Wie geht ihr mit bocken um?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 09:19 Uhr

Hallo!

Ich möchte von euch was wissen. Wie reagiert ihr, wenn euer Kind bockt, sich auf den Boden fallen lässt, schreit, heult und somit versucht seinen Willen durchzusetzen. Wie reagiert ihr auf diese Situation? Was unternehmt ihr?

Ich weiß, dass man diese Frage nicht pauschal beantworten kann, aber mich interessiert euer persönliches Verhalten bei eurem Kind. Um euren Sachverhalt darzustellen, wäre es vielleicht hilfreich das Alter eurer Kinder zu wissen.

Hoffe auf regen Meinungaustausch und viele Erfahrungen.

MFG Franzi

Beitrag von thea21 16.09.08 - 09:30 Uhr

Hallo,

Sophia ist 2 Jahre und 7 Monate alt.

Ich bleibe definitiv konsequent, allerdings beschränken sich bei mir "Verbote" und naja allg. "Neins", auf mir wirklich wichtige Dinge.

Ich habe vor längerer Zeit selbst mitbekommen, das ich viele Sachen viel zu eng gesehen habe, erstmal nein gesagt ohne für mich selbst zu hinterfragen ob es jetzt wirklich schlimm wäre, wenn sie ihre Bausteine im Wohnzimmer verteilen will. (nur mal als simples Beispiel)

Wenn sie jetzt aber zB. am Kiosk bei uns unten keinen Lutscher bekommt, weil sie vorher schon Süßes hatte und es bald Abendbrot gibt, bleibe ich konsequent.

Wenn sie meint sie muss bocken, weil sie traurig oder wütend ist, soll sie es tun. Es ist ja ihre berechtigte Emotion in dem Moment und die gestehe ich ihr zu.

Sobald sie sich einigermaßen beruhigt hat hole ich sie zu mir und frage sie was "los ist".

Meist sagt sie mir dann (bezogen auf die genannte Situation zB.): Ich bin traurig...

Wenn ich sie frage warum, sagt sie mir, weil sie gerne einen Lutscher gehabt hätte, dann erkläre ich ihr aber nochmal ruhig WARUM sie keinen bekommen hat und meist ist es dann okay.

OFtmals bockt sie jetzt zB. auch wenn sie bestimmte Schuhe anziehen möchte, die jetzt aber definitiv nicht mehr gehen. Um die ganze SAche EEEEEEEETWAS abzuschwächen gehe ich den Kompromiss ein und stelle 3 Paar Schuhe zur Auswahl und dann ist sie auch wieder besänftigt und sucht sich daraus Schuhe aus.

LG

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 09:40 Uhr

Du gehst also den etwas einfachen Weg zum Beispiel bei den Schuhen. Da hab ich eine Frage zu. Hast du nicht das Gefühl, dass sie vielleicht etwas überfordert ist, aus 3 Paar Schuhen den richtigen zu finden? Machst du sowas auch, wenn ihr unter Zeitdruck steht oder planst du immer genügend Zeit ein.

Das du mit ihr sprichst und es ihr erklärst, finde ich super. Auch das du versuchst ruhig zu bleiben, finde ich auch klasse.

Beitrag von thea21 16.09.08 - 09:48 Uhr

Hallo,

naja der einfache Weg...kann man so oder so sehen.

Generell erstmal plane ich immer genug ZEit ein, da sie einfach in einem Alter ist, wo das nötig ist.

Dann ist es einfach so das sie Alters-Entwicklungsbedingt einfach in viele "Entscheidungen" eingebunden werden möchte.

Das mit den 3 Paar Schuhen ist bei IHR zB. ein Erfahrungswert, weil ich mitbekommen habe, als ich ihr 2 Paar hinstellte, das sie einfach nicht aussuchen wollte.

Nachdem ich es mit 3 Paar versucht habe, wählte sie relativ zügig aus, welche sie tragen möchte.

Sie hat auch sehr lange Haare bekommen, der Pony geht bis zum Mund, ein Zopf oder ne Spange sind da unumgänglich, will sie aber derzeit nicht, erkläre ich ihr aber das die Haare dann beim spielen stören und biete ihr an auszusuchen ob sie Zopf ODER Gummie möchte, ist sie kompromissbereit und sucht sich selbst aus was sie mag.

Das mit dem erklären finde ich wichtig und ehrlich gesagt fällt mir das ruhig bleiben ziemlich einfach (bis auf tagesformabhängige Situationen).

Ihre Emotionen gestehe ich ihr zu weil ich es selbst schrecklich finde "besänftigt" zu werden wenn ich sauer,wütend oder traurig bin....so nach dem Motto: "Nun ist aber gut, komm mal wieder runter"

Ich finde es völlig normal wenn sie in bestimmten Situationen traurig ist, oder wütend, oder enttäuscht und das darf sie ausleben, spätestens wenn sie sich "ausbebockt" hat erzählt sie mir ja auch warum und das dann auch ruhig und ich kann vor allem DANN in Ruhe auf sie eingehen, weil es vorher in dieser Situation nicht möglich war.

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 09:53 Uhr

Vielleicht ist das der Knackpunkt. Vielleicht sollten wir die Emotionen mehr zu lassen, die sie in dem Moment erleben, damit sie danach ruhiger mit der Situation umgehen.

Ich finde wirklich, dass sich das alles super bei dir anhört.

Ich hoffe für euch, dass klappt auch weiterhin so.

Beitrag von thea21 16.09.08 - 10:05 Uhr

Dankeschön :-)

Eins kannst du mir glauben, einfach ist es nicht immer ;-) Wenn man aber diese "Gedanken" im Hinterkopf hat, warum/wieso/weshalb, ist es um Längen erträglicher manchmal ;-)

Als Sophia noch um 1 Jahr alt war, lies ich schon oft Nerven und dachte ich dreh im Kreis, nur waren ihre "Böcke" da einfach noch anderer Natur, als sie es heute sind.

Mach dir nur immer zum Leitsatz, dass sie noch so klein sind und selbst manchmal die Welt nicht verstehen.

Sophia ist jetzt gerademal 2einhalb Jahre auf der Welt, wie soll sie da schon soviele Dinge wissen/berücksichtigen, wenn sie sich selbst erstmal richtig wahrnimmt und weiß, dass sie durch ihr Verhalten Dinge beeinflussen kann :-)

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 10:07 Uhr

Du hast schon Recht. Sie sind jung und müssen von uns, wie man immer so schön sagt, geführt, geleitet werden. Sie müssen erst mal alles erlernen und die Zusammenhänge verstehen.

Also eine Portion von deiner Ruhe möchte ich haben.

Beitrag von thea21 16.09.08 - 10:14 Uhr

*Schmunzel* du bist süß.

Alles ne Sache der Übung, was meinst du wie oft ich schon in ein Kissen gebrüllt habe, oder innerlich bis 3 zählen musste.

Ich weiß, als sie ihre Hochphase vor etwa 4 Monaten hatte, das ich mich selbst hinterfragt habe und viele Fehler bei mir selbst entdeckt habe.

Fehler insoweit, dass zwar bestimmte Verbote sinnvoll waren, bestimmte NEINS für mich wichtig, ich ihr aber wenig Selbstständigkeit, Eigenentscheidung zugeteilt habe.

Die Kinder sind sooooooo stolz, wenn sie selbst etwas schaffen und ich habe mitbekommen, dass das Miteinander sehr viel entspannter ist, wenn ich danach lebe.

Es gibt bei uns klare Grenzen und Linien, wenn ich im Supermarkt stehe und sie bockt, weil sie diese und jene Süßigkeit haben will, bleibe ich konsequent bei meinem nein (zB. Thema sie hatte schon genug, oder es gibt bald essen, oder, oder, oder), verstehe aber wie gesagt wenn sie dann weint. Sie ist in der Situation einfach traurig und zugleich natürlich wütend weil sie DAS was sie unbedingt wollte nicht bekommen hat.

Mich stört es mittlerweile nicht mehr im geringsten wenn sie sich "austobt", soll sie doch, ist ja IHR gutes Recht...Sie kommt von allein wieder an und sagt mir: Bin wieder lieb! Dann ist auch alles vergessen für sie.

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 10:28 Uhr

Also schaltest du dumme Kommentare, die von anderen kommen könnten im Supermarkt einfach aus oder halt Blicke.

Ich finde es gut, dass du so konsiquent bist, aber auch gleichzeitig Freiraum lässt, damit sie eslbst die Welt entdecken kann.

Beitrag von thea21 16.09.08 - 10:35 Uhr

Ehrlich gesagt weiß ich nciht ob ich "automatisch" blöde Blicke ausschalte, weil ich wenig auf andere achte, sodass ich nicht sagen kann ob jemand blöde guckt.

Ich weiß nur das ich das ein oder andere mal von 2-3 Omis wirklich schöne Komplimente alá:" Schön wie Sie mit ihrem Kind umgehen" bekommen habe. Sowas geht natürlich runter wie Öl.

Selbst wenn einige Menschen meinten sie müssen komisch gucken oder gar Kommentare bringen, wäre es mir GLAUBE ICH egal, denn ich merke jeden Tag für mich selbst, dass das was ich tue "fruchtet".

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 10:41 Uhr

Das glaub ich dir, dass solche Kommentare gut tun.

Ja, wenn man sieht, dass es klappt und funktioniert, dann sollten einen die anderen auch egal sein.

Beitrag von bea_23 16.09.08 - 09:33 Uhr

Hallo Franzi,meine Kleine war knapp 2 als ich ihr im Walmart was verboten habe,da hat sie sich auf den boden geschmissen und ich habe sie liegen gelassen. Da sind viele Kunden zu ihr hin und jeder wollte sie bedauern,aber ich stand knapp 10m entfernt und irgendwann hat meine Tochter sich beruhigt und kam zu mir. Es waren zwar manche dabei die sagten man müßte mir das Kind wegnehmen,aber ich habe auch zuhören gekriegt schön das du so konsequent geblieben bist ich könnte das nicht. Aber meine Maus hat es gelernt.

Sorry für das viele #bla

Lg Bea

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 09:42 Uhr

Hallo Bea!

Ich glaube, so würde ich es auch machen. Meine Mam meinte auch mal, dass jedes Kind von uns sich nur einmal auf den Boden geworfen hat und dann nie wieder, weil sie es so gemacht hat wie du.

Es gibt doch immer verschiedene Meinungen, lass dich nicht ärgern.

Beitrag von bea_23 16.09.08 - 09:48 Uhr

Hallo meine Tochter ist heute 6 und nur zickig. Schlimmer ist mein Sohn28Monate und der wird richtig agressiv schlägt und beißt sich,seine Schwester und mich,bei ihm muß ich mir was einfallen lassen. Aber da finde ich auch noch ein Weg.

Lg Bea

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 09:54 Uhr

Wenn du einen Weg gefunden hast, kannst du ja mal davon berichten, denn sowas stell ich mir schwer vor.

Beitrag von bea_23 16.09.08 - 10:05 Uhr

Das kannst du laut sagen. Im moment versuche ich ihn im Arm zu nehmen und zu beruhigen. Das klappt eigentlich ganz gut. Aber es klappt halt nicht immer. Vor allem dadurch das ich im moment selber nicht fit bin und morgen erfahre wann ich am Meniskus operiert werde.

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 10:08 Uhr

Heißt das, du hälst in dann fest oder eher so drücken und lieb haben?

Beitrag von bea_23 16.09.08 - 10:27 Uhr

Drücken und liebhaben. Richtig feste bringt nichts weil er dann noch agressiver wird. Mir wurde ja schon gesagt,lass ihn auf Ads untersuchen aber ob es das wirklich ist?

Lg Bea

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 10:29 Uhr

Manchmal finde ich, dass viel zu schnell zu dieser Krankheit tendiert wird. Klar kannst du es überprüfen lassen, aber vorher würde ich mich belesen, was diese Krankheit überhaupt genau ist.

Beitrag von bea_23 16.09.08 - 10:44 Uhr

Ja da hast du Recht. Vor allem selbst der Arzt meint er hat soviel durch,Kortison,Lungenentzündung Khaufenthalte,irgendwann rebelliert jeder und das scheint seine Art zusein. Vor allem dadurch wurde er ziemlich vertätschelt von mir#schein. Aber ich denke wir werden das im Griff kriegen.

Lg Bea

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 10:50 Uhr

Genau, lass dir mal nichts einreden und schau, ob du die Situation nicht selbst regeln kannst.

Beitrag von fruehchenomi 16.09.08 - 09:40 Uhr

Ist Dein Kind (gem VK) ein Jahr alt ? Denn es ist schon ein himmelweiter Unterschied, ob ich ein "Böckchen" mit einem Jahr oder mit drei Jahren vor mir habe.
Als meine Tochter 3 war, hatte sie das bocken und zicken einmalig drauf, besonders gerne in Läden und in der Öffentlichkeit. Wenn sie offensichtlich keinen Grund dafür hatte, hab ich ihr nur gesagt, wenn du wieder normal bist, kannst du nachkommen - und hab sie sitzen/liegenlassen, egal wie vorwurfsvoll ich angeschaut wurde von anderen. Ich ringe doch nicht im Laden mit einem "Brüllbock" #schock - ging um die nächste Regalecke und keine 2 min später kam sie angewackelt "bin wieder lieb"......
Bockt/zornt heute mein Enkelchen ( 1 3/4 Jahre) dann schau ich sie an und sag ganz ernst und etwas lauter "was soll das denn ? neiiiin !" Da sie sonst gewöhnt ist, dass Omi immer freundlich lachend mit ihr umgeht, kuckt sie meist groß und hört auf. Ich lenk sie dann auch gleich mit irgendwas ab. Sollte sie weiterbocken, würde ich sie einfach sitzen lassen, nochmal nein sagen und kurz aus Sichtweite gehen, damit sie merkt, irgendwas läuft gerade falsch, Omi spielt nicht mehr mit mir... große Erklärungen verstünde sie wohl noch kaum.
Deswegen - das Alter spielt schon eine Riesenrolle bei unseren "Böckchen". :-)
Viel Erfolg
LG Moni

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 09:45 Uhr

Hallo Moni.

Mir geht es auf einer Seite um mein Kind, weil es gerade seinen eigenen Willen entwickelt und gestern das erste mal lauthals im Kaufhaus gebockt hat, weil wir nicht dort langgegangen sind, wo sie hin wollte.

Andererseits geht es mir natürlich auch darum, wie ich reagieren könnte, wenn sie älter wird. Ich möchte einfach Erfahrungen hören, diskutieren und austauschen.

So wie su es machst, hört sich das soch prima an. Man hört halt den Unterschied zu Mutter und Oma raus.

Beitrag von fruehchenomi 16.09.08 - 11:22 Uhr

......Man hört halt den Unterschied zu Mutter und Oma raus....

ach so ??? :-p Darf ich fragen, inwiefern ? :-D Ich schmunzele gerade so vor mich hin bei Deiner Bemerkung.
Wobei ich meine Enkelmaus durchaus auch im Laden stehenlassen werde, wenn sie mit 3 ihre "Anfälle á la Mama" kriegen sollte #freu
LG Moni

Beitrag von captpicardvonsdh 16.09.08 - 11:33 Uhr

Weil ich finde, dass du dich anhörst wie meine Mam. Sie war auch sehr konsiquent bei uns, aber man merkt halt manchmal, dass sie jetzt nur noch die Oma ist und sich mit ihrer Strenge in Grenzen hält, so wie das auch sein sollte.

Schauen wir mal, ob du die Kleine wirklich stehen lassen würdest, wenn es soweit ist.