Ab wann verstehen sie das Wenn.......Dann ?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von barzoli 15.09.08 - 12:59 Uhr

Hallo Zusammen,

wir versuchen Mia gerade klar zumachen, dass man das Spielzeug nach dem Spielen wieder (zumindest halbwegs) aufräumt und nicht alles durch die Gegend wirft.
Gestern hatten wir folgende Situation : Mia kippte einen Eimer voller Bauklötze aus, nachdem sie fertig war mit Spielen, wollten wir mit ihr zusammen die klötze wieder einräumen. Sie weigerte sich.
Sie erzählte lauter andere Sachen, versuchte abzulenken etc.
Sie wollte unbedingt mit Papa ein Buch gucken.

Wir haben ihr dann versucht klarzumachen: Bauklötze einräumen dann mit Papa ein Buch gucken.
Wir haben erklärt, wenn die Bauklötze liegen bleiben, guckt Papa mit ihr das Buch nicht an.
Sie weigerte sich weiter.
Das ganze zog sich bestimmt 20 Minuten hin, bis wir dann die Bauklötze eingeräumt hatten.

Im Nachhinein überlege ich mir ob sie überhaupt schon verstehen kann, das gewisse Dinge Konsequenzen haben.
Mia ist 20 Monate alt.
Was meint ihr und wie handhabt ihr solche SItuationen?

Grüße
Barzo

Beitrag von haihappn06 15.09.08 - 13:07 Uhr

hallo,

ne das machen wir nicht so, sonst würden wir nichts anderes machen als auskippen, kurz spielen und gleich wieder aufräumen.

ich räume meißt 2 mal am tag mit alicia ihr zimmer auf, kann auch durchaus nur einmal sein..je nachdem.
klar sieht ihr zimmer abends aus als hätte eine bombe eingeschlagen, aber das stört uns nicht :-P

ob mia das versteht in dem alter..hmm ich denke nicht. ich halte das ständige aufräumen auch nicht für sinnvoll.

liebe grüße
jenny

Beitrag von barzoli 15.09.08 - 13:13 Uhr

Hallo Jenny,

danke für Deine Antwort.
Ohje Nein, wir räumen nicht den ganzen Tag auf.
Wir räumen Abends bevor Mia ins Bett geht mit ihr zusammen auf.
Wenn das Kizi ständig aufgeräumt wäre, könnte sie ja gar nicht spielen.
Manchmal reißt Mia halt Dinge raus und schmeißt sie durch die Gegend ohne sie weiter zu beachten, das wollte ich verhindern damit.

LG
Barzo

Beitrag von yellowbutterfly 15.09.08 - 13:12 Uhr

wolltest du jetzt nur eine antwort auf die aufräumsituation oder auf konsequenzen im allgemeinen?

ich denke, dass die kleinen in dem alter das noch nicht verstehen, wenn man es ihnen nur erklärt. wenn sie aber merken, was man damit meint, dann verstehen sie es sicher recht schnell. wichtig ist es halt tatsächlich konsequent zu bleiben und dass die konsequenz auch tatsächlich was mit der "tat" zu tun hat..

Beitrag von barzoli 15.09.08 - 13:16 Uhr

Hallo,

meine Frage bezog sich auf die Konsequenz und ob Mia noch zu jung für solche " Konsequenzen" ist, ich möchte sie ja nicht "bestrafen" mit Dingen die sie nicht versteht.
Danke für Deine Anwort.

LG
Barzo

Beitrag von yellowbutterfly 15.09.08 - 13:43 Uhr

ich finde, in der situation wär das kein bestrafen, sondern ein grenzensetzen gewesen. und ich bin der meinung, dass sinnvolle grenzen in maßen wichtig sein für die entwicklung..

Beitrag von biko 15.09.08 - 13:13 Uhr

Hallo Barzo,
wir räumen auch nur so zu den Schlafzeiten auf, also zweimal am Tag (Mittag, Abend). Hat sich so zu nem Ritual entwickelt. Meiner ist zwar erst 15 Monate, aber für wenn ..... dann finde ich deine Kleine schon noch zu jung.
Wir habe feste Einräumzeiten, vielleicht übernimmt er es ja irgendwann, weil er es nicht anders kennt.


LG biko

Beitrag von barzoli 15.09.08 - 13:18 Uhr

Hallo Biko,

danke für Deine Antwort.
Es fällt mir einfach etwas schwer das einzuschätzen, sie versteht sonst auch sehr viel damit bin ich mir aber unsicher.

LG
Barzo

Beitrag von tapir 15.09.08 - 13:16 Uhr

hallo barzo,

unser sohn ist jetzt 2,5 jahre alt und versteht das erst seit ein paar wochen so richtig.
gut, das mit dem aufräumen hat schon mit ca 1,5 jahren geklappt, weil wir es immer so gehandhabt haben, daß er erst das eine spielzeug aufräumen musste, bevor er mit anderen sachen spielen konnte.
aber alle anderen wenn...dann-sätze versteht er glaube ich erst jetzt richtig und wiederholt das auch erst seit kurzem in seinen eigenen worten, z.b. "erst müssen einkaufen gehen, dann mittagessen".
denke, wenn du bei den spielsachen konsequent bleibst, wird sie auch jetzt schon verstehen, daß immer erst das alte spielzeug aufgeräumt wird, bevor ein anderes geholt wird.

lg, t.

Beitrag von barzoli 15.09.08 - 13:21 Uhr

Hallo Tapir,

Danke für Deine Antwort.
Ich wollte sie einfach nicht mit "Konsequenzen" belegen die sie nicht versteht.
Wenn Du schreibst Dein Sohn ist jetzt 2,5 dann werde ich ihr damit noch etwas Zeit lassen.
LG
Barzo

Beitrag von tapir 15.09.08 - 13:31 Uhr

ja, das kann ich verstehen.
ich denke auch, daß das vielleicht etwas früh ist in dem alter, der spaß soll ja nicht zu kurz kommen.
in eurem fall würde ich das einfach als "routine" einführen - also einfach immer das wegräumen, mit dem sie nicht mehr spielt, bevor man mit dem nächsten spielt. das muss sie ja noch nicht alleine machen, aber kann ja evtl. schon helfen. konsequenzen würde ich da auch keine androhen. bei unserem sohn klappte das irgendwann ganz von alleine, denke er hat durch unser verhalten jeden tag gemerkt "aha, erst wird das weggeräumt, dann spielen wir mit etwas anderem" und wollte dann von alleine helfen.
konsequenzen drohen wir erst an, seit wir sicher sind, daß er es auch versteht (z.b. gibt es nach dem mittagessen keine süße kleinigkeit, wenn er kaum was gegessen hat, das versteht er sehr gut ;-) )

Beitrag von katinchen 15.09.08 - 13:36 Uhr

Hallo,

Die wenn, dann Konstuktion versteht Elisabeth etwa seit dem sie 15 Monate ist. Das heißt aber noch nicht, dass sie sich daran halten kann, denn die Neugier (auf das neue) ist meist höher.

Ich erkläre ihr schon immer, dass man, nachdem man die Bauklötze wieder langweilig findet, sie nicht mehr rumliegen lassen sollte, weil man darüber stolpern kann und sich weh tut. Meist räumt sie diese wieder ein, aber wir als Eltern sind immer noch dafür zuständig das notfalls auch allein zu tun. Aufräumen sollte Spaß machen und keine erzwungene Tätigkeit sein. Das meiste lernen die Kinder doch duch nachahmen und konsequent bin ich auch. Aber es gibt wichtigeres, finde ich als aufräumen wie beispielsweise auf die Straße rennen.
Und man kann auch zum Beispiel sagen: gut wir sehen uns das Buch an und räumen dann die Bauklötze wieder ein. In diesem Alter haben Kinder schon ihren eigenen Kopf und lassen sich meist schwer von etwas abhalten was sie im Sinn haben. Beim Spielen darf das meine Tochter auch.
Übrigens räumt sie fast immer das Spielzeug wieder ein und hilft mir auch gern im Haushalt: Blumen gießen, Wäsche aus Waschmaschine oder Trockner rausholen, Spülmaschine ausräumen.

Also mal ein Auge zudrücken, kann manchmal nicht schaden. Und immer wieder fragen und vorleben, natürlich.

So handhaben wir es.

LG
Tanja mit Elisabeth 21 Monate

Beitrag von barzoli 15.09.08 - 13:41 Uhr

Hallo Tanja,

danke für Deine Antwort, normalerweise ist Mia auch begeistert dabei wenns ans Aufräumen geht. Wir lassen dann z.B. die Klötze mit viel schwung in die Kiste plotzen und machen lustige geräusche dazu etc.
Nur gestern weigerte sie sich, wir haben zwischendrin auch zu Abend gegessen aber nach dem Essen weigerte sie sich immer noch........war etwas verwachsen die Situation.

LG
Barzo

Beitrag von katinchen 15.09.08 - 13:50 Uhr

Ja, das ist eine typische Situation, in der sie ihren eigenen Willen zeigen will.

Sie kann jetzt für sich selbst sprechen und da werden noch sicherlich mehr Situationen kommen. Bei uns ist es im Moment Socken und Schuhe anziehen: das will sie partout selber machen, aber klappen tut es meist nicht. Ich lasse sie meist versuchen, aber frage sie immer wieder, ob ich helfen kann. Meist verneint sie zwar, aber manchmal gibt sie auch auf. Trotzdem lobe ich sie für den Versuch. Sie liebt es "allein" oder "selber" zu sagen...

Ein Kind mit Persönlichkeit kann auch manchmal etwas anstrengend sein, aber dazu möchten wir sie ja erziehen: zur Selbstständigkeit. Und diese beginnt mit eigenem Willen.

LG
Tanja mit Elisabeth 21 Monate

Beitrag von engelchen28 15.09.08 - 13:46 Uhr

hi barzo!

aus dem "wenn...dann" würde ich ein "erst das und danach das" machen, das ist leichter verständlich.

ERST räumen wir zusammen auf und DANACH guckt papa mit dir ein buch. wenn ihr das 2 oder 3 x gemacht habt und du auch nach dem aufräumen erklärst, dass ihr ERST aufgeräumt habt und JETZT ein buch dran ist, wird mia es schnell begreifen.

ist doch andauernd so: ERST die schuhe anziehen und DANN nach draußen gehen. ERST ausziehen, DANN in die badwanne...! ihr solltet "erst" und "dann" öfter benutzen, dann wird's ihr schnell klar sein, was gemeint ist.

lg

julia mit sophie (3) & paulina (15 mon) #freu

Beitrag von bokatis 15.09.08 - 17:45 Uhr

Hallo,

mein Kleiner versteht jetzt mit 18 Monaten schon folgenden Satz:

WENN du dich jetzt hinlegst, schauen wir das Buch zusammen an.

Allerdings steht er danach sofort wieder auf....

Kristina

Beitrag von tanjamami2006 16.09.08 - 21:08 Uhr

Meine Tochter ist 24 Monate alt und versteht wenn ....dann sehr gut! vor allem beim essen: wenn du noch was richtiges vom Teller isst, dann darfst du einen nachtisch haben!

aufräumtipp: nimm eine Handpuppe z.b. vom Kaspertheater oder aus Stoff, sing ein lied und erkläre: das ist der Aufräumelch, so heißt er bei uns. Alexa reicht ihm dann immer gerne die sachen. Allerdings muss sie auch nicht viel aufräumen, meine mutter hat mich 17 jahre damit gequält,!!!!!

Gruss tanja