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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von vitruv 14.09.08 - 20:38 Uhr

Hallo alle zusammen!

Ich muss mich jetzt auch mal zu Wort melden. Eigentlich läuft bei uns alles ganz gut und ich freue mich jeden Tag aufs neue über meinen Fratz.
Julien ist jetzt 2,5 Jahre alt und ein quirliges Kind. Ich bin wieder schwanger und erwarte in 6 Wochen unser zweites Kind.
Es gibt trotzdem ein Problem, dessen ich nicht Herr werde und welches mir mit Baby starke Probleme beherrschen wird:
Julien läuft gerne weg und wenn er so in Fahrt ist, hört er nicht, wenn ich ihn zurückrufe. Eigentlich hört er nie, wenn ich ihn rufe. Auch in der Wohnung nicht. Er ist halt mit etwas beschäftigt und hat keine Lust zu kommen. Wenn wir morgens ins Auto steigen wollen, dann rennt er erstmal weg ( eigentlich nicht schlimm, da wir in einer Sackgasse wohnen und kaum Verkehr herrscht). Ich rufe ihn, dass er kommen soll, aber er reagiert nicht. Er hört mich sehr wohl, denn er schaut sich kurz um und rennt weiter. Oder er setzt sich ins Gras und bleibt da. Auch in der Stadt schafft er es nicht, bei mir zu bleiben. Also trage ich ihn oder muss in den Buggy. An der Hand läuft er gar nicht. Das ist so anstrengend und ich bin am rufen. Erst ganz normal, dann etwas wütender, bis ich dann brülle. Nichts hilft. Das Ende vom Lied ist, dass ich hochschwanger meinem Sohn hinterherhechte und ihn dann dorthin trage, wo ich hin möchte. Würde ich ihn an die Hand nehmen, schmeisst er sich auf die Erde und das Gezeter führt dann dazu, dass ich leichte Wehen kriege - das ist einfach zu anstrengend für mich. Außerdem wie soll das funktionieren, wenn das Baby da ist? Ich kann kaum den Kinderwagen oder den Cosi stehen lassen und meinen Sohn einfangen. Das ist für beide viel zu gefährlich. Es muss doch irgenwie gehen.
Das geht nun schon seit einem Jahr so und ich habe immer geglaubt das gibt sich mit der Zeit. Aber nee, weit gefehlt.
Wer hat da ähnliche Erfahrungen und wer hat gute Tips für mich. Ach er hat auch keine Angst,wenn er mich nicht mehr sieht. Er weiß halt, dass ich nie weit weg bin.
Also bitte ganz viele Tips an eine Mama, die schon verzweifelt.

Tanja

Beitrag von singstar234 14.09.08 - 20:49 Uhr

Hallo Tanja!!
Ich selber hab nie so etwas erlebt, aber ich würde mal mit ihm darüber reden, dass du dir dann Sorgen machst, wenn er wegrennt usw. Er muss verstehen warum er es nicht darf. Wenn er immer noch nicht aufhört sagst du ihm, dass du mit ihm nirgndwo mehr higehst, wenn erständig wegläuf. Er muss es lernen!

(sorry für die vielen Fehler, meine Tastatur spinnt)

Viel Glück und LG
Caro

Beitrag von cat3112 14.09.08 - 20:52 Uhr

Hallo,

ich kann dir leider keine Tipps geben, bin aber mal gespannt auf die Antworten, die du hoffentlich bekommst. Anna ist zwar erst 15Monate alt und kann noch nicht soo schnell weg rennen, bei uns ist es aber genau das selbe und ich befürchte, sie wird auch so ein "Blitz" wie den, den du bei dir zu Hause hast #schwitz
Ich bin selber auch schwanger und wir erwarten im Dezember unser Kind..wie gesagt, würde mich auch interessieren.

Grüße
Nina

Beitrag von sanne5 14.09.08 - 21:06 Uhr

Hallo!!!
Wir haben besprochen wenn MAma STOP ruft muss Shirley (2,5 Jahre)anhalten, denn autos bremsen selten für kinder:-[ Das hat sie auch schon mal ignoriert,aber dann bekommt sie das wort zum Sonntag noch mal und das nicht nett gesagt weil das eine super wichtige sache ist und eigentlich klappt es gut!
Hört sich ein bischen doof an aber kann dein knirps dich richtig hören, ich meine sind seine ohren ok??? Meine Freundin ihr junge konnte bis er 3 Jahre war nicht richtig hören und sie hat es nicht gemerkt, bis sie beim HNO war wuste sie es nicht. Jetzt sind seine Ohren ok und er hört und spricht jetzt viel besser. War nur so ein gedanke von mir!!!
LG Sanne

Beitrag von tinemaus 14.09.08 - 21:07 Uhr

Hallo Tanja, du schreibst mir aus der Seele. Ehrlich der Beitrag hätte von mir stammen können. :-)

Das mit erstmal wegrennen, bevor er ins Auto steigt. Jiip, genau das gleiche Spiel jeden Morgen bei uns zu beobachten...

Ich war auch neulich mit meinen Sohn (in 6 Tagen 2) mal wieder in der Stadt unterwegs, dachte mir ach für die paar Meter brauchste keinen Buggy. Was war das Ende vom Lied. Er hat nicht gehört. Lief auf die Straße. Sobald ich ihn an die Hand nehmen wollte, hat er sich hingeschmissen und im Dreck gewälzt. Alle 2-3 Meter dass gleiche Spiel. Die Leute guckten schon komisch !!! Mir egal. Alles erklären fruchtet nicht. Logisch wenn ich lauter werde erst recht nicht. Und am Ende konnte ich ihn eigentlich nur noch zurück zum Auto tragen, bei 15 Kilo gewicht hab ich dann ganz schön geschleppt. Nun ich bin nicht schwanger, aber auch das geht mir durch den Kopf. Ich tröste mich dann immer und denke er wird ja älter und versteht dann hoffentlich mehr sollte ich die nächste Zeit schwanger werden. Aber wenn das bei dir schon ein Jahr so geht. Oje :-)
Ich würde dir so gerne helfen, aber ich weiß nicht wie. Nunja im moment handhabe ich es wieder so dass er in den Buggy kommt wenn er nicht hört. Weiß mir nicht anders zu helfen im Moment. Aber das ist für mich auch keine dauerlösung.

Es gibt ja auch kiddyboards für den Kinderwagen. Als Notlösung, aber ob er da drauf stehen bleibt. Hmm
Ich überleg mal noch, vielleicht fällt mir ja was ein.

Sei gegrüst von einer ratlosen...#schwitz

Beitrag von elke77 14.09.08 - 21:09 Uhr

Ihn zu tragen bzw in einen Buggy zu setzen, sind irgendwie nicht wirklich Lösungen für euer "Problem"... Damit erreichst du zwar, dass er direkt bei dir bleibt - aber das Wegrennen ist damit auch nicht aus der Welt geschafft.

Mein 1.Gedanke war (ehe ich den ganzen Text gelesen hatte): ja halt ihn doch an der Hand! ;-)
Das mag unsere Tochter z.B. auch überhaupt nicht. Sie läuft natürlich auch viel viel lieber alleine durch die große weite Welt. Aber in manchen Situationen gibt´s nur diese Lösung: Beim Straße-Überqueren, am Bahnhof, bei großen Menschenansammlungen - ab an die Hand! Ohne Diskussion.
Da hat sie sich anfangs natürlich auch gewehrt - aber ich hab länger durchgehalten. Und das muss man auch. Man muss als Eltern länger durchhalten und seinen Willen durchsetzen. Man kann bei vielen Dingen nachgeben - aber im Straßenverkehrt gelten meine Regeln. Ohne Diskussion.
Es ist anstrengend - ja, das gebe ich gerne zu. Aber da musst du dich durchsetzen!
Von mir auch mit ein bisschen Bestechung, wenn´s gar nicht gehen mag. Will er wieder nicht an der Hand gehen, pack Gummibärchen oder sonst was aus, was er gerne nascht. Und iss sie selbst :-p wenn er dann auch welche haben möchte, sag ihm, dass es solche Naschereien nur für Kinder gibt, die bei der Mama bleiben und auf sie hören. Und lobe ihn, wenn er danach bei dir bleibt. Auch ohne Nascherei. Sag ihm, wie toll du das findest, dass er neben dir läuft!
Denn spätestens wenn das Baby da ist, muss er bei dir bleiben. Dann auch gerne auf dem Kiddy-Board, wenn es weitere Strecken sind.

Dann gibt es natürlich noch eine Möglichkeit... die hatten wir früher... also wirklich früher... das jüngste laufende Kind wurde bei uns immer "angeleint" #schein #hund #hicks
Hört sich jetzt vielleicht ein bisschen blöd an und ist sicher nicht die ultimativ beste Lösung ;-) aber wir waren damals zu fünft - da kann ich verstehen, dass meine Mama zwischendurch so die Kontrolle behalten wollte... wir fanden es wohl auch nie wirklich schlimm...
Und zwar bekamen wir das "Anschnall-Geschirr" vom Buggy um den Oberkörper und liefen so neben dem Kinderwagen her, in dem das Baby lag. Natürlich nicht immer - wohl überwiegend beim Einkaufen. Damit Mama den Überblick nicht verliert.
Ich hab sowas sogar letztens "live" gesehen! Im Zoo. Da hatte ein Kind einen Rucksack auf dem Rücken. Und an diesem Rucksack war eine Art Leine angebracht, die die Mutter in der Hand hielt und so verhinderte, dass ihr Kind unkontrolliert wegläuft. Fand ich jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich schlimm...
Aber das Anleinen wäre für mich persönlich wirklich nicht die Lösung eures Problems...

Naja, ich weiß jetzt nicht wirklich, ob ich dir helfen konnte. Ich finde es nur wichtig, dass nicht euer Sohn der Boss ist sondern ihr. Wie schon gesagt: man kann bei vielen Dingen nachgeben. Mach ich auch gerne. Aber bei anderen Dingen kenne ich kein Pardon.
Ich kann aber mit dir mitfühlen - bin selbst hochschwanger und weiß, wie anstrengend solche "Diskussionen" jetzt sein können #liebdrueck

Alles Gute!
LG, Elke

Beitrag von kristin1 14.09.08 - 21:58 Uhr

Hi Tanja,

du hast aber ein schönes Motto (hab kurz deine VK angeschaut), das gefällt mir supergut!

Also, ich kann dir das echt total nachempfinden, mir geht's oft genauso, nur dass ich halt nicht schwanger bin, und so wenigstens die Doppelbelastung nicht so habe.

Keep cool! :-)

Lena (wird 2 Ende September) ist ähnlich, manchmal klappt's, manchmal nicht.... und wenn wir zu dritt (mit meinem Mann) unterwegs sind, kapiert der oft gar nicht wie stressig das für mich ist, immer ein Auge auf Lena zu haben!

Also...... ich versuche, ihr einen gewissen Freiraum zu geben (auch wenn mir manchmal fast das Herz stehenbleibt), aber sie MUSS natürlich kapieren dass das nicht geht, einfach auf die Strasse wandern usw.! Hab auch schon mit ner Freundin drüber geredet, die eine etwas ältere Tochter hat. Lob ist wohl ganz wichtig - wenn ich sag "Lena, komm jetzt bitte zu Mama", und sie kommt, dann ganz irre loben, Freiraum halt - Fussgängerzonen sind super! - im Notfall auch gegen ihren Willen (und ohne die stirnrunzelnden Passanten wahrzunehmen) in den Buggy. Da beruhigt sie sich auch ganz schnell wieder. Konsenquenzen - wenn du nicht kommst/auf die Strasse rennst/etc., dann musst du in den Buggy/gehn wir nach Hause sind auch empfohlen.

Oh je, das ist ja ein ziemlicher Monolog geworden, sorry.

Was ich sagen will ist, du machst das bestimmt supergut, und es ist halt manchmal auch nicht einfach! Lass dich bitte nicht zu sehr stressen, überlass vielleicht manche Gänge einfach Momenten wo's ruhiger ist, oder wo du noch jemand dabei hast zum "einfangen", oder Julien zu Hause bleiben kann.

Alles Liebe,

P.S. Denk dran, alles geht vorbei, und bis Junior da ist ist bestimmt auch diese Weglaufphase vorbei!!!
:-)

Beitrag von murmel72 14.09.08 - 23:56 Uhr

Hallo Tanja,

erstmal vorneweg: ein Patentrezept habe ich auch nicht.
Aber ich kann dir im Ansatz sagen, warum dein Kind sich so verhaelt.

Kinder achten sehr genau darauf, wie weit sie sich von ihrer Mutter entfernen. Wenn sie bemerken dass der Abstand zu gross wird, verringern sie ihn. Das heisst aber nicht, dass sie auch zu dir kommen, wenn du rufst ;-)
Du musst dir das wie ein durchsichtiges, elastisches Band vorstellen, dass zwischen dir und deinem Sohn gespannt ist. Auch wenn du irgendwo sitzt, wird sich dein Sohn wahrscheinlich immer in einem bestimmten Radius um dich herum aufhalten. Wenn du auf ihn zugehst, wird er vielleicht den Abstand vergroessern, wenn du dich entfernst, wird er ihn wahrscheinlich verkleinern. Auch wenn er dich nicht sieht, er weiss hundert pro dass du da bist. Das zeugt eigentlich von einem tollen Vertrauen deines Kindes dir gegenueber.

Das an der Hand gehen ist fuer kleine Kinder eine ziemlich schwierige Sache. Sie koennen das nicht gut koordinieren. Sie laufen besser alleine. Deswegen ist vielleicht die Leinen-Idee gar nicht soo schlecht in deinem Fall.

Ach, ich weiss gar nicht, was ich dir raten soll. Wenn ihr in der Naehe einer befahrenen Strasse seid, wuerde ich ihn - zu seinem eigenen Schutz - in den Buggy setzen und festschnallen. Ist zwar doof, wenn er das nicht will, aber anders geht es nicht.

Vielleicht wird es nach der Geburt auch so sein, dass er dir gegenueber recht anhaenglich wird und dir nicht mehr von der Seite weicht... es ist ja jemand da, der ihm seinen Platz streitig macht ;-)

Alles Gute,
Murmel