mit Baby zur Beerdigung?

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Forum: Baby

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Beitrag von cateye 12.09.08 - 12:00 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe gerade erfahren, dass die Mutter eines sehr guten Freundes von mir, gestern verstorben ist. Nun kenne ich die Familie und natürlich auch seine Mutter schon einige Jahre und sie liegt mir sehr am Herzen.

#kerze

Morgen werde ich erfahren, wann die Beerdigung und die Trauerfeier stattfinden wird. Ich möcht gerne hingehen, hätte aber keinen für meine Baby (8 Monate) wenn es vormittags wäre.

Was meint ihr, könnte ich meinen Sohn mitnehmen? Er ist ja noch so klein, da wird er es ja noch nicht mitbekommen was da los ist. Mein Großer ist zum Glück vormittags im KIGA, denn ich hätte wohl noch mehr Skrupel ihn mit dorthin zu nehmen.

LG Maria

Beitrag von tweety84 12.09.08 - 12:04 Uhr

Hallo Maria,

ich würde dir raten dein Baby nicht mit zunehmen.

1. Die kleinen bekommen mehr mit als uns lieb ist und
2. Ist vielleicht etwas blöd aber es gibt eine alte Weisheit, die besagt man soll mit einem Kind weder in der Schwangerschaft noch vor dem ersten Geburtstag auf den Friedhof gehen.

Die Entscheidung kann dir hier aber leider auch keiner abnehmen. Du musst selber entscheiden was für dich das richtige ist. Also ich an deiner Stelle würde es nicht machen.

Lg

Susan

Beitrag von cateye 12.09.08 - 12:15 Uhr

Danke für deine Antwort.
Mh, ich bin mir echt noch nicht so ganz schlüssig was ich machen soll. Denn ich habe für Vormittags keinen für meinen Sohn und daher müsste ich ihn mitnehmen, wenn ich hingehe.

Von daher steht wahrscheinlich eher die Frage an, ob ich hingehe oder nicht. Obwohl ich schon gerne auf ihrem letzten Weg dabei sein möchte und auch meinem Freund beistehen möchte.

LG die unschlüssige Maria

Beitrag von tweety84 12.09.08 - 12:21 Uhr

Wenn es gar nicht anders gehen sollte und du mit hingehen möchtest, dann kann ich dir nur raten stell dich etwas im hintergrund hin und dann musst du halt sehen wie der kleine reagiert. wenn du schon merkst er wird hibbelig dann würd ich lieber gehen. weil wie ich schon geschrieben habe, die kleinen bekommen mehr mit als man denkt. ich hab es an meiner tochter gemerkt.

lg

Susan

Beitrag von claudiab80 12.09.08 - 12:09 Uhr

Hallo Maria,

ich bin da auch sehr abergläubig und altmodisch #hicks aber ich würde es vor dem ersten Geburtstag auch nicht machen.

LG, Claudia

Beitrag von cateye 12.09.08 - 12:17 Uhr

Hallo Claudia,

danke für deine Antwort.
Also abergläubisch bin ich eher nicht. Denn wenn sowas stimmen würde, dann hätte die Tochter eines Freundes ihr 6 Monate altes Baby auch nicht mit auf die Beerdigung ihres Vaters nehmen dürfen.

Aber mein Problem liegt mehr darin, dass ich keinen für Marlon habe, der am Vormittag auf ihn aufpassen könnte. Daher muss ich mir nun wohl überlegen, ob ich hingehen möchte und ihn dann mitnehme, oder ob ich es lieber ganz bleiben lasse und ggf. nur auf die Trauerfeier im Anschluss hingehe.

LG Maria

Beitrag von uta28 12.09.08 - 12:09 Uhr

Liebe Maria,

ich würde zur Beerdigung gehen und das Baby mitnehmen. Ich würde mich allerdings im Hintergrund halten und in der Trauerhalle ganz hinten hinsetzen, so dass wenn der Kleine unruhig wird, Du schnell rauskannst.

Ich finde, ein Baby ist kein Grund auf eine Beerdigung eines lieben Menschen zu verzichten. Außerdem zeigst Du Deinem guten Freund damit, dass Du mit ihm fühlst. Es ist doch ein guter Zug, wenn man seine Freunde nicht allein auf eine Beerdigung der Mutter gehen lässt, sondern ihnen beisteht.

Diese Ammenmärchen, mit einem Baby dürfe man vor dem ersten Geburtstag nicht auf den Friedhof, finde ich völlig daneben.

Liebe Grüße, Uta

Beitrag von cateye 12.09.08 - 12:20 Uhr

Hallo Uta,

danke für deine Antwort.

Tja, ich habe leider keinen der auf meinen Marlon vormittags aufpassen könnte, daher muss ich ihn mitnehmen, wenn ich hingehe.

Ich sehe es wie du, ich möchte gerne meinem Freund an diesem Tag beistehen und seiner verstorbenen Mutter auch. Da mir, wie gesagt, ja die ganze Familie sehr am Herzen liegt.

Mh, ich habe ja noch ein paar Tage Zeit und kann mir überlegen, was ich nun wirklich mache. Aber ich denke mal schon, dass ich ihn mitnehme und auch hingehen werde.

LG Maria

Beitrag von johanna1972 12.09.08 - 12:11 Uhr

Hallo Maria,

das musst Du für Dich selber entscheiden und da kann Dir glaube ich keiner wirklich einen guten Rat geben.

Ich war mit Maximilian zur Beerdigung meiner Schwiegermutter 3 Tage vor seinem 1. Geburtstag. Allerdings habe ich da nicht wirklich viel von mitbekommen - in der Kapelle hat er gequängelt, so dass ich rausgehen musste und am Grab wollte er unbedingt laufen und aus dem Kinderwagen raus - so dass ich dann auch wieder abseits stand, damit er nicht läuft und mir ins Grab fällt. Also ich würde es wahrscheinlich nicht nocheinmal machen. Ich muss allerdings auch sagen, dass Maximilian kein ruhiges Kind ist - will nur beschäftigt werden und ist nur in Bewegung.
Was da auf dem Friedhof passiert hat er nicht mitbekommen, die Leute rundum, Gräber etc. war alles viel interessanter.

LG Johanna

Beitrag von cateye 12.09.08 - 12:21 Uhr

Hallo Johanna,

danke für deine Antwort.
Mein Sohn ist eher von der ruhigen Sorte und daher denke ich, dass ich weniger Schwierigkeiten mit ihm vor Ort haben werde. Und wenn ich hingehen sollte, dann würde ich mich mit ihm natürlich eh etwas im Hintergrund halten, um je nach Situation wieder gehen zu können.

Werde mir in den nächsten Tagen noch mal Gedanken darüber machen und dann Anfang der Woche entscheiden.

LG Maria

Beitrag von anjulia 12.09.08 - 12:25 Uhr

hallo maria,
wir waren diese woche auch auf einer beerdigung, allerdings war mein mann derjenige, der den verstorbenen gut kannte. ich bin mit der maus im wagen solange draußen rumspaziert und habe mich sehr im hintergrund gehalten, damit ich nicht aufmunterndes duziduzi machen muss, während um mich herum alle weinen.
also wenn es dir ein bedürfnis ist, dich zu verabschieden (Das ist ja der sinn einer beerdigung!), dann geh hin, aber aus rücksicht auf die anderen und auch dein kind würde ich mich im hintergrund halten.
lg
anjulia

Beitrag von blume82 12.09.08 - 12:33 Uhr

Hallo,

ich würde erst die Angehörigen fragen ob es sie stören würde. Wenn es nichts dagegen haben warum nicht.

Was wäre den so schlimm wenn dein Kleiner was mitbekommen würde? Der Tod ist ja nichts "schlimmes" und er gehört nunmal zum LEben dazu. Zu einer Taufe würde er ja auch mitkommen.
Und so lernen die Kinder ja auch das das Leben nicht unendlich ist.

LG

Beitrag von aeternum 12.09.08 - 12:40 Uhr

Aloha Maria,

vor fast zwei Wochen ist die Oma meines Freundes gestorben :-(

Ich bin mit Aeneas nicht mit zur Kirche und zur Grablegung gegangen. Ich war in meinem Leben schon auf mehr Beerdigungen, als mir lieb ist, daher wußte ich für mich, dass ich da mit einem Baby fehl am Platze wäre.

Wenn Aeneas wach ist, möchte er beschäftigt werden, nimmt nicht immer den Schnuller und werkelt auch auf dem Arm immer mal wild herum - im Kinderwagen liegt er auch am liebsten, wenn dieser in Bewegung ist. Und dreimal in eine Kapelle rein und raus schieben stört die anderen Gäste nur, finde ich.

Zwischen den Gräbern mit dem Kinderwagen herumzufahren ist auch nicht unbedingt das Tollste..also haben wir entschieden, dass unser Sohn und ich erst zu dem anschließenden Essen mitkommen.

Das man mit Kindern generell nicht zu Beerdigungen geht, find ich falsch, meiner Meinung nach entsteht so viel mehr Furcht vor dem Tod als sein müßte, weil er immer so ausgeklammert wird. Das man schwanger oder bis zum 1. Geburtstag nicht auf Beerdigungen gehen sollte, find ich wirklich quatsch..ich war schwanger auf der Beerdigung meines Großvaters :-(, und hätte es mir nie nehmen lassen.

Wenn also Dein Sohn generell eher ruhig ist, würde ich es schon versuchen, halt so, dass Du schnell Kirche oder Kapelle verlassen kannst, falls er zu weinen anfängt o.ä.

Herzliche Grüße,

Ae

Beitrag von nicolas-juni06 12.09.08 - 12:49 Uhr

Hallo,
ich hab meinen Sohn auch mit zu einer Beerdigung mitgenommen, da war er noch nicht mal ein Jahr. War überhaupt kein Problem - man kann ja auch jederzeit raus. Die Angehörigen haben sich sehr "gefreut", dass ich da war und meinten auch es sei eine schöne "Geste" gewesen, den Kleinen dabei zu haben, weil es verdeutlicht, wie sehr Leben und Tod zusammenliegen. Und man würde sehen: es geht weiter! Das (Weiter-)Leben lohnt sich! Außerdem: was sollen die Kleinen bitte mitkriegen, was sie nicht mitkriegen dürfen?
Der Tod wird so vor den Kindern ferngehalten, dass es schon fast krankhaft ist - wir dürfen ihnen nix vorgaukeln!
Liebe Grüße und entscheide dich, wie DU meinst!

Kathi

Beitrag von exot 12.09.08 - 18:29 Uhr

Hallo Maria,

Anfang letzten Monats sind zwei liebe Menschen aus meinem Umfeld verstorben - mein Opa und mein Patenonkel.
Bei beiden Beerdigungen waren wir "komplett" zugegen, dh mit zwei Kindern im Grundschulalter und mit Baby (da 2,5 Monate alt).
Besonders bei meinem Opa fand ich es ... schön. Gerade mir hat es die nötige Kraft gegeben, zu sehen (und zu fühlen), daß das Leben weitergeht.

VG exot