Mindestunterhalt

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von haebia 13.09.08 - 10:16 Uhr

Hallo,

wenn man laut Düsseldorfer Tabelle geht, dann ist das Mindeste an Unterhalt bei Nettoeinkommen und Kindsalter ja doch "schon" 279 Euro.

Kann ich also davon ausgehen, dass das das Mindeste ist, was der Vater für das Kind zahlen müßte, wenn ich das per Anwalt machen muß?
Er gibt zwar an, er möchte etwas mehr zahlen, aber er wird mich auf Dauer bestimmt damit erpressen (wollen).

Ich will nur rechnen mit dem, was ich sicher kriege. Um dann zu schauen, ob mein Gehalt und das Kindergeld dazu ausreichen, damit ich uns über die Runden bekomme. Wir müssen uns nämlich die neue Wohnung suchen.

Danke vorab!!

Grüße

Beitrag von manavgat 13.09.08 - 10:40 Uhr

Um die Wahrheit zu sagen, es ist besser seine Kalkulation komplett ohne Kindesunterhalt zu machen, weil man dann nicht so schnell im Regen steht und in Ruhe Anwalt und Gericht zusehen kann, beim Unterhalt beitreiben.

1/3 der KVs zahlt gar nicht, 1/3 nur zum Teil und ca. 1/3 den Regelunterhalt. Der Teil der KVs die mehr zahlen als sie müssten liegt im Promille-Bereich.

Gruß

Manavgat

Beitrag von haebia 13.09.08 - 10:47 Uhr

Danke, wenn auch das nicht tröstlich ist.

Nur komplett ohne bin ich ruiniert erstmal.

Weißt du, wie das dann mit dem Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt ist? Das war doch auch was um die 200 Euro und maximal 6 Jahre oder so?!
Zum Glück heißt es ja, dass Unterhaltsschulden so oder so irgendwann beglichen werden müssen.

Puh, so ein Depp, sorry. Das Beste ist ja, dass die Trennung von ihm kommt. Der ruiniert sich selber (hat jetzt 2 Kinder von 2 Frauen).

Beitrag von kaltesherz0907 13.09.08 - 10:49 Uhr

nein, es sind NUR um die 120 € , und ja: nur bis das Kind 6 Jahre alt ist.

Beitrag von haebia 13.09.08 - 10:49 Uhr

Wieso 120? Wie kommst du auf die Summe?

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 10:51 Uhr

Hallo,

kleine Korrektur, was den Unterhaltsvorschuß anbelangt:

Es sind 125 Euro (zur Zeit), die man längstens 72 Monate innerhalb der ersten 12 Lebensjahre bekommt. Ab dem 6. Lebensjahr, wenn der Anspruch noch nicht verbraucht ist, wird der Unterhaltsvorschuß erhöht (Betrag habe ich gerade nicht zur Hand).

Gruß.
Julia

Beitrag von haebia 13.09.08 - 10:55 Uhr

urgs ...

Nicht gerade logisch, oder?!

Danke, Julia

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 11:15 Uhr

Wieso ... ?

Warum sollte dem Kind Unterhalt entgehen, obwohl die Mutter sich hat nichts zu Schulden kommen lassen, sich der Vater aber nun einbildet, aus welchen Gründen auch immer (sei es weil man sich getrennt hat, sei es aus unbegründeter Eifersucht etc), einen Test machen zu müssen???

Oder worauf bezog sich das "nicht gerade logisch"?

Gruß,
Julia

Beitrag von jules1971 13.09.08 - 11:16 Uhr

Ups, vergiss ... habe gerade im falschen Thread geantwortet#hicks

Was meinst Du denn mit "nicht gerade logisch"?

Beitrag von gh1954 13.09.08 - 10:57 Uhr

>>>nur bis das Kind 6 Jahre alt ist. <<<

Das stimmt nicht.

Es gibt maximal 6 Jahre UHV, aber höchstens bis das Kind 12 Jahre alt ist.

Beitrag von honeybearchen 13.09.08 - 20:30 Uhr

Ähm warum machst das nicht üer BEISTANDSCHAFT??? Dann muss Kindesvater erstmal alle Gehaltsunterlagen etc etc dorthin bringen, der Unterhalt wird errechnet und dann
a) muss Unterhalt ans Jugendamt überwiesen werden und die überweisen an die Mutter oder
b) Unterhalt wird vom Kindesvater direkt an die Mutter üerwiesen....

Beitrag von sunny102 13.09.08 - 23:57 Uhr

eine Beistandsschaft ist aber kontraproduktiv ;-) die vom Jugendamt wollen mindestens 225 Euro vom KV sehen und die KM bekommt "nur" 125 und der Rest kostet die Beistandschaft und so

Also ich würde Versuchen mit dem KV eine eigene Lösung fernab von Beistandschaft zu finden und nur dann, wenn er sich sperrt, eben die Beistandschaft in Anspruch zu nehmen.

Beitrag von jules1971 14.09.08 - 11:37 Uhr

Hallo,

"die vom Jugendamt wollen mindestens 225 Euro vom KV sehen und die KM bekommt "nur" 125 und der Rest kostet die Beistandschaft und so"

Würde mich mal interessieren, wo Du das herhast?

So ein Quatsch ... sollte der KV zahlungsfähig sein und die Zahlungen laufen über das Jugendamt, dann bekommt die Kindsmutter natürlich den kompletten Mindestunterhalt dann vom Jugendamt überwiesen.
Manchmal wird es so gemacht, dass noch eine gewisse Zeit der Unterhaltsvorschuß von 125,- weiter bezahlt wird und wenn der KV dann ans Jugendamt gezahlt hat, wird die Differenz zum nachträglichen Unterhalt weitergeleitet (und ein Betrag in Höhe des Unterhaltsvorschuß einbehalten, da das Jugendamt ja in Vorlage gegangen ist).

Eine Beistandschaft ist mitnichten kontraproduktiv, da viele Väter es als höheren Druck erleben, pünktlich an eine Behörde zu bezahlen.
Außerdem kümmert sich das Jugendamt dann gleich um Rückstände und verrechnet gegebenenfalls, was man selbst machen müsste (und dann Überzahlungen wieder ans Jugendamt zurückführen), wenn der KV direkt an die Mutter zahlt.

Ziel ist es natürlich, dass der KV, wenn er sich als zuverlässiger Zahler herausgestellt hat und seine Rückstände beim Jugendamt getilgt hat, direkt an die Mutter zahlt.

Gruß,
Julia

Beitrag von sunny102 14.09.08 - 12:28 Uhr

und wie kann es dann sein, dass mein Bruder 225 Euro ans JA zahlt und die KM nur 125 Euro vom JA bekommt #kratz und es gab noch nie Probleme beim zahlen und sie hat auch noch nie UHV bekommen #gruebel

Mittlerweile hat die KM die Beistandschaft beim JA gekündigt und mein Bruder zahlt nun direkt an sie respektiv das Kind die 225 Euro ;-)

Dafür hätte ich dann gerne eine Erklärung #gruebel

Beitrag von jules1971 14.09.08 - 12:36 Uhr

Ja, die Erklärung hätte ich auch gerne ... Ich kann mir nur vorstellen, dass das Jugendamt da was verrechnet hat, was auch immer.
Auf alle Fälle kostet die Beistandschaft nichts.

Die 125,- entsprechen im Übrigen genau dem Unterhaltsvorschuß.

Beitrag von sunny102 14.09.08 - 12:41 Uhr

ja aber wie gesagt, mein Bruder hat immer pünktlich die 225 Euro ans Jugendamt gezahlt und die KM war schon total sauer, warum sie nur 125 Euro bekommt. #schwitz

Aber jetzt ist es gotseidank geklärt und sie ist weg von dieser Beistandsschaft und bekommt nun 225 Euro #blume

Nur daher dachte ich, das sei immer so und war für mich irgendwie auch komisch da ich zum einen wusste, dass die Beistandsschaft nix kostet aber zum anderen auch niemand eine Erklärung so genau wusste #schwitz

Beitrag von jules1971 14.09.08 - 12:54 Uhr

Mir ist da noch was eingefallen ...

Kann das sein, dass die Kindsmutter Alg II bekommt?
Dann könnte es nämlich sein, dass das Jugendamt gleich einen Teil an die ARGE abgeführt hat, die ja über das was sie auf das Alg II anrechnen oder nicht, auch sozusagen in Vorleistung gehen (sprich die ARGE hat einen Erstattungsanspruch ans Jugendamt gestellt).
Und in der Zeit, in der das Jugendamt einen Betrag an die ARGE weitergeleitet hat, dürften nur 125,- Unterhalt angerechnet worden sein und jetzt müssten 225,- Unterhalt auf das Alg II angerechnet werden.

Nur so ne Idee ...

Beitrag von sunny102 14.09.08 - 13:07 Uhr

Ich kenne die KM nicht und weiß nicht, was sie bekommt oder nicht #schwitz ich hatte halt nur als einziges gehört, dass es ja differenzen gab zwischen dem was mein Bruder zahlte und was die KM bekam.

Aber ist auch egal und geklärt #schein solang wir genug bekommen #cool

Beitrag von jules1971 14.09.08 - 13:14 Uhr

Ich nehme mal an, dass es da irgendeinen Erstattungsanspruch seitens der ARGE gab ... ich habe z.B. auch erst ein paar Monate nach Emmas Geburt UHV direkt an mich bekommen, weil die ARGE diesen, bis er dann genehmigt war, nicht angerechnet hatte. Ich habe die Monate also nicht nachbezahlt bekommen, sondern die Arge hat sie bekommen. Erst als der UHV direkt an mich floß, wurde er dann angerechnet.
Ich nehme mal an, dass das bei der Kindsmutter ähnlich war ... aber im Endeffekt kann es ihm egal sein, wie wo was an- oder gegengerechnet wird, das ist ihr cup of tea.

Gruß,
Julia

Beitrag von sunny102 14.09.08 - 13:20 Uhr

ja klar #augen die hat eh nur nen Samenspender und keinen Vater gesucht :-[

Aber ich weiß, dazu gehören immer zwei und das Kind kann dafür gar nix, darum zahlt mein Bruder auch immer fleißig den Unterhalt

Beitrag von jules1971 14.09.08 - 13:24 Uhr

"die hat eh nur nen Samenspender und keinen Vater gesucht"

Dass Du Deinen Bruder als Schwester in Schutz nehmen möchtest, in allen Ehren, aber auf solche abwertenden Äußerungen stehe ich gar nicht, zumal Du selbst gesagt hast, dass Du sie nicht kennst.

"Aber ich weiß, dazu gehören immer zwei und das Kind kann dafür gar nix, darum zahlt mein Bruder auch immer fleißig den Unterhalt"
Sehr großzügig ... #augen Klingt ein bißchen gönnerhaft. Ne, mal im Ernst, es gehören in der Tat zwei dazu und es ist eine Geschichte zwischen Deinem Bruder und ihr, von der Du nur eine Seite kennst.

Ich wollte nur gesagt haben, dass es Deinem Bruder egal sein kann, wo wie was an- oder aufgerechnet wird, so lange er einfach nur brav den Unterhalt bezahlt. Er hat damit nichts zu tun, da er seine Schuldigkeit ja erfüllt.

Beitrag von sunny102 14.09.08 - 13:37 Uhr

aber sollte sich eine Frau nicht freuen, wenn der KV sich um sein Kind kümmern möchte #kratz er zahlt,macht und tut und ewig sagt sie ihm ab ....er durfte sein Kind bisher erst 4 mal sehen #schock hätte er erst 4 mal gezahlt, wäre die Hölle los #gruebel

Und nein ich stehe nicht uneingeschränkt als Schwesterchen hinter ihm ;-) wie ich sagte dazu gehören zwei und wenn ihm im entscheidenden Moment das Gerhirn gefehlt hat ein Präservativ zu verwenden, muss er auch zu den Konsequenzen in dem Fall das Kind stehen.

Beitrag von jules1971 14.09.08 - 13:43 Uhr

Hallo,

darum, dass die Kindsmutter einen Umgang verhindern möchte, ging es ja im Moment gar nicht ... und hat per se auch erst einmal nichts mit seiner Unterhaltsverpflichtung zu tun (er ist im Übrigen auch der Mutter gegenüber zum Unterhalt verpflichtet, soll sich also nicht wundern, wenn da noch was auf ihn zukommt).

Es gibt sicherlich Gründe, dass man einen Umgang zum Wohl des Kindes verhindert, aber ich nehme jetzt mal nicht an, dass das im Falle Deines Bruders so ist ... und ja, es gibt sicher Frauen, die ein Kind, aber keinen Vater dazu wollen und sich dafür den erstbesten schnappen. In der Geschichte stecken aber weder Du noch ich drin und eigentlich geht uns die Motivation der Kindsmutter auch nichts an.

Wenn Dein Bruder an einem regelmäßigen und geregelten Umgang interessiert ist, kann er diesen gerichtlich durchsetzen.
Zunächst könnte er sich auch ans Jugendamt wenden, vielleicht ist die Kindsmutter ja dort zu einem klärenden Gespräch bereit. Muss sie sich aber nicht drauf einlassen, da das Jugendamt bei Umgangsangelegenheiten nur beratend und vermittelnd auftreten kann.
Es ist bleibt ihm aber die Möglichkeit, den Umgang durch einen Anwalt einzuklagen ... er muss aber selbst aktiv werden.
Vom Jammern, dass er nur der "Samenspender" gewesen sei, ändert sich nichts;-)

Gruß,
Julia

Beitrag von honeybearchen 14.09.08 - 12:43 Uhr

Bin etwas irritiert - habe die Beistandschaft und die regeln nur Unterhalt und behalten kein Geld!!

Das einzige, was gemacht wird, Unterhalt schön geregelt, wie schon geschrieben, "Väter" müssen halt pünktlich ans Jugendamt überweisen, ist quasi Druck, und ich bekomme ohne Theater den Unterhalt...


Woher diese Infos stammen, daß Iugendamt Geld behält, keine Ahnung. Ich finde es nur praktisch, Unterhalt/Geld ist ohne Theater geregelt, man bekommt es immer.. Ich kann dazu nur raten..

(Hätte ich´s nicht gehabt: Bekomme 2 Stufen mehr Unterhalt als von seinem Lohn errechnet durch die Beistandschaft.. Alleine hätte ich das nie gewusst oder gefordert....#schein)

Beitrag von jules1971 14.09.08 - 12:50 Uhr

Hallo,

eben so kenne ich das nämlich auch.
Eine Freundin von mir hat noch eine Zeit Unterhaltsvorschuß bekommen plus dem was der KV ans Jugendamt bezahlt hat (also die Differenz zwischen UHV und Mindestunterhalt), das Jugendamt hat die Zahlungen des KV gleich verrechnet und sie bekam das Geld im Monat halt in zwei Etappen (erst UHV und ein paar Tage später die Differenz).
Wenn der KV seine Rückstände beim Jugendamt getilgt hat, kann sie es darauf umstellen, dass er direkt an sie bezahlt.

Gruß,
Julia

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