Gebrauchtwagen (fehlende Info vom Verkaeufer) - Anfechten moeglich?

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Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von claudiab 16.09.08 - 20:18 Uhr

Hallo,

ich habe mir vor 4 Wochen einen gebrauchten Corsa gekauft. Der Verkaeufer (eine Tankstelle, die normalerweise keine Autos verkauft) kreuzte im Vertrag an, dass dieses Fahrzeug NICHT als Miet-, Taxi- oder Fahrschulwagen genutzt wurde. Nun sehe ich aber im Serviceheft, dass der Wagen auf die Firma "Rent a car" in Spanien erstmalig zugelassen wurde.

Kann ich da noch irgendetwas machen oder heisst es "Pech gehabt", da ich ja in den Unterlagen haette schauen koennen?
Wenn man es mir gesagt haette, haette ich mich ja entscheiden koennen, ob ich den Wagen trotzdem kafen wollte, aber ich fuehle mich ein wenig "besch*ssen"...

Kennt sich jemand aus?

Claudia

Beitrag von drachenengel 16.09.08 - 20:21 Uhr

Hallo Claudia,

meines Erachtens nach ist das dann mutwillige arglistige Täuschung und der Vertrag müsste somit anfechtbar sein..

Bist Du evtl in einem Autoclub??

Oder such mal die Verbraucherzentrale auf...

da bekommst Du kompetente Hilfe...

Liebe Grüsse

Mone

Beitrag von claudiab 16.09.08 - 20:23 Uhr

Nein, bin ich leider nicht.
Bin echt ein wenig enttaeuscht. Hatte gedacht, ich kaufe es lieber von dort, da ich die Leute kenne und nun sowas...

Danke, ich werde es dort mal versuchen.

Claudia

Beitrag von drachenengel 16.09.08 - 20:25 Uhr

Man darf mitunter nicht mal der eigenen Familie mehr trauen, sobald es um Geschäfte/Geld geht... leider...

Viel Erfolg Dir...

Mone

Beitrag von entichen 16.09.08 - 21:24 Uhr

Hallo,

das läuft tatsächlich auf arglistige Täuschung raus. Der Wert des PKW wird ja durch den Betrieb in einem Mietwagen-Betrieb ganz erheblich gemindert.

Nach § 123 BGB ist ein Vertrag, der durch arglistige Täuschung entstand, anfechtbar.

Wenn Du die Anfechtung erklärst, würde der Vert. nach § 142 BGB nichtig werden.

Getäuscht wurdest Du sicher, arglistig geschah das dann, wenn der Wert des Wagens durch die Miet-Wagen-Vergangenheit erheblich unter dem Verkaufswert an Dich liegt. Dann ist offensichtlich, dass falsche Tatsachen vorgespiegelt werden sollten, die aber auch leicht nachzuprüfen sind #klatsch - gibt schon dumme Menschen, gelle?

Jedenfalls wäre nun die Frage, inwieweit Du die Unterlagen vor Vertragsschluss durchprüfen müsstest, um zu sehen, ob die vom Verkäufer gemachten Angaben richtig sind. Dann wäre Dir ja der Fehler bzw. die falschen Angaben gleich aufgefallen.

Du schreibst ja, Du hättest vor Vertragsschluss in die Unterlagen schauen können. Es kann Dir passieren, dass es dann heißt, da Du die Möglichkeit hattest, die Unterlagen über den Wagen einzusehen, bist Du selber schuld.

Aber eine rechtliche Wertung will ich da nicht vornehmen. Lass Dich da mal von einem versierten Anwalt beraten. Schlimmer kann es ja nicht werden.:-p

LG

Beitrag von drachenengel 16.09.08 - 21:39 Uhr

Na, was meinst Du, wie DUMM ich mal war...

Neuwagen abgeholt, NICHT in den Fahrzeugschein geschaut... falsche Motorisierung erhalten!!!!! Anstatt grosse Maschine die kleinste Maschine und das beim Treckerdiesel gg

Nach langem Hin und Her und einigen Drohungen dass alles an die Presse geht, lenkte der italienische Hersteller dann doch ein ;-) und ich durfte dieses Tretauto dann fahren, bis das richtige Auto an Land kam (wurde angeblich extra für mich hergestellt, hachjaaaa ggg)

Seitdem prüf ich ALLES, im Fahrzeugschein selbst Fahrgestellnummer beim Abholen, die bekamen immer nen Vogel, da ich die Firmenfahrzeuge abholen "durfte"...

Heute tricksen die Händler doch auch mitunter, wo es nur geht... dass die TE da nicht drauf achtete, ist verständlich..

Lieben Gruss

Mone

Beitrag von entichen 16.09.08 - 21:44 Uhr

Ja, vielleicht. Aber mit dumm meinte ich nicht die TE, sondern den dummen Verkäufer, weil seine Aussage auf dem Dokument so saudumm und so leicht nachzuprüfen ist - auch jetzt im Nachhinein noch.

Ich traue niemandem, ich wurde aber in der Kanzlei auch zu Misstrauen erzogen.

Ich trau sogar niemandem am Telefon, denn ich selber war immer priviligiert, gefakte Anrufe bei Leuten zu machen und zu sagen, ich sei von der Post und benötige Bankverbindung oder Adresse #schein.

Ja, ist illegal - ich weiß, aber horende Schulden nicht zahlen und sein Geld horten, sobald wieder Einkommen da ist, ist ja auch illegal ;-).

Fremden würd ich immer nur so weit trauen, wie ich ein Klavier werfen kann #cool.

LG

Beitrag von drachenengel 16.09.08 - 21:47 Uhr

lacht... wie gut, dass ich einfach ne ehrliche Haut bin...

aber solche Telefonate führen, das kenn ich... bei Kunden, die angeblich grad nicht zahlen können..

Nun stellt sich mir die Frage.... wie gross ist das Klavier??? ;-)
Kindergrösse??? :-))))))

LG

Beitrag von entichen 16.09.08 - 21:48 Uhr

Selbstverständlich nicht!

Es ist ein sehr, sehr, sehr, sehr, ... , sehr großes und sehr schweres Klavier - in blau #cool.

LG

Beitrag von entichen 16.09.08 - 21:55 Uhr

#huepf

Ich mal einen Schuldner angerufen und wollte wieder wieder die Nummer mit Frau Müller von der Post abziehen, weil der dauernd umgezogen ist #aerger.

Aber der Anwalt hat mich nebenbei so genervt, dass ich vergessen habe, bei wem ich gerade anklingel.

Der geht auch noch ran #schock. Sonst ist der nie ran gegangen. Arschloch!

Ich jedenfalls: Rechtsanwaltskanzlei... Mein Name ist ...

#schock #schock #schock Da musst ich mir ja schnell was einfallen lassen... #gruebel.

Herr Meier, sie sind ja schon wieder umgezogen und haben uns Ihre neue Anschrift ja gar nicht hinterlassen #heul#freu#heul#freu.

Mein Anwalt lag aufm Tisch vor lachen und der Schuldner hat mir so überrumpelt doch glatt ausversehen #schein seine richtige Adresse genannt #huepf.

Daran erinner ich mich wie heute.

LG