Wie lange hat bei euch die Eingewöhnung gedauert

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von summersky 12.09.08 - 12:58 Uhr

Colin (3) ist jetzt seit 2 Wochen im Kindergarten. Wir gehen erst einmal immer nur 2 Stunden hin. Wenn wir drinnen sind, klebt er wie eine Klette an mir und mag überhaupt nicht spielen etc. Ich bin heute das erste Mal für 10 Minuten rausgegangen (hab ich ihm natürlich vorher Bescheid gesagt) und er hat die ganze Zeit nur geweint :-(

Wenn wir draußen auf dem Spielplatz sind, ist es viel besser. Er flitzt los und spielt, kommt aber alle 10 bis 15 Minuten gucken, ob er mich noch irgendwo sieht. Gestern und heute hab ich ihm gesagt, dass ich kurz ein bisschen reingehe und dann wieder komme und das war dann auch okay für ihn.

Irgendwie komm ich mir ein bisschen doof vor, weil ich nun die einzige Mama bin, die noch mit dabei ist. Bei allen anderen war es kein großes Problem #schmoll

Hat hier noch jemand so ein extremes Mama-Kind? Wie lang habt ihr Eingewöhnung gemacht?

Hab Angst, dass ich in einem Monat immernoch bei ihm sitze (was in dem Kiga zum Glück kein Problem ist). Möchte nämllich nicht, dass er ungern in den Kiga geht!

LG Nicole

Beitrag von sapiens 12.09.08 - 13:09 Uhr

Mach dir mal keine Gedanken, die Kinder sind ganz unterschiedlich. Vielleicht könntest du aber die Zeit erhöhen, die ihr dort seit. Und am besten ganz früh hingehen, so dass ihr mit die ersten sein. Dann kommen die anderen nach und nach dazu. Das ist viel leichter als in eine bestehende Spielgruppe reinzuplatzen.
Lass ihn kleben, aber immer wenn er alleine irgendwo sitzt, dann ziehst du dich unauffällig raus (ohne einfach wegzugehen, man kann auch passiv dabei sitzen). Bespaß ihn nicht, dafür sind die Erzieherinnen und die anderen Kinder da. Du solltest möglichst langweilig sein. Die Erzieherinnen sollten versuchen, ihn ganz intensiv einzubeziehen und zu betuddeln (z.B. mit ihm auf Toilette gehen wenn er muss, du gehst nur mit, machst aber nichts). Er muss erstmal ein Vertrauensverhältnis aufbauen.
Schön, dass ihr euch die Zeit nehmen dürft und könnt. Das ist leider nicht immer so. Aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass eine gute Eingewöhnung am Ende allen Zugute kommt.
Alles Liebe

Andrea

Beitrag von plauze 12.09.08 - 13:12 Uhr

Hallo Nicole,

hier gibts die unterschiedlichsten Kinder, die einen gehen hin und gut ist, andere brauchen länger, da muss wirklich jeder "seins" rausfinden. Bei uns hat es geschlagene 4 (!) Monate gedauert, bis meine Tochter sich damit arrangiert hatte. Eine Freundin von mir hat ihr Kind hingebracht, ist gegangen, Küsschen-Tschüß, das wars. Nie eine Träne #kratz#huepf

Ich kann nur sagen, bei uns hat geholfen, immer wieder erklären, dass ich wieder komme, Argument finden, die dem Kind gefallen könnten und dann auch dahinter stehen. Je unsicherer man ist, desto mehr überträgt sich das aufs Kind.

Liebe Grüße und viel Kraft
Maja mit Lina 3,5

Beitrag von daniko_79 12.09.08 - 13:12 Uhr

Ganz ehrlich ? Lass Ihn los dann wird es Ihm leichter fallen . Lange wird er nicht weinen dann denkt er schnel an etwas anderes . Bringt Ihn einfach hin , sag Tschüss wir sehen und dann wenn ich Dich wieder hole und geh ... geh einfach .. geb ihm vielleicht sein Lieblingsspielzeug mit das er kennt .. aber geh !

Du tust Ihm keinen Gefallen damit das du dich jeden tag hin setzt . Was würdest du denn machen wenn du arbeiten gehen müsstest ? dann kannst du dich auch nicht neben ihn setzen und zu gucken .. dann müsstest5 du in die arbeit ...

Überleg dir dasmal ... ich denke es is schwer aber euch beidenh ist dann mehr geholfen .. hat ja so keinen sinn

Dan i

Beitrag von fee73 12.09.08 - 14:00 Uhr

Hallo Nicole,

wir hatten 8 Wochen, in denen wir 1-2x pro Woche für 2 Stunden in den Kiga gegangen sind. Ich war jedes Mal mit dabei. Dazwischen waren mal 3 Wochen Kiga-Ferien, also eigentlich waren es nur 5 Wochen. Meine Tochter ist auch zu Beginn immer an mir geklebt. Nach und nach hat sie sich aber von mir gelöst und ist mit der Erzieherin (mmer diesselbe) mitgegangen. Diese hat sich aber auch wirklich sehr bemüht, das Vertrauen meiner Tochter zur erlangen! Nun geht sie seit letzten Montag von 9-12 Uhr in den Kiga. Wir machen ein Puzzle miteinander und danach gehe ich. Am Anfang gab es auch Tränen, aber sie hat sich innerhalb von 5 Minuten wieder beruhigt. Ausserdem weiss sie, dass sie sich auf mich verlassen kann, dass ich sie garantiert zur verspochenen Zeit abholen komme. Das ist ganz wichtig! Meine Freundin hatte auch mehr "Probleme" mit ihrer Tochter. Sie hat es dann wirklich auch so gemacht, dass sie das weinende Kind zurückgelassen hat. Ein Puzzle, tschüss und gegangen. Innerhalb von 3 Tagen hat sich das gelegt. Nun kann sie ohne weinendes Kind gehen. Es kommt auch auf das Kind an, ob eine lange Eingewöhnung sinnvoll ist oder ob die Hau-Ruck Methode besser passt. Er muss ja erst einmal lernen, dass Du auf jeden Fall wiederkommst. Aber dazu musst Du erst einmal weggehen.

Wirklich helfen konnte ich nicht. Nicht den Mut verlieren!!

LG, Nicole

Beitrag von sonne_1975 12.09.08 - 14:38 Uhr

Bei uns war es ähnlich. Juri wollte nur mit mir da sein, ich durfte gar nicht raus, dann ist er einfach hinterher (in den Flur z.B.).

Ich war 7 Tage mit ihm da (wir konnten nur 2 Mal pro Woche hingehen, weil ich arbeite), am 8.Tag bin ich für 30 Minuten gegangen, habe ich aber schon am Vorabend mehrmals erzählt, dass ich kurz "arbeiten" gehe und dann wieder komme. Natürlich hat er dann gebrüllt, hat sich aber relativ schnell beruhigt (nach 5 Minuten). Nach 30 Minuten wurde ich nochmal weggeschickt, es lief gut.

Beim nächsten Mal war es wieder 1 Stunde, ich wurde angerufen, dass er jetzt weint und zu mir will. Danach waren es 2 Stunden, weil sie draussen waren, da ist Juri auch immer am liebsten.

Und dann ging er schon für 3 Stunden und danach für 3,5 Stunden regulär (8.30-12 Uhr). 3 Wochen lang hat er beim Abschied geweint, aber seit 2 Tagen nicht mehr.

Ich gebe ihm seine Kuschelente mit und seinen Schnuller. Am Anfang hatte er den Schnuller fast dauernd im Mund, aber die letzten 2 Tage hat er gar nicht nach ihm gefragt.

Wenn ich nicht gegangen wäre, wäre ich immer noch da, von alleine hätte er mich nicht losgelassen.

Ich würde an deiner Stelle ihn darauf vorbereiten, dass du am Di (man soll mit nichts Neuem am Mo anfangen) kurz rausgehst und dann wiederkommst. Und der KiGa soll dich anrufen, wenn er sich nach 10-15 Minuten nicht beruhigt.

LG Alla und Juri, 28,5 Monate

Beitrag von blucki 12.09.08 - 18:16 Uhr

hallo nicole,

bei uns haben sie kurzen prozess gemacht und das hat sich bisher bei allen kindern bewährt. wir waren einen tag zusammen da. für ca. 2 stunden und am nächsten montag gings dann los. ich habe ihn reingebracht und bin nach einer kurzen verabschiedung sofort weggeschickt worden. dann war er 3 tage lang bis 12 uhr dort und am 4. tag hat er bereits mitgegessen.

und - du wirst es nicht glauben, er hat nicht einmal geweint. klar haben mir die blicke von ihm auch furchtbar weh getan - aber ich denke dieses lange hin und her ist für die kinder noch viel schlimmer.

ich würde mit der erzieherin sprechen, dass du am montag morgen einfach gehst. die können dich ja anrufen, wenn er sich gar nicht beruhigt. meistens weinen die kinder nur kurz und spielen dann recht schnell doch mit.

so denkt der kleine ja, dass du generell dabei bleibst und verliert diese angst überhaupt nicht.

lg
anja