FG und AS, wie gut kann ich für meine Freundin da sein?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von daddy24 13.09.08 - 21:23 Uhr

Hallo,

mies, dass ich meinen ersten Beitrag in dieses Forum setzen muss, habe aber schon lange meiner Freundin im Forum über die Schulter geschaut, schon beim Hibbeln...

Jetzt hab ich aber eine Frage, die mich aufs übelste Beschäftigt... Wie gut und vor allem wie kann ich für meine Partnerin da sein? Da hoff ich einfach auf die Erfahrungen, die ihr in dieser schweren Zeit gemacht habt... Ich habe schon das Glück, dass mich mein Arbeitgeber freigestellt hat für eine Weile, also kann ich voll da sein, aber ich frage mich, wie ich es am besten machen kann. An dem Tag, an dem wir es erfahren haben, gings mir selbst übelst mies, war am heulen und es ging mir einfach nur nah. Ich empfand das so, als ob ich einfach nur eine zusätzliche Belastung für Sie wäre, hab das auch in so nem kleinen Nebensatz zu hören gekriegt, und deswegen bin ich einfach nur verunsichert... Mittlerweile fühl ich mich wieder gefestigter, aber bald kommt die AS, und ich weiss nicht, wie schwer das für meine Freundin wird, wir reden darüber, aber ich glaube, das lässt sich nicht absehen...

Ich will einfach nur das richtige machen und so gut es geht für sie da sein, aber eben auf keinen Fall eine zusätzliche Belastung sein...

Beitrag von savannah1986 13.09.08 - 21:43 Uhr

hey,

zum einen tut es mir sehr leid!ich weiß wie deine freundin sich in moment fühlt habe mein #stern am 10.08 verloren und es nagt noch immer an mir!ich kann nur aus meiner erfahrung sprechen!mir tat es sehr gut das mein mann einfach nur da war!wenn ich reden wollte hörte er mir zu stand mir einfach bei!für uns frauen ist das eh anders als für euch männer wir waren dem kind sehr nah!das wichtigste finde ich lass sie weinen wenn sie es will!versuche aber das sie nicht wie ich bald in depressionen hineinfällt!lenke sie auch ein wenig ab ist zwar schwierig im moment aber versuche es einfach!ich finde es klasse das du dich bemühst ihr zu helfen!in dieser situation wirst du aber nichts falsch machen das glaube ich nicht!sie soll sich einfach mal mit uns lieben hier im forum unterhalten, das hilft auch sehr zumindestens mir!!!

wünsche euch noch alles gute und das ihr diese situation gut meistert

liebe grüße jacky+#stern

Beitrag von daddy24 13.09.08 - 21:54 Uhr

sag bitte nicht, dass es für mich nicht auch schwer ist... das war ja anfangs das Problem, sie meint, ich wäre nicht für sie da, sondern eher eine belastung, wenn ich selbst so in Traurigkeit verfalle...

Und dass sie sich mit euch hier austauschen kann, ist sicher eine riesen Erleichterung, kann ich sehr gut verstehen, aber ich will genauso für sie da sein, auch eine Stütze in dieser schweren Zeit. Ihr könnt mit euerm Mitgefühl und euerm Wissen so viel tun. Aber ich bin eben der Meinung, ich mach irgend was falsch, ist aber definitiv nichts, was du oben beschrieben hast...

Beitrag von sommertiffy 13.09.08 - 21:54 Uhr

Mein beileid , ich weiß nur zu Gut wie deine Freundin sich Fühlen muss . Mein Freund und ich haben im Juli auch ein #stern verloren .

Was mir sehr geholfen hat war das mein Freund einfach für mich da war . Er hat mich in den Arm genommen wen ich geweint habe . Und ich konnte ihn auch nachts um 3 Uhr wach machen wen ich reden wollte . Das tat unglaublich gut zu wissen das er da ist wen ich ihn brauche .
Er hatte auch die idee für unser #stern ein Album anzulegen . Wir haben in ein kleines Fotoalbum den verlauf der Schwangerschaft bis zu dem tag wo wir unser #stern verloren haben reingeschrieben . Und die beiden US-Bilder die wir hatten reingeklebt .
Es ist schön zuwissen das man sein #stern so wenigstens ein bisschen in die familie aufnehmen konnte.

Beitrag von daddy24 13.09.08 - 21:58 Uhr

als ich so richtig down war und dann auf dem US gesehen hab, dass keine Durchblutung mehr da ist, keine Regung, kein Herzton, das war der Moment, in dem ich mich von ihm auf dem Bildschirm verabschiedet habe. Ich weiss nicht, ob ich es verkraften könnte, weiter daran erinnert zu werden. Und soweit ich mich mit meiner Freundin unterhalten habe, geht es ihr da sicher ähnlich. Z.B. eine Massenbeerdigung, oder es noch einmal zu sehen, das könnten wir nicht...