Es gab sicher öfter die Frage aber wie sanft abstillen mit 15Monaten?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von selaphia 14.09.08 - 12:53 Uhr

Es steht ja bereits in der Frage aber so langsam würde ich doch gern anfangen abzustillen.
Im Grunde sind es auch keine vollen Mahlzeiten mehr:

- morgens nach dem Aufstehen stillt Ben ca 10min, ca 1h später gibt es Frühstück
- zwischendurch nur ein paar Schluck und Obst
- mittags gibt es Essen und vor dem Mittagsschlaf trinkt er nochmal ca 10min an der Brust
- Nachmittags Brot/Obst und neuerdings will er wieder gestillt werden
abends Abendessen und vor dem Schlafen gehen nochmals 10-20min stillen

Er trinkt nur ca 200-300ml pro Tag obwohl ich ihm immer wieder alles mögliche anbiete. Wasser mag er am liebsten, bei Sänften(Schorlen) verzieht er den Mund, Milch'(ob mit Kakao oder anderen Sachen gemixt) mag er auch nicht, manchmal ein wenig Tee und auch keine Premilch(noch nie!). Zumindest rede ich mir ein, dass er durchs Stillen auf seine Flüssigkeit kommt die er braucht.

Was könnte ich machen um ihn langsam zu entwöhnen? Wenn er zwei ist, wollte ich eigentlich das er in den Kindergarten geht. Ich kann mir jetzt noch nicht vorstellen wie das dann klappen soll...auch wenn noch ne Menge Zeit ist.
Übrigens bringt abpumpen nix...denn er trinkt weder aus der Flasche noch aus dem Becher Muttermilch.

Wer hat Tipps für mich??????

Beitrag von kyrilla 14.09.08 - 14:07 Uhr

Welchen Zeitraum hast Du Dir denn zum Abstillen gesetzt?

Ich stille meinen 15 monatigen Sohn auch noch, mittlerweile aber (fast) nur noch morgens und abends, nachts stille ich grade ab.

Bei Dir liest es sich, als sei er in erster Linie ein "Einschlafstiller", daher würde ich als erstes das Vormittags- und Nachmittagsschlückchen abschaffen.
Was genießt er beim Stillen am meisten? Findest Du eine Möglichkeit, ihm das auf andere Weise zu geben (evtl. besondere Kuschelminuten) oder ihn mit etwas anderem spannenden abzulenken?
Trink Pfefferminz- und/oder Salbeitee damit die Milch zurückgeht, oft erledigt sich die Sache dann von selbst.

Vielleicht versteht er auch schon, wenn Du ihm sagst, dass Du grade nicht stillen magst/ kannst?

Bis zum Kindergarten ist es ja noch eine ganze Zeit hin, wenn die Mama nicht greifbar ist, haben zweijährige auch eigentlich kein Stillbedürfnis mehr. Da musst Du Dir sicher keine Sorgen machen.

LG
Kyrilla

Beitrag von katinchen 15.09.08 - 12:37 Uhr

Hallo,

ich habe auch etwa mit 15/16 Monaten angefangen und mit 20 Monaten war Elisabeth abgestillt.

Zuerst gegen das trinken tagsüber - viel rausgehen und ablenken. Ich habe erst eingeführt, dass nur noch zu Hause gestillt wird, was die Mahlzeiten sehr begrenzt hatte. Dann nur noch zum einschlafen und durchschlafen.

Dann hat auch Papa sie abends mit ins in ihre eigenes Bett gebracht(vorher Familienbett), so wurde auch die "Verfügbarkeit" abends und nachts stark eingeschränkt. Dann wurde das Einschlafstillen abends nicht mehr praktiziert, nur noch 2-3 mal nachts. Dann auch das Einschlafstillen mittags weggelassen.

Ich habe ihr immer wieder erklärt, dass sie schon groß wäre und das nicht brachen würde, aber nicht NEIN sagen, das gibt nur Geschrei. Manchmal hat es auch mit "später" geklappt oder mit vorher Wasser trinken. Dann war es irgendwann nur noch 1 mal nachts. Eines nachts ist sie durchgeschlafen(von 24-6:30) und das nahm ich als Anlaß ganz abzustillen, was auch erstaunlicher weise gut geklappt hat.

Ich habe sie nie schreien lassen, wenn es nicht ging, dann ging es eben nicht. Und es gab auch Rückschritte(Krankheit, Zähne, Kinderkrippe). Sie hat auch nie Mumi aus Flasche oder sonst woher getrunken, keinen Schnuller genommen und kaum (nur) Wasser getrunken. Alles andere schmeckte ihr nicht. Mitlerweile trinkt sie auch mal Saftschorle, Tee, Milch, "prunil"(Sprudel-medium Wasser von Papa). Mit Premilch habe ich gar nicht erst angefangen. Sie isst seitdem sie 18 Monaten alt ist ganz normal vom Tisch mit und morgens ihr Beerenmüsli mit Milch.

Seitdem sie abgestillt ist wacht sie auch jetzt immer mit "Mama, Papa auf Hunger" auf. Das wiederholt sie auch immer wieder bis sie ihr Müsli hat: Hunger, Hunger....

An die einzelnen Schritte(die schneller umzusetzten waren als ich dachte) knüpfte ich eine längere Gewöhnungszeit, die für mich wie für sie gut war.

Viel Glück und LG
Tanja mit Elisabeth 21 Monate