Wie geht´s Euch damit, finanziell vom Mann abhängig zu sein?

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von sonne108 15.09.08 - 19:40 Uhr

Hallo!

Ich lebe mit meiner fast 2 jährigen Tochter zusammen mit meinem Verlobten. Er ist nicht der leibliche Vater der Kleinen, aber liebt sie als wäre sie sein eigenes Kind.

Wir wollen zusammen bleiben und nächstes Jahr ein 2. Kind bekommen. Im Moment arbeite ich. Wir haben aber die Idee, dass ich aufhöre zu arbeiten oder nur noch einen Tag pro Woche arbeite. Ich wäre dann finanziell von ihm abhängig.

Irgendwie habe ich ein seltsames Gefühl dabei, denn ich war noch nie von einem Mann finanziell abhängig. Eigentlich wollte ich das auch nie, aber jetzt fände ich es schön, mehr Zeit mit den Kindern zu haben.

Wie geht es denn Euch damit?

Danke und lg
Sabine

Beitrag von zwiebelchen1977 15.09.08 - 19:46 Uhr

Hallo

Gut geht es mir damit. Ich erziehe UNSER Kind, mache den Haushalt und Garten. Ausserdem sind wir eine Familie. Ich bin nicht abhängig von ihm. Er verdient UNSER Geld.Ich brauche nicht fragen, wenn ich was kaufen will, ich kaufe es.Grosse Sachen werden gemeinsam endschieden In 3 Jahren gehe ich auch wieder etwas arbeiten und steuere einen kleinen Beitrag dazu.

Bianca

Beitrag von hoeppy 15.09.08 - 19:54 Uhr

Hallo,

uns geht es sehr gut damit. Ich erziehe unsere Kinder und ich kümmere mich fast alleine um den Haushalt.
So sparen wir uns die Kosten einer Tagesmutter und Zeit.
Wenn ich auch arbeiten würde dann müssten wir abends zusammen den Haushalt machen.
So mache ich die Arbeiten die anfallen tagsüber und wir haben abends Zeit füreinander.
Die Kosten für Kinderbetreuung wären auch hoch da unser jüngstes Kind erst 15 Monate alt ist.

Ich fühle mich aber auch nicht von meinem Mann abhängig.
Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber ich glaube ich würde ähnlich wie Du denken wenn meine Kinder nicht von meinem Mann wären.
Aber so habe ich da kein Problem. Wir ergänzen uns in jeder hinsicht damit es unserer kleinen Familie gut geht.

LG Mona

Beitrag von schwarzbaer 15.09.08 - 19:57 Uhr

weil ich damit nicht leben könnte (und weil mir mein Job Spaß macht) bin ich bei beiden Kindern direkt nach MuSchu wieder arbeiten gegangen. Es ist mir wichtig, meine Brötchen selbst zu verdienen.

Beitrag von anja96 16.09.08 - 08:56 Uhr

Genau so habe ich es auch gemacht und so sehe ich es auch. Ich möchte nicht von einem Mann finanziell abhängig sein.

Beitrag von pearl79 15.09.08 - 20:02 Uhr

Ich finde wenn man in einer Beziehung lebt dann gibt es kein Dein und mein!

Gruß pearli

Beitrag von klobrille13 15.09.08 - 20:28 Uhr

Ich mit mit dem 2. Kind im ERziehungsurlaub und trotzdem gehe ich arbeiten.
Mir ist es sehr wichtig, das ich "mein" Geld habe.
Wie sieht es aus wenn ich meinem Mann etwas kaufen möchte und ich muß es von seinem Geld zahlen?

Das Kindergeld ist für die Kinder.
Davon nehme ich also auch nichts.


Beitrag von 4mone 15.09.08 - 20:34 Uhr

Hi Sabine,

ähnliche Lage wie bei dir ;-)
Meine Tochter ist 15 Monate alt, mein Freund nicht der leibliche Dad.

Wenn wir ein gemeinsames Kind wollen, stellt sich bei mir dieselbe Frage...

Grundsätzlich sind wir dann eine Familie, das heisst, alles geht in einen Topf und wird für unser Leben ausgegeben...

Ich denke aber, dass ich trotzdem ein wenig arbeiten gehen werde, um mein "Taschengeld" zu haben. Bzw. denke ich, dass eher ICH es bin, die weiter arbeiten wird nach dem MuSchu, da ich mehr verdiene...oder wir teilen uns auf, beide 50 %. Es gibt doch soooo viele Möglichkeiten.

LG Simone

Beitrag von dekabrista 15.09.08 - 21:30 Uhr

Ich bin nicht in dieser Situation, aber ich habe auch schon mal darüber nachgedacht, wie es sich anfühlen könnte. Es hat mir nicht gefallen. Alle die Sprüche von wegen: "Ich erziehe unsere Kinder und mache unseren Haushalt, und der Mann verdient unser Geld ..." - das klingt für mich so arg nach Durchhalteparole. Der Haushalt muß so oder so gemacht werden, die Kinder müssen erzogen werden unabhängig davon, ob die Mutter Geld verdienen geht oder nicht.

Ich glaube, ich möchte nach der Elternzeit gern Geld verdienen gehen. Das hat auch nichts mit "mein" und "dein" zu tun, denn alles, was wir haben, teilen wir schon jetzt ohne Streit und Ärger ... Aber lieber bezahle ich dann eine Haushaltshilfe, als mich Tag und Nacht um Abwasch und Wäsche und ähnlichen Kleinkram zu kümmern, nicht mehr aus dem Haus zu kommen und langsam geistig zu versauern. Das ist nämlich wirklich ein wichtiger Punkt. Woher nimmt man als Hausfrau den notwendigen geistigen Austausch? Die intellektuellen Herausforderungen kommen nicht aus dem TV oder dem Internet. Ich will nicht als dicke Hausfrau mit einem Liebesschmöker auf dem Sofa enden ... ;-)

Beitrag von trollmama 16.09.08 - 08:23 Uhr

Hallo!
Was man tun kann, damit man als Hausfrau geistig nicht versauert?
Selbständig aggieren!
Du brauchst einen Chef, damit Du geistig auf der Höhe bleibst, der Dir Tag für Tag sagt, 'nun mal los, Frau dekabrista'.
Ich brauche das nicht! Ich schaffe es, mir meine geistigen Anregungen Tag für Tag selbständig zu holen. Ich brauche niemanden, der mir sagt 'Frau Trollmama, jetzt tun sie mal was für Ihr Gedächtnis'. Ich schaffe es nebenbei sogar noch, regelmäßig aus dem Haus zu kommen! Und auch hier kann ich das selbständig auf die Reise bekommen und brauche niemanden, der mir sagt 'nun Frau Trollmama, jetzt verlassen wir mal schön das Haus, gehen arbeiten, damit Sie mal rauskommen.'
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von dekabrista 16.09.08 - 09:32 Uhr

*ggg* Wer sagt, daß ich einen Chef brauche?

Ich denke nur, daß man zwischen Badputzen, Herdschrubben und Unkrautjäten nicht so leicht aus dem eigenen Mus herauskommt wie bei einer Interaktion mit anderen Menschen. Und immer nur mit anderen Muttis auf einen Kaffeeklatsch - das ist es nun wahrlich auch nicht.

Beitrag von whitewitch 15.09.08 - 22:09 Uhr

Mir ginge es beschissen damit!! Stehe seit meinem 18 Lbj. auf eigenen Beinen, musste nie nach Geld fragen, weil ich immer selbst welches hatte. Auch wenn es manchmal knapp war, wie in Zeiten der Ausbildung so ging es immer ohne Hilfe eines Mannes, was mich stolz macht!!!! Ich hätte ein schlechtes Gewissen meinen Mann schufften zu lassen. Ich gehe arbeiten nach den zwei Jahren, erziehen tun wir unsere Kinder gemeinsam und um den Haushalt kümmern sich auch beide. Mein Mann fände das aber auch nicht schön zu wissen das er seine Frau unterhalten muss, er hatte bisher nur solche Exemplare und ist froh eine arbeitssame Frau wie mich kennen gelernt zu haben. Er is aber im Moment a bissel neidisch, weil ich zu Hause sitze und volles Geld bekomme, aber tauschen will er auch nicht.;-)

Beitrag von rina80 15.09.08 - 22:31 Uhr

Hallo!

Also für mich wäre das nichts, finanziell von jemandem abhängig zu sein. Das soll aber nicht heißen, dass ich finde, Frauen müssten unbedingt arbeiten und ihr eigenes Geld verdienen!!!! Ich denke, das sollte jeder selbst entscheiden.

Ich hab 2 Kinder mit in die Beziehung gebracht und obwohl mein Freund sie über alles liebt und wie ein Papa für sie ist, hätte ich glaub ein schlechtes Gewissen, wenn ich nichts dazu verdienen würde. Momentan bin ich noch 3 Wochen im Mutterschutz, aber danach geht's in meinem Job weiter. Ich hab das Glück, dass ich bei meinem Freund im Büro arbeite und den Kleinen mitnehmen kann, sonst würde ich das auch nicht machen.

Probier's doch einfach aus, wie Du damit klar kommst. Wenn Du Dich damit nicht gut fühlst, kannst Du Dir ja immer noch einen Job suchen. Ansonsten: genieß die Zeit! :-)

LG,
Corina mit Lea (9), Raphael (7) und Lias (*14.08.08)

Beitrag von kira90 15.09.08 - 23:41 Uhr

Sein Geld ist mein Geld und mein Geld ist sein Geld!
Dein und Mein gibt es gar nicht da wir verheiratet sind.

Ich kaufe gerne Sachen von seinem Geld und umgekehrt...Ironie off...

Vielleicht sollte man gar nicht heiraten und /oder einen Freund haben wenn man so denkt!


Beitrag von jacky 16.09.08 - 08:07 Uhr

Würde ich an deiner Stelle auf keinen Fall machen! Schon gar nicht würde ich mich von einem Verlobten abhängig machen. Das könnte alles ganz gewaltig schief gehen!

Beitrag von nick71 16.09.08 - 08:22 Uhr

Ich war zwar nur anderthalb Jahre finanziell von meinem Ehemann abhängig (Erziehungsurlaub) und es hat diesbezüglich auch keine Probleme gegeben (also in der Form, dass ich nach Geld "fragen" musste o.Ä.), aber besonders wohl habe ich mich mit dieser Situation trotzdem nicht gefühlt...denke, das ist einfach ne Typfrage.

Beitrag von kaltesherz0907 16.09.08 - 08:46 Uhr

aber elterngeld bekommst DU doch dann auch???

Beitrag von anyca 16.09.08 - 08:52 Uhr

Wir haben seit der Hochzeit ein gemeinsames Konto. Mal habe ich uns finanziert (Endphase seines Studiums), mal er, mal beide. Hat sich nie unterschiedlich angefühlt, wir sind ja EINE Familie.

Beitrag von miss-bennett 16.09.08 - 09:59 Uhr

Also, ich war vor der Ehe immer auf mich selbst gestellt, war immer Arbeiten, habe sogar mein Studium komplett alleine finanziert (war schon schwierig). Als wir drei Kinder hatten und mein Mann arbeitslos wurde, ging ich arbeiten. Halbtags. Und ihm habe ich am gleichen Tag in der gleichen Firma einen sehr gut bezahlten Job organisiert ;-) Das waren Zeiten! Das, was ich verdiente, ging für Putzfrau, Tagesmutter und unsere Freizeit. Und ich fühlte mich gut.
Ab dem 4. Kind konnte ich nicht mehr arbeiten gehen. Mittlerweile habe ich 6 Kinder und habe endlich kapiert, dass ich unglaublich viel arbeite, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag... Mehr als mein Mann. Daher habe ich mittlerweile zum Geld eine ganz andere Meinung.
Mein Mann geht arbeiten in die Firma, ich arbeite zu Hause. Das ganze Geld, das rein kommt, ist UNSER GELD. Punkt.
Aber, wie gesagt, es dauerte lange, bis ich von den schlechten Gedanken nach dem Motto "Sein Geld" weg kam.

Beitrag von marion2 16.09.08 - 10:13 Uhr

Hallo,

ich bin damit zufrieden. Schöner wäre es, auch Geld nach Haus zu bringen, aber was nicht ist, das ist eben nicht.

Folglich kümmere ich mich um den Haushalt, mache den Papierkram und schreibe Bewerbungen. Und von meinem eigenen Geld werde ich mir dann eine Putzfrau leisten *träum* nein, besser zwei *weiterträum*

LG Marion