Notkaiserschnitt nach 3 Tagen Wehen! (LANG!!!)

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von nike83 17.09.08 - 02:37 Uhr

Am 06.07.08 hatte ich morgens leichte Blutungen und in der Nacht fingen die Wehen an, sie waren aber schwach und noch gut auszuhalten.
Am 07.07. sind wir dann morgens das erste mal ins KH gefahren, Hebamme hat CTG geschrieben und Mumu untersucht. Die Wehen waren weiterhin nur ganz schwach und der Mumu erst 2cm geöffnet.
Wir haben uns dann entschlossen wieder nachhause zu fahren, wo ich dann erstmal in die Badewanne gegangen bin. Es war ja Stichtag, und ich wollte unseren kleinen Sohn nun auch gerne an diesem Tag noch zur Welt bringen, aber Pustekucken: Durch´s baden wurden die Wehen eher schwächer als stärker.
Nachts waren sie dann wieder mehr, aber immernoch gut auszuhalten. Also, keine Geburt am 07.07.
Am 08.07. sind wir dann morgens das zweite mal in die Klinik gefahren, aber CTG und Mumu unverändert. Die Hebi gab mir dann ein paar Globuli um die Wehen zu Verstärken und schickete uns erneut nachhause.
Die Globuli wirkten und in der Nacht auf den 09.07. waren die Wehen so stark, das ich kein Auge mehr zumachte. Um 6 Uhr morgens sind wir dann das dritte mal ins KH gefahren. Auf dem CTG waren die Wehen nun gut zu erkennen und der Mumu war auf 6 cm auf.
Daraufhin sagte mir die Hebi das ich jetzt endlich dort bleiben darf und wir heute noch Geburtstag feiern werden...
Nun wurde bei mir erstmal weiterhin CTG geschrieben und bald stellte die Hebi fest, das die Herztöne des Babys nicht ganz 100%ig waren, immer wenn eine Wehe kam, gingen sie abwerts. (Erster Schock) Hebi machte sich gedanken das die HT zu stark absinken, wenn die Wehen stärker werden, wollte es aber trotzdem versuchen den Kleinen auf normalem Wege zu holen. Zur Sicherheit sollte ich aber schonmal den Anestesiebogen ausfüllen, falls doch ein KS nötig wird.
Um ca 16:30 Uhr war der Mumu dann fast vollständig offen, aber die Wehen waren noch sehr schwach. Um die Wehen zu verstärken wollte die Hebi dann die Fruchtblase eröffnen, doch was war das? Fruchtwasser war schon abgegangen ohne das ich was gemerkt habe. Da wir nicht wussten wie lange der Kleine nun schon ohne Fruchtwasser war, bekam ich etwas Atibiotika, um eine Infektion des Babys zu vermeiden. (Zweiter Schock!!!)
Die Wehen waren aber immernoch zu schwach, also bekam ich nun einen Wehentropf und der Arzt wurde hinzugezogen. Nun ging es ganz schnell, hammer heftige Wehen, kaum mehr auszuhalten, eine nach der anderen, allerdings zu kurz und die Presswehen blieben aus. Die Herztöne des Babys wurden nun so schlecht das der Arzt dann doch für den KS entschied. (Dritter Schock)
Ratz fatz hatte ich die Klamotten aus, ´nen Kateter sitzen und die Schambehaarung rasiert. Der Wehentropf wurde gegen Wehenblocker getauscht und ab ging es richtung OP. Das ganze bekam ich aber nur so halb mit, weil ich ja immernoch diese Sch... Wehen hatte, es war wie in Trance und kam mir wie Stunden vor. Ca 17:45 Uhr war ich dann im OP und es sollte die PDA gesetzt werden. Obwohl mir in diesem Moment alles egal war, kämpfte ich mit der Angst vor dieser Spritze!!! Zuerst bekam ich eine Spritze zur Örtlichen betäubung, es war ein leichter Druck zu spüren, aber nicht schlimm. Dann wurde die PDA gesetzt, was ich zu meiner Verblüffung garnicht merkte.
Die Betäubung wirkte ganz schnell, es war wie eine Erlösung, endlich war ich die Wehen los und alles wurde ganz warm und Taub. Für mich war hier das schlimmste überstanden, bis auf die Angst das mit dem Kind was sein könnte.
Es wurden noch einige weitere Vorbereitungen getroffen und dann begann die OP. Es ging ganz schnell und war überhaupt nicht schlimm. Glaube mein Freund hat mehr gelitten als ich.
Um 18:02 Uhr war der kleine Robin dann da, und dann wussten wir warum die Geburt zum Stillstand gekommen war, er hatte sich tierisch in die Nabelschnur verwickelt, sie war um die Schulter, um einen Arm, um den Bauch und dann um die Beine gewickelt.
Aber alles war gut, er lebt und ist gesund. U1 absolut in Ordnung.
Ich wurde noch zugenäht und kam dann noch für 2 Std. zur Beobachtung in den Kreissaal zurück. Hier war dann erstmal kuscheln angesagt, und bald lies auch die Betäubung nach. Dann ging es auf´s Zimmer.

Beitrag von doris72 17.09.08 - 08:39 Uhr

Hallo,

eine ganz schöne Tortur habt ihr da hinter Euch.
Zum Glück ist alles gut gegangen.

LG von Doris

Beitrag von schnuppelschaf1 17.09.08 - 09:38 Uhr

Huhu!

Alles Gute zur Geburt und das es gut gegangen ist!

Aber Not KS war das nicht denn dann hat meine keine Zeit um in OP noch die PDA zu setzen.

LG Steffi

Beitrag von guglhupf22 17.09.08 - 21:19 Uhr

#pro Jep, da hast du recht - ich würde das auch als "unerwarteten KS" bezeichnen.
Ich hatte zb. einen NotKS: innerhalb von 2 Minuten war ich im Kreissaal in Vollnarkose und Anna war da.... das ist ein NotKS...

LG Karin

Beitrag von schnuppelschaf1 18.09.08 - 09:08 Uhr

Bei meiner Freundin wurde der im Kreißsaal gemacht.

Ich war in dem Sinne dabei wurde *rausgeschmissen*
alles war da.
Freundin abgeschossen und plötzlich schrie die Kleine.

Nqbelschnurvorfall und es dauert alles in allem mit rufen etc. keine 5 Minuten die mir aber wie Stunden vorkamen.
Beiden gings danach wieder recht schnell gut.

Beitrag von guglhupf22 18.09.08 - 12:17 Uhr

Ja das war bei mir eben auch so - ich lag im Kreisaal, hatte Wehen, auf einmal rasselten die Herztöne in den Keller, mein Mann wurde aus dem Kreissaal geschmissen, im nächsten Moment kamen alle möglichen Leute mit den Geräten daher, dann schlief ich schon ein und mein Mann hörte Annas Schrei max. 5 Minuten später - DAS ist ein NotKS.
Hätte ich noch Zeit für eine PDA gehabt - ich hätte sie genommen, denn das war für mich und meinen Mann der Schlimmsten Moment unserers Lebens.....

Gott sei dank ist Anna gesund - daher kann ich es halbwegs verkraften!
LG Karin

Beitrag von schnuppelschaf1 18.09.08 - 12:40 Uhr

Das wünsche ich echt keinem und ich bin dankbar meine
normal bekommen zu haben.

Bei lilly gabs auch Komplikationen aber nicht so dramatisch.

Beitrag von guglhupf22 18.09.08 - 12:42 Uhr

Ne ich hab auch gesagt, dass ich das nicht mal meinem ärgsten Feind wünsche - ich sicher die ersten 5 Monaten Alpträume gehabt, hab immer wieder die hektischen Bilder gesehen, wie sie alle um mich herumgelaufen sind und alles total hektisch war.... diese Ängste...
Naja, heute nach 15 Monaten verblasst das alles etwas, aber ich hab schon etwas Angst vor der nächsten Geburt......aber die Hauptsache ist, dass Anna gesund ist - das weiß ich heute. Aber ich hab mich lange Zeit nur schwer damit abfinden können!

LG Kairn