Mein Opa....

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von bowlingkugel 12.09.08 - 13:20 Uhr

Ich kann es immer noch nicht glauben....
aber mein Opa ist gestern nacht von uns gegangen.

Das ich jetzt überhaupt fähig bin, was zu schreiben wundert mich selbst, ich bin im Moment erschreckend gefasst. Hätte ich nIE gedacht.
Aber ich glaube das liegt daran, das ichs einfach noch nicht richtig kapiert habe und das ichs nicht wahr haben will.#gruebel

Gestern habe ich es erfahren, war bei menem Vater, eingeladen zur Einschulung
von meinem Stiefbruder.
Zuerst war alles so schön an dem tag, haben ne Wasserschlacht gemacht, uns amüsiert und plötzlich dieser Anruf...ICH habe meine Tante angerufen, um zu fragen ob ich noch vorbei kommen kann um etwas zu holen (für die Taufe unserer Tochter) Mein Couseng ging ran (12jahre) und sagte furztrocken: Hast du schon mitbekommen: OPA IST TOT!#schock

Ich dachte zunächst das wäre ein schlechter Scherz.
Habs ihm absolut nicht abgekauft.
Erst als meine Tante ranging, und meinte das man mit sowas nicht scherzt, habe ich es geglaubt.

Wir sind dann sofort losgefahren zu meiner Oma.
Ich kanns garnicht bescheiben was für ein schreckliches Gefühl das war...um so näher wir dem Haus gekommen sind, um so schlimmer wurde mein Klos im Hals.

Ich konnt das einfach nicht kapieren, das ich jetzt gleich das Haus betrete in dem fast 22Jahre lang IMMER mein geliebter Opa war, und jetzt soll er nichtmehr da sein????

Es war so schlimm, dafür gibts garkeine Worte.
Dann alle anderen,meine Komplette Familie...alle am heulen, bedrückend still.#schmoll

Mein Opa war für mich ALLES! Mein Gott, wieviel hat er für mich getan, wie oft hat er mich aus der Scheiße geholt...ich hätte mich soooo gern noch von ihm verabschiedet...und ihm gern noch so viel gesagt..#schmoll

Habe dann sein Tagebuch gelesen (den letzten Eintrag vom 10 september. Und in dem Eintrag ging es NUR um mich, meinen Mann und unsere Kleine, und um die Taufe die wir an SEINEM Geburtstag machen wollten.#heul

Ich hab meine komplette Kindheit im großen Garten von meinem Opa verbracht...
und gestern stand ich mitten drin, am heulen und ich dachte mir: was soll jetzt aus diesem garten werden ohne meinen Opi?

Ich kann es einfach nicht glauben, er wollte doch so gern noch die Taufe von unserer Kleinen miterleben.#heul
Am Montag ist Beerdigung, ich weis nicht wie ich DAS überstehen soll...

Lieber Opi, die Kerze ist für dich, ich werde dich NIE vergessen! Du warst der Beste!#kerze
Deine Nadine

Beitrag von mama98-01-06 12.09.08 - 13:51 Uhr

Hallo,


Ich kann mir sehr gut vorstellen wie es Dir gerade geht,ich habe meinen Opa auch verloren,am 30.1.06.#heul

Er starb in der klinik und meine Mama und ich waren dabei.
es war schrecklich.Es IST schrecklich,wie oft denke ich daran.
Heute noch bin ich oft am weinen dann,diese Erinnerung.
Ihn da liegen zu sehen,wir kamen und ca.10min.später starb er.
Aus,nix mehr.......Geräte aus gemacht,Stille.........

nein ich wünsche es keinem,man kann es nicht erklären wie es einem dann geht,es kamen dann langsam alle anderen in die Klinik.....Oma.....die noch nichts wußte,wußten nicht wann,wo sagen,hatten Angst um sie.

Sie hat es auch erst garnicht verstanden glaube ich.
Ich durfte dabei sein als sie sich dann von ihrem Mann verabschiedet hat.

Heute sage ich,ich bin stolz das erlebt zu haben,hört sich komisch an aber sowas erlebt man zum Glück nicht oft aber diese Liebe die da zu spüren war,alles war egal drum rum,sie wollte ihn nicht gehen lassen,es hat gedauert bis sie ihm sagt,ok,dann geh.........Ich lasse Dich gehen.......#heul

Das war soooo schrecklich und ergreifend das zu sehen,zu hören.......Aber ich bin froh das ich es erleben durfte.

ich glaube,der Schmerz wird immer da sein,immer.

Wir müssen weiter leben und damit umgehen,was ich lange nicht konnte.

Das Du so ruhig bist,ja das liegt daran das Du es noch nicht begriffen hast,das dauert......ich hatte das auch.

Ich habe meinen Opa auch oft gesehen,bei mir.....gehört.....es war echt heftig.


Ich wünsche Dir ganz viel kraft,lass die trauer zu das ist wichtig,rede wenn Dir danach ist,versteck Dich nicht,ich erzähle auch immer das gleiche aber es hilft mir,heute noch!!!
Sie sind einfach da und bleiben es auch!!!Und das dürfen sie auch.#kerze


Ganz liebe Grüße und viel Kraft wünscht Dir Jessi#herzlich

Beitrag von mama-tine 12.09.08 - 14:35 Uhr

Hallo,

erstmal #liebdrueck.

ich kann dich auch sehr gut verstehen.Mein Oma, bei der ich aufgewachsen bin, ist im Mai diesen Jahres(4 Tage vor meinem Geburtstag)verstorben.Sie hatte Krebs, und hat den Kampf verloren.

Ich war in den ersten 2-3 Wochen unglaublich traurig.Habe viel geweint.Selbst in der Kirche , als ich den Sarg sah, habe ich bitterlich geweint.Die ganze Kirche hat mich wohl gehört.

Aber, Wunden heilen, der tiefe Schmerz vergeht.Traurigkeit bleibt und natürlich der Verlust einen geliebten Menschen zu verlieren.
Denke immer daran, dein Opa lebt in deiner Erinnerung, in deinem Kopf sowie in deinem Herzen weiter.Du kannst ihn nicht mehr berühren, aber die Liebe die euch beiden verbindet wirst du immer spüren!!!

Ich wünsche dir alles Liebe.Und bestimmt wird dein Opa bei der Taufe ganz nah sein, höre auf dein Herz.

PS: Ich bekomme in 17 Tagen mein zweites Kind, das 2 Urenkelchen meiner Oma, und ich bin sicher , sie wird mir auch beistehen bei der Geburt.ICh galube ganz fest daran.

Liebe Grüße , Kristin

Beitrag von kleinerlevin 13.09.08 - 00:37 Uhr

Eine #kerze
zünde ich für deinen Opa an und weine mit dir ,mein Opa liegt auch im sterben #heul !
Gruß Annette