abpumpen, da Kind zu schwach zum Saugen

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von skipraut 14.09.08 - 17:32 Uhr

Hallo,
ich habe da mal eine Frage. Unser Kleiner wurde in der 37SSW geboren. Da er von Anfang an beim Stillen etwas langsam und schwach war, hieß es, ich soll die restliche Milch abpumpen und ihm mit der Flasche geben. Das machen wir jetzt schon seit 1Monat die ganze Zeit.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrung gemacht? Wie lange habt ihr dann zusätzlich abgepumpt? Wie seid ihr von der Pumpe losgekommen?
Meine Befürchtung ist, da er locker ca.100ml Milch aus der Flasche zusätzlich trinkt, dass ich ihn anerzogen habe, große Mengen an Milch zu trinken. Dies schafft er dann nicht durch alleiniges Saugen an der Brust. Was meint ihr dazu?
Lg, skipraut

Beitrag von claudia_1984 14.09.08 - 18:38 Uhr

hi

wir hatten auch so rpobleme am anfang, leider hat er sich durch schmerzen bezüglich leistenbruch und wasserbruch abgestillt.

am besten sprichst du mal deine hebamme drauf an und die wird dir auf jedenfall helfen.

lg claudia und jamie*10.12.2007 (35+4) und kruemmel 21+6

Beitrag von belala 14.09.08 - 19:56 Uhr

Hallo Skipraut,

vergiß zunehmen und Trinkschwäche!

Pumpe auf Überschuß, so daß du eben mehr Milch als nötig zur Verfügung hast.
Leg dich zwei, drei Tage mit deinem Baby ins Bett und stille rund um die Uhr.
Am ersten Tag kann es wirklich 20minütlich sein, aber die Abstände werden größer.
Laß dich während dieser Zeit mit Essen/Getränke versorgen oder organsiere es vorher gut durch.
Halte dir wirklich diese Tage frei!

So praktizierte ich es auf Rat meiner Hebamme und einer Stillberaterin.
Meine Püppi wurde 24+3 SSw geboren und erstmals nach 10 Wochen angelegt.
Ich pumpte mehrere Monate Milch ab bis wir vollstillen schafften.

Alles Gute wünscht belala

Beitrag von teufelchendani 14.09.08 - 21:05 Uhr

Oje. Ich habe leider nur schlechte Erfahrung zu berichten.

Meine kleine wurde bei 33+3 geboren und wir hatten das selbe. Immer anlegen, nachfüttern, rest pumpen.

Wir haben es nie geschafft voll zu stillen. Habe es jeden TAg versucht. Aber sie wurde so sauer nur an der Brust. Weil sie hat aus der Flasche so 100g (Jetzt so 100-140)getrunken, an der Brust vielleicht 10min und dann war sie schlapp.

Seit letzten Dienstag versuche ich abzustillen. NAch fast 4 Monaten vollzeit Still-Pumpen. Hatte paar Tage zuvor, vooler Zuversicht weil sie nachts an der brust getrunken hat, versucht sie voll zu stillen. Und habe mir Milchstau eingefangen. Hat so sehr weh getan und bin dann nach 5 Tagen Massage, Quarkwickel... beim FA gewesen und habe 2 Tabletten zum abstillen bekommen.

Das Problem mit der Pumperei ist, man produziert viel zu viel. Und die Brust da zu stoppen, war für mich jedenfalls, sehr kompliziert. Musste noch 2 Tabletten nehmen. Jetzt geht es glaube ich. Streiche nur noch aus.

Ich habe echt vieles versucht, mit ganzem willen und einsatz. Sonst hätte ich sicher net fast 4 MOnate gepumpt. Wollte sie immer an die Brust bekommen. Bin jetzt auch sehr traurig. Fühle mich schon ä bissle als looser, aber geht schon.

Also, das ist meine Erfahrung. Drücke dir die Daumen, dass du es schaffst. Kannst mir ja dann schreiben und ich kann es evtl bei einer späteren ssw brauchen.

LG
Dani mit Zoe (Schläft schon sehr entspannt)
Ahh.. wir verbrauchen gerade unseren Vorrat MM aus dem Gefrierfach. Reicht wohl noch 4-5 Wochen!

Beitrag von dia111 15.09.08 - 07:25 Uhr

Hallole,

meine Kleine wurde in der 36+4SSW geboren, sie wog 2480g und wir hatten auch ganz arge Trinkprobleme, ich stillte sie, und sie nahm tag für tag ab.
So das wir dann bei 2100g landeten.
Ich mußte abpumpen und auch dann Zuhause.
Doch wir hatten eine so tolle Hebi, sie hat es dann hinbekommen, das sie von der Brust mehr trank, zwar auch nicht so viel, aber es sind mit der Zeit immer mehr geworden.
Auch mußte/sollte ich sie dann jede 3Std wecken und sie zu stillen, weil sie viel schlief.
Nach 2Mon durfte sie dann so viel schlafen wie sie wollte.
Auch wenn sie nur 70ml von der Brust hatte, war das ein Erfolg.

Aber wenn er noch 100ml von der Flasche trinkt, gib ihn noch Zeit.

Lg
Diana

Beitrag von aenny 15.09.08 - 11:37 Uhr

hallo skipraut
unsere maus wurde 36 ssw geboren und konnte auch nicht kräftig genug saugen, nach vielem ausprobieren sind wir bei einer ostheopatin gelandet die Blockaden im Bereich der Halswirbel festgestellt und natürlich gelöst hat eine Woche später habe ich einfach nicht mehr die Flasche gegeben. ich habe erst alle 1 1/2 bis 2 Stunden gestillt und nach 2 Tagen waren wir wieder bei 4 Stunden. also viel erfolg und bleib dran ihr schafft das
lg aenny

Beitrag von melli-4 15.09.08 - 14:58 Uhr

Hallo,
mein Sohn wurde vor 5 Jahren in der 36. SSW geboren, er war auch viel zu schwach um an der Brust zu trinken. Habe dann angefangen abzupumpen und zu stillen... leider hat er dann fast gar nicht mehr an der Brust getrunken.. naja, er merkte halt schnell wie leicht es mit der Flasche geht.
Bin dann zu einer Stilberaterin gegangen. Wir haben ihn zwar nicht mehr an die Brust bekommen, doch ich habe es geschafft ihn insgesamt 9 Monate (davon 6 Monate voll) mit meiner Muttermilch per Flasche zu ernähren.

Kann Dir nur dringend raten eine Stillberaterin aufzusuchen.

LG Melli

Beitrag von tatyjana 15.09.08 - 16:06 Uhr

Leider kann ich auch nichts Gutes berichten:

Brian wurde bei 31+5 geboren und war leider auch zu schwach zum Saugen- daher wurde mir auch geraten abzupumpen, angeblich bis er kräftiger ist zum "richtigen" Stillen... tja, leider ist es dabei geblieben, im Krankenhaus hat niemand auf meine "Hilfeschreie" bezüglich des Stillens reagiert und somit hat er es auch nach dem KH nicht mehr auf die reihe bekommen an der Brust zu trinken... durch den Stress zu Hause (abpumpen, Baby füttern, versorgen, Haushalt usw) dann ist nach kurzer Zeit die Milch leider komplett weggeblieben und wir mussten zwangsläufig auf Fertignahrung umsteigen #schmoll

Ich hoffe Dir ergeht es besser und du hast eine gute und liebe Beraterin an deiner Seite!!! Denn OHNE klappt es leider nicht, wie ich erfahren musste...

LG
Tanja mit Brian

Beitrag von mama27.06 15.09.08 - 19:26 Uhr

Hallo,

das problem kenne ich zu gut mein schatz hat es genauso gemacht hab dann nach 5 Wochen aufgrhört mit abpumpen weil er nur an die brust gehen sollte hat mir auch meine hebamme geraten aber leider hat es nicht geschafft drei tage lang haben wir dann halbstündlich gestillt ich konnte nicht mehr und der kleine auch nicht weil es schwieriger ist an der brust zu trinken....

aber ich drücke dir die daumen das du es hin bekommst hätte gerne gestillt aber es ging nicht mehr ....

lass von dir hören und alles gute und geniess das stillen...
versuch dich nicht verrückt zu machen ist das beste was ich dir raten kann....

LG Silvi und Flori (36 Woche und 4 Tag)

Beitrag von colli26 16.09.08 - 10:19 Uhr

Hallo,
meine Mädels sind bei 34+2 geboren. Nach 3 Monaten (unkorrigiert) habe ich es geschafft sie beide voll zu stillen. Bis dahin habe ich Pump-gestillt und Pulvermilch zugefüttert. Geschafft habe ich es mit Hilfe einer guten Stillberaterin der LLL. Wir haben die Trinkschwäche auch durch wirklich häufiges Anlegen und unter Anwendung des Medela Brusternährungsset überwunden.

Insgesamt habe ich 13 Monate gestillt und die Erfahrung und letzenendes sehr harmonische Stillbeziheung hat mich für vieles, das mir wegen KS udn Frühgeburtlichkeit zu schaffen gemacht hat, entschädigt.

LG und Du schaffst das!

Coli
mit Jule und Lena (3J 3M)