Müssen wir die neue Straße bezahlen???

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von dani875g 16.09.08 - 15:19 Uhr

Hallo.

Ich versuche euch mal volgendes Problem zu schildern,und zwar wir wohnen seid 10 Jahren in einem Eigenheim was zwei Straßenseiten besitzt.
Einmal liegt das Haus an der Hauptstraße an und die Giebelecke an der Dorfstraße.
Unsere Einfahrt befindet sich aber von der Hauptstraße aus.
Vor paar Tagen kam Post vom Amt das wir verpflichtet sind einen Teil an Geld für die neue Dorfstrasse zu bezahlen:-[.
Wir liegen aber garnicht an die Dorfstrasse an,das heißt wir haben weder ein Einfahrtstor noch nutzen wir diese Strasse.

Nun möchte ich gerne von euch wissen,ob wir wirklich Geld für die neue Straße bezahlen müssen,obwohl wir nicht einmal diese Straße nutzen.
Wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Liebe Grüße Dani.

Beitrag von donnerknispel 16.09.08 - 15:42 Uhr

Hallo !
Manchmal frage ich mich wirklich,
wofür man Steuern bezahlt #aerger
Ich würde einen Anwalt fragen...
Gruß

#wolkeknispel

Beitrag von kaiserberg 16.09.08 - 16:14 Uhr

hallihallo.... wir wohnen genauso wie du und uns steht das eines tages auch bevor hat mir mein vater mal gesagt der ein höheres tier auf einem amt ist.... wieviel müßt ihr denn da bezahlen?

Beitrag von dani875g 16.09.08 - 16:28 Uhr

Hallo.
Noch wissen wir keinen Preis was das kostet.
Mir gehts nur darum wir nutzen diese Straße überhaupt nicht.
Müssen wir zahlen?Das wäre echt ne Sauerrei wenn es so wäre.

Gruß Dani.

Beitrag von kaiserberg 16.09.08 - 16:31 Uhr

ja das ist bei uns eben dasselbe.... haben damit nichts am hut aber zahlen musst du trotzdem und schnee kehren etc. auch... freu mich auch schon auf eines tages haben ein großes grundstück und wird nach metern wie lang es ist berechnet.

Beitrag von laurenia82 16.09.08 - 16:32 Uhr

Hallo,
Nachbarn von uns ging es genauso und ja, sie mussten leider bezahlen. Ich hoffe, ihrkommt noch irgendwie drumrum.
Liebe Grüße

Beitrag von schwarzbaer 16.09.08 - 17:13 Uhr

alle anlieger, deren Grundstücke an die Strasse grenzen, werden zur Kasse gebeten, und zwar abhängig von der Länge der Grundstücksgrenze an der betroffenen Strasse. so ist es zumindest bei uns (Brandenburg) und bei meinen Eltern (Niedersachsen).

Beitrag von keanu 16.09.08 - 17:27 Uhr

Hi
Uns ging es genauso wir haben ein Eckhaus welches an 2 Straßen liegt Straße a und Straße b.
Straße a ist unsere Straße und Straße b grenzt nur an und musste neu gemacht werden.#augen
Wir mussten trotzdem für Straße b zahlen obwohl es nicht unsere Straße ist.:-[
Sieht also schlecht für euch aus.#schmoll
LG Diana


Beitrag von kaiserberg 16.09.08 - 18:54 Uhr

hallo... was mußtet ihr da zahlen?

Beitrag von schmurchen 16.09.08 - 20:12 Uhr

Hallo

Das besteht uns auch noch irgendwann bevor.

Nur was ich mich frage was ist ,wenn ich das garnicht zahlen kann?
Sowas geht ja meist gleich in die Tausenden.
Mein Mann meinte du bekommst dann einen günstigen Kredit von den Banken dafür würde wohl die Stadt sorgen.

Nur wenn ich das nicht will?

Hat jemand erfahrung damit.

Gruß

Beitrag von nick71 16.09.08 - 20:46 Uhr

Wenn man keinen Kredit dafür aufnehmen will, muss man das Geld halt irgendwie anderweitig auftreiben.

Die Gemeinde/Stadt kann einen natürlich nicht zu einem Kredit zwingen...Fakt ist aber, dass die Straßenbaukosten zu Lasten der Hauseigentümer gehen und man sich dagegen nicht wehren kann.

Wenn z.B. das Finanzamt Geld von dir zu kriegen hat, ist es denen ja auch egal, woher du es nimmst...hauptsache, du kommst deiner Zahlungsverpflichtung nach...und das möglichst in EINER Summe. Und genauso verhält es sich mit den Kosten für den Straßenbau, die man als Eigentümer eines Hauses bzw einer ETW nun mal zu tragen hat.

Beitrag von bezzi 16.09.08 - 21:05 Uhr

Ich habe zum Glück keine Erfahrung damit, kann Dir aber versichern, dass die "öffentliche Hand" kein geduldiger Gläubiger ist.
So schnell guggst Du gar nicht, da steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür und/oder es werden Kontoguthaben gepfändet.

Ob Du "willst" oder nicht, interessiert keine sAu

Beitrag von bezzi 16.09.08 - 21:08 Uhr

Mein Arbeitskollege musste letzten Monat auch über EUR 5000,- für einen Straße zahlen, die nur ein paar Meter an der Hinterseite seines Grundstücks entlang führt.

Schaue Dir die Staßenbausatzung der Stadt/Gemeinde an, in der Du wohnst. Die findest Du sicher bei google.

Beitrag von hope_elmo 17.09.08 - 01:01 Uhr

Hallo Dani,

Bekannten von uns erging es letztes Jahr genauso. Alle Anlieger (ob mit Einfahrt von der Straße X oder nicht) wurden zur Kasse gebeten. Unsere Freunde waren mit € 70.000,- dabei.

Viele Grüsse,
Sabine

Beitrag von mailipgloss 17.09.08 - 08:17 Uhr

Soweit wie ich das mal gehört habe, mußt du das bezahlen, wo dein Grundstück dran grenzt. Egal ob Einfahrt da ist oder nicht.
Also wenn du ein Eckgrundstück hast, dann mußt du auch beide Strassen bezahlen.
Nicht aufregen. Vielleicht mal bei der Gemeinde anrufen und nachfragen, warum du das bezahlen mußt.

LG

Beitrag von martina129 17.09.08 - 10:13 Uhr

Hallo Dani,

nachdem hier ja Horrorsummen genannt wurden, mal zu dem was wir bezahlen "durften". Der Anliegeranteil richtet sich danach, was es für eine Straße ist, Anlieger-, Haupt- oder Bundesstraße. Den höhsten Anteil zahlt der Anlieger bei einer Anliegerstraße, die Stadt den Rest.

Bei uns wurde in einer Bauaktion von fast 2 Jahren, die komplette Kanalisation neu gemacht, Geh- und Radwege, Straßenbelag erneuert, neue Laternen und Parkboxen angelegt, Pflanzinseln und Einfahrten...also Alles neu.

1998 (ca.) wurden alle Anlieger zu einem Infoabend eingeladen, ca. Kosten wurden genannt

2003 bis 2005 wurden die Arbeiten dann durchgeführt
(waren so ca. 150 m Straße)

Ende 2007 kam dann die Rechnung.

Da es eine Anliegerstraße ist, hoher Eigenanteil. Bei uns wurde nicht nach Straßenfront gerechnet, sondern nach Flurstückgröße.
Habe ein Grundstück, das aus zwei Flurstücken besteht, wobei nur eines an dieser Straße angrenzt. Größe von diesem ca. 400 qm.
Den Kostenanteil den ich als alleinige Eigentümerin tragen musste lag bei knapp 1.500,-- Euro.
Einen Kredit muss man in der Regel eigentlich nicht aufnehmen, viele Städte und Gemeinden bieten die Möglichkeit das man von ihnen für solche Dinge ein zinsloses Darlehn bekommt

Hoffe hab ein wenig Licht ins Dunkel gebracht.

Gruß Martina

Beitrag von anka.maus 17.09.08 - 10:41 Uhr

Mensch, wenn ich das so höre, dann bin ich gottfroh, dass unser Haus an keiner Straße grenzt.
Wir nutzen eine privat-Hofeinfahrt.
Die Grundstücke der Nachbarn liegen an der Straße und wir haben hier das "Durchfahrtsrecht" bis zu unserem Grundstück.
Bisher hatte ich das immer als negativen Punkt gewertet.
Aber meinen Schwiegereltern geht es ähnlich. Sie müssen noch ihr Haus abbezahlen, vor zwei Jahren kam dann die Stadt, dass sie die Straße richten und meine Schwiegereltern zur Kasse gebeten werden.
Sie konnten die Renovierung für`s erste hinauszögern. Sie sparen jetzt schon wie die Blöden, damit sie dann das Geld parat haben.
Das wären allerdings 12 000 Euro, die sie bezahlen müssen. Sie haben das Geld nicht. Einen neuen Kredit werden sie aufgrund ihres Alters und dem noch bestehenden Kredit nicht bekommen.
Sie werden ihr Haus verkaufen müssen, wenn die Stadt jetzt die Straße richten möchte. Schon traurig soetwas.
Macht auch irgendwie sauer, man zahlt jährlich seine Grundsteuer, zahlt Lohnsteuer bis zum Abwinken und muss dann trotzdem noch draufzahlen.

Beitrag von danaz 17.09.08 - 16:13 Uhr

Hallo,

das Grundstück muss nicht an die Straße grenzen. Es muss lediglich die Zufahrtsmöglichkeit zum Grundstück gegeben sein (das habt ihr ja über Wegerecht). Ihr habt ein sog. Hinterliegergrundstück und würdet genauso zahlen müssen wie andere. Ihr dürftet meines Wissens gar nicht rausgenommen werden, weil dann alle anderen Anlieger benachteiligt würden und mehr zahlen müssten als erforderlich.
Also besser nicht unbedingt davon ausgehen, dass man nicht herangezogen werden kann, nur weil man nicht an die Straße angrenzt. Es gibt da die wildesten Möglichkeiten, wann eine sogenannte Zugangsmöglichkeit von der ausgebauten Straße aus, vorhanden ist.
Gruß Dana

Beitrag von anka.maus 17.09.08 - 20:22 Uhr

nunja, letztendlich weiß man nie, welches Paragraphenkauderwelsch benutzt wird, um jemanden zur Kasse zu bitten. Kann schon sein. Nur haben wir den Vorteil, dass auch die "anliegende" Straße und die Kanalisation vor 3 Jahren gerichtet wurde#huepf
vor zwei Jahren haben wir das Haus erworben, keine Ahnung ob die Vorbesitzer etwas dazuzahlen mussten#gruebel zumindest wird wenigstens die nächsten Jahre Ruhe sein.
Ich finde es nur wahnsinnig erschreckend, dass man für "allgemeine" Straßen selbst dann in hohen Mengen draufzahlt, wenn man dabei die Existenz verliert...

Beitrag von varia03366 17.09.08 - 12:42 Uhr

Da kann ich nicht helfen. Aber mal was anderes:

Wir haben unser Haus letztes jahr im Mai gekauft und ca. vor einem Jahr sind hier zwei Straßenlaternen versetzt worden. Wir bekommen von der Gemeinde den Bescheid über eine Summe x. In dem Bescheid steht, dass die Maßnahme bereit 1991 begonnen wurde. In unserem Kaufvertrag beim Notar steht, dass auf dem Haus keine offenen Rechnungen mehr zum kaufzeitpunkt lagen. Müssen wir das bezahlen?

LG Maike

Beitrag von danaz 17.09.08 - 16:17 Uhr

Hallo,

entscheidend ist, wann die Baubnahme war. Denn ab dann gilt die Festsetzungsverjährungsfrist von 4 Jahren. Das Versetzen allein von 2 Laternen dürfte kaum die Baumaßnahme selbst gewesen sein und schon gar nicht seit 1991 ;-). Im Übrigen wäre das Verssetzen von 2 Laternen keine beitragspflichtige Maßnahme, weil es weder eine Verbesserung noch eine Erneuerung oder ähnliches darstellen dürfte. Bitte den Bescheid genau anschauen und ggfls. nach Baubnahme fragen. Einsicht ins Bauprogramm kann auch helfen. Ansonsten hört sich das für mich auf den ersten "Blick" seltsam an; also vielleicht besser vorsorglich Widerspruch einlegen.
Gruß Dana