Leistungs-und Begabtenklassen

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von analir 15.09.08 - 11:59 Uhr

Hallo,

wir leben in Bundesland Brandenburg und normal geht die Grundschule hier bis einschl. Klasse 6. Es gibt für leistungsstarke Kinder bzw. hochbegabte Kinder die Möglichkeit bereits ab Klasse 5 auf ein Gynasium zu wechseln. Diese sepziellen Klassen nennen sie dann hier LuBKl (siehe Titel).

Hat jemand Erfahrungen mit diesen Klassen?

Was haltet ihr davon?

Wie stark würde die Meinung eures Kindes Einfluß auf eine Entscheidung für oder gegen so eine Klasse haben?

***

Zum Hintergrund:

Unsere Älteste wird im Januar 10 Jahre alt, geht also jetzt in die 4. Klasse einer Grundschule. Sie ist eine sehr fleißige Schülerin, der das lernen durchaus leicht fällt. Ich würde sie allerdings nicht als Hochbegabt einschätzen. Sie steht in allen Fächern (bisher ohne lernen) auf 1 und nun kam von der Schule der Hinweis auf diese LuBKl. Unsere Tochter hat sich genau erklären lassen, was dies bedeutet und sich die entsprechenden Gymn. in unserer Stadt angesehen. Sie möchte die Tests (Schule entscheidet ja letztlich) gern versuchen und bei einer Annahme das Ganze versuchen. Es gibt jederzeit ein Zurück.
Ich bin nun unsicher, ob wir unser Kind nun ungewollt unter Druck setzen bzw. sie sich selbst unter Druck setzen könnte, einfach weil sie es schaffen will. Naja, ich bin eben noch nicht voll überzeugt, hab aber leider bisher niemanden gefunden, der mir aus Erfahrungen berichten kann. Nur von Lehrerseite und das genügt mir nicht.

Also frag ich hier mal in die Runde....

LG R.

Beitrag von butler 15.09.08 - 12:15 Uhr

Hallo,
Meiner besucht eine LUBK im Barnim.
Leider ist es den Lehrern bei 30 Kinder nicht möglich auf unterschiedliche Begabungen einzugehen.
Für meinen Sohn (allerdings HB) war es die richtige Entscheidung. Er wollte und hat sich durchgesetzt.
Leider haben wir die erfahrung gemacht das einige Grundschulen schlauen aber verhaltensauffälligen Kindern dieses Angebot machen.

lg. Sandy

Beitrag von analir 15.09.08 - 12:34 Uhr

Vielen Dank für deine Info!

Worauf sollten wir deiner Meinung nach achten, wenn wir uns die Schule genauer anschauen bzw. Vorgespräche führen?

Bei unserer Tochter wurde uns parallel zu dieser "Umschulung" zu einem IQ-Test geraten, da sie mitunter doch Hochbegabt sein könnte. Ich bin einfach unsicher, ob wir das machen sollen und was es gut gemacht würde. Gibt es da Empfehlungen? Wir als Eltern haben einfach Angst, das wir sie ungewollt unter Druck setzen. Aber sie soll schon auch glücklich sein, weshalb wir nicht direkt nein sagen. Sie geht seit Februar dieses Jahr auf eine neue Grundschule, an der sie viel besser gefordert wird und endlich ausgelasteter scheint. Auffällig ist sie eher nicht, nur mädchentypisch quatschig im Unterricht. Aber in normalem Maß, also nicht negativ beschrieben seitens Schule.

Immernoch grübelnd... R.

Beitrag von butler 15.09.08 - 13:02 Uhr

Nutze den Tag der offenen Tür und lass deine Tochter sich infos über Schüler/ Internet holen.
Meiner hat sich bewusst für das gewählte Gymnasium entschieden. Sollte nach Testergebniss (test unter Zwang)jetzt die Schule wechseln was er im Moment nicht möchte.
lg. Sandy

Beitrag von rabaucke 19.09.08 - 20:15 Uhr

Was heißt schlauen aber verhaltensauffälligen Kinder auch dieses Angebot gemacht. Haben verhaltensauffällige Kinder kein Recht darauf? Sowas zu lesen ist echt traurig!

Beitrag von butler 19.09.08 - 21:32 Uhr

Natürlich haben schlaue und verhaltensauffällige Kinder das recht dazu. Leider aber zu lasten des gesamten Unterrichts. Wenn das gesamte Klassenniveau aufgrund solcher Schüler enorm absackt da KEIN normaler unterricht möglich ist, ist es schon blöd. Es müßte besser "verteilt werden. Aber bei uns sind sehr viele "verhaltensauffällige " in der Klasse. Da haben die ca. 30% "normalen" wenig zu lachen.
Sollte nicht böse klingen.#liebdrueck
lg. Sandy

Beitrag von graupapagei4 16.09.08 - 08:30 Uhr

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, weil es für das Kind 1,5h Fahrweg einfache Strecke bedeutet hätte und das wollte unser Kind auf keinen Fall. Hinzu kommt, dass er jetzt in der 5.Klasse noch 8 Jahre alt ist.

Es kommt wie bei allen Schulen auf die konkrete Klassensituation an und auf die Lehrer. Bei uns gab es in der Stadt solche Klassen als Pilotprojekt, die meisten Eltern, die ihre Kinder dort hatten, haben es bereut, weil das Gym sich einfach nicht auf die jüngeren Kinder eingestellt hatte. Mittlerweile läuft das Projekt aus, neue Klassen hatte die Schule nicht beantragt.

Mein Sohn hat jetzt 17 Kinder in seiner Klasse, zudem ist die Klasse sehr leistungsstark und die Lehrer differenzieren viel. Aus dieser Situation heraus wäre die LuBKl keine wirkliche Alternative gewesen.

Ich würde mir das Gym ansehen und dann soll sie sich entscheiden.

Beitrag von manavgat 20.09.08 - 10:13 Uhr

Lass Dein Kind mal machen. Bleib cool und lass die Lütte entscheiden.

Alles Gute

Manavgat