Suizidgedanken

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 08:50 Uhr

Guten Morgen an euch,

weiß nicht wie ich damit umgehen soll, mein Freund meinte gestern Abend, das er schon seit einigen Tagen darüber nachdenkt wie er sich am besten das Leben nehmen kann :-(

Ich war geschockt und wusste vir schreck gar nicht was ich dazu sage soll, außer vielleicht....:"Spinnst du, das machst du nicht!" oder so

Er ist am End und meint er seine nur ´noch eine Belastung für mich und seinen Sohn
Mein Freund ist Spielsüchtig,schon seit 20 Jahren, geht aber ab morgen in Therapie

Mache mir aber Sorgen,das er sie nicht durchsteht oder irgendwas anstellt!

#danke fürs zuhören

Beitrag von silkstockings 16.09.08 - 08:55 Uhr

Meistens ist das ein Hilferuf ... bei ihm mag es die Angst vor der Therapie sein.

Menschen, die darüber sprechen, bringen sich meistens NICHT um.

Ich finde allerdings so ein Verhalten unter aller Sau, emotionale Erpressung.

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 08:58 Uhr

dachte ich auch so,das man es ja vorher nicht sagt...
aber warum emotionale Erpressung???

Beitrag von silkstockings 16.09.08 - 09:00 Uhr

Machst du dir jetzt Sorgen? Gedanken?

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 09:05 Uhr

klar beides,

weißte er hatte nee scheiß kindheit (vater trank und schlug,...) und an seine sucht seit 20j.

er hat hunderttausende verspielt...,sagt selber das ich die jenige bin die ihn dazu bewegt hat endlich was zu machen

Beitrag von nick71 16.09.08 - 09:17 Uhr

"aber warum emotionale Erpressung???"

Weil er dir mit dieser Aussage eine praktisch untragbare Last aufbürdet und weil es immer irgendwo auch ein Versuch der Erpressung ist, um den Partner an sich zu binden. Stand bei euch (vielleicht kürzlich) mal das Thema Trennung im Raum, das DU aufgeworfen hast?

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 09:20 Uhr

nein also ja

aber nicht von mir aufgeworfen, sondern von ihm....

Beitrag von doctor-avalanche. 16.09.08 - 09:29 Uhr

Ich glaube nicht, daß hier emotionale Erpressung vorliegt. Er fordert ja nichts. Er sagt nicht, wenn sie das oder jenes nicht macht, dann...usw.!

Ich denke einfach, daß er sich in diesem Moment wirklich als Belastung für sie ansieht und meint, sie wäre besser ohne ihn dran.

Daß die Äusserung für sie belastend bzw. verwirrend ist, mag nachvollziehbar sein. Eine Erpressung liegt aber sicher nicht in seiner Absicht. Vielmehr eine Sinnsuche in seinem für ihn momentan deprimierenden Dasein.

Ich glaube allerdings auch nicht, daß er es tatsächlich macht. Vielmehr haben manche Menschen in besonders sinnentleerten Situationen das Gefühl, überflüssig zu sein. Vielleicht war ihre Reaktion genau richtig, denn sie hat ihm signalisiert, daß sie ihn eben nicht für überflüssig hält.

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 09:36 Uhr

vielen vielen #dank

Beitrag von maren.m 16.09.08 - 11:34 Uhr

Es kann aber auch schlicht und ergreifend ein Hilferuf sein und dass er hören möchte, dass er trotz aller Probleme noch liebenswert ist und gebraucht wird. Emotionale Erpressung sieht anders aus.

LG

Beitrag von dani0808 16.09.08 - 12:32 Uhr

Das ist ABSOLUT ERNST ZU NEHMEN!!!! Weil es nicht stimmt, dass sich diejenigen nicht umbringen, die darüber sprechen!!!! Sie tun es!!!!

Mein Rat!!! Schnapp ihn dir und bring ihn in eine Klinik!!!! UNBEDINGT!!!!

Ich bin Diplom Psychologin und weiß wovon ich rede. Macht er eine stationäre Therapie? Ruf dort an und sag, dass er Suizidgedanken hat und frag, ob ihr eher kommen könnt! Ansonsten such ein Kriseninterventionszentrum oder eine andere Psychiartrie.

Männer bringen sich häufiger um als Frauen, Frauen sind die mit den Selbstmordversuchen!!!! Statistisch betrachtet!!!!

Beitrag von kontra 16.09.08 - 16:06 Uhr

Hoffentlich wird dein Beitrag ernst genommen.

Gruß

Beitrag von kontra 16.09.08 - 16:05 Uhr

Der überwiegende Teil der Menschen, die Suizid begehen, kündigten dies vorher an!

Ich würde das keinesfalls runterspielen.

Gruß

Beitrag von schlumpfine2304 16.09.08 - 08:57 Uhr

hey.
ein wenig kann ich dich beruhigen.

wenn man seinen "selbstmord" ankündigt, tut man es in der regel nicht ....

dafür habe ich zwei beispiele. eins in jede richtung.
ich selber ... totunglücklich, schrieb irgendwann in mein tagebuch "morgen bringe ich mich um" ... und siehe da, ich lebe noch.

ein kumpel, lebensfreude in person (dachten alle), springt einfach so vom dach. ohne gründe, ohne abschiedsbrief ...

ich denke, dein freund ist ein wenig geltungsbedürftig!

ist nur meine meinung!

lg a.

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 09:02 Uhr

ja danke,ich denke auch das er nicht macht, weil er vorher gesagt hat....

vielleicht sagt er es aber auch weil er mich irgendwie darauf "vorbereiten" will #kratz

wg. seinem sohn oder wegen meiner ss,keine ahnung

Beitrag von schlumpfine2304 16.09.08 - 09:06 Uhr

oder er kommt ... in seinen gedanken ... im moment einfach zu kurz und "bettelt" so um deine aufmerksamkeit.

und es hat funktioniert. du machst dir gedanken! vielleicht sprichst du das thema mal an, dass sicherlich mit zwei kindern nicht mehr der spielsüchtige freund im vordergrund steht, aber du ihn trotzdem liebst und mit ihm zusammen sein willst!

ernst nehmen würd ich seine aussagen schon, aber überbewerten halt nicht.

lg a.

Beitrag von soinchen 16.09.08 - 09:02 Uhr

Hallo,

ich würde das auf jeden Fall ernst nehmen, weil man nie wissen kann, ob jemand das dann tatsächlich macht. Das kann auch ganz spontan aus akuter Verzweiflung passieren.

Meine Mutter hat auch immer wieder mal davon gesprochen und hat sich letzten Endes dann wirklich umgebracht.

Ich hab' mich viel mit dem Thema beschäftigt und es ist z.B typisch für Suizidgefährdete, dass sie sich als Belastung für andere sehen.

Alles Gute für Euch

Soinchen

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 09:09 Uhr

#danke
tut mir leid,wg deiner mum

ich denke da hilft es auch nicht ihm zu sagen das er in keinerlei hinsicht eine belastung ist ,oder????

weil wenn er es für mich wäre,dann wäre ich nicht mehr bei ihm

lg

Beitrag von soinchen 16.09.08 - 09:12 Uhr

Nein, ich denke dass da nur eine Therapie helfen kann und auch dann wird es lange dauern.

Beitrag von paulfort35 16.09.08 - 09:02 Uhr

Ich würde auf jeden Fall die Therpeuten informieren.

Beitrag von litha 16.09.08 - 09:14 Uhr

Das ist auf jeden Fall ernst zu nehmen. Gerade die Aussage, dass er sich als Belastung sieht.

Wenn er morgen mit einer Therapie beginnt (war das sein Wunsch?) besteht die Möglichkeit auch darüber zu sprechen. Über seine Versagensängste. Denn nichts anderes ist das ja.

Du kannst ihm nur zeigen, dass du zu ihm stehst und gemeinsam mit ihm das anpacken willst. Ob er es letztendlich so annehmen kann, wird sich zeigen.

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 09:19 Uhr

danke

ja es war sein wunsch die therapie zu machen, wobei der selbst sagt, das ich ihn dazu bebraucht habe endlich was zu tun

ich versuch auf jeden fall ihm zu zeigen/sagen das ich für ihn da bin

Beitrag von maeuschen06 16.09.08 - 09:27 Uhr

Hallo,

schon mal was von Co-Abhängigkeit gehört? Wenn nicht, informiere dich ganz schnell!

Mir ist nur unklar, wie man in einer solch desolaten Situation noch ein Kind in die Welt setzen kann. Vom Unterhalt kannst du dich jetzt schon verabschieden, wer seine Sucht 20 Jahre nicht in den Griff bekommt, der wird sich nicht mehr ändern.

lg

Beitrag von madlen784 16.09.08 - 09:33 Uhr

hallo?
er macht ab morgen ne therapie???
die ss war natürlich nicht geplant. aber zu sagen das er es nicht mehr in griff bekommt ist schon nicht schön....

kann man wohl nur verstehen wenn es jemanden betrifft, wenn jemand in deiner familie eine suchtkrankheit hätte, würdest du sicherlich auch nich sagen: # der wird sich nicht mehr ändern#

Beitrag von maeuschen06 16.09.08 - 09:50 Uhr

Hallo,

glaub mir, ich habe mehr Erfahrung mit Suchtkranken, als mir lieb ist. Und genau deshalb sage ich das.

Natürlich gibt es einige, die eine Therapie schaffen und auch noch nach so langen Jahren der Abhängigkeit. Aber, es ist verdammt schwer und die meisten schaffen es erst, wenn die Angehörigen sie wirklich hängen lassen. Durch Co-Abhängigkeit werden die Suchtkranken in ihrer Sucht (ungewollt) unterstützt.

Bei dir klingt das sehr danach, er setzt dich unter Druck und du springst darauf an. Wenn er sich töten will, dann macht er das und du kannst es nicht verhindern. Aber er will nicht, sondern nur dich unter Druck setzen und verhindern, dass du ihn zu etwas zwingst, was er gar nicht will.

Informiere dich ganz dringend über Co-Abhängigkeit, es gibt viele Kreise für Angehörige von Suchtkranken. Das ist für dich sehr wichtig!

lg

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