro

Beitrag von julia.404 12.09.08 - 12:25 Uhr

Hi,

herzlichen Willkommen bei den Junkies:-p

Also ich selbst darf wegen 3Fg bei Gerinnungsstörrungen seit gut 12Wochen spritzen... habe somit noch einen Großteil vor mir#schwitz

Da ich eine Krankenschwester bin, habe ich- zumindestens bei anderen- genügend Erfahrung mit den Nadeln.... was aber trotzdem überwindung kostet sich die Dinger rein zu hauen.

ein paar Tipps:

- nicht desinfizieren, ist im häuslichen Umfeld nicht notwendig und kann somit blaue Flecken reduzieren
- Heparin nicht anschließend verreiben- fördert nur blaue Flecken
- leicht schräg spritzen, zügig einstechen und langsam spritzen.... kann sich das Medikament besser verteilen
- spritzen kannst du ohne Probleme in den Bauch, außer wenn er dann mal fester ist würde ich den Oberschenkel bevorzugen
deshalb spritze ich gleich in den oberschenkel mal links mal rechts... damit die kleinen Pünktchen auch gleichmäßig sind;-)
ach es könnte dich auch ein anderer in den Oberarm stechen, nur das tut meist mehr weh:-[


- Übung macht den Meister, du findest es bestimmt schnell heraus wie es einfach so ne tägliche Sache wird.

Grüße
Julia