Wie spielt man Gott?

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von kleinerlevin 13.09.08 - 15:49 Uhr

Hi!
Ich weiß nicht ob einige von euch schonmal die anderen Postings von mir über meinen opa gelesen haben?
Dort habe ich schonmal erzäht das es ihm so schlecht geht!
Nun ist es so das er seit 2 Wochen im Kkh liegt und er immernoch beatmet auf der Intendivstation liegt,sein Herz ist ja durch den Herzinfakt den er wärend der op erlitten hat beschädigt und nun wollen auch die Nieren ihre arbeit einstellen! Er hat deswegen Wassereinlagerungen die einfach irgendwo aus der Haut treten!
An einigen Tagen ist er richtig da und nickt oder schüttelt den Kopf wenn wir ihn etwas fragen an anderen Tagen schläft er nur! Sprechen kann er ja nicht wegen dem Luftröhrenschnitt!Nun wollen die Ärzte mit uns am Sonntag besprechen wie es weiter gehen soll! Wenn die uns fragen ob sie die Geräte runterfahren sollen,dann entscheiden wir doch ob er leben darf oder sterben soll! Kann man sowas entscheiden?Wenn wir ihm keine Chance geben dann geben wir ihn auf?Und wenn wir sagen weiter machen dann sind wir Schuld an seiner Qual?Meine Omi ist absolut gegen abschalten und will das auf keinen Fall,die Ärzte haben aber gesagt das sie es mit ihrem hohen Alter von 82 nicht entscheiden darf sondern meine Mutter und mein Onkel!
Was sollen wir denn bloß machen?
Gruß Annette

Beitrag von anyca 13.09.08 - 17:36 Uhr

Wieso soll Deine Oma das nicht entscheiden dürfen? Mit 82 kann man doch geistig noch völlig da sein ... wäre es denn möglich, in einem "wachen" Moment den Opa zu fragen, ob er noch will oder nicht?

Beitrag von krokolady 14.09.08 - 16:41 Uhr

die Frage ist nicht ob ihr sein Leben durch die Maschinen verlängert, sondern sein Leiden!

Wenn die Ärzte Euch ziemlich garantiert das er in 2 Wochen oder so wieder richtig fit ist - ok, dann ja zu den Maschinen.
Machen die Ärzte aber keine Hoffnung für die Zukunft quält ihn nicht unnötig.
Manchmal verlängert man nur das sterben dadurch - und das sollte man keinem zumuten.

Das Oma ihn nicht gehen lassen will/kann ist verständlich - aber wenn man liebt sollte man auch loslassen können

Beitrag von kleinerlevin 15.09.08 - 22:23 Uhr

Hallo,im Moment hat Opa sich wieder fürs Kämpfen entschieden!
Sein Herz Kreislaufsystem braucht keine Medis mehr und die Nieren machen auch wieder mit!
Was wir erst jetzt erfahren haben ist das er die ganze Zeit gegen eine Blutvergiftung gekämpft hat die nun weg ist!
Sein Herz muß aber noch wieder kräftiger werden und er darf keinen Rückschlag erleiden!
Wir hoffen und sind im Moment ganz zuversichtlich!
Gruß Annette