Kann man von Virbucol...

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von flexi 17.09.08 - 12:36 Uhr

Hi,

ich hab mal eine Frage.
Meine Freundin hat auch eine Tochter, die ist 5 Wochen Älter wie Anika.
Sie gibt ihr seit 3 Wochen jeden Abend ein Virbucolö, weil sie angeblich sooooo zahnt.
Gestern um 23 Uhr kingelt mein Telefon und die Freundind war dran und meinte die kleine schreit seit drei stunden und ob ich ihr Virbucol bringen kann, sie hat keine mehr.
Als ich bei ihr war hat die Kleine gelacht. Ich hab mit ihr aus dem Fenster geschaut und gesagt, dass alle schlafen uns sie auch schlefen muss. Hab sie dann meiner Freundin gegeben und sie hat angefangen wie am Spieß zu brüllen und meinen Namen zu rufen.
Meint ihr die Kleine kann ohne Virbucol nicht mehr schlafen???
Ich mach mir bißchen Sorgen, denn sie hatte ihr bevor ich kam schon ein Paracetamol gegeben und dann noch das Virbucol.
Ich hab ihr vor ein paar Tagens chon gesagt, dass ich gar nichts von Zäpfchen halte und schon gar nicht auf dauer.

Danke

Alex

Beitrag von schnuppi112 17.09.08 - 12:38 Uhr

Ich will ja keinem was unterstellen, aber ich finde es eigenartig, dass sie bei dir lacht und fröhlich ist und sobald sie zur Mama kommt brüllt sie wie am Spieß. Ist da vielleicht was vorgefallen?

Ich finde so viele Medikamente auch nicht richtig. Mal ja klar, aber nicht täglich über einen längeren Zeitraum

LG
Sandra

Beitrag von flexi 17.09.08 - 12:40 Uhr

Tja, das hab ich mich gestern auch gefragt, da ich weiß, dass meine Freundin ziemlich streng mit der kleinen ist und schnell auf 180.
Aber ich weiß es eben nicht. Wir sehen uns fast täglich, aber ob sie ihr was tut wenn sie alleine sind kann ich nicht sagen.

Alex

Beitrag von fraukef 17.09.08 - 13:06 Uhr

Wenn der Kleine wirklich so zahnt - und vorher dann schon ne Paracetamol bekommen hat - kann es ja gut sein, dass die Schmerzen weg waren - und der Kleine darum wieder fröhlich war...

Allerdings hätte ich dann auch keine Viburcol mehr "hinterher" geschoben ;-)

LG
Frauke

PS
In heftigen Zahnungsphasen kann es auch bei uns sein, dass Judith mal über einen längeren Zeitraum Medis braucht - wir haben es grad mit den Backenzähnen durch... Ohne Paracetamol oder manchmal auch Viburcol ging da oft gar nichts... Jetzt sind die 4 Backenzähne da - und die Medis sind wieder im Medizinschrank verschwunden - vermutlich bis zu den nächsten Zähnchen... Das kann also schon sein!

Beitrag von eumele76 17.09.08 - 12:40 Uhr

Hi,

also eine Dauermedikation ist Viburcol auf keinen Fall. Auch nicht wenn es homöopathisch ist.

Das sind keine Bonbons die man in den Po stopft, das sollte sie sich bewusst sein.

Sie kann auch in einem Schub stecken oder mag einfach momentan nicht alleine einschlafen.

Zähne können es auch sein, aber wenn sie bei dir lacht, dann ist das eher unwahrscheinlich. Wenn sie Zahnschmerzen hat, dann hat sie die auch wenn sie auf dem Arm gehalten wird.

Samuel hat solche Phasen auch ab und an. Man meint Wunder was er für Schmerzen hat, und wenn wir ihn dann zu uns ins Bett holen wird in die Hände geklatscht und auf und ab gehopst #aerger.

Lg,
Nina mit Samuel 15 Monate

Beitrag von schokohase81 17.09.08 - 12:43 Uhr

Hi Alex,

also Zäpfchen ja ABER nur wenn es wirklich sein muss. Gebe erst ein Schmerzzäpfchen wenn das Fieber nicht mehr runter geht, also keine Globuli oder Wadenwickel wirken.
Als Emilia ein Baby war und gezahnt hat, gab es ganz wenige Aussnahmen, wo sie nachts auch mal eins bekommen hat.

Was deine Freundin da macht, finde ich nicht so toll! Jeden Abend sowas, obwohl Viburcol ja homoöphatisch ist... Aber ich glaube einfach deine Freundin redet sich da was ein! Vielleicht ist ihr grad alles zu anstrengend und sie ist etwas überfordert? Das würde auch erklären, warum sich die Kleine bei Dir wohlgefühlt hat - Du warst entspannt , deine Freundin nicht!
Erst Paracetmol und dann ein Viburcol ist absoluter Schwachsinn - man kann sein Kind auch unnötig zuballern! Wenn es das Paracetamol nicht tut, dann wird auch das Viburcol nicht helfen.

Vielleicht sollte sie mal andere Mittel probieren, es gibt da tolle Globuli die helfen können. Emilia springt z.B. auf Homöopathika super an - allerdings einzeln gegeben, also so Mischungen wie in Viburcol oder Osanit bringen gar nichts. Gebe ich ihr z.B. Chamomilla alleine, dann wirkt das super! Kann ja bei Deiner Freundin auch so sein.
Kein Kind hat über 3 Wochen durchgehend Zahnweh, das ist echt Einbildung!

Rede deiner Freundin mal nett ins Gewissen!

LG Sandra

Beitrag von meto 17.09.08 - 13:00 Uhr

Hallo,


ich finde es komisch, dass sie bei dir lacht und bei der Mutter gleich wieder schreit.

Virburcol ist absout nichts zur Dauermedikation und kann auch gegensätzlich wirken! Bei meinem Sohn wirkte Virbucol nicht beruhigend, sondern es wurde schlimmer, dass er erstrecht stundenlang schrie! Ich hatte es abgesetzt und es wurde schnell besser. Die restliche Unruhe kam durch einen eingeklemmten Wirbel, der nicht von KiA erkannt wurde und durch Einrenken und Krankengymnastik wieder besser ist!



LG Mella

Beitrag von miau2 17.09.08 - 13:05 Uhr

Hi,
mir wurde mal von einer Heilpraktikerin o.ä. gesagt, dass jedes homöopathische oder auch auf Kräutern beruhende "Heilmittel" falsch und im Übermaße angewendet zum Gegenteil führen kann.

Als einfachstes Beispiel nannte sie Pfefferminze, die ja richtig angewendet bei Bauchschmerzen hilfreich sein kann - aber zu oft (z.B. als Dauergetränk) genau zu denselben führen kann.

Bekannt sind einige Beispiele auch aus der Welt der normalen Medikamente, z.b. Kopfschmerzmittel, die bei falscher, übermäßiger und zu langer Anwendung selbst einen Kopfschmerz verursachen können.

Und ohne wirklich Ahnung von der Materie zu haben kann ich mir vorstellen, dass das auch auf Viburcol zutrifft. Diese Zäpfchen haben auf viele Kinder eine deutlich spürbare Wirkung (waren unsere letzte Lösung bei starkem Zahnen und damit verbundener Erkältung, aber nie länger als 1-2 Nächte am Stück notwendig). Aber diese Wirkung kann wohl deutlich nachlassen, wenn man sie zu oft anwendet. Ob sie dann sogar ins Gegenteil umschlagen kann, darüber wird es wohl so viele Meinungen wie "Experten" geben. Aber darauf ankommen lassen würde ich es bei keinem Medikament.

Und wenn ein starkes Schmerzmittel wie Paracetamol nicht gegen die Zahnungsbeschwerden hilft dann liegt schon der Verdacht nahe, dass die eigentliche Ursache für die Schlafprobleme andere sind. Viele Mütter vergessen halt vor lauter Mittelchen gegen die Zahnungsprobleme, dass oft die Schmerzen nicht das eigentliche Problem vom Kind sind - sondern dass einfach das damit verbundene Unwohlsein, und vielleicht auch Angst zu einem großen Teil der Probleme führt. Und DAGEGEN gibt es vielleicht anstrengendere, aber bei weitem harmlosere "Mittel" und "Methoden" als Zäpfchen, Cremes, Globuli usw.

Ich hoffe nur, dass sie die Paracetamol-Zäpfchen nicht auch so dauerhaft gibt, denn DAS ist ein starkes Lebergift und kann im Übermaß gegeben schwerste Schäden verursachen.

Fällt halt schwer zu glauben, dass die Zahnungsbeschwerden über Wochen so schlimm sind, dass nur Medikamente helfen. Max hat auch mal heftig gezahnt, da müssen wohl alle mal durch, aber das war in wenigen Nächten (die er dann bei uns im Bett verbracht hat) erledigt gewesen. Selbst wenn es bei anderen ein wenig länger dauert ist das immer noch meilenweit entfernt von 3 Wochen.

Deine Freundin sollte Ursachenforschung betreiben und nicht pauschal mal eben alles aufs Zahnen schieben. Gut möglich, dass es eine ganz andere Ursache gibt, und der dauernde Einsatz von einem Medikament, das letztendlich zur Beruhigung gedacht ist ist mit Sicherheit keine Lösung.

Viele Grüße und viel Erfolg beim "Bearbeiten" deiner Freundin ;-)

Miau2