Elternzeit nachbeantragen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von franzy24 13.09.08 - 08:00 Uhr

Unser Sohn ist jetzt 3 Monate alt und ich war schon 3 Monate in elternzeit und mein Mann ist nun in elternzeit. Ich wollte gestern wieder anfangen zu arbeiten, der Arbeitgeber stellt sich aber quer und wollte mich statt in Frühschicht von 15 - 20 Uhr arbeiten lassen. Was so gar nicht geht da wir auch noch ein Kleinkind zu versorgen haben. Nun würde ich gern, wieder in Elternzeit gehen bzw. wir machen sie gemeinsam. Ist das möglich? Kann ich das nachbeantragen? Muß der Arbeitgeber mir das gewähren?

Beitrag von phoe-nix 13.09.08 - 09:07 Uhr

Nein, muß er nicht und selbst wenn, müßtest Du die Frist von 7 Wochen einhalten.

Was heißt, er stellt sich quer, welche Arbeitszeiten stehen denn in Deinem Vertrag bzw. wie hast Du vorher gearbeitet?

Solltest Du gestern dann tatsächlich ohne Einwilligung des AG Zuhause geblieben sein und die gewünschte Frühschicht nicht (schriftlich) ausdrücklich zugesichert haben seitens des AG, war das bereits ein unentschuldigter Fehltag bzw. Arbeitsverweigerung.

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von emmy06 13.09.08 - 09:58 Uhr

Dem was meine Vorrednerin sagt ist nichts hinzuzufügen.

Warum ist Dein Mann nicht in der Lage beide Kinder zu betreuen?



LG Yvonne

Beitrag von phoe-nix 13.09.08 - 10:27 Uhr

Das habe ich ja völlig überlesen und schon fast Mitleid für die bescheidene Situation gehabt.
Niedlich!

LG

Beitrag von touch-of-light 13.09.08 - 10:45 Uhr

Erläutere bitte mal genauer, wo das Problem sein soll!
Dein Mann ist in Elternzeit, somit ist die Betreuung deiner Kinder gesichert. Ich kann hier keinen Grund erkennen, was gegen die Arbeitszeit von 15-20 Uhr spricht.

Wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche #augen

Beitrag von ratzundruebe 13.09.08 - 11:17 Uhr

Ist doch völlig egal wann du arbeitest.
Ob von 15-20 Uhr oder von 8-13 Uhr (z.B.)

Dein Mann muss sich doch eh um die Kinder kümmern, obe er das nun morgens oder abends macht ist doch egal.

Schreib doch einfach dass du keinen Bock hast so spät zu arbeiten.

Und erzähl uns bitte nicht dass du es gestern erst erfahren hast wie deine Arbeitszeit sein soll. Sowas klärt man vorm Zug#aerger

Beitrag von kanakilu 13.09.08 - 12:34 Uhr

Hallo!

Hast du es denn schrifltich zu gesichert bekommen, dass du nur vormittag arbeiten musst? Wenn nicht kann dein AG dich so einsetzen, wie er möchte.

Wenn du wieder in Elternzeit gehen willst, musst du es bei deinem AG schriftlich einreichen. 7 Wochen vor Beginn. Zustimmen muss er nicht.

Aber eigentlich ist es doch alles kein Problem oder? Dein Mann macht doch Elternzeit und kann sich um die Kinder kümmern.

LG kanakilu

Beitrag von tweety12_de 13.09.08 - 13:08 Uhr

hallo,

dein mann ist in ez. also zu hause, dann ist er doch da, um beide kinder zu versorgen, während du deine arbeit tust......


kling eher so, als hättest du keinen bock spät zu arbeiten.....#klatsch

das hättest du dir vorher überlegen sollen, und dir entsprechend die zusage der früharbeit schriftlich bestätigen lassen müssen.....

gruß alex

Beitrag von miau2 13.09.08 - 17:16 Uhr

Hi,
nein, muss er nicht. Bis zum 2. Geburtstag steht dir keine Elternzeit mehr zu, wenn ich den offiziellen Text vom BMFSJ richtig deute.

Zitat:
"Gleichzeitig mit der schriftlichen Anmeldung muss die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer verbindlich festlegen, für welche Zeiträume innerhalb von zwei Jahren die Elternzeit genommen werden soll. Wenn die Elternzeit der Mutter sich unmittelbar an die Mutterschutzfrist bzw. an einen auf die Mutterschutzfrist folgenden Erholungsurlaub anschließt, dann wird die Zeit der Mutterschutzfrist ab Geburt bei der Zweijahresfrist berücksichtigt. Die Mutter muss sich in diesen Fällen bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres des Kindes festlegen. Bei einer späteren Inanspruchnahme der Elternzeit beginnt die Zweijahresfrist mit Beginn der Elternzeit."

Nachzulesen unter dem bekannten Link
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/static/broschueren/erziehungsgeld/elternzeit.htm#Dauer

Heißt, du hast dich unmittelbar nach der Geburt für die ersten zwei Lebensjahre festgelegt. Und hast damit auch keinen Anspruch auf weitere Elternzeit in diesen zwei Jahren, wenn du die 7-Wochen-Frist einhalten kannst. Wäre ja auch echt heftig und nicht tragbar für die Arbeitgeber, wenn sie der mehr oder weniger willkürlichen Anmeldung von Elternzeit in so kurzen Zeitraumen zustimmen müssten.

Also entweder kündigen (da du ja eine Kinderbetreuung hast, wird das Arbeitsamt da nicht viel Verständnis für aufbringen, denke ich), oder den AG fragen, ob er freiwillig zustimmt - freiwillig ist fast alles möglich.

Oder halt arbeiten gehen...die Betreuung von einem Baby und einem Kleinkind durch nur einen einzigen Elternteil für einen großen Teil des Tages (und bei Euch wäre der ja nicht mal besonders groß) ist doch nichts anderes, als wohl die allermeisten Eltern im ersten LJ des zweiten Kindes machen. Auch ich kann daher dein Problem nicht ganz nachvollziehen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von carrie23 13.09.08 - 21:08 Uhr

Ich verstehe dein Problem jetzt auch nicht.
Wärst du in Elternzeit und dein Mann arbeiten, müsstest auch DU beide Kinder versorgen.
Jetzt ist dein Mann in Elternzeit und DU in der Arbeit, also muss ER beide Kinder versorgen.

Wieso sollte das nicht funktionieren?
Also ich weis ja nicht aber wenn der Mann Nachtschicht hat und sich Frau die ganze Nacht alleine um die Kinder kümmern muss wird daraus ja auch kein derartiges Theater.

Übrigens das mit der Arbeitszeit geht schon, wenn vorher nicht SCHRIFTLICH anders vereinbart.
Du solltest eher aufpassen das die Kündigung nicht kommt wenn du einfach daheim bleibst.