Weiss mir keinen Rat mehr....

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von fliegenpaul03 17.09.08 - 10:31 Uhr

Hallo,

ich bin Mutter von zwei kleinen Kindern Tim-Luca (5) und Ann-Kathrin (2). Nun ist so, dass ich vor ca. 9 Wochen einen Motorrollerunfall hatte und mein Mann mit meiner Tochter an der Unfallstelle war. Meine kleine Motte hat alles mitbekommen, wie z. B. der Hubschrauber kam, wie der Notarzt erste Hilfe geleistet hat und wie ich abtransportiert wurde.

Vor zwei Wochen war mein Mann auf dem Weg zum KIGA mit meiner Tochter (Sohnemann war bei Oma), als mein Mann verkehrsbedingt bremsen mußte und im nächsten Moment auch schon jemand ungebremst aufgefahren ist. Gott sei Dank ist nichts ernsthaftes passiert bis auf ein paar Blessuren.

So nun ist es so das Ann-Kathrin ein sehr aktives Kind ist, ständig rumzappelt und keinen ruhigen Moment für sich findet. Was für uns nun nicht so das Problem darstellt.

Seit den beiden Unfällen findet unsere kleine Motte Abends nicht in den Schlaf. Ich streichele sie in den Schlaf und verlasse erst dann das Zimmer, wenn ich den Eindruck habe, dass sie sich in der Tiefschlafphase befindet.

Keine 5 Minuten später steht Ann-Kathrin putz munter bei uns unten im Wohnzimmer, ich bringe sie dann umgehend wieder ins Bett und versuche sie wieder in den Schlaf zu streicheln, aber sie sträubt sich so dagegen, dass ich dann nach 1 Std. auch keine Musse mehr habe und sie mit nach unten nehme und sie dann mit uns gemeinsam ins Bett geht und dann auch Problemlos einschläft.

Nachts schläft sie nur teilweise die meiste Zeit liegt sie wach neben mir und streichelt mich#herzlich und wenn sie schläft, dann schreit sie regelrecht im Traum und weint#heul.

So zieht es sich schon über Wochen hin und ganz ehrlich geht es nicht nur an unsere Grenzen, man merkt doch das sie geschlaucht ist.

Mittags schläft sie übrigens ganz normal ein, bis zu 2 Stunden macht sie dann problemlos Mittagschlaft.

Zur Nacht bekommt Sie seit paar Wochen auf Rat vom Kinderarzt Schlaftropfen (Atosil) aber helfen tun die nicht wirklich.

Wir haben auch schon eine Kinderpsychologin aufgesucht, die meint Sie könne Ann-Kathrin nicht helfen, sie müßte es für sich alleine verarbeiten.

Wir wissen uns einfach keinen Rat mehr#heul, so kann es auf keinen FAll weiter gehen...

Vielleicht hat ja hier noch der ein oder andere einen Tipp für uns?

Verzweifelte Grüße

#cool Fliegenpaul

Beitrag von fruehchenomi 17.09.08 - 13:08 Uhr

Die Kinderpsychologin kann ihr nicht helfen ? Seeehr seltsam. Als nächstes würde ich dann mit Deiner Tochter einen Kinderheilpraktiker aufsuchen. Es gibt sehr gute homöopathische Mittel, die ausgleichend, beruhigend und stabilisierend auf Kinder wirken. Das muss aber ein Heilpraktiker je nach Typ des Kindes verordnen. Hör Dich mal um, wo einer ist. Alles Gute !
LG Moni

Beitrag von fliegenpaul03 17.09.08 - 13:49 Uhr

Hallo Moni,

vielen Dank für deinen Tipp! #blumeVielleicht wäre es wirklich ein Versuch wert? Vorerst wollen wir eine Verhaltens- bzw. eine Energieberater aufsuchen.

Nach Ann-Kathrin´s Geburt waren wir dort schon einmal. Damals hat Ann-Kathrin sehr viel geschrien, die Therapeutin hat sie wieder ins Gleichgewicht gebracht.

Der Besuch war vom Erfolg gekrönt, Ann-Kathrin hat von da an so gut wie gar nicht geschrien.

Mal schau´n ob sie diesmal auch helfen kann?

Liebe Grüße

Yvonne

Beitrag von krokolady 17.09.08 - 18:38 Uhr

Puh, also auf Dauer ist das Atosil nicht wirklich was.....ich habs selber schon lange für meine Tochter, gebs aber nur nach Bedarf - meist Nachts wenn sie putzmunter ist.

Aber klar, schlafen muss sie - und ihr ja auch.
Aber wenns ohne Hilfsmittel nicht geht dann besorg Dir lieber Melatonin.
Das ist ein körpereigenes Hormon welches produziert wird bei Dämmerung/Dunkelheit.
Manchmal ist die Produktion aber gestört, und dann kann mans so zuführen.
Melatonin verursacht übrigens keine Nebenwirkungen, Langzeitschäden oder sonstiges!
Es ist auch kein Medikament, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel.

Wenn du eine günstige Bezugsquelle haben willst, und Tips zur "dosierung" schreib mich per PN an.


Gibts übrigens nicht auf Rezept - da es ja kein Medikament ist.

Beitrag von icecream 20.09.08 - 12:53 Uhr

Hallo,

das Einschlaf- bzw. Schlafverhalten Deiner Tochter erinnert mich sehr an das unserer Maus (2,1 Jahre) ...

Sie hatte sich im Juni verbrüht #schock

Wochenlang hatte sie Probleme beim Einschlafen -
stundenlang sassen wir bei ihr am Bett.
War sie dann endlich eingeschlafen, ist sie nach kurzer Zeit weinend und nassgeschwitzt wieder aufgewacht.
Wir hatten das Gefühl, dass sie abends im Bett anfängt, das Erlebte aufzuarbeiten -
denn auch bei uns war der Mittagsschlaf kein Problem.

Da die Apotheke am Ort sich sehr gut mit Homoöpathie auskennt, habe ich mir dort Rat geholt.
Sie empfahlen mir damals Coffea D6. Das soll helfen, dass der Kopf abschaltet.
Damit wurde sie ruhiger und die Einschlafzeit verkürzte sich.

Ganz besser wurde es allerdings erst, als sie angefangen hat, über ihren Unfall zu reden. Es schien, als sein ein Knoten geplatzt und das Schlafverhalten ist mittlerweile wieder wie vorher.

Wünsche Euch viel #klee

icecream