Problem: Älteren Hund an Baby gewöhnen

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Beitrag von lilia81 14.09.08 - 19:35 Uhr

Hallo,

unsere Hündin ist mittlerweile schon relativ alt und langsam kommen auch die ersten Altersbeschwerden. Seit meiner Schwangerschaft hat sich ihr Verhalten auch verändert. Seit einiger Zeit fängt sie ständig an nachts zu jaulen (bestimmt 30 min mit Unterbrechung). Ich verliere dann echt manchmal die Nerven, da ich momentan eh kaum schlafen kann und früh raus muss. Zwischenzeitlich ging es mir auch nicht so gut und ich konnte mich nicht so um sie kümmern wie vorher. Durfte am Anfang eine Woche lang nur liegen und sie wollte immer spielen etc. Kurz gesagt merke ich auch, dass ich nicht mehr so kann wie vorher (wir sind vor der SS auch gejoggt).
Bis vor kurzem durfte sie auch immer im Schlafzimmer auf einem Läufer neben dem Bett schlafen (sie hat aber noch einen anderen Platz). Das haben wir nun abgestellt, weil in 3 Monaten dann das Beistellbett dort stehen soll und wir erstens nicht genug Platz im Schlafzimmer haben und wir nicht wollen, dass sie ihre Schnauze zwischen die Stäbe steckt.
Es sind ja nun doch viele Einschränkungen für sie und sie ist es ja nicht anders gewohnt. Wie gewöhnt man denn einen alten Hund an ein Baby? Unsere Hündin ist wirklich sehr lieb aber trotzdem habe ich ein bisschen Bedenken, ob sie aus den oben genannten Gründen nicht eifersüchtig wird, wenn das Baby da ist.

Beitrag von jumper 14.09.08 - 19:49 Uhr

Naja, du tust jetzt schon alles dafür das dein Hund das Baby nicht mag. Sie darf nicht mehr ins Schlafzimmer, du hast keine Zeit mehr für sie, bist genervt..

Der Hund wird das alles sehr schnell auf deine Veränderung und dann auf das Baby schieben wenn du Pech hast und ich kann das sogar verstehen.


Sicher sollte man mit Veränderungen so früh wie möglich anfangen, wenn man diese wünscht und ein Baby erwartet. Denn so hat der Hund viel Zeit es eben nicht auf das Baby zu schieben.

Aber es kommt auch auf den Hund an. Vielleicht juckt es ihn auch garnicht. Aber auf jeden Fall würde ich auf Nummer sicher gehen und ihn nicht so benachteiligen und "vernachlässigen". Wenn das Baby da ist musst du ihn ja auch mit einbeziehen und NICHt abweisen etc.

Aber wie gesagt, jeder hund ist anders, von daher... abwarten ;-)

Beitrag von bottroperin1987 14.09.08 - 21:05 Uhr

ich habe auch 2 hunde und bekomme in feb mein kind.. der eine hund ist schon 9 die ander gerade mal ein halbes jahr alt.. du darfst deinen hund (die tiere) nicht vernachlässigen bzw. abschieben das kann ganz schnell in die hose gehen..

Beitrag von singstar234 14.09.08 - 21:08 Uhr

Ich habe auch einen Hund und musste es irgendwie an meine Töchter gewöhnen. Ich habe halt versucht beide gleich zu behandeln. Wenn ich mit dem Baby spazieren gegangen bin habe ich meinen Hund mitgenommen. Abends habe ich mit ihm auf dem Sofa gekuschelt oder unten gekrault (wenn er nicht auf dein Sofa darf). Gestalte deinem Hund einen neuen Platz wo sie liegen darf und sich auch wohlfühlt...... Ich wette, das wird schon sehr gut klappen!!

LG Caro

Beitrag von hunaro 14.09.08 - 22:08 Uhr

Hm, diese Tipps mit dem späteren Einbeziehen würde ich aber mit seeehr viel Vorsicht betrachten. Denn gerade dadurch werden Konflikte geschürt.
Ich hab sowas nie gemacht, und bis heute nicht. Wenn ich mich mit meinen Kindern beschäftige, dann tu ich das und gut is. Ich stell doch nicht meine Position in Frage in dem ich stets und ständig meine Hunde als Kontrolleure dabei sitzen habe.
Das setzt allerdings einen guten Grundgehorsam der Hunde voraus und eine genügende Zeit des Tages, in dem es sich nur um sie dreht.

Ansonsten tuts mir für deinen Hund 'n bischen leid. Alles um sie herum verändert sich gerade. Das ist auch nicht schlimm. Das sich aber deine Einstellung zu ihr so verändert, DAS ist schlimm. Deine Konzentration verlagert sich auf das Kind. Das ist o.k., aber der Hund ist immer noch da und kennt dich so nicht.

Überdenke mal dein Verhalten ihr gegenüber. Hat sich ihr Verhalten überhaupt geändert, oder bist du es, die anders tickt?!
Und gib ihr Zeit, sich an die räumlichen Veränderungen zu gewöhnen. Das kann ein älterer Hund auch noch, dauert nur etwas länger.

Sie wird nicht eifersüchtig werden. Das können Hunde nämlich nicht, sondern nur wir Menschen. Gewöhnen brauchst du sie nicht ans Baby. Geh nur so selbstverständlich wie möglich mit der neuen Situation um, und nimm dir auch für die Hündin Zeit, Extra-Zeit (!). Das geht!

Viel Glück für die Rest-SS.

Grüßchen, Ute

Beitrag von jumper 14.09.08 - 22:14 Uhr

Also ich meinte mit einbeziehen eben nicht den Hund permanent wegischicken. Sprich:

Wiege: nein
Bett:Nein
Alles: Nein

Sondern eben den Hund auch in den Alltag MIT Kind miteinzubeziehen, ohne war es ja sicher auch so.

#kratz

es ist schon spät.....




Beitrag von kleinehexe1 15.09.08 - 08:23 Uhr

hallo lillia81,

Wir haben so in etwa das gleiche Problem...
Allerdings ist unsere Hündin noch nicht ganz so alt wie Deine.

Ich habe am Freitag die neue "Partner Hund" von September 2008 gekauft, da wird ganau dieses Thema beschrieben.
Fand ich sehr interessant und auch hilfreich.

Vielleicht schaust Du mal rein.

Viel Glück weiterhin

Kleinehexe1

Beitrag von kamelefant 15.09.08 - 09:39 Uhr

Du machst das schon genau richtig - gewöhn ihr jetzt alles ab, was sie nicht mehr machen darf, wenn das Baby erstmal da ist, denn sonst assoziiert sie die neuen Verbote mit dem Baby.
Was das Gejaule angeht, heißt es erstmal hart bleiben.

Und sobald das Baby da ist, lasst sie ruhig hin. Kümmert euch nicht nur ums Baby, sondern auch ganz viel um den Hund- dann lernt der Hund, dass das Baby eine Bereicherung und keine Konkurrenz ist. Integriert das Tier, bei vielem, was ihr mit dem Kind macht. Ein Kind stirbt nicht, weil der Hund es mal abschleckt. ;-) Lasst den Hund auch an den Windeln schnüffeln etc.

Wird schon klappen, glaub einfach an euren Hund, das spüren die auch.:-)

Beitrag von coolmum 15.09.08 - 13:22 Uhr

hallo!

also wir hatten zu dem zeitpunkt als unser sohn zur welt kam 3 hunde, alle drei hatten bisher nichts mit kindern am hut. alter der hunde war 2, 6 und 9 jahre.

also das jaulen deiner hündin liegt für mich klar an der situation, dass sie jetzt nachts einfach nicht mehr an ihrem gewohnten platz sein darf. sie muss sich an die umstellung erst gewöhnen, dazu musst du ihr zeit geben.
oder was noch besser wäre, macht doch eure schlafzimmer türe auf wenn ihr ins bett geht, dann kann sie sich doch einen anderen platz im schlafzimmer suchen. somit wäre für sie fast alles beim alten und ihr könnt aber trotzdem das bettchen fürs kind an den alten platz stellen.

dass die hundeschnauze irgendwann mal zwischen den stäben steckt und auch dass euer kind mal nen feuchten kuss abkriegt, das werdet ihr wohl nicht vermeiden können. spätestens im krabbelalter. irgendwann übersiehst dus mal und schwupp - die bakterien sind da. aber ich kann dir eins versichern, unser kind wurde und wird bisher von 5 hunden mal abgeknutscht und er ist so gut wie nie krank!

bei uns war es einfach so, dass wir mit dem kind heim gekommen sind, klare ansage: "hunde, das ist patrick - gehört jetzt zum rudel - basta" und das thema war erledigt. mit unseren hunden haben wir genau das alles gemacht was sie bis dahin auch machen durften, also hat sich nicht viel verändert.

macht bitte keinen wirbel draus, dann wird das schon, schließt sie nicht aus, lasst sie ins schlafzimmer und kriegt nicht nen vogel wegen ein paar bakterien.

lg
marlene