Unsere Nichtschläferin (15 Monate)

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von guglhupf22 15.09.08 - 13:20 Uhr

Hallo!

Also Anna war noch nie eine gute Schläferin. Die ersten 5 Monaten im Stundentakt, nur auf mir und mit mir.... es hat sich etwas gebessert, aber Anna hat noch NIE durchgeschlafen. Inzwischen hab ich mich damit abgefunden.
Sie wacht meist so 3 - 4 mal auf, manchmal schläft sie gleich wieder ein, wenn sie meine Hand spürt, manchmal geht gar nix mehr und ich nehm sie mit ins Familienbett.

Sie schläft auch nciht alleine ein, aber wenn ich bei ihr bin und ihre Hand halte, ist sie innerhalb von 5 Minuten im Land der Träume.
Leider werden die Nächte momentan wieder schlechter (bis zu 10 mal ist sie munter) und heute war ich einer Spielgruppe und die Psychologin dort meinte, dass Anna endlich lernen muss alleine einzuschlafen, dann wird das in der Nacht auch besser werden. SIe hat mich regelrecht nieder gemotzt - ich soll los lassen, und sie MUSS es lernen. Dieser erste Loslösung ist wichtig für dei Entwicklung (also das Kind munter ins Bett zu legen und am nächsten Morgen wieder in Empfang zu nehmen!!)
Ich will Anna aber auf keinen fall schreien lassen, also diese feber-Methode anwenden. Das würde ich nie aushalten und ich halte rein gar nix davon!
Gibts hier sonst noch Kinder in dem Alter, die schlecht schlafen? Wie geht ihr damit um wenn euch "Experten" (ob sie das ist weiß ich nicht) solche Dinge raten! Ich bin momentan so unsicher was ich tun soll?

LG Karin mit Nichtschläferin Anna

Beitrag von conny1607 15.09.08 - 13:36 Uhr

Hallo Karin,

also mein Kleiner ist zwar erst 6 Monate, aber ich habe bzw hatte das selbe Problem.
Wir sind dem Rat des Kd-Artz befolgt. Lass sie schreien und du wirst sehen in ca 2-3 Tagen wird es schon besser. Mir hat das Herz geblutet als ich unseren Kleinen schreinen hörte, aber mein Mann hat mich voll und ganz unterstützt.
Am 1. Tag sind wir nach3-5-7 min immer wieder mal rein. Zwischendurch 1-2 drinnen bleiben und beruhigen, aber im Bett liegen lassen. Ab dem 2. Tag nach 5-7-9 min und ab dem 3. Tag 7-9-9 und er schläft nach fast 5 min selbst ein.
Ich war am Anfang auch nicht so dafür, aber als ich entlich mal Nachts wieder schlafen konnte, war ich froh es zumindest versucht zu haben.

Lg Conny & Alexander

Beitrag von jules1971 15.09.08 - 13:58 Uhr

Ganz toll ...
Du hast also die Ferber-Methode angewandt, die vom Entwickler dieser Methodik für Kinder ab dem 12. Lebensmonat mit echten Schlafproblemen empfohlen wird.
Außerdem relativiert Dr. Ferber seine Methode inzwischen selber.

Mal zum Nachlesen ... und auch die möglichen Folgen:
http://www.ferbern.de/
http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-rab-jedeskind.shtml

Gruß,
Julia

Beitrag von guglhupf22 15.09.08 - 20:48 Uhr

Hi!

Von mir war das eigentlich Post, weil Anna einfach so schlecht schläft.
Danke... ich hab mir die Links angesehen und es bestärkt mich nur mehr wieder das nicht anzuwenden.
Ich finde es eine Qual, eine Folter....
Aber irgendwie bin ich gerade an einem Punkt, wo ich nicht weiter weiß, weil ich sooooooooooo fertig bin und ich mich so alleine fühle, udn da kam einen Moment lang der Gedanke hoch es vielleicht doch zu probieren.
Aber ich hoffe einfach, dass Anna irgendwann lernt alleien einzuschlafen, und durchzuschlafen ohne sie mit Schreien zu quälen!
LG Karin

Beitrag von ann-mary 15.09.08 - 15:10 Uhr

Nee, das geht gar nicht. Finde ich unterste Schublade ein 6 monatiges BABY schreien zu lassen. Bist du dir IMMER sicher gewesen, dass dein BABY an NICHTS fehlte ?? Warum glaubst du schreien Babys, um euch zu ärgern ??

Väter empfinden nicht so wie wir Mütter. Schade, dass du dich von ihm "unterstützen" lassen hast.

Ja, wie meine Vorrednerin schon schrieb, es ist die Ferber-Methode und dass sie, wenn überhaupt, erst ab 1 Jahr angewandt werden soll.

Hauptsache IHR könnt jetzt nachts wieder gut schlafen und eurer Baby hat hoffentlich keinen Schaden davon getragen.

ann mit jan, fast 8 Monate und der super ohne Ferber-Methode oder anderen Methoden schlafen kann....:-)



Beitrag von guglhupf22 15.09.08 - 20:45 Uhr

Hi Conny!

Danke für deine Antwort - aber für mich kommt das nicht in Frage. Ich finde einfach, dass es eine Qual für das Kind ist und eine Folter. Du hast das mit deinem Kleinen gemacht, der gerade mal 6 Monate ist? Ähm - also der versteht doch erst recht nicht, warum du ihn alleine lässt. Ich hab mal gelesen, dass sich das URVertrauen in den ersten 1 - 2 Jahren bildet. Der Grundstein für eine stabile Persönlichkeit. Also ich glaub einfach, dass Kinder dieses Vertrauen nicht haben können, wenn sie schreinen, was ja Ausdruck für Unwohlsein ist, und man sie alleine lässt.
Ich meine, gerade dein Kleiner schreit ja nicht absichtlich und auch Anna schreit nicht absichtlich. Sie hat einfach Angst, oder braucht Nähe beim EInschlafen. Wiso soll ich ihr die nehmen. Es schafft Vertrauen und Sicherheit.
Ich freue mich für dich, dass Alexander jetzt schläft. Wenn du dahinter stehst ist das auch ok, aber ich halte gar nix davon!

Außerdem glaub ich nicht, dass es am Einschlafen liegt, dass ein Kind nicht durchschläft. Denn die Kinder meiner Bekannten schlafen alle nicht alleine ein (und die hat immerhin 4 Kinder!), aber alle schlafen durch.

Alles gute und ruhige Nächte!
LG Karin

Beitrag von jbw 15.09.08 - 15:45 Uhr

Hallo,

das wichtigste ist (und so steht es auch in Jedes Kind kann schlafen lernen!): WILLST Du an der Situation etwas ändern, oder kommst Du zurecht?
Wenn Du mit den schlechten Schlafgewohnheiten Deiner Tochter leben kannst, dann würde ich erst gar nicht den Rat von "Experten" einholen. Und ungebetene Ratschläge ignorieren.
Wenn Du und Dein Partner aber mit den Nerven am Ende seid und Euch sagt, das muss jetzt anders werden, dann versucht es doch mal mit "ferber light".

Du schreibst auch nicht, wie du sie ins Bett legst. Ich finde das Kapitel mit den schlechten Einschlafgewohnheiten aus "Jedes Kind ..." nämlich durchaus überzeugend. Vielleicht kannst Du schrittweise ein Abendritual einführen, dass damit endet, dass sie allein einschläft. Zum Beispiel: Wenn sie momentan nur einschläft, wenn Du ihr was vorsingst und sie streichelst, dann hör zunächst mal auf zu singen, wenn sie noch wach ist. Dann streichel sie nicht mehr, sondern halt nur noch ihre Hand. Dann sitzt Du nur noch neben dem Bett ohne sie zu berühren. Nimm Dir dafür Zeit, so lange Du willst, ein paar Tage oder Wochen, ganz egal.
Ausserdem: Du brauchst Deine Tochter nicht 10 min schreien zu lassen. Geh nach 1 Minute zu ihr rein.

Wie gesagt: Ich habe "Jedes Kind..." gelesen und finde viele der Tipps gut und überzeugend. Unsere 2 Kids waren und sind recht gute Schläfer, so dass wir den echten "Behandlungsplan" nie anwenden mussten, und wahrscheinlich hätte ich das auch nicht durchgestanden. Aber wo ist die Henne und wo das Ei? Vielleicht schlafen auch beide gut, weil wir z.B. "schlechte Einschlafgewohnheiten" nie haben aufkommen lassen ...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute!!
J. mit Nr. 1 (Feb 2006), Nr. 2 (Juli 2007) und Nr. 3 (ET Nov 2008)

Beitrag von jbw 15.09.08 - 15:47 Uhr

Halt, nochmal: Du schreibst ja doch, dass Du zum Einschlafen ihre Hand hälst ... dann versuch es doch mal mit einfach-nur-daneben-sitzen ...

Beitrag von guglhupf22 15.09.08 - 20:58 Uhr

hi!

Danke für deine Antwort....
Also erstmal... ich hab nicht nach dem Rat der Expertin gefragt, sondern sie hat einfach auf mich losgeredet, als sie gehört hat, wie ich mit einer anderen Mutter übers Schlafen geredet hat. Und sie hat mir so durch die Blume gesagt, dass meist die Eltern dran schuld sind, dass ihre Kinder nciht schlafen und das finde ich echt eine Frechheit. Niemand ist perfekt, doch ich glaube nicht, dass ich in den ersten Minuten mit meiner Tochter schon was falsch gemacht habe, denn sie kam auf die Welt und hat kein Auge zugetan. Sie hat am 3ten Lebenstag NIX gschlafen.... also wir hatten immer schon eine Wenigschläferin.
Daher war der Rat der "Expertin" eher aufgezwungen.

Ähm... also ich will was daran ändern, aber nicht mit dieser Methode nach Feber! Ich finde einfach, dass es eine Qual für das Kind ist und eine Folter. Ich hab mal gelesen, dass sich das URVertrauen in den ersten 1 - 2 Jahren bildet. Der Grundstein für eine stabile Persönlichkeit. Also ich glaub einfach, dass Kinder dieses Vertrauen nicht haben können, wenn sie schreinen, was ja Ausdruck für Unwohlsein ist, und man sie alleine lässt. Anna schreit nicht absichtlich. Sie hat einfach Angst, oder braucht Nähe beim EInschlafen. Es schafft Vertrauen und Sicherheit.

Außerdem glaub ich nicht, dass es am Einschlafen liegt, dass ein Kind nicht durchschläft. Denn die Kinder meiner Bekannten schlafen alle nicht alleine ein (und die hat immerhin 4 Kinder!), aber alle schlafen durch.

Ich kann dir gerne unser Abendritual beschreiben:
Also gegen 19:30 wird Anna von meinem Mann bett fertig gemacht. Das geschieht bei gedämpften Licht, und Papa erzählt ihr, was heute so passiert ist. Dabei zieht er Anna den Schlafanzug an, Schlafsack, gibt ihr die Kugerl (für die Zähne) und dann gehen die beiden Geschichte lesen. Das ist dann auch bei dumpfen Licht, im Hintergrund langsame Musik, da wird sie total ruhig. Dann legt er sie ins Bett und ich bring Anna ihr Flascherl. Während sie trinkt, schreichle ich sie und sag ihr was heute schön war mit ihr und wie lieb ich sie habe und was wir morgen so machen werden. Sobald sie ausgetrunken hat, wird das Licht abgeschaltet und ich halt ihre Hand. Sie streichelt über meine Hand und nicht mal 3 Minuten später schläft sie!
Das machen wir jeden Abend so - genau die gleiche Reihenfolge. Ich hab schon mal versucht ihr nur mehr den Finger zu geben, statt sie ganze Hand - PROTEST und das über Stunden.... sie hat bis ca. MItternacht nicht geschlafen - obwohl ich durchgehalten habe - NIE wieder!!!!!!!

Ich wüsste auch nicht, was an den Einschlafgewohnheiten Schlecht ist...?? Meinst du damit, dass ich schuld daran bin, dass Anna nicht schläft, weil ich was falsch oder schlecht gemacht habe?
Ich glaub einfach, dass deine kinder von grund auf gute schläfer sind - glück gehabt, aber man kann es sich halt einfach nicht aussuchen!

LG Karin

Beitrag von jbw 15.09.08 - 21:43 Uhr

Hallo Karin,

tja, schwierige Situation ... Euer Abendritual hört sich so schön an, eigentlich an wie die Garantie zum friedlichen Ein- und Durchschlafen! Da denke ich auch nicht, dass Du schuld bist am schlechten Schlafen!

Und wenn Du mal das Licht ausmachst, während sie noch trinkt? Vielleicht erschreckt es sie, wenn es plötzlich dunkel wird, und sie braucht dann noch Deine Hand. Echt bemerkenswert übrigens, dass sie sich auch nicht mit einem Finger zufrieden gibt! Das macht die Sache natürlich schwierig ...

Aber wenn Du so gegen Ferbern bist, dann lass es. Genauso wie Kinder unterschiedlich sind, so sind es auch Eltern. Ich habe im Bekanntenkreis Leute, die haben mit Ferbern gute Erfahrungen gemacht, andere haben entnervt aufgegeben und es nicht übers Herz gebracht. Mein Mann und ich sind da so in der Mitte. Dass durch gelegentliches, kurzes Schreien oder Meckern, das es auch bei unseren Kids hin und wieder gibt, allerdings das Urvertrauen dauerhaft gestört wird, halte ich für Quatsch.

Ich wünsche Dir alles Gute! Vielleicht brauchst Du auch einfach ein paar aufmunternde Worte, die Dich in Deiner bisherigen Strategie stärken?

Bis dann, J.

Beitrag von guglhupf22 16.09.08 - 12:26 Uhr

Hi!

Ja eigentlich glaube ich auch, dass unsere Abendritual passt. Anna weiß auch schon genau, was wann kommt. Und wehe man macht mal was verkehrt, dann springt sie auf und deutet auf das,was kommen sollte. :-D Richtig süß!
Sie freut sich auch aufs Bett, denn wenn sie es sieht, dann lacht sie und knuddelt sich so richtig rein. Also wirklich Angst vor dem Schlafen oder so hat sie nicht.

Also das wegen dem Licht - witzig, dass du das ansprichst. ALso bis vor kuzem war es auch beim Flascherl trinken dunkel, aber da hat sie ebenfalls meine hand gebraucht, und zwar schon zum trinken und dann ist ihr die Flasche immer runter gefallen und sie war nicht wirklich entspannt beim Trinken. Jetzt haben wir ein Schlummerlicht beim Trinken an, so sieht sie mich und kann ruhig trinken. Dann haben wir auch versucht das Schlummerlicht anzulassen, weil ich dachte, wenn sei mich sieht, dann schläft sie vielleicht ohne Hand ein. Nein - dann fängt sie an zu spielen und zeigt auf die Bilder ober ihrem Bett, und auf die Lampe usw. Daher nach dem Flascherl trinken - Licht aus. Sie macht dann auch keinen Mux, streichelt miene Hand und schläft seelig ein.
Ach ja.....

Also ein kurzes Meckern oder heulen stört sicher nicht das Urvertrauen, das hab ich auch nicht gemeint - aber beim Febern schreinen die Kinder ja tlw. sehr lange und ich glaube einfach, dass sie verzweifelt sind. Und das zerstört sicher ein gewisses Vertrauen zwischen Kind und Eltern. Denn Nähe und Geborgenheit ist doch ein menschliches Bedürfnis - man hat es uns abgewöhnt, aber die Eingeborenen-Völker, tragen ihre Kinder ZB. das erste Lebensjahr nur im Tragetuch herum.... hey... mcih hat man für verrückt erklärt - ich soll sie nicht so viel rumtragen. Ich glaube einfach, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der man sofort in Regeln reingepresst wird. Von Geburt an. Zb. Kommen Kinder ohne Rythmus zur Welt. Aber wir pressen ihnen unseren auf: Da und da haben sie zu trinken, (alle 3 Stunden und nicht öfter, wobei ich hab Anna gestillt sooft sie wollte), nachts wird geschlafen, tagsüber nicht. Hey, aber wer sagt das eigentlich? Man sollte schlafen, wenn man müde ist und nicht nur weil nacht ist. Da müssen sich die Kinder schon mal anpassen - aber ich glaube einfach es ist nicht leicht sich anzupassen. Dann wird einem auch noch die Nähe weggenommen, indem man das Kind einfach im Bett zurück lässt und es schreinen lässt. Weißt was ich meine?
Ich lass Anna auch manchmal meckern und schreien, nämlich genau dann, wenn ich genau merke sie meckert nur aus Jux und weil sie Aufmerksamkeit will. Also auch Anna schreit oft....;-) Ist jetzt nicht so, dass ich sie nie schreinen lasse!
Aber das Bedürfnis nach Nähe kann ich ihr doch nicht streitig machen - sie braucht einfach Nähe um ruhig einzuschlafen. Und ich glaube einfach nicht, dass das Einschlafen was mit durchschlafen zu tun hat. Aber ja....ich weiß auch nicht - ich weiß momentan nicht was ich glauben soll. Jeder sagt mir was anderes!
Und ich will ja was ändern, aber ich weiß halt nicht wie. Ich will einen Weg finden, bei dem Anna nicht angst hat, dass ich sie alleien lasse. Einerseits glaube ich, dass sie es irgendwann von alleine lernen wird, so wie sie von heute auf morgen nicht mehr im Familienbett schlafen wollte, sondern ins eigene Bett wollte. Andererseits bin ich momentan etwas ratlos, ob der Zeitpunkt auf wirklich kommt. AHhhh... aber wenn man müde ist, dann denkt man einfach zu viel nach glaube ich...*g*


Ja ein paar aufmunternde Worte können nie schaden - oder?
Aber witziger Weise hat Anna heute nacht fast durchgeschlafen - bis auf 2 mal kurz Gemecker (einmal ist sie ohne mich wieder eingeschlafen, einmal mit meiner hand) - aber das war wirklich erholsam! Bin heute so richtig ausgeschlafen...*g*

LG Karin

Beitrag von queretaro 15.09.08 - 19:44 Uhr

Hallo Karin,

kann dir gut nachfuehlen, dass du unentschlossen bist, aber irgendwie doch etwas an der Situation aendern moechtest. Unsere Tochter ist 14 Monate alt und hat nur eine Zeitlang mal gut geschlafen und auch ab und zu mal durchgeschlafen (so mit 4-5 Monaten). Dann wieder nicht mehr bis vor knapp 2 Wochen. Seit dem klappt es wieder etwas besser und es kommt wieder haeufiger vor, dass sie von ca. 20h bis 8h durchschlaeft. Dazwischen gab es sehr viele sehr anstrengende Naechte und ich war mehr als einmal kurz davor, die "schreien-lassen-"Methode anzuwenden. Habe es aber nicht gemacht, weil ich nicht wirklich davon ueberzeugt bin. Wenn Katharina tagsueber quengelig ist oder einen kleinen Wut-/Schreianfall bekommt, lasse ich sie auch mal schreien, bleibe bei ihr und bin ganz ruhig. Dann geht es meist schnell vorbei. Da weiss ich aber meist, warum sie wuetend ist etc.. In der Nacht denke ich, dass sie nur weint, wenn sie etwas hat und wenn es sich darum handelt, dass sie nicht wieder einschlafen kann. Und so haben wir uns immer um sie gekuemmert. Allerdings ohne "Programm": wir sind zu ihr, haben ihr Wasser angeboten, sie beruhigt und einer von uns hat sich bei ihr im Zimmer aufs Sofa gelegt. Dann hat sie auch meistens bald weitergeschlafen und beim naechsten Mal hat ein "Es ist alles gut, Katharina. Der Papa/Die Mama ist da" gereicht, dass sie weitergeschlafen hat. Manchmal waren das allerdings auch bis zu 10x in der Nacht (gefuehlte 50x) und es war sehr, sehr anstrengend! Aber gut, jetzt scheint es etwas ruhiger zu werden und ich bin froh, dass wir durchgehalten haben. Ich glaube, dass es wirklich ein Reifeprozess ist, bis die Kinder durchschlafen koennen und manche Kinder brauchen laenger, unsere beiden scheinen dazu zu gehoeren... Versuche wie schon gesagt, ein ruhiges schoenes Abendritual zu machen und dich in den Naechten ggf mit deinem Mann/Partner abzuwechslen. Zumindest am WE, damit du auch etwas ausspannen kannst. Ich denke, dass auch viel damit zusammenhaengt, was die kids gerade so lernen und am Tag erleben, das wird in der Nacht verarbeitet und kann auch zu Unruhe fuehren. Das deine Tochter einschlaeft, wenn du ihre Hand haelst, zeigt ja, dass sie deine Naehe braucht. Ich wuensche dir auf jeden Fall sehr viel KRaft und Durchhaltevermoegen und druecke die Daumen, dass es ohne "schreien lassen" klappt und ihr euch auch bald ueber "ungestoerte" Naechte freuen koennt. Liebe Gruesse queretaro

Beitrag von guglhupf22 15.09.08 - 21:05 Uhr

DANKE!!!!#liebdrueck

Vielen Dank für deine lieben Worte - die haben mich jetzt wirklich etwas aufgebaut!
Ich könnte dieses "Feber" auch nicht machen, ich glaube einfach, dass Kinder dieses Vertrauen brauchen und die Nähe!
Mein Mann unterstützt mich, aber ich mach mir einfach immer noch Sorgen, dass mit Anna was nicht stimmt, weil sie soooo oft munter wird. Und vor allen Dingen hab ich Angst, wie das werden wird? Wann wird sie schlafen? Wir wollen ein 2tes Kind - aber wie, wenn Anna schon bis zu 10 mal munter wird?
Ich bin momentan einfach so fertig, dass mal wieder diese Gedanken hochkommen sie mal schreinen zu lassen - ich halte es aber eh nicht aus!

Unser Abendritual ist immer das gleiche und Anna liebt es. Sie weiß genau was wann kommt - und wehe man lässt einen Teil aus, der wird wehement eingefordert! *g* total süß!
Ich hab auch das Gefühl, dass sie schlafen WILL aber nicht KANN! Tagsüber bei Trotzanfällen lass ich Anna auch schreinen, aber wie du bleib ich bei ihr und rede ruhig mit ihr!

Ach ja - es ist einfach nicht leicht - man bekommt auch oft so das Gefühl von anderen vermittelt, dass man selbst dran schuld sei, dass das eigenen Kind nicht schläft. "Hättest sie nicht so viel herumgetragen, hättest sie ....#bla
Meist geht das beim einen ohr rein, beim anderen raus - aber momentan hatte ich eine phase, da hab ich an mir gezweifelt. Aber als sie heute nach 2 Minuten meine Hand drücken seelig eingeschlafen ist - hey... so falsch kann das doch nicht sein.

Danke jedenfalls!
LG Karin

Beitrag von queretaro 16.09.08 - 00:07 Uhr

Schoen, dass es dir etwas geholfen hat!
Musste uebrigens etwas schmunzeln, als ich deine Zeilen von dem 2. Kind gelesen habe! Ganz genauso ging/geht es mir naemlich auch. Aber dann sage ich mir, dass es schlussendlich "nur" 1-2 stressige Jahre insb. hinsichtlich der Naechte sind und es schade waere, deswegen auf ein 2. Kind zu verzichten. Aber gut, erstmal sehen, wann und ob es klappt und dann dauert es ja immerhin noch 9 Monate, in denen das erste Kind vielleicht auch lernt, alleine und die ganze Nacht zu schlafen ;-)..
Einen kleinen Nachtrag habe ich allerdings noch: falls du Sorge hast, dass deiner Kleinen etwas fehlt: geh' zum Ki.arzt und lass sie durchchecken, also im Zweifelsfall auch mit Blut-/Urin-/Stuhluntersuchung. So bist du auf der sicheren Seite und musst nicht gruebeln. Zumindest mir geht es manchmal so, wenn die Naechte extrem unruhig waren/sind, dass ich dann anfange zu ueberlegen, was es denn nun sein koennte. Und wenn ich schlimmeres ausschliessen kann, ist es schon einmal sehr viel leichter! (Zumal Uebernaechtigung auch zu "dunklen Gedanken" fuehren kann...).
Soderle, das wollte ich noch anfuegen.
Wuensche euch alles Gute und druecke die Daumen, dass sich die Situation bald bessert! Liebe Gruesse aus Mexico queretaro

Beitrag von guglhupf22 16.09.08 - 12:32 Uhr

Hey... du kommst aus Mexico?
Ähm... bist du dort geboren und redest nur deutsch? Oder bist du deutsche und lebst dort?

Hihi... ich muss fast lachen, aber weißt eh - Anna hat heute bis auf 2 kurze Mux durchgeschlafen von 20 - 6 Uhr. Hihi... jaja... aber wie immer wird das wohl eine Ein-Tages-Ausnahme sein...#heul
Aber zumindest bin ich heute mal wirklich ausgeschlafen.
Ganz ein neues Gefühl! *g*

JA du hast recht - es wird anstrengend und die Gedanken wegen dem 2ten Kind sind ja auch normal - aber trotz allem - ich will ein 2tes. Aber in solchen Krisensituation kommt halt immer wieder die Frage..." Soll ich wirklich!" Doch schlussendlich lächelt mich Anna an und ich weiß... Ja ich würde das alles nochmal durchstehen.

Ich hab Anna schon mal untersuchen lassen - danke für den Tipp. Ich glaub aber auch eher, dass sie einfach ein trauma von der Geburt hat. Der Osteopath meinte schon, dass sie sehr damit zu kämpfen hat. War ja für mich auch ein traumatisches Erlebnis.

HIhi.. ja wenn man übernachtig ist, dann kommen einem die wirrsten Gedanken. Aber ja....

Na dann schauen wir mal, wie die nächste Nacht wird.

Lg Karin

Beitrag von queretaro 17.09.08 - 00:45 Uhr

Nein, ich komme aus Deutschland, lebe aber nun schon knapp 5 Jahre in Mexico. Zunaechst hat es mich beruflich her verschlagen. Dann habe ich -wie viele andere Deutsche auch wie sich in der Zwischenzeit herausgestellt hat- meinen heutigen Mann kennengelernt und bin hier geblieben. War bzw. ist nicht immer ganz einfach, aber ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut. Gut, das "ambiente" bei Katharinas Geburt war nicht ganz so, wie ich es mir in Deutschland vorstelle (Wochenbett-Station, Wanne, Gebaerhocker etc.) und Eltern-/Kindergeld gibt es hier auch nicht. Aber wir kommen auch so gut zurecht und ich lebe gerne hier...

Freut mich, dass ihr mal eine gute Nacht hattet! Da fuehlt man sich doch gleich ganz anders am Morgen, nicht wahr!? Tust aber gut daran, dir nicht zuviel davon zu versprechen, sondern vielmehr Geduld zu haben. Das klappt dann schon irgendwann und ihr werdet sehr stolz sein, dass ihr "es" durchgehalten habt!

Wuensche dir alles Gute und wenn du dich mal wieder austauschen moechtest, kannst du mich auch gerne ueber meine VK anschreiben.

Viele Gruesse aus Mexico. Gela

Beitrag von anna031977 16.09.08 - 09:23 Uhr

Ich hab Zwillinge. Deshalb kommt sowas die bei zwei Kindern in verschiedenen Zimmern Händchen halten oder Familienbett (unsere Kinder waren NOCH NIE in unserem Bett es wäre auch zu klein) nicht in Frage. Ich kann nicht hier und dort gleichzeitig sein. Deshalb weinte halt auch mal einer, solange ich beim anderen war (bin am Abend oft allein) und dann schlief der Weiner schon ein bis ich zurück kam. Und jetzt schlafen sie in minutenschnelle ein und schlafen auch durch von 20 bis 6 Uhr.

So war es bei mir. Anderes hätte ich es nicht machen können es war gut!