Haustier bei (kleinen) Kindern?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von musas.mom 12.09.08 - 11:31 Uhr

Hallo zusammen,

wir überlegen, uns ein Haustier anzuschaffen, sind uns aber nicht ganz einig, welches es werden soll. Mein Mann und die Kinder wollen unbedingt Kaninchen, ich bin jedoch der Meinung, ein Meerschweinchen wäre für den Anfang ein besseres Haustier, da es pflegeleichter ist und auch nicht so viel Schaden anrichten kann...

Hab ich damit recht? Ich habe leider nicht allzu viel Ahnung, da ich selbst nur eine Katze und für kurze Zeit einen Wellensittich hatte. Aber diesmalsoll es keins der beiden werden. Eher ein kleiner Nager. Ich finde ja diese kleinen Mäuse auch süß oder Hamster, wobei die jedoch tagsüber meist schlafen, oder?

Mit was für Kosten kann ich bei einen kleinem Tier rechnen? Was muss z.B. beim Tierarzt gemacht werden?

Es wäre superlieb, wenn mir jemand meine vielen Fragen beantworten könnte.

LG

Beitrag von renate63 12.09.08 - 11:50 Uhr

Hallo,

auch wenn Du das jetzt nicht hören willst, kleine Kinder und Meerschweinchen oder Hasen sind nichts.

1.) die Arbeit bleibt an dir oder deinem Mann hängen.
2.) so ein Tier einzeln zu halten ist Tierquälererei. Das sind Gruppentiere die eigendlich uns Menschen nicht brauchen und wir auch kein Ersatz für ihre Artgenossen sind.
3.) kleine Kinder sind mit ihrer motorig noch nicht so weit um so kleine Tiere richtig zu halten ohne sie zu verletzten.
4.) Kinder wollen die Tiere rumtragen was ich auch für eine Tierquälerei halte. Ich sehe das in unser Nachbarschaft die haben dort einen Zwerghasen der den ganzen Mittag herumgetragen wird.:-[
5.) Die meisten Kinder verlieren sehr schnell Interesse an den Tieren und dann was tun?
6.)Wer versorgt die Tiere wenn iht im Urlaub sind?


ich weiß ja nicht wo ihr wohnt aber auf dem Land würde ich eine Katze mir zulegen als Freihgänger. In der Stadt sieht es da schlechter aus.

Unsere Haustiere sind erst gekommen wo mein Mann und ich sie wollten und nicht unser Kinder.

Wir haben jetzt 1 Katze, 2 Hunde, 2 Pferde, einen großen Gartenteich mit ca 30 Fischen. Unsere große Tochter hat mit 16 ein Aquarium mit 500 L bekommen. Eigendlich war es ein Traum von meinem Mann deshalb ist es gleich so groß geworden.

Beitrag von galeia 12.09.08 - 11:54 Uhr

Meeris und kleine Kinder lieber nicht! Meeris leben am liebsten in Gruppen, als Einzeltierhaltung geht gar nicht. Das sind auch keine Schmusetiere, das sind Fluchttiere, die wollen unter sich sein.

Ich würde mir niemals ein Tier anschaffen, wenn ich mich nicht vorher genauestens über Haltung, Gewohnheiten etc. informiert habe.

Für kleine Kinder würde ich am ehesten eine kleine Katze wählen. Mit Kaninchen kenne ich mich nicht aus.

LG H. #klee

Beitrag von aussiegirl600 12.09.08 - 11:59 Uhr

Ich denke sowohl Kaninchen wie auch Meerschweinchen können ziemlich viel Schaden anrichten ;-)

Bei beiden gilt denke ich, dass man mindestens 2 haben muss, damit sie nicht vereinsamen.

Dein ältestes Kind kommt denke ich langsam in das richtige Alter für Haustiere aber kann sich vermutlich nicht allein drum kümmern, die anderen 2 wären aber für Nager eher eine Gefahr! Sie können ihre Bewegungen noch nicht richtig kontrollieren und könnten so aus Versehen ein Tier verletzen.

Wichtig wäre: Was passiert wenn deine Kinder das Interesse verlieren? Oder wenn ihr in Urlaub fahrt?

Habt ihr einen Garten, wie groß ist Wohnung/Haus?

Hamster sind für Kinder NICHT geeignet, eben weil nachaktiv, Mäuse sind (zumindest für Kinder) eher zum Anschauen, weniger zum halten und kuscheln, dann eher eine Ratte!

Ich würde generell noch ein bisschen warten, es sei denn du bist bereit dich 100% um die Tiere zu kümmern wenn die Kidner keine Lust mehr haben. Und du musst die Kinder IMMER beaufsichtigen wenn sie was mit den Tieren machen!

Beitrag von viva-la-florida 12.09.08 - 12:52 Uhr

Hallo,

mein Bruder hat einen Zwerghasen. Letztens hat die Tochter (7 Monate) sich versehentlich draufgesetzt ... Nur ein Beispiel.

Weiss nicht, ob das alles so toll ist.

Mein Kleiner wächst mit 2 Katzen auf. Das klappt eigentlich ganz gut.

Allerdings waren die beiden auch eher da. Umgekehrt würde ich mir das mittlerweile auch überlegen und das Tier erst anschaffen, wenn das Kind aus dem "gröbsten" raus ist.

Man muss schon ganz schön aufpassen, damit die Pelzträger nicht leiden (am Fell ziehen usw.). Unter anderem auch von der Zeit her :-(
Und es kann dann natürlich auch passieren, dass so ein Tier sich wehrt, verständlicherweise.


LG
Katie

Beitrag von miau2 12.09.08 - 13:40 Uhr

Hi,
ich bin nicht pauschal gegen kleine Kinder und Haustiere. Entweder, wenn die Kinder von Anfang an damit aufwachsen (unsere Kaninchen gab es schon vor Max), oder wenn die Kinder verständig und "brav" genug sind, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten.

Wer ein wildes, stürmisches und eh nicht gehorchendes Kindergartenkind hat tut dem Tier garantiert keinen Gefallen.

Informiert Euch doch mal über die Anforderungen der "gängigen" Haustiere. www.diebrain.de bietet da zu verschiedenen Tierarten eine ganze Menge.

Und dann überlegt erst einmal, welche Anforderungen ihr überhaupt erfüllen könntet - denn Kaninchen brauchen sehr viel Platz, Meerschweinchen brauchen auch viel. Wer das nicht bieten kann oder will und den Tieren damit von vornherein eine soweit wie möglich artgerechte Haltung vorenthält, der schadet nicht nur den Tieren. Sondern übermittelt auch den Kindern dieses falsche Verhalten.

Na ja, und dann muss Euch natürlich klar sein, dass ihr Eltern für das Tier/die Tiere verantwortlich seit. Man kann weder von 3- oder 6-jährigen die alleinige Verantwortung verlangen, noch - auch nicht zu vernachlässigen - dass die sich in ihren Interessen auf die nächsten X Jahre festlegen (Kaninchen können bei guter Haltung auch mal 12 Jahre alt werden...).

Tierarztkosten pauschal zu nennen ist praktisch unmöglich. Wir haben für zwei Kaninchen allein 120 Euro im Jahr an Kosten für Impfungen, halbjährlichen Gesundheitscheck (halt vor dem Impfen), Zahnkontrolle (ohne Behandlung usw.)... - und krank war bei den Kosten noch kein Tier auch nur einen Tag.

Kranke Kaninchen können schnell in den 3-stelligen Bereich kosten und damit locker mal das 3-5 fache von dem, was unsere bei der Anschaffung (Tierheim) gekostet haben.

Wer das nicht in Kauf nehmen will, sollte die Finger davon lassen.

Und man kann auch nicht grundsätzlich bei irgendwelchen Kleintieren sagen, dass die "zahm" oder eben nicht zahm werden würden. Es gibt Kaninchen, die sich gerne streicheln lassen, einige tolerieren es (aber toll finden ist eine andere Sache) und wieder einige werden nie so zahm, dass man sie streicheln kann. Hochnehmen ohne Grund sollte eh tabu sein, denn davor haben die Tiere instinktiv Angst. Die Frage ist halt: verstehen die Kinder das auch, wenn sich das Verhalten erst nach Tagen und Wochen der Eingewöhnung zeigt? Oder ist dann die Enttäuschung, das Tier in erster Linie "nur beobachten" zu dürfen zu groß? Max kennt es halt nicht anders - streicheln gibts nur sehr selten, ansonsten wird nur beobachtet (und z.B. beim Füttern geholfen). Aber wer in der Erwartung eines "Streicheltieres" welche ins Haus holt erlebt u. U. eine gewaltige Enttäuschung.

Dazu kommen Fragen wie wer kümmert sich im Urlaub um die Tiere - einige Tiere verkraften Ortswechsel gut (wir haben regelmäßig die Meeris von Bekannten hier, aber strikt getrennt von unseren Ninchen) - andere weniger gut (unser Rammler z.B. verträgt Autofahren überhaupt nicht, heißt, wir brauchen jemanden, der unsere zwei hier in der Wohnung versorgt).

All das und noch viel mehr sollte man vorher berücksichtigen, die TH sind viel zu voll mit Tieren, wo erst nach dem Kauf das Denken begonnen hat.

Schaden anrichten kann sicher jedes Haustier, auch ein Meerschweinchen. Auch deren Bisse können ganz schön heftig sein, ein versehentlicher Biss von unserem Kaninchen in Max Finger hat uns unseren bisher einzigen Ausflug zum Notdienst beschert (ist aber schnell und problemlos verheilt).

Sucht Euch mal Informationen über die richtige Haltung der verschiedenen Tiere zusammen, pauschal ablehnen würde ich Tiere in Haushalten mit Kleinkindern nicht - aber ihr müsst halt auch bedenken, dass die Tiere sensibel sind. Und ein dauerschreiendes Kleinkind nicht unbedingt der richtige Zeitgenosse wäre - es hängt also viel von Euren Kindern ab.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von musas.mom 12.09.08 - 14:36 Uhr

Hallo nochmal!

Danke für eure zahlreichen Antworten! Genau das war ja mein Anliegen, etwas mehr über die Haltung von Nagern erfahren, ehe ich überhaupt in Betracht ziehe, einen zu kaufen. Jemand hat hier einen Link vorgeschlagen, da hab ich eine gute Übersicht bekommen.

Es ist nicht so, dass ich ein Tier für meine Kinder kaufe, damit sie sich darum kümmern, das erwarte ich auch gar nicht. Das würde ich selbstverständlicherweise selbst und auch gern tun.

Meine Kinder haben schon etwas Erfahrungen mit Kaninchen, da wir regelmäßig auf den Bauernhof gehen und wissen schon, dass Tiere nicht immer so wollen, wie man will;-).

Mit dem Urlaub wäre überhaupt kein Problem, meine Eltern wohnen in unmittelbarer Nähe und im Notfall hab ich auch meine Nachbarn und Feunde, die sich auch für kurze Zeit mal um die Tiere kümmern würden.

Schade, dass mein Beitrag so rüberkam, als würde ich meinen Kindern einfach kopflos ein Tier anschaffen, ohne mir dieser Problematik bewusst zu sein.

Naja, aber ich schätze, jetzt werden wir doch tierlos bleiben:-(, denn für zwei Tiere ist der Platz hier doch etwas zu knapp, denke ich. Dann muss ich wohl doch meine Mutter überreden, sich wieder eine Katze zu holen:-p, sie haben einen schönen Garten, in unsere Wohnung wäre das etwas schwieriger.

Auf jeden Fall *Danke* nochmal an alle undganz besonders für den Link#blume

LG und schönes Wochenende

Beitrag von tigger1980 14.09.08 - 13:43 Uhr

Huhu,

wir haben vier Wackelnasen (Kaninchen). Mein Sohn kommt mit ihnen sehr gut zu recht. Allerdings leben sie in ihrem eigenen Gehege.

Wir haben die Vereinbarung, streicheln erlaubt, hoch nehmen nicht.

Als Tipp.

Ratten sind sehr gut geeignet. Die lassen sich gerne tragen, vertragen auch mal Spaghetti oder Schokolade und sind echt lieb.

LG
Sabrina

Beitrag von musas.mom 14.09.08 - 16:07 Uhr

Hallo Sabrina!

Danke für den Tipp! Aber mein Mann "hasst" leider alles, was nach Ratte aussieht, sogar Mäuschen oder Hamster mag er nicht:-(...

Trotzdem danke#blume

LG

Beitrag von tauchmaus01 12.09.08 - 16:03 Uhr

Nun schreib ich mal:

Um Kaninchen (mindetens 2!) zu halten, sollte man wissen dass diese Tiere nicht in einen Käfig gehören, das ist vielen gar nicht bewußt und so enden die Süßen nach der ersten Euphorie den Rest ihres Lebens in einem Knast. Wenn sie dann Glück haben dürfen sie mal eine Stunde am Tag raus.

Man kann Kaninchen aber ziemlich toll in einem mit Gehegeelementen abgetrennten Bereich im Wohnzimmer halten, mit Linolium als Boden und dann zweo Katzenklos mit Holzeinstreu, dann klappt das toll!

Ich bin auch der Meinung dass es super Haustiere für Kinder sind, sofern man die Kinder nicht ohne Aufsicht zu den Tieren läßt.

Da Kaninchen fast immer stubenrein werden und auf ihr Klo gehen, find ich sie sogar noch einfacher zu handels als Meerschweinchen die überall ihre Böhnchen liegen lassen und pullern.

Die Ernährung von Kaninchen ist relativ einfach, Heu, Wasser, das ist die Grundnahrung, dazu Gemüse, Kräuter usw, alles nachzulesen bei www.diebrain.de

Meerschweinchen gehören meiner Meinung nach auch nicht in einen Käfig ! Man darf sie auch nicht einzeln halten und ich finde auch keinen Grund weshalb sie einfach zu halten sein sollen als Kaninchen.

Unsere Tiere leben in Aussenhaltung und die Kinder kommen nicht allein mit ihnen in Kontakt. Im Gehege gibt es einen zusätzlichen Freilauf, da dürfen die Kinder rein wenn ich bei bin und sie dürfen nicht rennen, hopsen oder die Tiere jagen. Sie dürfen sie streicheln wenn sie von allein kommen, aber nicht hochheben! Der Unterschlupf darf nicht betreten werden. Ich hab da klare Regeln, an die müßen sie sich halten.,


Und schlussendlich ist MEIN Hobby den Tieren ein schönes Leben mit täglichem Freilauf von 8- 20 Uhr zu bieten und das Gehege für die Nacht schön zu gestalten (es hat ca. 5 qm)

Wenn Du Dir unter der Haltung von Kleintieren ein Leben in Käfighaltung vordstellst, solltes du das ganze nochmal überdenken.

Man kann eine Menge Freude an den quirligen Kaninchen haben, aber die Haltung muß stimmen!

Mona