Ich bin am Ende Teil 2!

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von xx 16.09.08 - 00:19 Uhr

Hallo ihr lieben,

hier mal zu meinem Thread vor ein paar Monaten:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=16&tid=1548480&pid=9988124

Damit ihr ungefähr wisst, worum es geht.

Der neue Stand von heute:


Letzte Woche Sonntag habe ich ihn nachts rausgeschmissen, nachdem er wieder total besoffen hierher kam. Seine Mutter hat ihn abgeholt, er hat dann bis Freitag bei ihr geschlafen. Kam dann abends zu mir und hat sich entschuldigt. Ich habe nicht mehr lang geredet, hab nur gesagt, dass die Tür für ihn noch einen ganz kleinen Spalt auf ist, und mit jedem Mal wo er wieder betrunken kommt, geht sie ein Stück weiter zu. Und das nicht mehr viel dazu fehlt. Hab ihn gefragt, was er möchte. Er möchte mich und unsere Tochter und mit uns glücklich sein. Darauf habe ich nur gesagt, dann weiss er ja was er dafür tun muss.
Das WE verlief ganz ok. Er war unterwegs, aber er kam einigermaßen vernünftig nachhause. Heute dann wieder der Hammer, bei uns ist Kirmes und da gehen die Männer immer los. Er durfte natürlich nicht fehlen.
Er ist dann heute mittag um eins los und kam grad nachhause. Tür aufschliessen klappte noch. Dann hat er sich in der Küche was zu essen gemacht, alles schön versaut. Aber das kann er morgen sauber machen.
Dann ist er ins Bett, reden konnte er nicht mehr wirklich.
Grad hab ich entdeckt, dass sein Handy kaputt ist und seine NEUE Jacke für 300€ total versaut ist mit einer Schokobanane. Die wollte er mir mitbringen. Denke mal, dass er auf die Fresse gefallen ist, somit auch das kaputte Handy. Ich könnte kotzen, schreien, alles gleichzeitig!
Wenn ich morgen wieder mit einer Diskussion anfange, kommt eh wieder dasselbe, es tut ihm leid und es kommt nicht mehr vor.
Was soll ich ihm denn morgen sagen? GARNICHTS???
Es bringt ja eh alles nichts. Also halte ich am besten meinen Mund. Ich hoffe nur, dass er, ab 1.Okt. wenn er seinen neuen Job hat sich vernüftig verhält. Dann muss er nämlich jeden Tag Auto fahren und solche Aktionen kann er sich dann nicht mehr erlauben. Habe mir vor langer Zeit mal zum Ziel gesetzt, dass ich abwarte bis er seinen neuen Job hat und mir dann anschaue ob er sich ändert.
Ich habe ja immernoch Hoffnung und liebe diesen Mann. Er ist ansonsten der Mann, mit dem ich mir alles vorstellen kann. Nur soll er seine Saufeskapaden unterlassen.

Verzweifelte Grüße


Beitrag von mariella70 16.09.08 - 00:33 Uhr

Hallo,
wie lange wird sein unmögliches Verhalten denn noch ohne jede ernstzunehmende Konsequenz bleiben? Wie ernst würdest du dich nehmen, wenn du in seinen Schuhen stündest?
Dein Mann hat ein Alkoholproblem, er hat es absolut nicht im Griff, daran ändert auch der neue Job nichts. Auf wie viele Wunder willst du noch vergeblich warten?
Ich würde ihn morgen mit seinem Vollrausch konfrontieren und vor die Wahl stellen: Trennung oder Therapie und zwar zeitnah.
Er wird diese "Saufeskapaden" nicht von selbst sein lassen, zumal sowas absolut nicht normal ist: Der knallt sich so die Rübe zu, dass er ins Bett pinkelt und du hältst das für hinnehmbar? Das ist jenseits des Normalen. Gib es in seiner Familie Alkoholiker?
Setze ihn endlich auf den Pott, das ist deine einzige Chance, mit ihm alt zu werden.
Liebe Grüße
Mariella

Beitrag von xx 16.09.08 - 00:39 Uhr

Hi Mariella,

vielen Dank für deine Antwort.
Klar, kann ich ihm das sagen, aber es wird nichts bringen, solange er es selbst nicht einsieht, dass er ein Problem damit hat.

Gruß

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 00:42 Uhr

Du hast vollkommen recht, dein Mann hat kein Problem (meint er), du bist diejenige , die leidet, er lässt es sich gutgehen und nimmt keinerlei Rücksicht.
Wie lange willst du das noch mitmachen, du erreichst doch nichts.

Beitrag von elli799 16.09.08 - 00:46 Uhr

wie gesagt, er arbeitet ab 1. Oktober im Aussendienst. Muss TÄGLICH Autofahren. Er ist dann nur unterwegs, lernt neue Leute kennen, und findet hoffentlich neue Bekannte, die nicht so sind wie seine jetzigen Freunde und sich mit ihm besaufen. Ich habe mir vorgenommen, mir das alles anzugucken bis zum Ende des Jahres. Sollte er sich dann nicht geändert haben, bin ich weg.
Wenn er jetzt zum Beispiel fahren muss, dann macht er sowas nicht. Dann trinkt er garnichts. Also hat er das Pflichbewusstsein. Nur hat er morgen Urlaub, und da musste es mal wieder ausarten. Hat um neun noch angerufen, da war er noch ganz gut drauf. Konnte normal reden usw. Und zwei Std. später ist alles vorbei.

Beitrag von mariella70 16.09.08 - 00:54 Uhr

Mensch Mädel,
man kann sich auch nen Haufen in Gold anmalen - sieht dann schön aus, riecht aber immer noch streng;-)
Er hat kein Maß beim Alkohol, das ist sein Problem, nicht die Leute, mit denen er trinkt, oder dass er morgen frei hat.
Er hat es nicht im Griff, sonst würde er sich nicht so abschießen und riskieren, dass eure Ehe daran zerbricht.
Dazu passt, dass er Alk in deiner Gesellschaft ablehnt, er könnte sich ab einem best. Pegel nicht bremsen.
Nochmal: Gibt es Alkoholiker in seiner Familie?
Liebe Grüße
Mariella

Beitrag von elli799 16.09.08 - 01:00 Uhr

ja gibt es.

Trotzdem...

ich kann nicht einfach so meine Sachen packen und gehen. Ich schaffe dass nicht. Es ist nicht so, das ich Angst habe vor einer finanziellen Not, aber ich liebe diesen Kerl.

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 01:04 Uhr

Die totale Ausrede, ich liebe diesen Kerl, dann beschwer dich nicht und leide weiter.
Wie kannst du einen Mann lieben, der dich so gar nicht liebt?
Du redest dir in deiner Verzweiflung was ein.
Ich könnte einen regelmäßig besoffenen Mann nicht ertragen, mich würds ekeln.

Beitrag von elli799 16.09.08 - 01:05 Uhr

ich wollte dich nicht nerven. Tut mir leid, dann überlies bitte meinen Beitrag.

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 01:08 Uhr

Du hast nix begriffen, oder willst nichts begreifen, ok, nicht mein Problem.
Du hast mich nicht genervt, sonst hätte ich nicht geantwortet.
Aber sage mir bitte eins, warum hast du diesenThread eröffnet, was wolltest du hören?

Beitrag von elli799 16.09.08 - 01:10 Uhr

ich weiss es nicht.
Nur bin ich momentan noch nicht soweit mich zu trennen.
Tut mir leid, dass kann sicher niemand verstehn.
Versteh es ja selbst kaum. Würde mir jemand diese Story erzählen, würde ich auch sagen trenn dich.

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 01:18 Uhr

Dann leidest du noch nicht genug, schade um deine Lebenszeit , die du mit diesem Mann noch verschwendest, du hast nur dieses eine Leben.
Du musst entscheiden, welche Richtung du deinem Leben geben willst, noch etliche Jahre mit Bauchschmerzen leiden, für nichts, von seiner Laune abhängig sein, für nichts, weil sich nichts bessert, sondern schlimmer werden wird, oder heute in einem Jahr glücklich und selbstbestimmt zu leben.
Du hast die Wahl, dein Mann nicht, der wähnt sich glücklich in seiner Welt, in seinem Leben, das er ohne Rücksicht auf dich führt.

Beitrag von elli799 16.09.08 - 01:19 Uhr

das denke ich mir auch oft.
Was muss noch passieren, damit ich gehe?
Ich bin einfach zu blöd für diese Welt.

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 01:22 Uhr

Nein, du bist schlicht und einfach zu feige, die Realität zu akzeptieren und die Konsquenzen zu ziehen.
Was war denn mit meiner Frage wegen der Fee, die dir finanzielle Unabhängigkeit zusichert?
Beantworte die Frage nicht mir, sondern ganz ehrlich dir selber.

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 01:41 Uhr

Sogar noch zu feige, sich aus einem Gespräch zu verabschieden.

Beitrag von codie 16.09.08 - 08:39 Uhr

Du bis 29. Stell dir mal vor wie viele schöne Dinge du machen kannst. Willst du dein leben wegwerfen für so einen? Hast du keine Hobbys oder Träume? Erwartest du nichst vom Leben? Du willst doch sicher glücklich sein, oder nicht?
Du schaffst es auch ohne Ihn! Du wirst merken, dass es ohne ihn viel besser ist!

Beitrag von mariella70 16.09.08 - 14:28 Uhr

Hallo Elli,
du bist im Moment noch in einer emotionalen Zwickmühle: Du liebst den Mann, auf der anderen Seite weißt du auch schon, dass es so nicht weitergehen kann.
Gleichzeitig bist du auch Komplizin seiner Sucht, Co-Abhängige, die seine Probleme verharmlost, weil sie sie sich zu eigen macht.
Sein Verhalten, diese Maßlosigkeit, und die Tatsache, dass es in der Familie bereits Alkoholismus gibt, spricht sehr dafür, dass dein Mann einfach suchtkrank ist, auch wenn er nicht täglich trinkt. Die Gefahr ist groß, dass er im Laufe der nächsten Jahre immer mehr da rein schlittert, wenn ihr jetzt nicht gegensteuert.
Der erste Schritt ist, dass du einsiehst, dass er abhängig ist und ihn nicht länger deckst.
Ihr müsst euch nicht trennen, seine Heilungschancen sind besser, wenn er seine Familie behält, aber du darfst nicht länger mitspielen. Er braucht eine Therapie und sollte wahrscheinlich besser abstinent leben.
Es ist sehr schwer, als Partner alleine mit dieser Situation zurechtzukommen, aber es gibt Hilfe in Angehörigengruppen. Dort kannst du unverbindlich Rat, Unterstützung und Austausch mit anderen Frauen in deiner Situation bekommen.
Hier zum Beispiel:
http://www.al-anon.de/
Ich hoffe, das hilft dir weiter.
Liebe Grüße
Mariella

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 00:57 Uhr

Dann rede dir eben alles schön, jetzt sagst du, du schaust dir das bis zum Ende des Jahres an, im Januar wirst du sagen, bis zum Sommer sehe ich mir das noch an.
Du bist noch lange nicht am Ende, du bist noch sehr leidensfähig.
Wieso sollte ein Mann im Außendienst neue Freunde kennenlernen, das wäre mir ganz neu.
Er wird vermutlich die Wochenenden zum exzessiven Trinken nutzen,wenn er die ganze Woche nur wenig trinken darf.
Du machst dir was vor.

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 00:35 Uhr

Was erwartest du für Antworten, du hast nichts gefragt?
Du machst dir was vor, du weißt, dass die Sache vorbei ist.
Wenn dir eine Fee versprechen würde, dass dein Mann sich in Luft auflöst, einfach weg ist, du aber die nächsten Jahre einigermaßen gut finanzell versorgt wärst, bis du einen guten Job findest, wie würdest du dich entscheiden?
Ist doch kein Leben, was du führst, wirst du irgendwann mal den Knoten in deinem Bauch los?
Bist du irgendwann mal völlig entspannt?

Beitrag von elli799 16.09.08 - 00:41 Uhr

entspannt bin ich die Tage vor dem Wochenende. Aber ab Do. bekomme ich schlechte Laune, weil ich schon wieder Angst vorm WE und dem was da kommt habe.

Ach Mensch, ich weiss es ja selber, aber er ist sonst wenn er nicht trinkt, der beste den ich mir vorstellen kann.

Ich weiss jetzt schon, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen werde. Liege jetzt auf der Couch, er ist im Bett. Er wird sicher gleich noch wach und wird dann hoffentlich die Toilette finden.

Ach zum kotzen ist das alles.

Beitrag von Morwena 16.09.08 - 00:53 Uhr

>Ach Mensch, ich weiss es ja selber, aber er ist sonst wenn er nicht trinkt, der beste den ich mir vorstellen kann.<

Mal ein sehr hartes Wort, das ich aber nicht böse meine.
Wenn er nicht trinkt, ist er nicht der beste Mann, den du dir vorstellen kannst (dann würde er nämlich nicht trinken) das ist nur die Freude, dass er mal freundlich ist, das ist die Dankbarkeit des getretenen Hundes, dass Herrchen ausnahmsweise mal nicht tritt, sondern einen Knochen mitbringt.
Wobei du sehr wohl weißt, dass die wenigen Stunden der Entspannung nur wieder das Vorspiel zu einer Eskapade sind.
Merkst du nicht,wie du dich zum demütigen Opfer machst, dankbar bist, dass er sich ab und zu mal wie ein normaler Mensch benimmt und dir stundenweise mal keine Bauchschmerz n macht?
Der hat dich total konditioniert, du bist ein dressiertes Hündchen, dass nach jedem bischen Zuneigung von Herrchen lechzt.
Würdest du deinenMann so bhandeln?Nein?
Warum lässt du dir das gefallen?
Stell dir mal vor, du mit deinem Kind in einer eigenen Wohnung, keine Bauchschmerzen mehr wegen ihm, kein besoffener Mann, der spät nach Hause kommt und nervt.
Du kannst tief durchatmen und wärst frei,ohne Stress mit ihm, täglich.
Schlechter als jetzt kann es dir doch kaum gehen.
Der wird sich nicht ändern, warum auch, aus seiner Sicht.

Beitrag von kinderreich 16.09.08 - 00:44 Uhr

Ich bin der gleichen Meinung wie Mariella, besser hätte ich es auch nicht schreiben können. Dein Freund ist Alkoholiker und somit krank. Er muss dringend einen Entzug machen! Nur so lange er das nicht selber einsieht wirst du es schwer haben. Er hat ja kein Problem, er kann ja jederzeit aufhören. Mach dich doch mal auf die Suche nach leeren Flaschen und geheimen Plätzen!Er wird immer alles wieder schön reden bis zum nächsten Absturz! Ich würde ihn vor die Wahl stellen, du wirst so mit ihm niemals glücklich. Oder möchtest du so weiter leben?
Du hast doch auch ein Kind. Für mich wäre das gar keine Frage was ich tun muss, alleine schon meinem Kind zuliebe!
Gaby

Beitrag von elli799 16.09.08 - 00:47 Uhr

zuhause trinkt er NIE !! Ich habe hier alles mögliche an alkoholischen Getränken.
Wenn ich mal sage, lass uns ein Glas Wein trinken, dann wil er nicht.
Er trinkt immer nur in Gesellschaft und kennt dann kein Maß.

Beitrag von kinderreich 16.09.08 - 00:57 Uhr

Glaub mir irgendwo ist immer etwas. Du kannst ihn ja auch nicht immer kontrollieren sie finden ihre Verstecke oder haben Tausend Ausreden! Du hoffst ja selber auf ein Wunder und weißt aber das es keinen Sinn hat. Du leidest unter dieser Situation dein Partner nicht!
Jeder Alkoholiker braucht ein gewisses Pensum an Alkohol und jeder schaut das es auch geheim bleibt. Nur draußen ist es etwas anderes, da ja alle trinken, kann man sich ordentlich Stoff geben. Kannst du im Ernst so glücklich werden?

Beitrag von codie 16.09.08 - 08:28 Uhr

Hallo,
ich kann nicht verstehen, warum du ihn wieder reingelassen hast. Offenbar hat er sich ja schon sehr oft
entschuldigt und ist immer wiede rin das gleiche Muster zurück.
So wie es aussieht ist er ein Alkoholiker, der am Ende noch seinen Job verliehrt wenn er so weiter macht.

Überleg mal was er für ein "Vorbild" für eure Tochter ist. ein Papa der ständig stinkbesoffen nach Hause kommt und ins Bett macht - nicht weil er krank ist, sondern weil er es nicht mehr merkt.
Wenn du noch halbwegs deine Würde bewahren willst lass ihn bei seiner Mutter und nicht mehr ihn die Wohnung! Du hattest es doch fast geschafft!

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