nach Entbindung gleich wieder Antidepressiva (Trevilor)?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von sunny_80 14.09.08 - 10:56 Uhr

Hallo,

ich habe vor meiner SS Trevilor 75 mg retard gegen meine Panikattacken genommen.
In der SS hab ich es abgesetzt und bin einigermaßen klar gekommen.

Doch langsam werden meine Panikattacken wieder schlimmer und ich bin froh, wenn ich entbunden habe und endlich wieder die Trevilor nehmen kann (da ich damit ein ganz "normales" Leben führen kann).

Ging es jemandem ähnlich?? Und kann man gleich nach der Entbindung wieder anfangen mit dem Medikament???
Am Dienstag hab ich Termin beim meiner Ärztin, da werde ich das auch nochmal ansprechen, aber vielleicht ging´s ja jemandem ähnlich wie mir.
Ach so, stillen werde ich nicht (was aber nicht mit dem Trevilor zusammenhängt).

Würde mich über viele Rückmeldungen freuen.

Schönen Sonntag Euch allen ncoh!!!

sunny_80
34. ssw

Beitrag von amanda82 14.09.08 - 11:07 Uhr

Puh, also davon hab ich jetzt keine Ahnung, aber mich interessiert, ob du glaubst, in gewisser Hinsicht abhängig von den Tabletten zu sein ... Warum behandelt man bei dir nur die Symptome und nicht die Ursachen der Panikattacken? Finde so was immer sehr schade ... Das ist doch kein Leben :-(

Ich war mal bei ner Nervenärztin. Eigentlich sollte nur rausgefunden werden, ob es seelische Hintergründe für meine starke Neurodermitis gibt ... Die Ärztin hat noch nicht mal 5 Minuten mit mir geredet und mir dann ein Antidepressivum aufgeschrieben #schock Ich bin in keinster Weise depressiv - eher das Gegenteil ... Außerdem hat sie mir noch nicht mal gesagt, dass es ein Antidepressivum ist :-[ Zum Glück les ich immer erst die Packungsbeilage - ich hab es nicht genommen und bin auch nie wieder zu ihr hin! Hab mich nur bei meinem Hautarzt enttäuschend über sie geäußert ... Tolle Ärztin, die einfach was aufschreibt, weil sie ja Geld für bekommt!

LG Mandy

Beitrag von cicada 14.09.08 - 11:15 Uhr

@ mandy :-)

bei psychischen Erkrankungen fehlen oft bestimmte Botenstoffe, die von Nervenzelle zu Nervenzelle geleitet werden müssten um bestimmte Reaktionen im Körper auslösen zu können (z. B: in bestimmten Situationen KEINE Panikattacke zu bekommen).

DAS ist die Ursache. Und diese kann man eben oft nur mit bestimmten Psychopharmaka beheben, ersetzen oder eindämmen. Das ist nicht so wie mit Halsschmerzen oder einem Armbruch.

Und für manche Menschen kann das Leben eben nur lebenswert sein, weil es solche Tabletten gibt.

Heißes Thema....

GLG, Cica

Beitrag von amanda82 14.09.08 - 11:20 Uhr

:-( Das ist ja traurig ...

Ich nahm an, es könne so ähnlich sein, wie bei mir ... Die Ärztin hat echt versucht, mir alles Mögliche anzudichten :-[

Dann hoffe ich für dich, dass alles glatt läuft und du die Tabletten schnell nach der Entbindung wieder nehmen kannst ... und dann noch ein ganz dickes Lob, dass du es bis jetzt so toll ohne geschafft hast #herzlich

LG Mandy

Beitrag von sunny_80 14.09.08 - 11:25 Uhr

Danke, das ist sehr nett.
Ich hatte es auch mal ein Jahr ohne geschafft, aber die Panikattacken kamen dann immer wieder.

Es geht ja nicht um Depressionen o. ä., sondern wirklich um richtige Panik- bzw. Angstattacken, wenn ich bspw. in Geschäften, grösseren Menschenmengen o. ä. bin.
Dann habe ich das GEfühl, gleich umzukippen, kriege Herzrasen, Schwindel usw. Und um diesem "Gefühl" aus dem WEg zu gehen, bleibe ich dann daheim. Früher habe ich Ausreden gesucht, um nicht fortgehen zu müssen, bis ich mir dann eingestanden habe, dass ich wirklich Hilfe brauche, um dieses Problem in den Griff zu kriegen. Und dank Trevilor geht es mir wirklich so wie früher, bevor ich die Panikattacken hatte.

Ich hoffe, dass du es weiterhin ohne Antidepressiva schaffst :-D

Beitrag von sunny_80 14.09.08 - 11:22 Uhr

Das sehe ich ähnlich wie Du.
Ich weiss, woher bzw. warum ich meine Panikattacken bekomme bzw. was sie ausgelöst hat.
Aber ich kriege das "kopf-mässig" nicht hin, dass das eine Ausnahmesituation war und nicht mehr passieren muss.

Deshalb bin ich dankbar, dass es Trevilor gibt und ich so wieder ein ganz "normales" Leben führen kann.

Nichts für ungut :-D