Weihnachten in der Familie (lang)

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von aussiegirl600 16.09.08 - 23:37 Uhr

Der Thread unter mir hat mich auf das Thema Weihnachten gebracht, das mir schon länger im Kopf herumschwirrt... Ich hab da ein Problem:

Ich bin mit meinem Freund bald 6 Jahre zusammen, wir sehen uns eigentlich als Familie an, wir wohnen auch zusammen.
Wir sind fast immer zusammen - nur nicht zu Weihnachten; da geht er zu seiner Familie und ich zu meiner, an den Feiertagen gehen wir dann zu seinen und zu meinen Leuten.

Nun ist es leider so, dass ich mich weder mit meiner Mutter noch mit meiner Schwester besonders gut verstehe und zu Weihnachten kommt IMMER nach kürzester Zeit "Festtagsstimmung" auf; sprich: zuerst wird gezickt, dann geschwiegen und ich bin froh wenn alles vorbei ist. Wir haben einfach inzwischen sehr unterschiedliche Ansichten wie ein Fest ablaufen soll und zu meiner Vorstellung gehört leckeres, reichliches (evtl auch aufwendiges) Essen (das ich auch gern machen würde), hören von Weihnachtsmusik, vorlesen einer Weihnachtsgeschichte und auch ein geschmückter Baum. Mag kindisch sein, aber das mag ich. Nicht dazu gehören sarkastische Kommentare, Hinweise wie schlimm Festtagsessen für die Figur ist etc...

Seit letztem Jahr sind mein Freund und ich eben am Überlegen ob wir Heiligabend in unserer Wohnung feiern sollen, so wie wir es uns wünschen. Die Feiertage würden wir dann zuerst bei meiner, dann bei seiner Familie verbringen.

Er feiert normalerweise mit seiner Mutter uns den 2 erwachsenen Geschwistern; seine Mutter würde damit gut klarkommen, es sind ja auch noch 2 Geschwister da.

Nun das Problem: Meine Mutter kommt aus einer Familie wo Familiensinn groß geschrieben wird, sie hat aber auch das Glück sich mit ihren Geschwistern sehr gut zu verstehen. Meine Schwester ähnelt meiner Mutter sehr. Ich denke beide wären schon beleidigt wenn ich nur FRAGE ob es ok ist. Und selbst wenn ich dann zu Heiligabend daheim wäre würden sie mich spüren lassen wie es es finden.

Was soll ich also tun? Soll ich es riskieren? Ich möchte meine Mutter nicht verletzen, aber welchen Sinn hat Weihnachten denn wenn ich mich dazu zwingen muss nach Hause zu fahren? Sie muss ja auch akzeptieren, dass evtl in ein paar Jahren Kinder kommen und wir dann nicht immer zhu Weihnachten zur Oma fahren!

Am allerliebsten wäre mir ja wenn beide Familien zusammen feiern würden, meine Mutter hat aber leider nicht das Bedürfnis die Familie meines Freundes kennenzulernen, das wird sich wohl auch erst ändern wenn wir heiraten und sie keine Wahl hat.


Bitte helft mir!

Beitrag von bambolina 17.09.08 - 00:32 Uhr

Hallo

Ich hatte ein ähnliches Problem. Meine SchwieMu wollte uns am liebsten die volle 3 Tage "buchen" und hatte kein Verständnis, dass ich auch noch Eltern und Familie habe.

Trotz Familiensinn wollte ich auch noch einen Tag mit meiner "eigenen" Familie verbringen.

So haben wir beschlossen.
24.12 bei uns zuhause - im "kleinen" Kreise nur mit den (5) Kindern
25.12 bei meinen Eltern
26.12 bei Schwiegereltern

Glaub mir, der Kampf ging eingige Weihnachten so. Aber es hat sich gelohnt, inzwischen haben sie es akzeptiert.

lg bambolina

Beitrag von curlysue2 17.09.08 - 06:40 Uhr

Hallo aussiegirl!

Ich schließe mich bambolina an. Es wird zwar wohl einen Kampf geben und nicht einfach sein. Aber auch ich würde in Eurem Fall Hl. Abend mit meinem Partner verbringen. Wir hatten zum Glück Eltern und Schwigis, die umgänglich sind / waren. Bei uns wurde im Wechsel am 24.ten meine Eltern und im nächsten Jahr dann meine Schwiegereltern besucht. Einer der Feiertage war dann die andere Familie dran und einen Tag hatten wir für uns. Wären aber meine Mutter und Schwester so wie Du Deine Familie beschrieben hast, dann hätte ich es auch so gehandhabt wie Du es vorhast.

Und stress gibt es so oder so. entweder weil sie beleidigt sind, weil Du den 24ten lieber mit Deinem PArtner alleine feierst oder weil die Stimmung verdorben ist, wie jedes Jahr und Du nur aus Pflichtgefühl hingehst.
Ich würde auch gar nicht fragen ob es ok ist, sondern sagen, mein Partner und ich sind auch eine Familie, wenn auch nur sehr kein, Hl. Abend feiern wir alleine, Schluss ende aus. Und wenn deine Mutter dann beleidigt ist kannst Du es ihr genaus so erklären, wie Du es hier auch gemacht hast. Dass es doch eh nie gemütlich ist, weil ihr komplett andere Vorstellungen habt etc.

LG

curlysue

Beitrag von twokid83 17.09.08 - 08:13 Uhr

Huhu,

wir hatten auch früher das Problem, bei uns kam noch dazu dass meine Großeltern mich damals alleine sehen wollen ohne Freund (danach war Cut zwischen mir und meinen Großeltern) und danach die Weihnachten ich 1x mit meinen Vater und meinen Bruder (jetzt auch mit seiner Freundin) unterbringen musste und einmal mit meiner Ma, meinen Stiefvater und meinen Stiefgeschwistern und SE samt Kindern.

Das Problem hat sich zum Glück gelöst, entweder wir rufen alle zu uns oder wir feiern einmal mit meinen Vater und meinen Bruder samt Freundin und mit den anderen am anderen Tag (SE und Großeltern sind ja nu raus;-), wegen Desinteresse und Schweigen).


Wenn du mit beiden Familien feiern willst, musst du dir leider den Schuh anziehen alle an einen Tag einzuladen und wer nicht kommt hat dann Pech, wenn du kein Gemaule oder Gezicke haben willste, solltest du von Anfang an sagen entweder so oder gar nicht.

Den Heilligabend seh ich immer als Familiensache, sprich wenn man eine eigene Familie hat, dann ist das der Tag wo man mit seinen Mann und seinen Kindern feiert.


Lg Jule

Beitrag von jamey 17.09.08 - 08:49 Uhr

hey, ich finde es furchtbar dass man immer den anderen gerecht werden muss, mensch ...ist doch euer leben und in aller erster linie müsst ihr euch gerecht werden. und wenn ihr euch besinnliche weihnachten zu zweit wünscht, dann macht das so. aus welchem grunde solltet ihr euch bei irgendwem dafür rechtfertigen müssen?

seit wann muss man sich bei anderen für sein leben / seine art zu leben oder im speziellen fall: seine art weihnachten zu feiern entschuldigen.... lass dir das mal auf der zunge zergehen.

in diesem sinne : gesegnete weihnachten & lg

Beitrag von paula74 17.09.08 - 09:25 Uhr

hallo
als ich mit meinem mann gerade zusammen war, hat er gesagt, dass er heiligabend mit mir zusamen feiern möchte. also ist er mit zu meinen eltern gefahren und danach sind wir zu seinen eltern weitergezogen. das nächste jahr haben wir es anders herum gemacht.
wir kennen aber beide nicht, dass an weihnachten gezankt oder geschwiegen wird.
ich denke, ihr seid erwachsen und könnt entscheiden, was ihr machen wollt. und was bringt der familiensinn deiner mutter, wenn doch keine gute stimmung herrscht!!
... und alle zusammenzubringen birgt gewiss einiges konfliktpotential...
paula

Beitrag von aggie69 17.09.08 - 09:42 Uhr

Seit wann wohnt Ihr zusammen?

Ich glaube, Ihr habt den richtigen Zeitpunkt verpaßt, um durchzusetzen, daß Ihr nun eine Familie seid.
Dieses Problem habe ich garnicht erst aufkommen lassen. Als ich mit meinem Mann (damals noch Freund) zusammen gezogen bin, hat meine Schwiemu gleich losgejammert, wie das denn nun an Weihnachten wird. Daß sie dann ja allein mit ihrem Mann (im kleinen Kämmerchen sitzen und frieren muß #augen ) feiern muß. So weit hatte ich noch nicht gedacht. Aber dann habe ich mit meinem Mann gesprochen und wollte die Sache gleich ein für alle mal klären.
Bei uns läuft es seit dem so: Am Heiligabend kommen unsere Eltern zu uns! Kaffeetrinken, Geschenke übergeben+auspacken, Abendessen. Inzwischen ist noch eine verwittwete Tante dazu gekommen, weil wir an Weihnachten sie nicht allein lassen wollen. Am ersten Feiertag sind wir bei meinen Eltern (Mittag essen, Kaffee+Kuchen, Abendessen) An zweiten Feiertag das Gleiche bei meinen Schwiegereltern.

Wir sind jetzt eine Familie und lassen uns an Weihnachten nicht zerreißen!
Und wenn Deine Mutter so groß auf Familie machen will, dann soll sie gefälligst über ihren Schatten springen und auch Deinen Freund und seine Familie aktzeptieren! Wenn Ihr heiratet, dann werden diese Leute auch zu ihrer Familie gehören und es wird Zeit, sie endlich mal kennen zu lernen! Was wäre da besser geeignet als den heiligen Abend gemeinsam bei Euch zu verbringen? Wenn Deine Schwester noch allein ist, kann sie ja auch dabei sein.

Beitrag von alpenbaby711 17.09.08 - 11:25 Uhr

Also wir machen es seit Jahren auch so:
Weihnachten ist unser Fest weil wir schließlich auch ne Familie sind.
EIn Feiertag zu den einen, einen zu den anderen und fertig. Wer motzt hat Pech, schließlich sind wir auch wer und könnten nicht nur nach den anderen ihrer Nase tanzen.
Aber sie haben es alle gut akzeptiert.
Ela

Beitrag von biene81 17.09.08 - 11:30 Uhr

Hallo,

also wir feiern ein Jahr bei meinen Eltern, ein Jahr bei den Schwiegereltern und damit hat sich das. Genauso verhaelt es sich mit den Geburtstagen unserer Tochter. So kann kein Neid aufkommen, ist alles schoen gerecht verteilt.

LG

Biene

Beitrag von glu 17.09.08 - 12:46 Uhr

Ich kann Dich gut verstehen, mir geht es so mit meiner Oma! Mein Opa ist vor einigen Jahren gestorben und seit dem fühle ich mich verpflichtet dort am 24.12. aufzukreuzen damit sie am heiligen Abend nicht alleine ist! Einzige Ausnahme, wenn ich Dienst hab!
Meine anderen Großeltern und auch meine Eltern machen sich nicht so viel aus Weihnachten und ich feiere eigentlich Jul, dennoch mag ich nicht dran denken das sie da allein hockt.

Letztes Jahr haben wir sie zu uns eingeladen und mit Schwiegereltern zusammen gefeiert. Sie ging dann mit meiner Schwiemu in die Kirche, mein Mann daddelte mit seinem Vater rum (sie kochten Glühwein ;-)) und ich besuchte einen Kollegen am NEF-Stützpunkt und "schenkte" ihm ne Aufmerksamkeit weil er da ja auch ganz alleine saß. Danach gab es Fondue, Bescherung und einen netten Abend. War alles sehr anstrengend, aber das erste Weihnachten seit langem ohne Streit!

Dieses Jahr wird mein Mann wohl freiwillig arbeiten gehen, ich werd dann wohl mit auf Wache feiern, inkl. Anubis ;-) Sollte das nicht klappen fahr ich mit Anubis zu Oma und komm am 25.12. wieder, ansonsten würden wir erst am 25.12. hinfahren!

Aber sobald wir Kinder haben wird hier gefeiert, sie dürfen gerne alle kommen, aber dann wird nach unseren Vorstellungen gefeiert!
Allerdings graut es mir jetzt schon davor das zu "offenbaren"
Irgendwann muß man sich aber durchsetzen, auch Du :-)

lg glu

Beitrag von sunnyt 17.09.08 - 14:19 Uhr

Hallo!

Wir hatten ein ähnliches Problem und haben es so gelöst:

Wir haben am heilig Abend mit meiner Familie Kaffee getrunken und anschließend Bescherung gehalten(Weihnachten gefeiert), danach sind wir zu den Schwiegereltern (wohnen alle in einem Ort) und haben mit ihnen Abend gegessen und dann Weihnachten gefeiert... Ich muss auch sagen, dass Weihnachten bei beiden Familien sehr unterschiedlich war/ist... Den ersten und zweiten Feiertag verbringen wir dann jeweils bei der einen oder der anderen Familie... Letztes Jahr (wir haben mittlerweile zwei kleine Kinder) habe ich dann meine Eltern, meine Brüder (23 und 10) und meine Schwiegereltern zu uns eingeladen... Wir haben das Fest gemütlich bei uns verbracht ohne den Spagat zwischen den Familien.... Bei uns ist es auch so, dass mein Mann der einzige Sohn ist und ich es dann nicht so schön finde, wenn seine Eltern alleine daheim sitzen müssen bzw. meine Eltern und Brüder nebenan feiern und ich bei den Schwiegereltern mit meinen Söhnen und meinem Mann... Daher kam diese Lösung...

LG sunnyT

Beitrag von whitewitch 17.09.08 - 14:21 Uhr

Bei uns ist es ähnlich, am 24. und 25. sollten wir zu den Schwigies:-[ und am 26. zu meiner Mum. Nun finde ich das aber ungerecht. So haben wir beschlossen, dass wir am 24. zu Hause sein werde, ganz klein in Familie mit unserem kleinen Baby und meiner großen Tochter. Die beiden Weihnachtsfeiertage werden dann zwischen beiden Familien aufgeteilt. Mir ist es im Grunde egal, was die Familie sagt, schliesslich ist es auch mein Weihnachten und auch ich habe Rechte dies mal anders zu planen und zu machen. Wenn du dich so besser fühlst dann mach das einfach so und erklär es deiner Mutter, manchmal ist es einfach Zeit für eine Veränderung!!

Andrea

Beitrag von aussiegirl600 17.09.08 - 16:19 Uhr

Vielen Dank für die vielen Posts, ich hatte eher erwartet dass ich als egoistisch dargestellt werde ;-)

Ich glaube meine Mutter sieht uns einfach nicht als Familie weil keine Kinder da sind ;-)

Einladen zu uns nach Hause geht leider nicht weil das mehr als 1 Autostunde ist und unsere WOhnung ziemlich eng ;-) Und absolut ungeeignet für den Hund meiner Mutter, sonst hätte ich wirklich einfach alle eingeladen und geschaut wer kommt.

Hab nochmal mit meinem Schatz geredet, er hatte ne Idee: Er ist bei den Johannitern und da muss ja auch an Feiertagen jemand Notdienst machen, in sienem Fall könnte er daheim sein, aber eben auf Abruf. Aber nur wenn wir bei uns daheim sind, nicht bei seiner/meiner Familie. Erstmal finde ich es eine tolle Idee dass er den Dienst übernimmt und damit einer Familie mit Kindern ein ungestörtes Weihnachten garantiert (Geist der Weihnacht etc) und außerdem könnte ich dann sagen, dass ich nicht will dass er hier alleine rumsitzt.
So könnte meine Mutter sich langsam an den Gedanken gewöhnen, dass ich m´nicht da bin.

Was haltet ihr davon?

Beitrag von maryalex 18.09.08 - 21:01 Uhr

Hallo!
Also ich würde es so machen, wie du dir das vorstellst! Versuch nicht, den Leuten gerecht zu werden, denn irgendeiner hat sowieso immer das nachsehen...
Wir feiern an Heiligabend mit meiner Familie, ganz einfach weil es da wirklich richtig weihnachtlich gemütlich ist. Meine Eltern, meine 2 Schwestern, meine Nichte, mein Mann, unser(e) Kind(er) und ich gehen gemeinsam in die Kirche, danach essen wir was leckeres. Anschließend werden Weihnachtslieder gesungen mit musikalischer Untermalung (1 Schwester und ich mit der Geige, die andere am Klavier) und am Schluß gibts die Bescherung. Danach sitzen wir alle gemütlich zusammen bis in die Puppen und meistens schlafen dann alle im Haus bei meinen Eltern und frühstücken am nächsten Morgen noch gemeinsam. gegen 11 Uhr fahren mein Mann und ich dann los zu seinen Eltern zum Mittagessen. Würde nie den Heiligen Abend dort verbringen wollen, denn da sieht das etwa so aus: Jeder isst irgendwas zu abend, was er halt grad mag, dann packen sie ihre Geschenke aus und danach wird TV eingeschaltet. Sehr idyllisch...
LG Mary