19 Jahre und ausziehen?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von kleinehexe1 14.09.08 - 14:49 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich weiß nicht ob das hierher gehört, ich brauche nur mal ein paar Meinungen.

Es geht um die 19 jährige Tochter meiner besten Freundin.

Das Mädchen hat sich sosehr und vor allen meiner Meinung nach aus unnötigem Trotz mit Ihren Eltern zerstritten, das sie zuhause ausziehen möchte...


Sie hat Abi und möchte nun studieren. Das könnte sie ja nun auch von zuhause aus, aber sie ist der Meinung, das man sich mit 19 nicht am Haushalt und dem Alltag seiner Familie beteiligen braucht, was bei mittlerweile 13 Wochen Leerlauf (sprich Ferien) ganz schön dreist ist. Weil alle anderen Familienmitglieder arbeiten gehen...
Daher möchte sie sich auf eigene Beine stellen.

Meine Freundin ist natürlich sehr traurig und enttäuscht, weil das Girlie überall herumerzählt, sie würde von Ihren Eltern an die Luft gesetzt. Dabei wurde Ihr nur deutlich gemacht, das es so nicht weitergehen kann.

Aber der Hammer kommt jetzt noch, sie fordert über 400 € Unterhalt von Ihren Eltern, um sich eine Wohnung bezahlen zu können, und kommt von Amtswegen auch noch damit durch...

Mich belastet die ganze Situation auch schon sehr, weil meine Freundin seit Wochen nichts anderes mehr im Kopf hat, aber auch nicht die Konsequenzen zieht um das Thema zu beenden.

Ich bin selbst gerade mit meinem ersten Kind hochschwanger, und bekomme langsam echt Angst, was wir uns da mit dem Kind angetan haben.

Diesem Mädchen ist es echt immer sehr gut zuhause gegangen, warum setzt sie Ihre Eltern nur so unter Druck?

Ich kann es langsam nicht mehr hören, und helfen kann ich ja auch nicht, ich hab ja noch keinerlei Erfahrung in der Hinsicht....

Wie soll ich mich dennn weiterhin verhalten, ich halt die jammerei langsam nicht mehr aus.

Danke fürs lesen,
kleinehexe1


Beitrag von arimum 14.09.08 - 15:44 Uhr

#kratz Wieso belastet die Situation DICH sehr? Ich würde ja nun eher mal davon ausgehen, dass insbesondere die Mutter die "Belastete" ist.

Vielleicht solltest du für dich erstmal die Frage klären, ob du es nun nimmer hören kannst oder aber deiner Freundin wirklich zur Seite stehen willst. Als Hochschwangere würde ich dir aber generell raten dich vielleicht nun erstmal auf deine eigene Situation zu konzentrieren und deine Kräfte für die bevorstehende sehr anstrengende Anfangszeit zu sammeln.

Dein Kind wird dich auch irgendwann noch vor Herausforderungen stellen, von denen du bisweilen nicht zu träumen wagst.

Als genereller Rat: Ich glaube du solltest deine Freundin lediglich seelische und moralische unterstützen und nicht über die aktuell vorherrschende Situation urteilen. Die Lösung des Problems liegt in ihrer Hand.

Beitrag von mariella70 14.09.08 - 16:53 Uhr

Hallo,
das mit den 400 € halte ich für ein Gerücht: Kinder unter 25 haben keinen Anspruch auf eine eigene Wohnung, außer wenn sie aus Ausbildungsgründen in eine andere Stadt ziehen müssen, das Verhältnis völlig zerüttet ist, sie selbst Eltern sind oder die Eltern schädlichen Einfluss haben.
All das scheint nicht zuzutreffen, weshalb ihr von Amt wegen kein Barunterhalt in dieser Höhe zusteht, die Eltern sollten ihr Kost und Logis anbieten, ihr Kindergeld kann sie bekommen, das wars. ansonsten hilft es, wenn man jobbt, um sein Leben zu finanzieren.
Liebe Grüße
Mariella

Beitrag von anyca 14.09.08 - 18:50 Uhr

Dem Mädel ist aber schon klar, daß sie in einem eigenen Haushalt auch kochen, einkaufen, waschen und putzen muß?#kratz

Hat sie sich denn vorher nie am Haushalt beteiligen müssen? Als mein Bruder und ich am Beginn des Studiums noch daheim wohnten, hatte selbstverständlich jeder festgelegte Aufgaben (ein bis zwei Tage kochen, einen bestimmten Bereich der Wohnung putzen ...)

Beitrag von schwarzbaer 15.09.08 - 08:06 Uhr

wenn sie sich an einer Uni in einer anderen Stadt einschreibt, steht ihr der normale Bafögsatz zu - und das sind mehr als 400 Euro.

Eltern wir zwar zugestanden, dass sie einen Teil dieser Summe in Naturalien (sprich Wohnen zu Hause und gefüllter Kühlschrank) erbringen können, aber die Tochter hat die freie Wahl des Studienorts, und wenn sie eben nicht zu Hause studiert, muss der Unterhalt in Geld geleistet werden.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von maren.m 15.09.08 - 08:35 Uhr

Du scheinst dich auszukennen? Deshalb möchte ich dich gern fragen:

Wie sieht das in dem Fall aus: Vater verdient richtig (!) gut. 400,00 Euro wären für ihn ein Betrag wie aus "aus der Portokasse". Die Eltern sind geschieden, Kind lebt bei der Mutter. Mutter bekommt Unterhalt fürs Kind, hat selber kein Einkommen, da wiederverheiratet und kleines Kind vorhanden. Falls großes Kind nun zum Studieren auszieht würde Unterhalt + Kindergeld nicht reichen. Ist die Mutter, obwohl sie kein eigenes Einkommen hat, dann verpflichtet, dem Studenten zusätzlich was zu zahlen - also dass quasi der Stiefvater (mit nicht so großem Einkommen) in die Pflicht genommen wird?

Beitrag von dalia86 18.09.08 - 15:57 Uhr

Hallo maren.m,

laut Bafög - Regelung sind nur die Eltern und ggf. der Ehepartner des Auszubildenden dem Auszubildenden/Studenten gegenüber unterhaltsverpflichtet, also fällt der Stiefvater für den Unterhalt aus. Der Unterhalt, den der Student von den Eltern bekommt, ist nur abhänging von dem jeweiligen Einkommen des Elternteils. Verdient die Mutter weniger als ein bereinigtes Nettoeinkommen(davon sind noch Freibeträge für bei der Mutter lebende Kinder zu je ca. 400 Euro abzuziehen) von ca. 1040 Euro netto monatlich, so liegt keine Zahlungspflicht bei der Mutter.

Die Höhe des monatlichen Bedarfs eines Studenten liegt derzeit bei max. 585 Euro (Bafög - Höchstsatz, steigt ab Oktober 08 um ca. 10%) und ist abhängig von der Wohnsituation (eigener Haushalt oder bei den Eltern, Höhe der Unterbringungskosten....) und vom Einkommen des Auszubildenden und auch dessen Vermögensverhältnissen (Freibetrag derzeit etwa 5.200 Euro)

Ich würde vorschlagen, beim zuständigen Studentenwerk einfach einen Bafög - Antrag zu stellen, sobald man an der Hochschule eingeschrieben ist. Nur dadurch lässt sich feststellen, ob Anspruch auf Bafög (ob und wenn ja in welcher Höhe) besteht und wie der Unterhalt durch evtl. Zahlungen der Eltern geregelt wird. Sind in etwa die Einkommensverhältnisse beider Eltern bekannt, kann man selbst schon vorab im Internet (nach Bafög - Rechner googeln) abschätzen lassen, was dem Auszubildenden zusteht und wie die Eltern zur Zahlung verpflichtet werden können.


LG, Dalia86

Beitrag von maren.m 23.09.08 - 19:21 Uhr

Oh. Hallo!
Ich sehe jetzt erst, dass doch noch jemand auf meine Frage geantwortet hat. Vielen Dank an dich für die ausführliche Antwort! #blume

LG
Maren

Beitrag von verschlafene 15.09.08 - 13:39 Uhr

-Ich bin selbst gerade mit meinem ersten Kind hochschwanger, und bekomme langsam echt Angst, was wir uns da mit dem Kind angetan haben.-


Diesen Satz finde ich irgendwie blödsinnig... #kratz

Beitrag von jamesblunt 15.09.08 - 16:40 Uhr

Leider oder Gott sei Dank stellen uns unsere Kinder immer wieder vor Herausforderungen. Ich habe 14 Jahre lang meine beiden Kinder alleine großgezogen, der Vater hat sich nie sonderlich um die Alltagssorgen, Geldprobleme, Schulsorgen geschert. Er hat immer nur seine Rechte gekannt, aber Pflichten waren ihm fremd. Die Kinder und ich waren trotzdem, oder gerade deswegen ein tolles Team. Als er vor kurzem 16 wurde, kam der Wunsch auf zum Vater zu ziehen. Da fragt man sich schon zuerst, was hab ich falsch gemacht? Für was hab ich mich so geschunden die ganzen Jahre, auf alles verzichtet nur damit es den beiden gutgeht?
Aber schnell kam ich zu der Meinung, dass er es nicht böse meint oder er ein Problem mit mir hat. Er will die andere Seite einfach auch kennenlernen. Und jetzt ist der Vater in der Pflicht, er muss für alles aufkommen, er muss zum Elternabend, er muss sich Gedanken um die berufliche Zukunft machen, er muss Hausaufgaben kontrollieren, Essen kochen, waschen, putzen, eben erziehen. Und jetzt bin ich die tolle Wochenendmama, die alle Pflichten übergeben hat.
Also, Deine Freundin muss die Verantwortung an die Tochter selbst abgeben, sie muss jetzt ihr Leben selbst in die Hand nehmen und laufen lernen.
und 400 Euro sind übertrieben. Wer ausziehen will, der muss arbeiten.;-)

Beitrag von fraukef 18.09.08 - 12:03 Uhr

"Wer ausziehen will, der muss arbeiten."

NIcht im Studium - das gilt ja als Ausbildung - und somit als Vollzeitjob ;-) Da habt man Recht auf Unterstützung - zumindest in HÖhe des Bafög-Satzes...

Nur wenn man mehr braucht, muss man arbeiten ;-)

Beitrag von samonira 15.09.08 - 23:13 Uhr

Hallo! :-)

Wo ist das Problem?

Mit 19 wird es meiner Meinung nach Zeit, sich auf eigene Füße zu stellen.

Außerdem wird durch die Distanz das Verhältnis zu den Eltern sicher wieder besser.

Mein Sohn (gerade 18 geworden) überlegt auch, auszuziehen (obwohl wir uns - meistens - gut verstehen).

Spätestens, wenn er im nächsten Jahr eine Ausbildung beginnt, werde ich ihm sicher gut (sehr gut sogar! ;-) )zureden,
würde ihm aber auch keine Steine in den Weg legen, wenn er es jetzt schon mal ausprobieren will.

Er würde dann das Kindergeld bekommen (sofern ich das dann noch kriege), den Unterhalt seines Vaters und Taschengeld von mir, das sollte für eine kleine Wohnung oder ein Zimmer in einer WG reichen.

Ich selbst bin mit knapp 19 Jahren zuhause ausgezogen an meinen Studienort und fand das völlig normal.

Früher hab ich ihm manchmal angekündigt, an seinem 18. Geburtstag eigenhändig seinen Koffer zu packen.
Das hab ich dann allerdings doch nicht gemacht. ;-)

Mein Ex hatte noch mit 21/22 Jahren bei seinen Eltern gewohnt, das fand ich sehr seltsam und eher ungewöhnlich.

Ich möchte, dass meine Kinder selbständig sind/werden,
und dazu gehört auch, rechtzeitig aus dem "Hotel Mama" auszuziehen. Ich würde das jederzeit unterstützen.

Wieviel Geld den Kindern/jungen Erwachsenen dann zusteht, weiß ich nicht genau, aber dazu gibts sicher Infos im Internet, man kann sich ja auch am BAFÖG orientieren.

Also nochmal: Wo ist das Problem?

Liebe Grüße,

samonira

Beitrag von parzifal 16.09.08 - 12:23 Uhr

Den Unterhalt des Sohnes müsstest Du aber ebenso zahlen wie der Vater. Der Sohn ist ja volljährig.

Falls dies finanziell nicht möglich ist (und so liest sich dein "Taschengeld"beitrag), ist die Einstellung er soll ruhig ausziehen ja auch nicht mit einer finanziellen Belastung Deiner Person verbunden. Dann lässt sich natürlich auch leicht dieser Standpunkt vertreten.

Beitrag von samonira 16.09.08 - 13:38 Uhr

Hallo parzifal!

Nein, das ist ein Missverständnis.

Natürlich würde ich meinen Anteil am Unterhalt bezahlen. Da ich aber - noch - nicht genau weiß, wieviel ihm zustehen würde, ging ich davon aus, dass Kindergeld plus "Taschengeld" so in etwa hinkommen müsste.

Ich nehme mal an, dass ihm ca. 400 bis 500 € zustehen würden, die würde er selbstverständlich von seinem Vater und mir auch bekommen.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass er erst mit Beginn der Ausbildung auszieht (je nachdem, wo er eine Stelle bekommt), dann hat er ja sowieso auch eigenes Geld, das angerechnet wird.

Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass es gut ist, wenn mehr oder weniger erwachsene Volljährige ;-)
sich ein eigenes Leben aufbauen.
In meiner Generation (bin Jahrgang 1955) war es vollkommen normal, dass man nach der Lehre oder bei Beginn des Studiums zuhause auszog.

Ich jedenfalls würde das unterstützen und wäre NICHT beleidigt (im Gegenteil! Ich hätte ja eins meiner Erziehungsziele damit erreicht: Selbständigkeit!).

Im Falle der Threaderöffnerin bzw. deren Freundin ist vielleicht der richtige Zeitpunkt schon verpasst worden.

Im Allgemeinen entspannt sich so eine Eltern-Kind-Beziehung aber enorm durch die räumliche Distanz.

Liebe Grüße,

samonira

Beitrag von parzifal 16.09.08 - 16:54 Uhr

Danke für die Aufklärung. Es kam halt zunächst bei mir an, dass der Großteil des Unterhalts der Vater tragen würde.

Beitrag von cinderella2008 22.09.08 - 13:24 Uhr

<Er würde dann das Kindergeld bekommen (sofern ich das dann noch kriege), den Unterhalt seines Vaters und Taschengeld von mir, das sollte für eine kleine Wohnung oder ein Zimmer in einer WG reichen. <


Du musst auch Unterhalt zahlen. Mit einem Taschengeld ist es nicht getan.

Mein Sohn hatte solche Flausen auch im Kopf. Er hätte den Unterhalt von seinem Vater bekommen, Kindergeld und Unterhalt von mir.

Eine 1-Zimmer-Wohnung ist in unserer Gegend aber nicht unter 350 Euro zu bekommen. Selbst WG-Zimmer reichen häufig an diesen Preis heran. Damit hatte sich der Traum meines Sohnes schnell ausgeträumt. Denn es wären noch Dinge wie Fahrgeld, Strom, Telefon, GEZ, Versicherung etc. dazugekommen. Und essen muss das "Kind" schließlich auch was.

Beitrag von lovelysituation 16.09.08 - 02:26 Uhr

Hallo

also ich bin auch gerade 19 werde im dez 20.. ich bin schon mit 18 ausgezogen, anfangs auch wegen streiterein und bei uns war es so, das ich den Haushalt allein machen musste für 5 Personen!!!

Ich lernte dann meinen Mann kennen und wir sind sofort zusammen gezogen, mir war es auch egal ob meine Mutter was dagegen hätte #gruebel

ABER was mich wundert, warum kommt sie damit durch das ihre Eltern ihr 400€ unterhalt zahlen sollten?? Sie ist nicht mehr minderjährig sondern zählt als erwachsene, ihre Eltern sind nicht mehr ihr vormund und somit wundert mich das ganze ja schon! #kratz

Noch dazu, sicher ist es hart für deine Freundin aber letzendlich muss ihre Tochter jetzt selbst für ihr Leben entscheiden und da kann ihre Mutter nichts mehr machen. Je mehr man versucht jemanden etwas auszureden, desto mehr zieht sich diese Person zurück noch dazu wenn es eine Junge Dame ist.

Ihre Tochter muss jetzt mal versuchen auf eigenen Beinen zu stehen, aber dann sollte deine Freundin ihr klar machen, das es nur geht, wenn sie neben Abi arbeiten geht, sie soll nicht so faul sein...sie will ausziehen und auf eigenen Beinen stehn und dann verlangt sie geld...das ist wohl der größte widerspruch in sich...!!

Ich weiss, das war kein richtiger Rat, aber wollte mal meine Meinung dazu äüßern!

Lg Dani mir Krümel (6+0)

Beitrag von kleinehexe1 16.09.08 - 10:38 Uhr

Hallo Dani,

das ist ja genau meine Meinung.

Das Problem ist, das man als Eltern mit relativ guten Einkommen dazu verpflichtet ist, seine Kinder bis zu 27. Lebensjahr im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterhalten.

Das Problem ist, das dieser Rahmen durch den Staat abgesteckt wird.
Ob allerdings BaföG gezahlt wird, hängt wieder von Einkommen der Eltern ab. Also ist man als "Ottonormalverdiener" mit Teilzeit und normalem Familieneinkommen erst mal doppelt geknifffen in solch einer Situation.

Meine Freundin war mit Ihren Mann schon unterwegs, und hat sich über evtl. Summen informiert, und dabei sind diese 400 € zustande gekommen.

Ich denke das problem ist noch nicht einmal sosehr die Summe, sondern die erpresserische Ansage von Töchting: Tja, dann zieh ich halt aus, und Ihr müßt dann zahlen, bis sich 27 bin...

Aber gut, vielleicht leiber ein Ende mit schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...

Beitrag von yristow 16.09.08 - 09:59 Uhr

Hallo kleine hexe , ich habe dein beitrag gelesen und weiß das die eltern ihr bis zum vollendeten 27 lebensjahr unterhalt pflichtig sind so fern sie dazu in der lage sind.
Das ist hier nun mal das gesetzt da kann man auch nichts gegen tun aber der unterhalt berechnet sich auf das einkommen der eltern und wenn sie selber nicht so viel haben kann man nichts abziehen da sollte deine freundin sich aber mal schlau machen.
Ihr Tochter kann auch noch Kindergeld beantragen solange sie studiert bzw. eine Lehre macht und AUCH BARFÖG beantragen so kenn ich das nämlich.
Als ich damals ausgezogen bin war ich gerade mal 16 habe neben der schule gearbeitet und Kindergeld bekommen .
Ich war nämlich viel zu stolz geld anzunehmen von der Mutter .

Beitrag von nisivogel2604 16.09.08 - 14:15 Uhr

Hallo,

ich bin mit 16 mit meinem jetzigen Mann zusammengezogen. Bin zu Hause raus, weil das verhältnis zum Erzeuger völlig zerrütet war. Ich habe gearbeitet um Essen und trinken zu können. ich habe kein Kindergeld bekommen, kein ALG2, keinen Unterhalt. Es war nämlich keine einvernehmliche Klärung mit dem Erzeuger möglich und ich in einem rechtsfreien Raum.

Wer auszieht kann sich nunmal nicht mehr auf Mai und Papi verlassen.

LG Denise

Beitrag von manavgat 16.09.08 - 15:22 Uhr

Ich verstehe das Problem nicht wirklich.

Es gibt 154 Euro Kindergeld. 250,-- Euro im Monat zusätzlich sind doch kein Problem, wenn dann der Familienfrieden wiederhergestellt ist.

Es ist normal, dass Studenten nicht zuhause wohnen. Einfach mal loslassen, die Zicke wird schon noch merken, dass es draußen anders zugeht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von paulfort35 20.09.08 - 19:13 Uhr

Das Problem scheint zu sein, das die Eltern nichts zahlen wollen.

Beitrag von fraukef 18.09.08 - 12:00 Uhr

Also ganz ehrlich - ich versteh das Problem auch nicht...

Ich bin auch nach dem Abi - übrigens auch mit 19 - von zu Hause ausgezogen und habe studiert - und ich finde den Zeitpunkt IDEAL - man ist jung genug, um noch Fehler machen zu dürfen und lernen zu können (auch im eigenen Haushalt wird nicht auf Anhieb alles klappen) - und alt genug, um auf eigenen Beinen stehen zu können... Ich hoffe, dass meine Kinder NICHT den Wunsch haben, zu Hause wohnen zu bleiben bis sie 30 sind...

NIEMAND hat von mir erwartet, dass ich in der Nähe studiere, um meinen ELtern nicht so auf der Tasche zu liegen. Nein - ich durfte mir die Studienstadt aussuchen... (Schwarzbaer hat übrigens recht - von Rechtswegen ist das genauso geregelt...)

In erster Linie sind die Eltern dann unterhaltspflichtig. Sollten die ELtern den Unterhalt nicht aufbringen können, gibt es Bafög. Wenn die Mutter Unterhalt vom Vater bekommt und Kindergeld ja auch noch, wird sie dieses an die Tochter weiterleiten müssen - bzw. die Tochter wird das GEld direkt vom Vater / der Kindergeldkasse bekommen. Wenn die Tochter nicht mehr zu Hause wohnt, hat die Mutter ja auch keinen Anspruch mehr auf den Unterhalt / das Kindergeld. Sollte der Betrag niedriger sein als der dem Kind zustehende Gesamtbetrag wird geprüft werden, ob noch irgendwer was zahlen kann / muss (die Mutter hat bisher ja noch gar nichts gezahlt) - wenn das nicht so ist (wegen zu geringem Einkommen oder so) gibt es wie schon geschrieben Bafög...

Aber wieso soll eine 19-jährige die Pflicht haben, zu Hause wohnen zu bleiben, nur damit die ELtern sparen können? Die 25-Jahre-Grenze gilt nicht fürs Studium, sondern für Harz4 - also für eine komplett andere Situation...

LG
Frauke

Beitrag von bessi 19.09.08 - 09:26 Uhr

Hi,

keine Ahnung, was manchmal so in den Köpfen der Teenies vor sich geht, wobei die Tochter Deiner Freundin ja fast schon kein Teenie mehr ist und man eigentlich meinen sollte, dass so langsam die Vernunft einkehrt...

Ich weiß nicht, wie Deine Freundin ihre Tochter erzogen hat. Vielleicht mußte sie nie richtig im HH helfen, vielleicht hat man ihr schon immer ein gemütliches und stressfreies Leben zu Hause bereitet, dann ist es natürlich schwer das Mädel komplett umzukrempeln...In diesem Alter werden die Kinder meist flügge und wollen ihre eigenen Erfahrungen machen. Vielleicht war der Streit provoziert, um endlich auf eigenen Füssen stehen zu können.

Ich an Stelle Deiner Freundin, würde meine Tochter vermutlich ziehen lassen...Ich weiß nicht, was ihr an Geld zusteht, aber mit Sicherheit der Kindergeldsatz. Vielleicht wird sie Wohngeld beantragen können. Wenn sie wirklich ausziehen möchte, würde ich ihr sagen: OK, kannst Du, aber suche Dir vorher einen Nebenjob, um zu gewährleisten, dass Du Deine Lebenshaltungskosten decken kannst. Ist sie sich im klaren darüber, dass eine Wohnung auch Möbel braucht, eine KÜche und dergleichen... Wer soll das bezahlen oder will sie nur ein möbliertes Zimmer??? Wenn das Verhältnis zwischen Kind und Eltern so im Keller ist, sollte man sie ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, als ich mein eigener Herr war, dass das Verhältnis zu meiner Mutter wieder besser wurde und ich sie wieder gerne besucht habe. Alles war plötzlich wesentlich entspannter...

Im Familienkreis sollte vernünftig besprochen werden, wie sich die Tochter das so alles vorstellt. Man sollte ihr vorrechnen, was es heißt auf sich gestellt zu sein und was das Leben kostet. Wenn sie sich darüber im Klaren ist und auch gewillt ist, einen Nebenjob anzunehmen, wird man sie nicht wirklich halten können - schließlich ist sie über 18...

...und ist das Dein Ernst, dass Du jetzt schon Angst hast, was mit Eurem Kind mal wird? Ich denke, was aus den Kindern wird und wie sie sich verhalten, hängt in erster Linie damit zusammen, was die Eltern ihnen vermitteln und Du kannst nicht wirklich abschätzen, was in den vier Wänden Deiner Freundin tätsächlich passiert, um das herauszufinden müßtest Du mal ein Vieraugen-Gespräch mit der Tochter führen, um auch mal ihre Seite kennenzulernen...Ich denke, dass würde sehr interessant...

LG Bessi

Beitrag von paulfort35 20.09.08 - 19:16 Uhr

Die Eltern scheinen die Tochter abstrafen zu wollen und Du scheinst von der Mutter total beeinflusst worden zu sein. Wenn Du nicht willst, dass Dich das Problem weiterhin belastet, sag' das deiner Freundin. Punkt.

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