Für was würdet ihr euch entscheiden?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von engelchen1989 16.09.08 - 17:40 Uhr

Hallo ihr Lieben,

mir geht da gerade ein ziemlich komplizierter Gedanke durch den Kopf.
Ich fang einfach mal an...

Ich erwarte im Dezember mein erstes Kind und heirate den Papa am 7.10! Mir wurde mein Ausbildungsplatz gekündigt wegen verschiedener Faktoren und ich will mit einem neuen Job warten bis das Kind alt genug ist. Mein Verlobter arbeitet Vollzeit und verdient im Moment etwa 1800 netto. Er ist auf der Suche nach einem neuen Job weil er mehr verdienen kann und möchte und weil seine Firma Insolvenz angemeldet hat. Jetzt hat er ein Jobangebot aus der Schweiz bekommen. Dort würde er zwischen 4800 und 6100 Euro brutto verdienen. Wir müssten natürlich umziehen dafür.
Nur ist es so dass wir momentan ein Haus renovieren in das wir einziehen wollen. Das haben wir sozusagen geerbt. Ich glaube aber nicht dass ich dort glücklich werde weil wir direkt neben seiner Familie wohnen würden die sich in alles einmischen und echt unerträglich sind! ( längere Geschichte) Wir machen das mit dem Haus nur, damit wir was haben wenn das Kind da ist. Es spart natürlich auch einiges an Kosten jeden Monat!
Würdet ihr die Renovierung abbrechen und einen Neuanfang in der Schweiz wagen? Dort hätte das Kind ja nur Mama und Papa. Keine Oma die mal drauf aufpassen könnte oder die einfach mal zu Besuch kommt. Es gibt so viel positives aber auch viel das dagegen spricht!
Hat jemand von euch schon eine derartige Erfahrung gemacht?

Danke schonmal für eure Antworten.

Liebe Grüße

Beitrag von baby2301 16.09.08 - 17:49 Uhr

Ich finde an erster stelle steht das du , dein mann glücklich sind. und ich denke mal in der schweiz würde es euch sehr gut gehen außerdem is das doch heutzutage kein problem also auch nich für Oma/Opa mal eben in die schweiz zu fliegen.

Beitrag von stacholinzki 16.09.08 - 17:50 Uhr

Also meiner Erfahrung nach würde ICH in die Schweiz ziehen... wenn's eh schon Probleme gab mit seinen ELtern wird es erfahrungsgemäß nicht besser, wenn man dann noch in die Nähe zieht. Ihr werdet sicher schnell wieder Freunde finden und HALLO - die Gehaltsaussichten sind doch nicht schlecht! Gute Zeit für einen Neuanfang - wir leben hier in den Staaten - hatten eine ähnliche Situation wie du sie beschreibst, nur, dass mein Mann zum studieren hier ist und nicht zum Arbeiten. Wir haben die Renovierung auf Eis gelegt und es war die beste Entscheidung für unsere Ehe!
Bald kommt unsere kleine auf die Welt und wir haben hier auch keine OMA und keinen OPA also werden wir uns umschauen nach lieben Leuten (vielleicht aus der Kirche) die gerne mal für eine Zeit Oma und Opa spielen wollen und das nicht können, entweder weil sie keine Enkel haben oder weil diese zuweit weg wohnen. Dann freuen sich zwei Seiten wir und sie :-)

Sorry für die lange Antwort - war aber aus teifstem Herzen

Beitrag von dana1987 16.09.08 - 17:55 Uhr

Ich bin letztes Jahr nur 250 km weit weg von meiner Familie gezogen und hatte keine Arbeit. Überleg es dir gut, denn es ist ein großer Schritt. Ich war dort schrecklich einsam und deshalb sind wir wieder zurück gezogen. Wir haben dort nicht richtig Fuß fassen können. Ärger mit der Familie kenn ich. Meine Mama mischt sich auch überall mit ein, aber glaub mir, wenn du so weit weg bist und einsam bist, werden dir deine Familie und deine Freunde ganz schön fehlen.

Lasst es euch gut durch den Kopf gehen.

LG Dana + #ei 16.SSW

Beitrag von july1988 16.09.08 - 18:08 Uhr

das kommt mir sehr bekannt vor... mein schatz hat bis dieses jahr in schweden gearbeitet und bei uns war die mutüberlegung da, ob wir da hin ziehen... aber im endeffekt hab ich es mir nicht zugetraut, was aber auch viel persönliches und mit der sprache zu tun hat...
wenn ich ehrlich bin und es die schweiz gewesen wäre (also wo man auch deutsch spricht und versteht), dann hätt ich es wahrscheinlich gemacht! und wir werden vllt auch in ein paar jahren nach schweden, aber erst, wenn ich hier eine ausbildung abgeschlossen habe (könnte man in der schweiz leichter als in schweden- sprache...).

also ich glaube ich an eurer stelle würde mich für die schweiz entscheiden!

auf alle fälle wünsch ich euch viel glück, egal was für eine entscheidung ihr trefft!#klee

liebe grüße, jule + mäuschen, 38.ssw

Beitrag von myimmortal1977 16.09.08 - 18:11 Uhr

Hallo :-)

Die Geburt Eures Kindes, Umzug in eine fremde Umgebung, neuer Job (der auch kein Garant für etwas Dauerhaftes ist).....

Nun, ich habe ähnliches gerade hinter mir. Bin direkt aus dem KH mit samt Neugeborenem weg gezogen. Und ich muss sagen, es ist nicht immer leicht.

Fremde Umgebung, Freunde u. Familie nicht um die Ecke.... Ist schon sehr gewöhnungsbedürftig.

Am Anfang flossen viele Tränen. Hatte aber auch vermehrt mit der Umstellung der SS zu tun, denke ich, wesentlich emotionaler und auch oftmals alles zuviel mit Kind ungewohnt und dann fix und fertig mit sich und mit der Welt....

Es dauerte ne ganze Weile, bis sich das alles eingespielt hat.

Meine Nachsorgehebi war auch frisch Muddi geworden und ist mit 2 kleinen Babys weit weg gezogen. Sie hat mich sehr gut verstanden und mir viele Tipps gegeben.

Überlegt Euch das gut!!!!! Und wenn.... Kann ich Dir nur an die Hand geben.... Versuch schnell Kontakte zu knüpfen über Krabbelgruppen etc....

Denn Dein Mann geht dann arbeiten und der Tag so allein mit einem Zwerg kann verdammt lang und einsam werden.....

Wünsche Dir vorerst alles Gute!!!!

Janette

Beitrag von widowwadman 16.09.08 - 18:15 Uhr

Du scheinst dich doch schon entschieden zu haben, für die Schweiz.

Klar ist es nicht immer einfach so weit von der Familie weg zu sein, aber wenn sonst alles stimmt, kann es auch trotzdem prima sein.

Ich bin vor 4 Jahren nach England gezogen. Meine Familie lebt im Ruhrgebiet, die meines Verlobten (Engländer) 250 km südlich von uns. Wir haben also auch keine Grosseltern vor Ort, aber mit Besuchen klappt das auch. Ist zwar dann nicht jede Woche, aber dann freut man sich umso mehr sich zu sehen.

Beitrag von kieler-erdferkel 16.09.08 - 18:15 Uhr

Hi, ist wirklich eine schwere Entscheidung die Ihr da zu fallen habt, aber die gut überlegt sein muss! Ist natürlich schön das dein Verlobter schon einen neuen Job in Aussicht hat, aber das würde für dich heißen du bist eine ganze Zeit mit dem Kind alleine. Stellt sich die Frage ob du das kannst? Du kennst keinen in der Schweiz, deine Freunde können dich nicht mal eben besuchen, du wartest den ganzen Tag mit dem Baby auf deinen Mann und glaub mir, gerade in der ersten Zeit ist das echt hart, wenn es noch viel schläft. Ich war immer froh, wenn mich mal jemand besuchen kam und man einfach mal über Gott und die Welt schnacken konnte, oder das ich die Lütte abgeben konnte und mal in Ruhe was für mich tun oder auch mit meinem Mann was gemeinsam tun konnte. Da ist es schon einfacher, wenn man die Eltern oder auch die Schwiegereltern nah dran hat. Du musst dir ja nicht reinreden lassen und kannst doch selber bestimmen, wie oft sie euch auf die Pelle rücken dürfen! Und mit dem Haus habt ihr was fürs Leben und vorallem Sicherheit! Du bist noch recht Jung ich habe großen Respekt, wenn du sagst wir schaffen das auch ohne Hilfe! Ich hätte den Schritt in deinem Alter nicht wagen können. Wie lange hat er denn Zeit sich für die Stelle zu entscheiden? Meinst ihr nicht er findet hier auch einen Job? Bei dem Gehalt muss er ja schon einen recht guten Job hier haben. Was ihr auch nicht vergessen dürft, die Lebenskosten sind in der Schweiz höher wie hier und unterm Strich werdet ihr mon auch nicht mehr Geld haben, zumal dann ja auch noch die Miete runter geht, die ihr hier sparen könnt.
Hoffe ich konnte dir etwas helfen?!
LG Nadine

Beitrag von hawaisonne 16.09.08 - 18:34 Uhr

Gallo engelchen,
ich melde mich hier- schwanger und 9000 km von der Familie weg- auch mal zu Wort.
Ich glaube, dass ich auf jeden Fall in die Schweiz ziehen würde. Aufgrund der Erfahrung meiner eigenen Eltern hatte ich mir mal geschworen, nie mit meiner Schwiegermutter Tür an Tür zu wohnen. Es ist soooo schwer, sich gegen Einmischungen zu wehren.
Klar wird es am Anfang schwer, v.a. auch mit Baby, aber ich habe hier gemerkt, dass Mütter supergut im bonden sind, und ich glaube du würdest sehr schnell Anschluß finden. Und ich weiß jetzt auch nicht so genau, wie weit das weg ist in der Schweiz, aber: man kann doch immer wieder zurück. Is ja jetzt nich so, als dass ihr euren Paß abgeben müsstet über der Landesgrenze;-)
Also, nur Mut, und immer an den Hesse denken: denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...

LG aus Vancouver
Binci

Beitrag von kaira78 16.09.08 - 18:52 Uhr

ich bin auch in die schweiz ausgewandert. mein mann ist schweizer. ich muss sagen es ist alles nicht so einfach wenn man keinen hat der auf das kleine aufpassen kann.
es hat halt viele vor und nachteile dort. man verdient mehr geld aber dafür sind die mieten sehr hoch und die lebensmittel auch. krankenkasse ist auch ganz anders als in de. steuer muss man im nachhinein zahlen da es nicht vom lohn abgezogen wird usw. kindergarten gibt es erst ab dem 4 lebensjahr ist dieses jahr neu ansonsten erst ab dem 5 lebensjahr. spielgruppe sind sau teuer da geht man als mutter umsonst arbeiten usw.
vorteile sind die leute sind sehr nett und die luft sehr gut. du wirst einige zeit brauchen um dich in die schweiz einzugewöhnen. aber ich würde nicht mehr von dort weggehen.
meine mama und schwester kommen die 600 kilometer 3 mal im jahr runter und wir fahren in den ferien sie besuchen.

lg kaira