SS und magersucht / Bulimie

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von 1983. 12.09.08 - 15:01 Uhr

Hallo

Ich habe eine Freundin, die hat bulimie ... dh sie "frisst" und erbricht es dann wieder. Sie ist noch nicht "dünn". Sie hatte ca 110 kg auf 1,70 und wiegt jetzt noch "immer" 85 kg. Ihre Therapie fängt in kürze an.

Nun ist sie, laut ihren angeben schwanger. (sie hat einen freund, schon ewig) .... wenn nun die therapie nichts bringt, was bedeutet dies für das kind?

hat es überhaupt eine change ?

Beitrag von mausikaka86 12.09.08 - 15:03 Uhr

Hi,

#schock #schock #schock #schock #schock

Hmmm... also so ein Kind braucht ja die ganzen Nährstoffe... ich weiß dann nicht, ob es überhaupt überleben könnte...in so einem Körper, der so gut wie keine Nährstoffe hat.

LG Mausi

Beitrag von mausikaka86 12.09.08 - 15:08 Uhr

also... ich glaube eher nein!...es würde keine Chance haben!

Beitrag von carrie23 12.09.08 - 15:17 Uhr

Ja hat es, aber um sie muss man sich mehr Sorgen machen da das Kind sich den Rest der Nährstoffe holt und für sie praktisch nichts überbleiben würde.

Sie muss jetzt auf alle Fälle lernen das was sie isst auch bei sich zu behalten.
Wir hatten in der Therapie gegen Essstörungen einige Schwangere und auch die Ärzte meinten es wäre für das Kind weniger ein Problem als für die werdende Mutter.

Beitrag von berghutze 12.09.08 - 15:29 Uhr

Hallo!

Meine Kollegin hat Bulimie (wog nur 48kg) und ist im 5. Monat schwanger! Lt. ihr kann man erst ab einem BMI von 19 schwanger werden, bei ihr hats trotzdem geschnaggelt. Das Kind ist lt. FA gesund und normal entwickelt.

Ob sie heute noch ihr Essen erbricht, weiß ich nicht. Wir haben nie darüber gesprochen. Ich habe aber in all den Jahren ihre ständigen Kotzattacken mitgekriegt. Mehr als mir lieb war.

Beitrag von scha 12.09.08 - 15:29 Uhr

Huhu

Also, deine Freundin hat definitiv ein Problem und sollte auch etwas dagegen tun und sich Hilfe holen- das erst einmal vorne weg.

Da ich auch jahrelang Bulimie hatte, weiss ich das es NICHT schädlich ist für eine Schwangerschaft. Denn die Nährstoffe gelangen trotzdem in den Körper dass das Baby zum Überleben braucht. Ratsam ist es trotzdem nicht, denn deine Freundin wird immer weniger Energie gewinnen und diese Krankheit kann oftmals sogar zum Tode führen.. Vielleicht schafft sie den Absprung wenn sie weiss das ein Leben in ihr heranwächst.

Magersucht ist dagegen gefährlich für die betroffene Person sowie für das ungeborene Kind im Bauch. Denn es gelangen ja gar keine Nährstoffe in den Körper. Denn keine Nahrungsaufnahme- keine Nährstoffe.


Fazit: Bulimie wird die SS nicht behindern, ist trotzdem aber nicht ratsam. Schon allein deswegen da die werdende Mutter jetzt auch noch für ein anderes kleines Lebewesen Verantwortung tragen muss und sich dessen bewusst werden muss.

Schick deine Freundin zu einer Beratungsstelle und helf ihr ihr Problem in den Griff zu bekommen!

Alles Gute,

LG NIna

Beitrag von carrie23 12.09.08 - 15:33 Uhr

Magersucht heißt nicht automatisch gar nichts zu essen.
Man isst Kleinigkeiten mit kaum Kalorien, also sehr wohl viel Gemüse.
Es ist beides gleich gefährlich, durch Bulimie kommt der Kaliumhaushalt durcheinander und das ist saugefährlich und durch Magersucht nimmt man so gut wie keine Nährstoffe zu sich.

Zum Rest kann ich dir jedoch zustimmen

Beitrag von scha 12.09.08 - 15:38 Uhr

Ja es gibt verschiedene Arten der Magersucht- hab einfach mal die krasseste Möglichkeit ausgewählt in denen sich die Betroffenen vor Nahrung ekeln oder gar nichts mehr essen.

Habe ja auch gesagt das es in beiden Fällen nicht ratsam wäre schwanger zu werden..Denn zum schwanger sein sollte man sich auch im Klaren sein, Verantwortung zu übernehmen..

Beides sind Krankheiten die dringend eine Therapie benötigen..

LG Nina

Beitrag von carrie23 12.09.08 - 15:43 Uhr

DA hast du Recht, ich hatte ja beides jahrelang und anfangs habe ich auch GAR nichts gegessen, zwei Monate lang.

Seit 4 Jahren bin ich nicht mehr betroffen, allerdings geheilt ist man von einer Essstörung NIE.

lg carrie

Beitrag von scha 12.09.08 - 15:51 Uhr

Ich hatte seit ich 14 bin Bulimie.. Hab mir auch jahrelang schwer getan. Hab mir aber Hilfe geholt und es somit in den Griff bekommen. Ich achte zwar nach wie vor noch sehr auf mein Gewicht und es gibt oftmals momente an denen mein schlechtes Gewissen nach dem Essen durchkommt, aber ich trage Verantwortung für mein Kind und würde das nie wieder aufs Spiel setzen..

Beitrag von carrie23 12.09.08 - 15:56 Uhr

Bei mir fing es mit 13 an und die Therapie hat NICHTS geholfen, mein Mann hat mir geholfen und ich bin seit 4 Jahren "gesund".

Ich wollte von Anfang an Kinder und ich wollte ein Vorbild sein, daher fiel es mir sehr leicht auf die Essstörung zu verzichten.

Ich finde es toll das auch du die Essstörung im Griff hast und da wir jetzt Verantwortung tragen bin ich hundertprozentig sicher werden wir auch nie wieder rückfällig werden.

lg carrie