Trennung nun 3 Wochen und so langsam merke ich ...

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von darkblue81 15.09.08 - 10:39 Uhr

Hallo ihr Lieben,

wie ich oben schon schrieb, hat sich mein Mann vor drei Wochen getrennt. Voretzte Woche konnte er mir noch sagen das er mich liebt, heute vor einer Woche kam er und meinte "Ich hab dich noch unheimlich gern, aber für Liebe reicht es nicht mehr" #kratz

Ok, weh tut es sicherlich, da ich ihn noch liebe (und sich daran auch nichts ändern wird, er ist er Mann mit dem ich alt werden wollte und mit dem Thema Bezihung bin ich vorbei) aber man lernt damit zu leben.

Seit ca drei Tagen merke ich einfach, das es mir alles noch mehr über den Kopf wächst, als vorher. Ich merke, wie mir alles davon gleitet, ich wäre gern mehr für meine Kinder da, aber ich kann das im Moment nicht wirklich und das frustet mich zusätzlich. Sicherlich kümmert er sich nach wie vor um die Kinder, aber der Kleinste ist immer bei mir und klettet von morgens bis abends an mir, ausser wenn er mal schläft.
Ich hätte gern mal einen Tag Pause, damit ich meine Gedanken sortieren kann und wieder etwas zu mir komme, aber das ist momentan leider nicht möglich. Es ist zum #heul

Jetzt habe ich mir überlegt, das ich mich an das JA wende, wegen Familienhilfe, damit auch die Kinder mal was anderes sehen und mein ältester Sohn macht mir Kummer. Es ist eigentlich meine Aufgabe für die Kinder da zu sein, gerade für den Ältesten, ihn zu trösten und aufzufangen und nicht umgekehrt.
Es tat mir unendlich weh, als er letzte Woche mit Kopfschmerzen von der Schule kam und mir einen kleinen Zettel in die Hand drückte auf dem stand "Das kann ich besonders gut" und verschiedene Dinge aufgezählt waren. Darunter war auch der Punkt "T - Die Mama trösten" Seither fühle ich mich ihm gegenüber noch schlechter :-(
Er ist ein wirklich tolles Kind und ein toller großer Bruder, aber er versucht im Moment den Papa zu ersetzten und das ist nicht seine Auafgabe, aber ich kann ihn nicht wirklich auffangen. Zum Glück wohnen meine Eltern nicht weit von uns und er geht gerne dorthin, aber es läßt ihn nicht los und erzählt, das die Mami oft sehr traurig ist und weint. Wenigstens können meine Eltern die Kinder ein wenig auffangen und ihnen Abwechslung bieten, ich bin gerade nicht in der Lage dazu.

Dazu kommt, das der Kleinste sehr anstrengend ist, er war es ja von Anfang an gewöhnt, das Mama und Papa da ist und er versteht es ja noch nicht wirklich, ich kann im Moment noch nicht mal alleine auf Toilette gehen. Das zermürbt mich zusätzlich da er auch bei sonst keinem bleibt, so das ich ihn mal abgeben könnte.

Ich komme momentan einfach nicht zur Ruhe und Weihnachten steht vor der Tür, das Fest der Liebe und Familie.
Was soll das nur werden.

Lg

Nicole

Beitrag von gina30 15.09.08 - 11:15 Uhr

hallo,
sei erstmal ganz lieb #liebdrueck. ich finde es eine sehr gute idee das du dir hilfe holen willst. eine trennung tut immer weh. und du hast verantwortung für deine kinder die du dir sehr wohl bewußt bist trotz deiner derzeitigen lage. wir machen hier gerade das selbe durch mit meiner schwester. sie hat leider noch nicht gepeilt das sie für ihren sohn verantwortung übernehmen muß. geh zum jugendamt hol dir hilfe und mach ein termin bei einen pychologen. dieser kann dir helfen mit der trennung klar zu kommen.
lg tina

Beitrag von darkblue81 15.09.08 - 11:19 Uhr

#danke

Ich merke einfach, das ich Hilfe brauche, das es so nicht weiter gehen kann, eben gerade wegen der Kinder.

Ich war ja schon mal allein mit den Kids, da war es irgendwie einfacher, momentan scheint alles so kompliziert und ich habe das Gefühl, das ich einfach auf der Stelle trete, das kann es ja auch nicht sein.

Beim JA habe ich eben angerufen, leider war die dafür zuständige Person nicht da, aber ich habe meine Nummer hinterlassen und sie würde zurück rufen :-)

Psychologe habe ich mir auch schon gedacht, aber davor scheue ich mich noch etwas, wobei es wohl das Beste wäre, da ich einiges aufzuarbeiten hätte, nicht nur die Trennung.

LG

Beitrag von gina30 15.09.08 - 11:27 Uhr

das ist eine normale reaktion das man sich erstmal scheut zum pychologen zu gehen. aber ich kann dir nur sagen auch ich habe schon einen in anspruch genommen. man braucht sich nicht schämen. mir hat es sehr gut getan und er konnte mir helfen.
lg tina

Beitrag von darkblue81 15.09.08 - 11:52 Uhr

Wie gesagt, ich habe nun Kontakt mit dem JA aufgenommen und eine Beratungsstelle wollte ich auch noch aufsuchen um zu sehen, was ich tun kann.

Die beiden Damen von der Frühförderung die kommen wegen den Twins haben mir auch heute morgen noch etwas Info-Material mitgebracht, was ich gerade durchschaue.

LG

Beitrag von gina30 15.09.08 - 12:07 Uhr

ich bin mir sicher du machst es richtig. du wirst dein weg gehen mit deinen kindern davon bin ich überzeugt.

es wird dich noch einiges an kraft kosten das weißt du bestimmt auch, aber es wird sich lohnen.
ich wünsche dir alles gute und ganz viel kraft.
lg tina

Beitrag von numb3rs 15.09.08 - 11:34 Uhr

Ich würde an Deiner Stelle auch mal eine Beratungsstelle/Psychologe aufsuchen!

Du merkst doch, dass es Du einfach den Kontakt mit anderen suchst und brauchst um über Deine Probleme zu reden.

Genau das tut eine Beratungsstelle (Lebensberatung, Familienberatung...) auch...

Sie hören einfach zu und versuchen verschiedene Wege für Dich zu finden.

Du brauchst wirklich nicht denken, dass Du allein mit Deinen Problemen bist! Es gibt so viele Menschen die das Gleiche durchmachen wie Du. Eine Beraterin hat damit tagtäglich zu tun.

Ich finde die Erkenntnis, dass man eben nicht allein ist mit seinen Problemen (sieht man ja auch immer wieder hier bei urbia) sehr wichtig!

#klee

Beitrag von darkblue81 15.09.08 - 11:54 Uhr

#danke

Ja, die Einsicht das man damit nicht alleine ist, tut gut. Man fühlt sich nicht mehr ganz so alleine.

Wie ich oben schon schrieb, habe ich hier einen Stapel Info-Material liegen, das ich durchschaue und auch bestimmt etwas passendes finden werde.

Irgendetwas muß ich tun, für mich und meine Kinder.

Meine Mum meinte, das ich vielleicht auch mal eine Kur beantragen kann, aber ob das so einfach geht #kratz
Mal sehen.

LG

Beitrag von numb3rs 15.09.08 - 12:05 Uhr

Na klar! Beantragen auf jeden Fall. Und wenn Du einen Termin beim Jugendamt hast (vorausgesetzt sie ruft zurück) dann kannst Du die Kur gleich mal mit ansprechen. Die können Dir sicher zumindest sagen wo Du Dich hinwenden mußt (Krankenkasse natürlich, aber was Du sonst noch brauchst).
Ich glaube selbst ohne Deine familiäre Situation hättest Du schon gute Karten wegen einer Kur, denn Dein Kleiner scheint ja recht anstrengend zu sein.

Es wird Dir auch gut tun, wenn Du Aufgaben hast und Dinge erledigen mußt...

#klee

Beitrag von danisrose 15.09.08 - 21:24 Uhr

Hallo Nicole,

meine Trennung ist auch vor 3 Wochen gewesen. Ich kann sehr gut verstehen wie Du Dich fühlst. Auch mein Freund hat immer von Liebe gesprochen, wir planten schon unseren Umzug und sogar von Hochzeit war die Rede. Dann plötzlich das Aus. Er sagt er kann das alles nicht mehr, obwohl er mich liebt und es auch nicht an mir liegt #gruebel #heul .
Ich habe 3 Kinder, die Kleinste grad mal 2 Monate alt. Mein Ältester kriegt meine Trauer auch voll mit. Aber er kriegt auch mit, wie ich mich langsam von meinem Freund löse. Du solltest damit anfangen, Sachen von ihm zu entfernen, das tut unheimlich gut. Ich habe z.B. diverse Fotos "bearbeitet", habe mit seiner Zahnbürste das Clo geputzt usw. Ich musste selber richtig lachen. Und dadurch verarbeitet man das. Meine Trauer ist schon langsam in Hass umgewandelt. Mein Sohn kriegt das mit und lacht mit mir zusammen. Heute erst haben wir mit unserem Baby so toll alle im Ehebett gekuschelt und er sagte "Mama du weinst gar nicht mehr". Das fand ich so süß. Und er stellte fest, das wir jetzt alle mehr Platz im Bett haben ;-) Da wusste ich nicht ob ich heulen oder lachen soll.
Aber so langsam wird das was.
An Weihnachten darfst Du in deiner Situation jetzt noch nicht denken.
Ob es bei dir so schlimm ist, das du zum JA gehen musst, kann ich nicht einschätzen. Ich tu es nicht. Ich hole mir so oft wie möglich meine Geschwister her oder gehe hin oder wir treffen uns mit Freundinnen (ohne Männer) und deren Kinder. Das alles lenkt ab.
Igel dich nicht ein, Du musst unter Leute, schrei deinen Schmerz raus, heule wenn du heulen willst, aber lache auch laut los, wenn du dir deinen Ex vorstellst...

Vielleicht bleiben wir in Kontakt? Kannst mich über VK erreichen.

#liebdrueck
Doreen