Frage zum Elterngeld???

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Beitrag von 27.september.2006 15.09.08 - 20:22 Uhr

Hallo,
ein wenig zur Vorgeschichte. Und zwar habe ich eine Tochter von 2 Jahren und bin nun wieder Schwanger. Entbindungstermin ist am 18.09.2008. Ich bekomme zurzeit das alte Erziehungsgeld, was diesen Monat endet. Nun meine frage und zwar ab wann (welchen Monat)bekomme ich Elterngeld? Damals ging ich ja vor der Entbindung noch arbeiten und habe die ersten 8 Wochen Geld von der Krankenkasse bekommen und danach erst von der Erziehungsgeldstelle, aber wie ist das jetzt? Bin ja im Erziehungsurlaub und gehe nicht arbeiten, bekomme ich jetzt auch erst 8 Wochen danach Geld oder wie läuft das?

Vielen Dank im vorraus.

Claudia 40 SSW

Beitrag von zwiebelchen1977 15.09.08 - 20:27 Uhr

Hallo

Dann bekommst du Ab Geburt für 12 Monate 300 Euro Eg plus den Geschwisterbonus von 75 Euro bis dein 1 Kind 3 ist.

LG
Bianca

Beitrag von 27.september.2006 15.09.08 - 20:35 Uhr

Das heißt also, wenn unser Kind im September zur Welt kommt, bekomme ich ab dem Tag (september) anteilig Elterngeld und ab Oktober volles Elterngeld???!!! Mein Mann ist momentan arbeitslos, kann man nicht irgendwie mehr raus schlagen?

Danke schön

Beitrag von zwiebelchen1977 15.09.08 - 20:48 Uhr

Hallo

Ja, ab Tag der Geburt für september anteilmässgi, danach voll.
Nee. mehr rausschlagen geht nicht. Ihr bekommt ja schon ALG I. Beim EG interresiert das nicht, ob der MAnn arbeitslos ist. Aber ihr könntet versuchen, ALG II zu beantragen. Aber da müsst ihr sämtliche Sparbücher, Vermögen, LV, RV, auch das der KInder, offenlegen. Einen gewissen Freibetrag habt ihr. Was darüber rausgeht, wird angerechnet und ihr müsst es zum leben nehmen, bevor ihr was bekommt.
Aber du kannst ja nach dem MUsSchu arbeiten. Dein Mann ist ja zuhause. Da du nur den Sockelbetrag bekommst, ist es anrechnungsfrei. Kannst dazuverdienen.

Bianca

Beitrag von micnic0705 15.09.08 - 20:48 Uhr

Hallo,

ja ihr könntet mehr Geld erhalten. Z. B. indem Dein Mann die Kinderbetreuung übernimmt und Du Dir eine Arbeit suchst oder an den alten Arbeitsplatz zurückkehrst, falls Du noch in Erziehungsurlaub bzw. Elternzeit bist.

Nicole

Beitrag von seikon 15.09.08 - 20:44 Uhr

Wenn du noch angestellt bist, und nur im Erziehungsurlaub, dann bekommst du zumindest von der Krankenkasse Mutterschaftsgeld. Das sind ja 6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen nach der Geburt 13,-- Euro pro Tag.
Dieses Mutterschaftsgeld wird auf das Elterngeld angerechnet.
Das heisst, es kann dir passieren, dass du die ersten 8 Wochen nach der Geburt kein Elterngeld bekommst, da du ja Mutterschaftsgeld erhältst. Und dann halt 10 Monate Elterngeld im Anschluss an den Mutterschutz.

Mehr rausschlagen kann man nicht, weil dein Mann arbeitslos ist. Wenn ihr so wenig Einkommen habt, dass ihr unterhalb der ALG 2 Bedarfsgrenze seid, dann könnt ihr ergänzendes ALG 2 beantragen. Ansonsten könnt ihr Kinderzuschlag und Wohngeld beantragen.
Ansonsten müsst ihr mit dem Geld auskommen.

Beitrag von zwiebelchen1977 15.09.08 - 20:53 Uhr

Hallo

Sie haben doch letztes Jahr gebaut. Irgendwie hatte sie vor Wochen schon mal nach Geldern gefragt. Weiss aber den link gerade nicht.


Bianca

Beitrag von seikon 15.09.08 - 21:30 Uhr

Ja und? Wenn ich ein Haus baue, dann sollte ich das mit einplanen, dass man im Falle einer Arbeitslosigkeit mit 67% des vorherigen Einkommens an ALG 1 auskommen muss.
Wenn einem das schon finanziell das Genick bricht, dann sollte man auf das "eigene" Häuschen halt lieber verzichten.

Beitrag von drachenengel 16.09.08 - 09:03 Uhr

Hallo Claudia..

also... besteht Dein altes Arbeitsverhältnis noch??? dann müsste ja bereits Mutterschaftsgeld via Krankenkasse gezahlt werden, die 13 Euro am Tag.
Falls es nicht mehr besteht, dann gibt es kein MuSchaGeld

Elterngeld: ab Geburt bis Vollendung des 12 Lebensmonates 300 Euro Sockelbetrag, da Du leider ja kein Einkommen in dem Sinne hattest.
siehe auch www.elterngeld.net

bis zum 27.06.2009 gibt es noch den Geschwisterbonus von 75 Euro in Euerem Fall zu dem Elterngeld dazu.

zum Thema "rausschlagen":
Schuster bleib bei Deinen Leisten, sprich warum wechselt Ihr nicht eventuell die Verhältnisse, dass notfalls Dein Mann daheim bleibt und Du arbeitest?
Dein Mann würde Elterngeld aus dem Einkommensdurchschnitt der letzten 12 Monate vor Geburt erhalten, es zählen Monate mit Lohnersatzleistungen wie ALG1, Krankengeld etc nicht dazu..

Oder Du gehst bereits ab Ende Mutterschutz wieder arbeiten, notfalls entgegengesetzt der eventuellen Arbeitszeiten Deines Mannes... Solange Du unter 30 Wochenstunden bleibst, wird NICHTS aufs Elterngeld angerechnet..

Staatlich gibt es neben Elterngeld und Kindergeld sonst noch Kinderzuschlag/Wohngeld (bei Euch Lastenzuschuss) oder erg. ALG2... bei allen Anträgen sind aber EUERE Einkommensverhältnisse, Sparverträge, Vermögensgegenstände (KFZ, hochwertigste Einrichtung?, Versicherungen etc) anzugeben, da Ihr dann bestimmte Freibeträge nur habt.

Eigenheim und Fehlkalkulation kann leider keiner ausser Ihr selber vertreten, wenn es dermassen eng wird..

Schau notfalls halt nach nem Minijob oder Teilzeitjob, eventuell abends, nachts oder fest am WE...

LG
Mone