Katze oder Kater?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von mimimaus2006 13.09.08 - 12:37 Uhr

Hallo,

wir fahren morgen zu einem befreundeten Bauern um uns ein Katzenbaby zu holen. Wir wohnen auf dem Land, wollen aber vorerst soweit es geht die Katze in der Wohnung im 1. Stock halten.

Nun wissen wir nicht ob es gravierende Unterschiede zwischen Kater und Kätzin gibt? - Wer ist verschmuster, stubenreiner, kinderlieber (2-jährige Tochter), muß er kastriert werden? #gruebel

Essen die Kleinen eigentlich sofort Trockenfutter? Manche weichen ja das Futter am Anfang mit H-Milch auf.#kratz

Bitte teilt mir doch eure Erfahrungen mit. Hab nämlich von Katzen keine Ahnung - bin ein ehemaliger Hundler!#hund

Lg, Agi #katze

Beitrag von kamelefant 13.09.08 - 12:50 Uhr

Ich würde dir empfehlen erstmal ein Buch über Katzen und ihre Bedürfnisse zu lesen. Z. B. Stubentiger und Hauslöwen: Katzen halten mit Vergnügen von Katharina von der Leyen und Joanna Hegemann. Und/oder mich im Internet weiter schlau zu lesen - http://www.katzen.de/german/erstekatze/index.html

Dann richtet man alles her für den neuen Mitbewohner und holt ihn ab. Erst das Tier und dann das "Zubehör" ist überstürzt und nicht empfehlenswert- sowohl für Halter als auch fürs Tier.

Bauern geben Katzen meist eh zu früh ab (natürlich gibts auch Ausnahmen!!) - seriöse Züchter geben ihre Tiere meist nicht vor der 12ten Woche ab, sodass die Tiere ausreichend Zeit für die Sozialisierung haben.

Deshalb, lieber erstmal etwas theoretische Ahnung anlesen und dann das Tier ins Haus holen.;-)
Wir haben übrigens erst nur einen Kater gehabt, dann aber eine Katze dazugeholt. Kastriert werden müssen eigentlich beide - Kater fangen sonst irgendwann an zu markieren und das mieft fürchterlich und Katzen werden rollig, was auch kein Spaß ist.

Beitrag von thiui 13.09.08 - 15:12 Uhr

kater und katzen sind schon unterschiedlich. kater sind meiner erfahrung nach meißt etwas gelassener und katzen ein bißchen nervöser. aber das ist ja nur mein persönlicher eindruck.


wenn ihr so garkeine katzenerfahrung habt, dann würde ich erst mal einen tierarzt aufsuchen und mich bei ihm informieren lassen, was eine katze braucht und wenn irh euch das tier angeschafft habt, es sofort untersuchen und entwurmen/ impfen lassen.
ich würde euch auch empfehlen, der katze einen microchip einsetzen zu lassen. (das wird oft gemacht, wenn das tier eh eine narkose hat, z.b. wenn es kastriert wird)

ich würde persönlich sagen, daß es immer besser ist, katzen im doppelpack zu halten. so könntet ihr euch einen kater und eine katze besorgen und das eine problem hätte sich erledigt.

egal welches geschlecht, katzen sollten immer kastriert werden, alles andere artet in streß aus. das wird euch aber auch ein tierarzt sagen.

lg, siiri!

Beitrag von cloud07 13.09.08 - 15:16 Uhr

Hallo Agi, ich kann verstehen das ihr euch einen kleinen Wohnungstiger anschaffen wollt.

Es gibt scheinbar viel, was ihr euch erst noch anlesen solltet.
zum einen ist es so, das man Wohnungskatzen immer zu zweit halten sollte, grade junge Tiere.
Katzen sind nicht die Einzelgänger als die sie oft beschrieben werden. Sie schätzen Artgenossen sehr, vorrausgeseetzt sie sind nicht Jahre lang "vereinsamt".

Die Füterung von Trockenfutter solltet ihr ganz schnell vergessen. Katzen sind sensible fresser, die zwar auf kurzfristige Sicht sehr anspruchslos sind, aber meist recht es sich im Alter, Trockfutter führt sehr schnell zu Nierenproblemen.
Ihr solltet ein hochwertiges Feuchtfutter füttern (KEIN Whiskas, KitteKat oder so) wie z.B. Bozita und TroFu nur zwischendurch als Leckerbissen.

Ihr sagt das ihr gerne ein (besser zwei) Kätzchen vom Bauern nehmen wollt, seit euch bitte bewusst das ihr damit vielleicht dem Kätzchen helft, dafür die anderen Katzen aber nicht grade Verantwortung übernehmt für euer Handeln.
Die Katzen vom Bauern vermehren sich unkontrolliert, die ursprungskatze ist dabei weinger das Problem, die haben ihr festes Revier und bleibt, aber Jungkatzen wandern ab,
werden überfahren, erschossen oder ähnliches, Kater streifen umher und auch unter Katzen gibt es sogn. "Katzenaids"..
in Zahlen:
Nehmen wir an, eine verwilderte, unkastrierte Hauskatze lebt 10 Jahre. Bei 12 Welpen pro Jahr sind das über 80 Millionen Nachkommen! "
Zum Glück" leben verwilderte Katzen nicht so lange, sie werden durchschnittlich nur ca. 1-5 Jahre alt.

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 250.000 streunende Katzen abgeschossen. Dazu kommen noch unzählige Tiere im Straßenverkehr um. Mehrere hunderttausend Katzen werden jedes Jahr ertränkt, erschlagen oder sonstwie getötet

Ca. 100.000 Katzen landen jedes Jahr in deutschen Tierheimen

Du siehst was ich meine.

Dazu kommt das Katzchen das meiste von ihrer Mutter lernen, ist diese scheu und das Katzenkind älter als 6 Wochen wird es schwer es vollständig zahm zu bekommen.
Mit der Stubenreinheit ist es ebenso, die Mutter lehrt es den Kätzchen, ist sie aber eine Wilde Katze und benutzt das "Blumenbeet" kennen die Kleinen kein Katzenklo... viel Arbeit bedeutet das für euch.
Die wenigsten Bauern entwurmen oder Impfen ihre Katzen, ich gehe nicht davon aus das euer Kätzchen gegen Katzenschnupfen oder ähnliches geimpft ist, geschweige denn entwurmt. Selbst ein Kätzchen das heute gesund ausieht kann in der nächsten Woche so schwer erkranken, das es das nicht überlebt.

Mein Tip für euch, fahrt ins nächste Tierheim, dort gibt es viele arme, unschuldig dahin gekommene Katzenkinder, die dazu gesund sind und bereits auf das Leben in Familien vorbereitet werden.
Die Katzenmütter und Väter werden dort kastriert und sorgen nicht für noch mehr Katzenelend...
In machen Tierheimen bekommt ihr sogar einen "Kastrationsgutschein" denn egal ob Haus- oder Draußenkatze, kastriert werden, müssen beide Geschlechter so oder so. Katzen werden sonst dauerrollig und sind nicht nur nervig, sie werden auch krank weil die sich auf dauer zum einen total stressen, und zum anderne selbst vergiften. Kater fangen sonst an ihr Revier zu markieren, was bedeutet das er sämtliche, für ihn wichtige Grenzen mit seinem Urin anspritzt- das bkommt nicht mehr aus den Möbeln.

Ich hoffe ich verunsicher euch nicht zu sehr, aber bringe euch zum Nachdenken.

Beitrag von cloud07 13.09.08 - 15:26 Uhr

Ach so, ich habe übrigens ne Katze, die viel ruhiger und freundlicher ist, als der Kater meiner Besten Freundin... ich denke der Charakter hängt nicht vom Geschlecht ab sonder mehr von der Prägung und "Erziehung" der Katze.

Unsere Whispy hat noch nie geschlagen und ist bei uns die frndlichste und aufgeschlossenste Katze die man sich vorstellen kann.

Beitrag von sun666 13.09.08 - 15:17 Uhr

Huhu,
Bevor ihr das Tierchen holt:

Denkt ans Katzenklo, Katzenstreu, Futternäpfe, Katzenfutter für Babys, Spielzeug, einen kleinen Kratzbaum und eine Kuscchelhöhle wo sich#katze zurück ziehen kann.

Ich habe zwei Kater und eine Kätzin...
Die Jungs sind freundlicher, nicht so schüchtern, kuscheln sehr gerne....

Die Kätzin ist schüchterner, kommt kuscheln nur wenn sie es will und ist allgemein zickiger und wenn sie gerade mal nicht gekrauelt werden möchte, bekomme ich auch mal eine geknallt.#gruebel

Viel Spass mit eurem neuen Familienmitglied.

lg

Sun

Beitrag von glu 13.09.08 - 16:15 Uhr

Bitte lies Dir erst das nötige Wissen an!

Dann nimm bitte zwei Katzen, nicht nur eine (oder soll sie Freigänger werden?)

Auf jeden Fall kastrieren lassen, egal für welches Geschlecht Ihr Euch entscheidet.

Man sagt Kater wären verschmuster, ist hatte immer Katzen, aber keine war zickig oder aggro, noch nie wurde ich gebissen oder gekratzt (außer im Spiel), wir können sie überall anfassen, sogar am Bauch, wenn sie keine Lust haben gehen sie einfach!
Allerdings gehören Tiere bei uns auch zu Familie, lt. einer TÄ meines Vertrauens spielt es eine große Rolle wie man die Tiere erzieht!

lg glu