Tod in der Familie...Beileid...was sagt ihr dazu...

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von monika13 15.09.08 - 12:21 Uhr

Hallo!
Mich beschäftigt seid Tagen, das Verhaltenweisse meiner zukünftigen Schwiegerelterns....
Mein Verlobter und ich...wir waren mit den lange gestritten, weil es sind Sachen vorgefallen, die ich denn nicht so einfach durchgehen laasen wollte.
Sie sind der Meinung, wir waren auch nicht besser....HIN UND HER......
Die wollen,aber(und wir auch), dass es vergessen wird das ganze und LANGSAM das Vertrauen aufgebaut wird, damit man zukünftig normal miteinander umgeht.
So....
Vor einigen tagen, hat sich mein Vatter umgebracht, den sie auch kannten.
Mir ging schlecht, und geht immernoch Phasenweisse so...aber langsam Berg auf....
Wir haben die angerufen um zu sagen, was passiert ist....und die Mutter nur hat kurz mich gefragt, wie es mir geht..das was!!!!
Meine Vorstelung ist ganz anders, wie es sein soll....(Hier ist direkt meine Frage an Euch...ob ich nicht übertreibe....)
Meiner Meinung nach...in so extremen Situationen, erkennt mann an den Menschen, wie sie echt sind, oder???
Es hätte auch der Vatter anrufen können, fragen, wie is´ch mich fühle, ob wir hilfe brauchen....
Selbt zwischendurch anrufen, nach mich fragen, wäre doch normal, oder??
Die Zeigen keine Wärme, wollen Vertrauen aufbauen....aber mir der Verhalltensweisse haben sie alles noch schlimmer gemacht...
Wie sieht ihr das???
Moni

Beitrag von kanische 15.09.08 - 12:38 Uhr

hi ich hoffe das ich den Text richtig verstanden habe, da es nicht ganz leicht ist ihn zu lesen!

Vielleicht wissen deine Schwiegereltern einfach nicht wie sie auf diese Situation reagieren sollen und verhalten sich deshalb so. vielleicht wollen sie dich nicht bedrängen und eher etwas zur Ruhe kommen.

LG

Beitrag von batzi71 15.09.08 - 12:55 Uhr

Hallo Moni,

herzliches Beileid für Dich in erster Linie.
Ich weiss aus eigener Erfahrung wie es ist, den Vater zu verlieren.
Für alle die um Dich herum sind, ist es auch eine schwere Zeit. Sie wollen Dir beistehen und wollen Dir aber auch nicht zu nahe treten.
Du kannst nicht von ihnen erwarten, dass sie immer anrufen und sich um Dich kümmern, so schlimm wie das auch tönen mag.
Geh Du auf die Leute zu, wenn Du reden möchtest, erwarte nicht, dass sie den ersten Schritt tun, sie wollen Dir nicht im Weg stehen in dieser Situation.
Ich wünsche Dir die Kraft, diese Zeit zu überstehen, und die Kraft, Dich wieder mit Deinen Schwiegereltern zu verstehen.
Alles Gute
Simone#klee

Beitrag von anyca 15.09.08 - 13:06 Uhr

Erst mal, es tut mir sehr leid!

Was Deine Schwiegis angeht ... gerade wenn Euer Verhältnis gespannt war, finde ich es ganz normal, daß sie jetzt vorsichtig sind und sich eher zurückhalten. Woher sollen sie wissen, daß (und welche) Unterstützung jetzt gefragt ist? Vielleicht kann Dein Verlobter ihnen ja bescheid sagen, wenn sie Euch irgendwie helfen können.

Alles Gute!

Beitrag von monita26 15.09.08 - 14:43 Uhr

Hallo,

auch von mir herzliches Beileid!

Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit dem Tod umgehen sollen und würden ihn am liebsten verdrängen.
Die Situation mit eurem Streit macht die Sache sicher nicht besser oder einfacher für deine Schwiegereltern. Ich denke einfach, sie sind unsicher, wie sie sich verhalten sollen.
Gib ihnen und dir etwas Zeit... und solltest du was brauchen, dann scheue dich nicht, sie danach zu fragen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Glück
monita

Beitrag von glucke68 16.09.08 - 08:36 Uhr

Hallo Monika,

ich kenne Deine Schwiegereltern nicht,manche können mit dem Tod nicht umgehen und meiden das Thema.

Aber vllt hast du ja bald so Schwiegereltern wie ich sie habe.

Es ist interessiert sie das was sie haben und sonst gar nichts!!

Meine Mama starb 1990,meine Tochter wurde 7 Wochen zu früh geboren,ich war damals 22 Jahre und wie das so ist,ist man beim1.Kind noch unsicher,es gab oft Situationen wo ich meine Mama um Rat hätte fragen wollen,wenn ich dann meinen Schwiegertiger gefragt habe,erzählte sie hinter meinem Rücken.Deswegen hab ich es sein gelassen.

Mein Papa erkrankte 2002 an Krebs,sie kannten ihn auch sehr gut,mein Papa bekam 2004 ein Rezidiv zur gleichen Zeit erlitt mein Schwiegervater einen Schlaganfall,mein Papa dem es wirklich total schlecht ging hat sich immer nach meinem Schwiegervater erkundigt,aber meinen Schwiegereltern interessierte es nicht wirklich wie es meinem Vater ging,es war nur so gefragt,weil wenn ich sagte wie schlecht es ihm ging,fingen sie ein anderes Thema an.

Der Oberknaller fand ich,wir wußten das mein Papa nicht mehr lange zu Leben hatte,meine Schwiegereltern waren bei uns mein Schw-Vater setzte sich in den Sessel und im tat irgendwas weh und der sagte,ich glaub ich hab auch Krebs,ich war total geschockt über seinen doofen Satz meinem Papa ging es wirklich schlecht und er sieht sowas in lächerliche.

Mein Papa ist dann leider im Mai gestorben und meine Schwiegereltern haben es erst im Juli erfahren,sie haben mich gefragt warum ich sie nicht informiert hätte#kratz ich hab nur gesagt,ihr wußtet wie krank er war und wenn Euch das wirklich interessieren würde,dann hättet ihr auch nachfragen können,oder?

Sorry wenn ich jetzt soviel geschrieben habe,aber auf solche Sorten von Menschen können wir pfeiffen und es kam bei mir wieder eniges hoch als ich deinen Beitrag gelesen habe..

Ich wünsche Dir viele liebe Menschen um dich rum,die dich in dieser schweren Zeit unterstützen und es ehrlich meinen.

LG
Daniela

Beitrag von anyca 16.09.08 - 16:16 Uhr

Hat denn Dein Mann seinen Eltern nichts vom Tod Deines Vaters erzählt? Finde ich merkwürdig.

Beitrag von glucke68 16.09.08 - 17:35 Uhr

Nein,hat er nicht.

Was findest du daran merkwürdig? Mein Mann hatte zu meinen Eltern ein besseres Verhältnis als zu seinen eigenen.Seine Eltern melden Sie nie bei uns,mein Mann meldet sich ungefährt alle 3 Monate mal bei Ihnen.

Beitrag von anyca 16.09.08 - 18:28 Uhr

Ich finde es seltsam, eine so wichtige Nachricht zu verschweigen und sich dann zu beschweren, daß der andere nicht nachgefragt hat. Bzw. wenn das Verhältnis sooooo schlecht ist, ist es unrealistisch zu erwarten, daß sie von selber nachfragen.

Beitrag von glucke68 16.09.08 - 21:28 Uhr

#kratz hat sich das so angehört,als würde ich mich beschweren?

Mir war es egal ob sie sich erkundigen oder nicht und meinem Papa auch.

Es ist nicht so,dass wir Krach haben und nicht mehr miteinander reden.

Meine Schw-Eltern kannten meinen Vater 16 Jahre,wenn sie sich bei uns getroffen haben,wurde sich ganz normal unterhalten.

Wenn ich weiß,dass jemand schwerkrank ist denn ich kenne,erkundige ICH mich doch auch wie es dem jenigen geht oder?

Ich könnte Dir jetzt noch 100 Beispiele liefern,die ich nicht als normal finde,weil ich es von zu Hause anders kenne.

Aber so ist halt jeder anders ;-) Und ich bin froh,dass ich nicht so bin.
Mein Papa hatte obwohl es ihm selber schlecht ging noch nachgefragt,wie es meinem Schwiegervater geht.

Beitrag von christian4 17.09.08 - 21:18 Uhr

Liebe Moni,

nur eine Tip am Rande. Urteile nicht über das Verhalten und erwarte nichts. Durch Deine Erwartungshaltung die nicht erfüllt wird, weil es DEINE Sicht der Dinge ist, ist es doch vorprogrammiert das wieder Streit entsteht.

Alles Gute