Chance auf gemeinsames Sorgerecht?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von mellli-benni 12.09.08 - 22:12 Uhr

Hallo,

ich hab mal eine Frage. Und zwar geht es um einen guten Freund von mir.
Seine Ex ist schwanger, zu 90% von ihm, aber zu 10 % zweifelt er noch daran. Deshalb will er die Vaterschaftsanerkennung auch erst nach der Geburt bzw. nach einen Vaterschaftstest unterschreiben.
Wenn er die Vaterschaftsanerkennung erst nach der Geburt unterschreibt kann er dann überhaupt noch das gemeinsame Sorgerecht bekommen? Oder hat dann die Mutter automatisch das alleinige?


Vielen Dank für eure Antworten.


LG Melli

Beitrag von chi2110 12.09.08 - 22:18 Uhr

Hallo Melli,

er hat solange sie nicht verheiratet sind keine Chance das Sorgerecht zu bekommen... außer seine Ex teilt es freiwillig mit ihm... egal ob Vaterschaftsanerkennung vor oder nach der Geburt

lg
claudia

Beitrag von carrie23 12.09.08 - 23:09 Uhr

Wie meine Vorschreiberin es schon richtig ausgedrückt hat, es ist schlicht egal wie er es macht.
SIE entscheidet ob er oder ob er kein Sorgerecht hat, mag in manchen Fällen nicht fair sein ist aber nunmal so vom Gesetzgeber geregelt.

lg carrie

Beitrag von jules1971 12.09.08 - 23:33 Uhr

Hallo,

die Kindsmutter, sofern die beiden Eltern nicht verheirate miteinander sind, muss der gemeinsamen Sorge IMMER zustimmen.
Eine Vaterschaftsanerkennung, egal wann und aus welchen Gründen (in diesem Fall eventuell durch einen Vaterschaftstest), hat mit dem Sorgerecht bei unverheirateten Eltern nichts zu tun.
Auch gerichtlich kann er die gemeinsame Sorge NICHT einklagen.

Gruß,
Julia

P.S.
Sollte er durch Abwarten oder einen Vaterschaftstest die Vaterschaftsanerkennung schuldhaft hinauszögern (wenn es keine wirklichen Gründe, die vor Gericht bestehen, für sein Zögern gäbe), muss er dennoch ab Geburt Kindsunterhalt und Betreuungsunterhalt für die Mutter zahlen und nicht erst ab Feststellung der Vaterschaft.
Änder alles nichts an der alleinigen Sorge der Mutter ...

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 10:17 Uhr

Warum kann er denn die gemensame Sorge nicht einklagen?

Und ist es ein schuldhaftes hinauszögern wenn er auf einen Test wartet, weil er eben wissen will ob er wirklich der Vater ist?

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 10:40 Uhr

Hallo,

das Gesetz sieht es nun mal nicht vor, dass unverheiratete Väter die gemeinsame Sorge einklagen können ... was m.E. auch gut so ist.
Selbst wenn man der Mutter die elterliche Sorge entziehen würde, da sie sonst was verbrochen hat, würde das NICHT heißen, dass der uneheliche, getrennt lebende Vater AUTOMATISCH die elterliche Sorge zugesprochen bekäme. Da würden verschiedene Faktoren eine Rolle spielen.

Und was den Test anbelangt ...
Wenn er nicht hieb- und stichfeste Beweise vorlegen kann, dass es wirklich einen Grund gibt, einen Vaterschaftstest zu wollen und die Vaterschaft nicht freiwillig anzuerkennen, ist es ein schuldhaftes Verhalten.
Da nur durch dieses Verhalten dem Kind sozusagen sein Anspruch auf Unterhalt für diese Zeit schuldhaft verwehrt wird. Deswegen würde er zu Unterhaltszahlungen ab Geburt und nicht ab Testergebnis verurteilt werden.

Gruß,
Julia

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 11:02 Uhr

was ist den an einem Unverheirateten Vater so anders als an einem der Verheiratet war?

Wenn er eben an der Treue der Ex zweifelt wird er doch wohl noch einen Test machen dürfen, oder nicht?

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 11:19 Uhr

Der Unterschied besteht wohl darin, dass man eben NICHT verheiratet war. Paare, die unverheiratet ein gemeinsames Kind aufziehen, können im Übrigen ohne Probleme beim Jugendamt die gemeinsame Sorge festlegen, was ja auch viele tun ... aber ein unverheirateter und schon bei Geburt getrennt lebender Vater ist ja noch ein etwas anderer Statuts.

Es verbietet dem Kindsvater ja niemand, dass er einen Test machen darf.
Der sollte nur nicht aus einer Laune heraus sein.
Und warum sollte dem Kind Unterhalt entgehen, obwohl die Mutter sich hat nichts zu Schulden kommen lassen, sich der Vater aber nun einbildet, aus welchen Gründen auch immer (sei es weil man sich getrennt hat, sei es aus unbegründeter Eifersucht etc), einen Test machen zu müssen???

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 11:23 Uhr

Und du kennst ja auch diese Frau und weist das sie sich nichs zu Schulden kommen hat lassen. So wie es ja immer ist.

Und ich habe nie behauptet das er keinen Unterhalt zahlen wird slange er nicht 100%tig weis das er der Vater ist.

Spinn dir doch nicht immer irgendwelche sachen zusammen.

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 11:30 Uhr

Ich habe überhaupt nicht von der Mutter dieses Kindes im Speziellen, sondern von den Bestimmungen dazu im Allgemeinen gesprochen ... und das wolltest Du doch wissen.
Es reicht schlichtweg nicht aus, dass der Vater nur BEHAUPTET, dass sie sich hat was zu Schulden kommen lassen, das muss er auch untermauern können!

Und ob Du behauptet hast, dass er Unterhalt zahlt oder nicht stand hier doch gar nicht zur Debatte ... entschuldige bitte vielmals, dass ich Deine Eingangsfragen beantwortet habe und Dich auf die eine oder andere Sache bei einem solchen Prozedere hingewiesen habe, damit Du es weitergeben kannst. ICH habe die Bestimmungen und Gesetze dazu NICHT gemacht, ich kenne mich nur aus, weil ich soeben eine Vaterschaftsfeststellungsklage durchgezogen habe und dem Kindsvater die ganzen Spielchen auf Zeit eben nichts gebracht haben.

Ein simples Danke anstatt irgendwelcher Beleidigungen hätte es auch getan.

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 11:34 Uhr

Habe ich dich beleidigt?


Beitrag von jules1971 13.09.08 - 11:50 Uhr

"Spinn dir doch nicht immer irgendwelche sachen zusammen." ist zumindest grenzwertig, aber vermutlich voll in Deinem Sinne ...

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 12:06 Uhr

Ui wenn das für dich eine Beleidigung war tut es mir wirklich leid.

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 12:09 Uhr

Schon klar ... #augen

Beitrag von carrie23 13.09.08 - 13:30 Uhr

Wieso stellst du diese Fragen nicht einfach dem Gericht?
Keiner hier kann dir mit Bestimmtheit sagen warum ein unverheirateter Vater nicht einfach ohne Zustimmung der Mutter Sorgerecht bekommt.
Fakt ist es ist so, das ist die Gestzeslage und warum, tja keine Ahnung.

Beitrag von kaltesherz0907 13.09.08 - 09:31 Uhr

das hat damit überhaupt nix zu tun,

sie waren nicht verheiratet, also hat die Mutter das lleinige Sorgerecht.

Was hat dein freund denn für Absichten? Was bezweckt er damit, das Sorgerecht zu bekommen???

Beitrag von rmwib 13.09.08 - 09:34 Uhr

DAS hab ich mich vorhin auch gerade gefragt... erkennt nicht mal sein eigenes Kind an aber will das gemeinsame Sorgerecht? Und vor allem ist ja auch die Frage was er damit dann will? #kratz Versteh ich auch nicht...

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 09:40 Uhr

Ganz einfach. Er ist sich nicht 100%tig sicher ob er wirklich der Vater ist. Und weshalb sollte er dann die Vaterschaft schon vor der Geburt bzw. vor einem Test anerkennen?
Und was er mit dem gemeinsamen Sorgerecht bezwecken will? Er möchte eben ein Sorgerecht für sein Kind haben und nicht nur die Pflicht zu zahlen.
Er steht zu dem Kind und er wird auch selbstverständlich für das Kind zahlen aber er möchte eben nicht nur der KV sein der Unterhalt zahlt und sonst die Klappe halten muss.

Aber leider ist das Gesetz ja so das man als Vater keinerlei Rechte hat und schon gar nicht wenn man nicht Sorgeberechtig ist.

Beitrag von rmwib 13.09.08 - 09:52 Uhr

Er wird ja auf jeden Fall ein Umgangsrecht bekommen wenn er der Vater ist.

Die Gesetze sind keineswegs so, dass der Vater keinerlei Rechte hat sondern sie sind in erster Linie darauf ausgelegt das Kindswohl in jeder Situation gewährleisten zu können.

Und ein Vater, der nicht mit seinem Kind zusammenlebt kann und es alle 14 Tage ein Wochenende sieht doch solche Entscheidungen wie Arztwahl oder Schulwahl und alles wofür die Mama eine Unterschrift des KV benötigt beim geteilten Sorgerecht gar nicht ansatzweise überblicken geschweige denn realistisch beurteilen? #kratz

Das hat m.E. nichts damit zu tun zahlen zu müssen und sonst die Klappe halten zu müssen.

Vielleicht informiert ihr euch bzw. er sich erstmal was so ein SORGERECHT überhaupt bedeutet.

Wir leben zusammen und haben das Sorgerecht bewusst NICHT teilen lassen um das Wohl unseres Kindes im Trennungsfall sicher gewährleisten zu können. Und das hab ich ihm nicht aufgezwungen, er fand das auch schlauer und das hat NICHTS damit zu tun dass er im Trennungsfall sein Kind nicht mehr sehen dürfte oder nicht mehr in Entscheidungen einbezogen werden würde... es bedeutet lediglich, dass ICH als Mutter im Sinne meines Kindes entscheiden kann ohne seine Unterschrift z.B. für die Schulwahl zu brauchen.


GLG

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 10:08 Uhr

Sorry aber mit dem Thema Sorgerecht kenne ich mich eigentlich sehr gut aus. Mein Mann hat 2 Kinder aus seiner früheren Ehe und wenn er nicht das gemeinesame Sorgerecht hätte, würde er seine Kinder wahrscheinlich nicht mehr sehen dürfen. Leider ist seine Ex eine der Frauen die dem Vater gerne mal verbieten seine Kinder zu sehen nur weil es ihr gerade nicht passt.
Warum sollte ein Vater nicht realistisch beurteilen können was gut für seine Kinder ist? Klar er würde nichts bringen wenn er mal "verbieten" wollte das das Kind in die Schule xy geht. Das ist ja eigentlich auch das kleinere Problem.

Aber ein Vater ohne Sorgerecht kann sicht nicht mal beim Kindergarten, Schule oder Arzt über die Entwicklung oder den Zustand seines Kindes informieren. Er ist immer auf die Aussagen der Mutter angewiesen. Und sowas ist echt daneben. Da würde sich ein Vater mal für sein Kind interessieren aber bekommt keine Auskunft.

Umgangsrecht bekommt er natürlich das ist mir auch klar.

LG Melli

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 10:46 Uhr

Immer die alte Leier ... und immer von Zweitfrauen, die auf die böse Ex fluchen. Langsam wird das hier echt inflationär ... sorry, aber ist doch wahr!

"Leider ist seine Ex eine der Frauen die dem Vater gerne mal verbieten seine Kinder zu sehen nur weil es ihr gerade nicht passt."

DAS hat rein gar nichts mit dem gemeinsamen oder alleinigen Sorgerecht zu tun ... da geht es um das Umgangsrecht!

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"Warum sollte ein Vater nicht realistisch beurteilen können was gut für seine Kinder ist?"

Gegenfrage:
Warum sollte ein "Vater", dessen Lebensansichten und Lebensgewohnheiten denen der Mutter so fern sind, dass man sich getrennt hat, sich nicht nur in die Belange der Erziehung, sondern im Endeffekt auch in die persönliche Belange der Mutter, was die Lebensgestaltung anbelangt (Verhindern von Umzug etc), einmischen dürfen???
Ich spreche hier allerdings ganz klar von Beziehungen, die schon zu Beginn der Schwangerschaft zerbrochen sind, vielleicht auch wegen der Schwangerschaft, wie in vielen Fällen!

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 11:04 Uhr

leg doch bitte mal ne andere Schallplatte auf

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 11:21 Uhr

Dito ... übrigens eine sehr interessante Diskussionskultur, die Du da pflegst.
Gehen die Argumente aus, kommt irgendeiner ausgelutschter Spruch ...#augen Und simple Fragen werden damit auch nicht beantwortet.

Beitrag von mellli-benni 13.09.08 - 11:37 Uhr

Was hast du denn für Fragen gestellt? Ach so warum er sich einmischen dürfte wenn sei z.B. Wegzieht?

Vielleicht dient es ja auch dem Wohle den Kindes wenn der Vater in der Nähe wohnt (ich gehe mal davon aus, das sich keine einmischen wird wenn die Mutter 20 Km wegzieht. Aber bei 300 oder 400 km sieht das schon wieder anders aus)

Oder hast du sonst noch eine Frage gestellt?

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 11:51 Uhr

Da ich vermute, dass Du Dich blöder stellst als Du bist, ist eine weitere Unterhaltung wohl vergebliche Liebesmüh ...