Ein Klaps auf dem Po hat noch keinem geschadet...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von baeumchen2006 16.09.08 - 11:12 Uhr

.. das hab ich heut morgen von einer Mama in der Krippe gehört.

Hallo Ihr lieben,

ich kenne diese Mutter. Ihr Sohn geht mit meiner Tochter in eine Gruppe. Er wollte nicht so, wie sie es wollte und dann kam der Spruch: "...oder willst Du wieder paar auf den Popo bekommen?"

Hab sie gefragt, ob es der einzige Weg in ihren Augen sei? Ja, es hat noch keinem geschadet. Und außerdem haut sie ja nicht sehr zu.
Sehr hin oder sehr her. Das steht ja gar nicht zur Debatte. Meiner Meinung nach ist das keine Lösung. Wenn mir die Argumente einem Kleinkind gegenüber ausgehen, kann ich doch nicht die Hand erheben. Wozu? Um Respekt zu verschaffen? Aber Respekt kann man sich doch dadurch nicht verdienen.

Das hat mir heut zu denken gegeben...

LG Susa

Beitrag von remaverin 16.09.08 - 11:29 Uhr

Endlos-Diskussion!

Wo Menschen sind, gibt es verschiedene Meinungen. So ist das eben....

LG

Beitrag von baeumchen2006 16.09.08 - 11:38 Uhr

sorry. blöd von mir den Thread eröffnet zu haben

Beitrag von carina65 16.09.08 - 11:42 Uhr

Hallo,

Es ist doch verboten jemanden zu schlagen, auch Kinder.
Es zeigt nur hilflosigkeit der Mutter.

Lg Carina

Beitrag von kyrilla 16.09.08 - 11:45 Uhr

Das hat aber nichts mit verschiedenen Meinungen zu tun!
Hier geht es ja nicht darum, ob ein Kind Karotten oder Pastinaken isst, rote oder blaue Hosen trägt.

Ein Kind zu schlagen ist Körperverletzung und STRAFBAR!

Darüber hinaus ist es extrem armselig!

LG
Kyrilla

Beitrag von honigmami 17.09.08 - 19:15 Uhr

O gott, wie krank ist das denn...ein KLAPS hat mit SCHLAGEN schon mal gar nichts zu tun. Wenn ich meinem Kleinen nen "Klaps" auf die Finger gebe, weil er auch nach 1000x NEIN nicht aufhört, sein Flasche auf den Boden zu knallen, dann bin ich noch lange keine Schlägermama. Im Übrigen sag ich zu meinem Kleinen manchmal mit Absicht "Süßer, hör auf, sonst gibts was auf den Popo", aber das MEIN ich nicht so, ich sags nur so aus Jux, weil mein Kleiner mich so süß anlächelt, wenn ich das sage und das geht dann immer so hin und her. Ich denke, sehr viele sagen das, aber sagen und MACHEN ist ein großer Unterschied.
LG
honigmami

Beitrag von kyrilla 18.09.08 - 20:56 Uhr

Hossa, was hat denn Dich geritten? Ich fühle mich ziemlich gesund, warum wirst Du denn so ausfallend?

Was bezweckst Du denn mit Deinem "Klaps"? Und wo genau besteht denn für Dich der Unterschied zum Schlagen?

Warum sagst Du denn 1000 x NEIN, nach 500 x könnte man doch merken, dass es so nicht ankommt und die Flasche einfach wegnehmen #kratz

Stell Dir vor, auch im Spaß drohe ich meinen Kindern keine Gewalt an ("achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Taten") und ich habe meine Kinder auch tatsächlich noch nie körperlich bestraft!

Verwirrte Grüße ob Deiner Heftigkeit
Kyrilla

Beitrag von honigmami 25.09.08 - 07:33 Uhr

Ich drohe meinem Kind keine Gewalt an. Ich weiß nicht, daß ich schlecht "schreiben"; das muß man sehen. Wir zwei blöden z. B .hin und her und irgendwann fange ich ihn dann und sage: "Na warte, gleich gibt´s was auf den Popo, wenn du nochmal Mama´s Schuhe klaust"...Das ist aber total spaßig gemeint und wir lachen dabei und er kriegt sich nicht mehr...Wenn ich ihn dann gefangen habe, dann kitzel ich ihn aus und sag: "dududu, jetzt hab ich dich, jetzt kommt der Popo dran und kneife ihn unter die Pobacken, weil er da kitzlig ist....Du siehst, ich mach bestimmt keine Taten draus, schon gar nicht, wenns zum Spiel gehört. Und das mit 1000x war -falls du es nicht kapiert hast- übertrieben und ein BEISPIEL...

Beitrag von kyrilla 25.09.08 - 19:46 Uhr

Ich habe schon kapiert, dass Du nicht bis 1000 mitzählst, allerdings ändert das nichts an meiner Haltung. Du hast offensichtlich nicht kapiert, dass auch meine 500 x lediglich als Beispiel dienen sollten.

Du hast geschrieben, dass Du, nachdem Du mehrfach (oft?) ein Verhalten angemahnt hast, Dein Kind auf die Finger schlägst. Warum sagst Du nicht einfach nur 2 oder 3 mal was Du möchtest und greifst dann ein, z.B. indem Du die Flasche (aus Deinem Beispiel) einfach wegnimmst?

Darüber hinaus verstehe ich den Sinn darin nicht Deinem Kind (auch im Spiel) zu sagen, dass es gleich was auf den Po gibt.
Das Spiel kenne ich natürlich auch zur Genüge, aber ich sage dann gleich "dann kitzel ich dich durch" oder "dann kneif ich dich in den Popo" oder "dann schnappe ich dich".

Beitrag von honigmami 04.10.08 - 17:48 Uhr

"Du hast geschrieben, dass Du, nachdem Du mehrfach (oft?) ein Verhalten angemahnt hast, Dein Kind auf die Finger schlägst"

...nein, eben DAS habe ich NICHT gesagt und das ist genau das, was du nicht kapierst. Ein Klaps oder ein "Tätscherle" auf die Finger hat mit schlagen nichts zu tun. Und wer immer gleich behauptet, man "schlägt" sein Kind, nur weil man es auf die Finger klopft, der will es einfach nicht kapieren. "Schlagen" ist für mich, richtig fest mit der Hand zuhausen, ob das jetzt auf die Finger ist oder auf den Po oder auf die Backe...So fest zuhauen, daß das Kind weint und daß es auch weh tut...DAS ist schlagen. Und ein Klaps auf den Hintern oder ein Tatsch auf die Finger hat damit absolut nichts zu tun.

Beitrag von alteschwedin1981 19.09.08 - 21:50 Uhr

Gut geschrieben! #pro

Beitrag von goldauge 16.09.08 - 12:40 Uhr

Solang sie nicht DEIN Kind schlägt...
Außerdem, was ist denn ein "Klapps"? Bin ich ne Schlägermama, wenn ich mein Baby z.B. ein Bäuerchen machen lasse? Dazu klappse ich es nämlich auch auf den Rücken. Das sind für mich Klappse.

Beitrag von juniorette 16.09.08 - 12:58 Uhr

Ich schlage (!!!!) meinen Sohn sogar heftigst (!!!)....

...auf seinen Rücken, wenn er sich wieder mal verschluckt hat, was in letzter Zeit öfter vorkam...

LG,
J.

Beitrag von littlenikita 16.09.08 - 13:05 Uhr

#pro#pro#pro

bin extra im Club der Rabenmütter#huepf

Beitrag von perserkater 16.09.08 - 22:29 Uhr

ja, wie passend#augen

Beitrag von littlenikita 17.09.08 - 14:57 Uhr

ja,ich hatte gute Laune
ich nehme das Thema nicht ernst,jeder hat seine Meinung und jeder will seine durchsetzen
möcht nicht wissen wie es hinter manchen Wohnungen aus sieht,wie man wirklich so Erzieht......
Würde mich nie in die Erziehung anderer einmischen bzw sie böse angreifen,falls ich mal sehen sollte,das ein Kind wirklich,hard angegriffen wird,so werde ich mich auch dazu äußern.Ich denke nicht das ein Kind von"Klapsen"starke verletzungen davon trägt,genau wie"wenn du jetzt nicht aufhörst ignoriere ich dich zur Bestrafung",das ist viel schlimmer meiner meinung nach als mal ein Klaps,was bei Pampers trägern wie ein hauch rüber kommt!Es hinterkäßt keine Spuren in der Entwicklung,wie kein "Selbsbewußtsein",aber man muß mit rechnen das das Kind meint Hauen wäre ok,und somit irgendwann mal zurück haut!
egal,wie man etwas macht,man wird immer Menschen dazwischen reden haben,weil jeder die Perfeckte Erziehung beherrscht. Ich habe hier gelernt,das man seine Meinung nicht äußern darf,sonst kann man sehr schnell zum Gejagten werden.Da bin ich lieber lustig und erfreue mich daran was man alles so lesen kann.#blume

Beitrag von melaena 16.09.08 - 13:27 Uhr

Man muss sich ja nicht dümmer stellen als man ist...
Natürlich ist es kein Schlagen, wenn man sein Kind zum bäuern animieren will oder vor dem Ersticken bewahren will. Das ist doch klar.

ABER: wenn man sein Kind "klappst" um es dadurch zu erziehen ist es schlagen. Denn entweder man "klappst" so fest dass es weh tut oder aber man macht es in eine Art, dass das Kind glauben muss, dass man bereit ist Ihm weh zu tun. Sonst würde das ganze System doch nicht "funktionieren".

In sofern ist es völlig unerheblich, wie fest man in dem Moment wirklich zuschlägt, denn es ist entweder physische oder psychische Gewalt. In jedem Falle aber ein Armutszeugnis der Klapsenden.

Beitrag von juiciest 16.09.08 - 15:09 Uhr

sehr treffend #pro

Beitrag von valentina.wien 16.09.08 - 20:36 Uhr

Sehe ich auch so.

Beitrag von marion2 17.09.08 - 11:07 Uhr

Quatsch!

Wenn ich mein Kind festhalte, damit es nicht auf die Straße rennt, muss ich physische Gewalt anwenden. Es weiß, dass ich bereit bin auch fester zuzugreifen. Sehr fest, weil ich mit der anderen Hand noch eins davon abhalte, sich vors Auto zu schmeißen.

Und kein Schwein kritisiert das #augen Anderes Beispiel?

Ich zwinge meine Kinder im Kinderwagen zu sitzen. Dafür muss ich auch Gewalt anwenden. Freiwillig steigen sie dort nämlich nicht ein. Aber auch Zwillingsmütter müssen manchmal Termine einhalten und pünktlich ankommen....

Mein Großvater hat mir übrigens immer mit "sonst gibts ne Wucht" gedroht. Ich wusste genau, dass ich diese nicht bekäme und hab trotzdem gemacht was ich sollte.

Gruß Marion

Beitrag von melaena 17.09.08 - 15:30 Uhr

Genau. Quatsch.

Wenn Du Dein Kind vor Verkehrsunfällen jeglicher Art bewahrst, oder sie im Kinderwagen transportierst ist das genausowenig Schlagen wie das Animieren zum Bäuern oder das Klapsen um Erstickung zu vermeiden.

Ist es denn wirklich so schwer zu verstehen?


Es ging doch im Ausgangsthread ums Klapsen. Nicht ums festhalten, transportieren oder bäuern.

Und Klapsen ist und bleibt entweder physische oder psychische Gewalt. Du kannst Dir das gerne weiterhin schönreden und im stillen Kämmerlein Dein Kind Klapsen bis die Hand weh tut, es bleibt ein Armutszeugnis.

Beitrag von marion2 17.09.08 - 17:10 Uhr

Und wenn ich meine Kinder auf offener Straße klappse, weil dies die einzige Möglichkeit ist, sie vom auf-die-Straße-laufen auf Dauer fernzuhalten, dann mag dies ja in deinen Augen ein Armutszeugnis sein, in meinen ist es der verzweifelte Versuch die Kinder über den 5. Geburtstag hinaus behalten zu können.

Beitrag von zaubertroll1972 17.09.08 - 20:41 Uhr

hallo,

wenn Du Dein Kind klappst um es davor zu Bewahren auf die Straße zu laufen dann hast Du verpaßt es festzuhalten.
Also mal ehrlich...wie kann ich mein Kind klapsen damit es nicht auf die Straße läuft? Die Gefahr daß es erst dann los rennt weil ich es geschlagen habe ist wohl größer als es einfach festzuhalten.

Komische Ansichten gibt es...... LG Z.

Beitrag von melaena 17.09.08 - 21:04 Uhr

Also wenn Du allen ernstes denkst, dass es bei einem Kind im zarten Alter von 19 Monaten keine bessere Möglichkeit gibt, es vom auf die Straße rennen abzuhalten als es zu prügeln (entschuldige, natürlich klapsen...#augen) fehlt es Dir echt deutlicher an Verstand als ich bisher annahm.

Warum reicht denn nicht festhalten und erklären? Kinder lernen doch weit besser durch erklären und Einsicht als durch Angst und Prügel!

Ich wüsste jetzt KEINE Situation in der es der einzig denkbare oder gar sinnvollste Weg wäre ein Kind zu schlagen. Was soll das also?

Beitrag von marion2 18.09.08 - 11:09 Uhr

Hast du schon mal 2 19 Monate alte Kinder festgehalten um ihnen etwas zu erklären?

Was soll ich ihnen erklären? Dass das Auto "AUA" macht? Dann gehen sie hin und pusten beim nächsten Auto.

Um meinen Verstand brauchst du dir keine Sorgen machen. Der ist soweit noch intakt. Wenigstens so weit, dass ich nicht auf die Idee käme, meinen Töchtern Vorträge über "hätte, wäre, wenn" zu halten.