Kinder in 2 verschiedenen Kindergärten???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von troedi 13.09.08 - 06:58 Uhr

Hallo zusammen,

ich würde gerne ein paar Meinungen von Euch hören...

Mein Großer geht seit März 2007 in einen Kindergarten (Elterninitiative), mit dem wir auch sehr zufrieden sind.

Mein Kleiner soll nächstes Jahr im August (im Oktober diesen Jahres wird er 2) auch dorthin gehen.

Nun hat mich aber ein anderer Kindergarten (da haben wir damals unseren Großen angemeldet) angerufen und mir die Möglichkeit geboten, meinen Kleinen schon ab Oktober diesen Jahres zu bringen (die Möglichkeit besteht bei unserer Kita leider nicht) :-(

Eigentlich hatte ich mich damit arrangiert, dass ich halt noch ein Jahr zuhause bleiben muss, bis auch ich dann wieder arbeiten gehen kann. Aber jetzt muss ich sagen, finde ich dieses Angebot mehr als verlockend.

Mein Mann arbeitet ganztägig und wir erhalten zur Zeit noch unterstützend ALG2. Auch läuft diesen Monat das Erziehungsgeld aus und dann wirds schon knapp mit dem lieben Geld.

Jetzt muss ich aber zugeben, dass ich durch unsere Kita mehr als verwöhnt bin. Hier einige Beispiele...

Die Kinder erhalten jeden morgen ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Das Mittagessen ist gesund und ausgewogen. Die Vorschulkinder werden individuell und getrennt von den anderen Kigakindern gefördert (lt. Gesundheitsamt gehen "unsere Kinder" immer im Durchmarsch durch die Einschulungsuntersuchungen).

Desweiteren haben unsere Erzieherinnen immer ein offenes Ohr für uns Eltern. In schwierigen Phasen des Kindes reflektiert eine Erzieherin mittags immer den Tag mit uns. Fast täglich sind die Kids an der frischen Luft, 1 x die Woche wird geturnt und getanzt. Bastelarbeiten sind das A und O...

Mann, ich könnte stundenlang so weiter schreiben. Ich finde unsere Kita eifach toll. Das heisst aber nicht, dass andere Kitas nicht auch super sind.

Wie gesagt, wir hatten unseren Großen damals in dieser Kita angemeldet und waren eigentlich begeistert, aber das ist inzwischen 4 Jahre her und wir haben jetzt natürlich eine Menge Vergleichsmöglichkeiten.

Nun zu unseren Vorteilen... ich könnte nach einer Eingewöhnungszeit (hab dafür 3 Monate angesetzt) sofort wieder für 6 Stunden täglich arbeiten gehen. Wir wären endlich von ALG2 weg und könnten uns sogar 1 x im Jahr einen Urlaub leisten.


Die Kosten, die wir bei unserer Elterninitiative zahlen (85,00 Euro) betragen in der anderen Kita nur 53,10 Euro (und das auch nur, wenn er den ganzen Tag geht).

Als Halbtagskind (wäre er ja die ersten 3 Monate), müsste ich gar nichts zahlen. Das könnte unsere Kita natürlich nicht bieten, da gibts nur inkl. Mittagessen-Kinder, egal ob die Mamas zuhause sind, oder nicht. Na ja und weitere 85 Euro zahlen bei unserer momentanen finanziellen Situation, wäre einfach nicht drin. Aber das ist eh induskutabel, weil unsere Kita keine U3-Plätze mehr zur Verfügung hat.

Na jedenfalls bin ich jetzt hin- und hergerissen. Einerseits würde ich gerne wieder arbeiten gehen, um unsere Situation zu verbessern und sogar mehr als "gut" zu machen.

Andererseits frage ich mich, ob ich mir nicht irgendwann vorwerfe, dass mein Großer "Förderung und kreatives Umfeld" bekommen hat und dass das meinem Kleinen "abgegangen" ist, weil ich unbedingt wieder arbeiten gehen wollte #schwitz

Oh Mann Mädels, gebt mir einen Rat. Ich weiß, der Text ist mehr als lang geworden, aber ich habe versucht, Euch soviel wie möglich von meinen Bedenken und andererseits meiner Motivation zu erklären.

So und nun bin ich wirklich auf Eure Meinungen gespannt.

LG Ela mit Mic Matthias (4,5 Jahre, der lieb in seinem Zimmer sitzt und spielt) und Connor Noel (fast 2 Jahre alt, der trällernd durch die Bude rennt) #herzlich

Beitrag von cathy1977 13.09.08 - 07:20 Uhr

Hallo Ela,

wird der Kita-Beitrag bei euch nicht nach Einkommen gerechnet? Vielleicht ändern sich die Zahlen, wenn du wieder arbeitest....? #gruebel
Also, ich würd den Kleinen in die Kita schicken. Wenn der Aufwand/Umweg zum Bringen und Abholen jetzt nicht so wahnsinnig groß ist, kann man das schon machen.
Die neue Kita hat bestimmt auch Vorzüge.
Und die Anmeldung für die "alte" Kita kannst du doch laufen lassen, dann kann dein Kleiner im Sommer nächsten Jahres wechseln. So ein Kitaplatz muß ja nicht bis Schulantritt bestehen.
Einen Wechsel vertragen die Kinder doch ganz gut (war bei meinen Kindern jedenfalls so). Vielleicht ist die neue Kita auch so schön, dass du dann gar nicht mehr wechseln will.
Guck einfach, wie es dann nächstes Jahr ist.
Viel Glück!

LG Cathy

Beitrag von troedi 13.09.08 - 09:02 Uhr

Hi Cathy,

danke für Deine Antwort. Manchmal kommt man auf die einfachsten Dinge und Lösungen nicht alleine #klatsch

Wäre mir im Leben nicht eingefallen, dass ich nächstes Jahr wechseln kann #schwitz

Was den Kita-Beitrag angeht, so sind mit den 85,00 Euro und 53,10 Euro die Beiträge direkt an den einzelnen Träger gemeint. Hiervon wird Verpflegung etc. zur Verfügung gestellt.

Den Kita-Beitrag, den Du meinst, ist der Beitrag, der ans entsprechende Jugendamt entrichtet werden muss. Dieser beläuft sich (natürlich nach unserem Einkommen berechnet) auf 45,00 Euro monatlich.

Dieser wird natürlich steigen, wenn ich wieder arbeiten gehe, aber das ist nicht so schlimm, da ich bis vor 2 Wochen davon ausgegangen bin, dass bei 2 Kindern dieser Beitrag auch 2 x fällig wird. Das ist aber nicht der Fall und somit bin ich mit meiner Rechnung absolut im Rahmen ;-)

Ich danke Dir nochmals für Deine schnelle Antwort. Denn genauso werde ich es machen. Ich melde den Kurzen in der neuen Kita an und bringe ihn dann ab August 2009 in die Kita meines Großen #huepf

LG und ein schönes Wochenende Ela

Beitrag von bambolina 13.09.08 - 23:21 Uhr

ach ja das wechseln ;-)

Meine Kids gingen auch in unterschiedliche Kigas... Luca war 5 und ein Vorschulkind, das ich nicht rausnehmen wollte und die Kleine brauchte mit 2 einen Platz, aber leider nahm der KiGa meines Sohnes Kinder erst ab 3

Nach einem Jahr kam mein Sohn in die Schule. Sie haben beide die Einrichtung gewechselt, ein gemischter KiGa / Hort. Wo es beiden super gefällt.

Es war ganz schön stressig mit unterschiedlichen KiGA, anderen Öffnungszeiten, etc. aber das eine Jahr ging schnell rum.

lg bambolina

Beitrag von flauschiraupe 13.09.08 - 14:53 Uhr

Kommt darauf an, ob die Kindergärten weit auseinander sind? Man sollte auch beachten, das die Kindergärten evt.unterschiedliche Schließzeiten haben.

Wir haben auch so einen tollen Kiga #pro!

VG Romy