Bisher Alg2, bald Studium (und Kind) was steht mir zu?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von pollly 16.09.08 - 09:07 Uhr

Hallo,
vielleicht weiß hier ja jemand was:)

Also, seit mein Kleiner da ist, lebe ich (leider) von Alg2. Nicht schön, aber es ging/geht in dieser Situation nicht anders.

So, ab März gehe ich dann wieder zu Schule. Es ist eine Private Akademie (in meiner Richtung gibt's keine Alternative), kostet im Monat 380 Euro, hab das Glück, dass meine Eltern das bezahlen.

Aber was ist mit der Miete, bezahlt die weiterhin das Amt??
Oder falle ich aus der Alg2-Geschichte raus?

Oder Bafög? Die Schule ist ja Bafög gefördert. Müsste bei mir elternunabhängig sein, da abgeschl. Ausbildung...
Aber Bafög ist soo wenig. Wir leben in Köln, unter 600-800 Euro ist da keine Wohnung zu bekommen.

Dazu kommt noch, dass ich gerne mit meinem Freund zusammen ziehen möchte (unbedingt!), wird sein Einkommen (ca.1300) dann mit meinem (Unterhalt 200, KiGeld 150) verrechnet???


Aber ich will doch nicht vom Geld meines Freundes Leben?!

Was ist eigentlich mit Wohngeld? Würd mir das zustehen??

Ach, ahnungslose Grüße und danke für Antworten:-)
Lea

Beitrag von maeuschen06 16.09.08 - 09:24 Uhr

Hallo,

woher kommt eigentlich deine Anspruchshaltung? Kind, eigene Wohnung, schönes Leben und alles sollen andere bezahlen. Wo bleibt da die Selbstverantwortung? Schon mal darüber nachgedacht, selber auf etwas zu verzichten?

Andere Studenten leben auch nicht in einer eigenen Wohnung, sondern im Studentenwohnheim, wenn das Geld nicht reicht. Ich habe mit einigen Müttern studiert, die haben in winzigen Zimmern oder Wohnungen gehaust, weil es eben nicht anders finanzierbar war. Aber es ist ja so bequem, wenn man sich sein ganzes Leben von anderen bezahlen lässt.

"Aber ich will doch nicht vom Geld meines Freundes Leben?!"
Warum nicht? Und wieso nimmst du lieber unser Geld?

Ich frage mich langsam, wie lange eine solche Generation von Anspruchstellern noch finanzierbar ist. Meine Eltern haben mir beigebracht, mein Leben selber zu finanzieren und nur im absoluten Notfall Hilfe anzunehmen. Scheint aber mittlerweile altmodisch zu sein.

Zu deinen Ansprüchen, für dich fällt ALG II weg, dafür bekommst du Bafög. Dein Kind hat weiter Anspruch auf ALG II. Wenn ihr zusammen zieht, wird das Geld deines Freundes angerechnet, denn ihr seid eine Bedarfsgemeinschaft. Ist er der Vater des Kindes? Wenn ja, muss er euch sowieso jetzt schon Unterhalt zahlen.

Ein großer Schritt wäre nicht zu fragen, was steht mir zu, sondern wie kann ich verzichten, um so weit wie möglich alleine klar zu kommen?

lg

Beitrag von pollly 16.09.08 - 09:28 Uhr

Auf was soll ich denn verzichten? Auf die Wohnung, auf's Studium oder auf's Kind?

Beitrag von maeuschen06 16.09.08 - 09:31 Uhr

Jede Menge Studenten wohnen noch zu Hause, zum Beispiel. Es gibt Wohnheimzimmer für Studentinnen mit Kind ... es muss nicht immer die teure eigene Wohnung sein.

Und soll dich dein Partner dich nicht mitfinanzieren, wenn ihr zusammen wohnt?

Beitrag von pollly 16.09.08 - 09:35 Uhr

Zu Hause? Nein, geht nicht!
Studentenwohnheime kosten auch Geld.
Es soll keine ''teure, eigene'' Wohnung sein.
Glaub mir, ich (wir) sind nicht anspruchsvoll was das angeht.

Beitrag von maeuschen06 16.09.08 - 09:46 Uhr

"Zu Hause? Nein, geht nicht! " Warum nicht?

"unter 600-800 Euro ist da keine Wohnung zu bekommen. "

"Aber ich will doch nicht vom Geld meines Freundes Leben?! "

Mir ist schon klar, dass das für DICH nicht anspruchsvoll ist, das war ja der Punkt, aber für mich ist das sehr anspruchsvoll.

Beitrag von drachenengel 16.09.08 - 09:53 Uhr

Tja, jung mag man nicht bescheiden leben.

LG

Beitrag von paulinchen07 16.09.08 - 15:44 Uhr

Schwachsinn.
Auch junge Mütter können bescheiden sein.

Beitrag von phoe-nix 16.09.08 - 09:54 Uhr

Ne Wohnung für 600 - 700 Euro ist ANSPRUCHSVOLL, wenn man auf anderer Leute Kosten zu leben plant.

Andere Studenten können sich auch keine eigene Wohnung leisten und hausen in WG oder Wohnheim oder eben bei den Eltern.

Warum hast Du einerseits ein Problem damit, dass das Einkommen Deines Freundes auf das ALGII angerechnet werden könnte, aber überhaupt kein Problem, Dich von der Allgemeinheit durchfüttern zu lassen?

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von pollly 16.09.08 - 10:24 Uhr

Ja ok ok, 600 700 Euro war vielleicht ein bisschen zu hoch. Aber Leute, Köln IST teuer, wirklich!

Ich habe auch schon in MINIBuden gehaust, auch in Studenten-WGs.
(Meine Eltern wohnen am A... der Welt. Da ist nichts mit studieren ind so....)

Aber nun möchte ich halt gerne mit Freund und Kind zusammen und nicht in eine Studentenbude!

Mein Lebensglück hängt auch nicht von der Größe der Wohnung ab. Ob die jetzt 30 40 oder 100 Quadratmeter groß ist---egal---da bin ich echt nicht so anspruchsvoll.
Aber passen muss es halt.

Ehm, ja, ich möchte einfach nicht, das mein Freund finanziell für mich zuständig ist. Ist eher ein persönliches Problem.

Aber es nervt mich total, wenn ihr es immer als absolutes Unding darstellt, finanziell vom Staat unterstützt zu werden. Ich werde doch noch lange genug ins Staats-Töpfchen einzahlen. Dann kann ich doch froh sein, in finanziell schwierigen Zeiten (wie Ausbildung zB) ein bisschen unterstützt zu werden.
Bitte erklärt mir mal, was daran so schlimm ist?!



Beitrag von phoe-nix 16.09.08 - 10:32 Uhr

Du verstehst ernsthaft nicht, dass wir es als Unding betrachten, dass Du Dich lieber von "uns" durchfüttern läßt und Dir Deine Zukunftspläne finanzieren läßt als von Deinem Freund, mit dem Du leben willst?

Ich kann gut verstehen, dass Du lieber als Familie zusammen leben möchtest und nicht in einer Studentenbude hausen aber das hat doch nicht die Allgemeinheit zu tragen!

Dann mußt Du wohl doch auf Kosten Deines Mitbewohners leben, wenn Bafög/Unterhalt/Kindergeld nicht reichen oder tatsächlich nebenbei arbeiten, was viele andere Studenten auch tun.

Beitrag von pollly 16.09.08 - 10:43 Uhr

Von 'Euch' ? Ich finde solche Aussagen #augen

Naja, klar werde ich (wahrscheinl.) auch wieder bissl Jobben gehen. Nur so viel Zeit wird neben Studium/Kind halt nicht bleiben, dass ich da sooo viel verdienen könnte...


Aber ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie man sich darüber ärgern kann, dass junge Menschen während ihrer Ausbildung/Studium/Schule staatlich unterstützt werden.

Angenommen du hast Kinder die später studieren wollen/Schule machen oder sowas... , würdest du Bafög oder Ähnliches für sie prinzipiell ablehen?

Beitrag von muggles 16.09.08 - 11:00 Uhr

Ich finde auch, dass Du Deine Ansprueche ganz schoen hoch haengst.

Privat-Uni, die von Deinen Eltern finanziert wird. Fuer den Rest (Wohnung, Leben etc.) willst Du die Allgemeinheit in die Pflicht nehmen, aber nicht Deinen Lebenspartner.

Ich habe nichts gegen junge Menschen, die waehrend ihrer Ausbildung finanziell unterstuetzt werden. Aber Dein Fall liegt etwas anders: Du hast bereits eine Ausbildung, warum arbeitest Du nicht im erlernten Beruf?

Ihr habt ein Kind in die Welt gesetzt, da muesst Ihr meiner Meinung nach mal erwachsen werden und in den sauren Apfel beissen. Dazu gehoert nun mal, Abstriche zu machen: Entweder Studium oder billige und kleine Wohnung, bzw. Job, der nicht richtig Spass macht, dafuer bessere Wohnverhaeltnisse.

You can't have the cake and eat it!

Claudia

Beitrag von pollly 16.09.08 - 11:20 Uhr

Privat-Uni deshalb, weil es in diesem Bereich nun mal keine Alternative gibt. Leider.

Den Beruf habe ich gelernt um dieses Studium zu machen.

Mein Freund hat das Kind garnicht in die Welt gesetzt;)

Ich hab ja schon öfter gesagt: Die Wohnung kann mini sein. Aber ich muss sie trotzdem irgendwie bezahlen können. Und in Köln sind auch Mini-Wohnungen teuer.

Klar, Abstriche muss man machen. Als Studentin kann ich in keinem 'Palast' wohnen. Wer hat gesagt, dass ich die Illusion habe und das möchte?? #kratz
Eine 2-3 Zimmer Wohnung in Köln ist teuer, vielleicht nicht soo teuer wie ich angab (sorry) aber trotzdem TEUER!

Beitrag von tweety12_de 16.09.08 - 17:29 Uhr

2-3 zimmer wohnung ist für dich abstriche machen ???:-[

eine einzimmer wihnung reicht auch.....

wenn dein freund dazu will, dann soll er doch das größere finanzieren.

wer garantiert den steuerzahlern, das du auch jemals nur irgentetwas ins töpfchn einbezahlst, mit der ach so tollen einstellung und einschränkung??

mädel, geh in deinen erlernten beruf und arbeite!!!! spare und finanziere deine 2. ausbildung selbst und nicht von unserem geld !!!!

wenn ich sehe, was wir jeden monat abdrücken und wenn ich dann auch noch sehe, was für schmarotzer damit durchgefüttert werden dann könnte ich k....#wolke#wolke:-[:-[#klatsch

gruß alex.....

Beitrag von juniorette 17.09.08 - 09:21 Uhr

2-3 Zimmerwohnung mit 30-40 qm?!?!?!

Sag mal, geht's noch?!?!?!

Ich hab in einer 1-Zimmer-Studentenbude von 15 qm gewohnt (obwohl mir 40 qm auch lieber gewesen wären).

Du bist anspruchsvoll ohne Ende.

Beitrag von pollly 17.09.08 - 12:39 Uhr

du hast mit Kind und Freund in einer 15 qm Wohnung gewohnt. Naja, geht auch, sicher. besser als obdachlos!

Also ich habe mal alleine in einem 12 qm Zimmer in einer dreier wg gewohnt. Alleine war das ok!

Beitrag von phoe-nix 17.09.08 - 12:44 Uhr

Der Freund tut in finanzieller Hinsicht ja erstmal ncihts zur Sache - im Gegenteil, zu dritt wird es anteilig ja sogar noch günstiger.

Beitrag von juniorette 17.09.08 - 12:54 Uhr

"du hast mit Kind und Freund in einer 15 qm Wohnung gewohnt. Naja, geht auch, sicher. besser als obdachlos! "

Es gibt auch Leute, die erst dann Kinder in die Welt setzen, wenn sie es ohne die Hilfe der Allgemeinheit (ALG2, Bafög,...) finanzieren können. Das nennt man "vorausschauend denken".

Abgesehen davon kann man natürlich auch mit einem Kind auf 15 qm wohnen, wenn man keine andere Wahl hat.

Allerdings hast du die Notwendigkeit gar nicht, denn ein Studium an einer "Privat-Uni" ist KEINE Notwendigkeit. Zur Not macht man eine Lehre im Ort seines Elternhauses, wohnst bei deinen Eltern und bekommt sogar etwas Geld von seinem Ausbildungsbetrieb.

Von mir aus sollen deine Eltern dir eine 1000 qm Wohnung finanzieren, aber sicher nicht die Allgemeinheit.

Beitrag von phoe-nix 16.09.08 - 11:02 Uhr

Unterstützung während der Ausbildung ist ja eine Sache - Du hast aber bereits eine Ausbildung und planst ein trautes Familienleben, das Dir andere "wir Steuerzahler" zu finanzieren haben.

Es kann doch nicht angehen, alles auf Kosten anderer realisieren zu wollen - wenn Du so jung Mutter bist, geht eben nicht alles so, wie Du Dir das vorstellst.

Für mich besteht übrigens ein gewaltiger Unterschied zwischen Bafög für EINE Ausbildung und dem Leben von ALGII, weil man weder selbst arbeiten mag, noch dem Partner auf der Tasche liegen und sich eine Familie gönnt, die man sich nicht leisten kann.

In unserer Familie hat bislang noch niemand staatliche Förderung für Ausbildung/Studium benötigt, das wurde selbst finanziert - übrigens auch in meinem Freundeskreis.

Beitrag von pollly 16.09.08 - 11:28 Uhr

Klar, wir sind ja bei 'so ist es' und nicht bei 'wünsch dir was' ;-)
Ich bin nicht realitätsfremd.
Trotz Kind beruflich weiter zu kommen und dabei in einer Wohnung zu wohnen und nebenbei noch was vernünftiges im Kühlschrank zu haben kann doch wohl nicht eine so große Illusion sein oder?

Und staatliche Hilfe zu bekommen, finde ich (situatinsbedingt!) nicht verwerflich.

Beitrag von mannu 16.09.08 - 11:50 Uhr

"Trotz Kind beruflich weiter zu kommen und dabei in einer Wohnung zu wohnen und nebenbei noch was vernünftiges im Kühlschrank zu haben kann doch wohl nicht eine so große Illusion sein oder? "

Sicher nicht und deswegen auch selbst finanzierbar....

Es gibt Leute die gehen Vormittags studieren und Abends arbeiten...

Sicher passt das nicht in den Plan mit Kind, aber wenn du unbedingt der Meinung bist, dass du studieren musst, dann muss DEINE Familie eben Abstriche machen.


Beitrag von ruhrpottjunge 16.09.08 - 11:52 Uhr

Nur, dass du nicht unverschuldet in diese "Situation" hineinkommst, sondern die Situation bewusst herbeiführst.

Weil du so und so und so leben willst, aber das Geld nicht selbst verdienen und auch nicht von deinem Freund bekommen willst, darf die Allgemeinheit zahlen?

Tut mir auch nicht leid, es so deutlich zu schreiben: Mit so einer Einstellung brauchst du ein Studium gar nicht erst zu beginnen, du gibts eh nach ein paar Monaten auf, weil dir nicht alles auf dem Silbertablett serviert werden wird.

Beitrag von pollly 16.09.08 - 12:09 Uhr

<<Tut mir auch nicht leid, es so deutlich zu schreiben: Mit so einer Einstellung brauchst du ein Studium gar nicht erst zu beginnen, du gibts eh nach ein paar Monaten auf, weil dir nicht alles auf dem Silbertablett serviert werden wird. >>

Verdammt hohle Aussage Mann!!

Beitrag von phoe-nix 16.09.08 - 12:06 Uhr

Ich gönn Dir das von Herzen, solange "ich" es nicht finanzieren soll.
Du hast ne Ausbildung und ein Kind und mußt Dir wohl überlegen, was Dir wichtiger ist - die Wohnung mit Partner/Kind oder vernünftiges Essen im Kühlschrank!