Meinungen bitte, Hausvermietung?!?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von sandralein23 17.09.08 - 13:14 Uhr

Hallo,
mich würde eure Meinung zu folgender Sache interessieren:

Wir (meine beiden Geschwister und mein Vater) haben jeder zu gleichen Teilen das Grundstück meines Opas geerbt. Alle anderen Erben außer mir wollen das Haus samt Grundstück verkaufen, ich aber nicht, da es der letzte Wille meines Opas war, das wir das Haus nicht verkaufen.
Jetzt habe ich mit meinem Lebenspartner überlegt, ob wir das Haus kaufen und dann vermieten, bis wir vielleicht irgendwann dort einziehen wollen, da das aus verschiedenen Gründen zurzeit für uns nicht in Frage kommt.
Das Haus ist allerdings in einem sehr veralteten Zustand, d.h. geheizt wurde mit Ölofen, Heizungen sind nicht vorhanden, Warmwasser gibt es im Badezimmer über einen Boiler, in der Küche allerdings garnicht und die Wände und Böden müssten erneuert werden. Neue Tapeten und Boden legen wäre ja kein Problem, aber das ganze Haus mit Heizungen auslegen und Warmwasserleitungen bauen lassen dann schon eher.
Jetzt meine Frage:
Glaubt ihr, wir könnten das Haus mit neu gelegtem Boden, neuen Tapeten, natürlich alle Reparaturen durchgeführt und mit vorhandenem Öl für ca. 1 Jahr zur Miete anbieten wenn wir noch einen Boiler für Warmwasser in der Küche anbringen lassen? Glaubt ihr, sowas würde man vermietet bekommen?
Das Grundstück ist ca. 950 m² groß, verfügt über 2 große Garagen, Rasenflächen, einer großen Einfahrt... das Haus selbst ist ca. 100 m² groß auf 2 Etagen und hat 3 Kellerräume.
Könnt ihr euch vorstellen, das jemand an einem solchen Objekt Interesse hat?

Danke im Voraus und liebe Grüße,
Sandra

Beitrag von anyca 17.09.08 - 13:21 Uhr

Kommt vermutlich drauf an, wo das Haus ist? In Berlin würde sich vielleicht jemand finden, der für ein Jahr dort zu tun hat und dann wieder weggeht - in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf wäre es vermutlich schwierig.

Wer in ein Haus zieht, will ja in der Regel acuh lange dort bleiben, nicht nur ein Jahr.

Beitrag von ina_bunny 17.09.08 - 13:25 Uhr

Also, ich würde es nur mieten wenn folgende Dinge vorhanden sind

* funktionierende Heizungsanlage
* sichere Stromleitungen
* Warmwasser
* komplett ausgestattetes Badezimmer
* gute Dämmung
* gutes Dach
* trockener Keller

So wie sich das anhört muß da noch jede Menge Geld reingesteckt werden bevor es überhaupt bewohnbar wäre.
Das nächste Problem wäre, die maximale Mietdauer von nur einem Jahr.
Wer ein Haus mietet möchte doch langfristig drin wohnen bleiben, oder.

LG Ina

Beitrag von nightwitch 17.09.08 - 13:29 Uhr

Hallo,

keine Ahnung, aber ich würde mal vermuten, dass ihr das momentan so eh nicht vermietet bekommt, wenn ihr die Arbeit reinsteckt, dann kann in der Zwischenzeit da ja auch keiner wohnen.

Wenn das Haus schon so alt ist, dann würde ich auch gleich die Stromversorgung neu machen. Ich denke mit neuem Boden und Tapeten wird das da nicht getan sein!
Das wird ganz schön ins Geld gehen. Ist halt die Frage, ob ihr euch das leisten könnt.
Mal abgesehen davon, wenn die anderen das Haus mit geerbt haben, können sie darauf bestehen, dass ihr sie auszahlt.

Gemeinschaftlich würde ich da ehrlich gesagt nichts machen. Nicht dass ihr dann erst die ganze Arbeit und Geld da rein steckt und wenn alles schön in Ordnung ist, kommen die anderen auf die Idee Ansprüche zu stellen.


Auf der einen Seite kann ich deine Beweggründe verstehen. Immerhin wars der letzte Wille deines Opas, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er wollte, dass ihr euch deswegen unglücklich macht.

Und ich glaube man braucht heutzutage kein Hellseher zu sein um zu wissen, dass ein solches Vorhaben Ärger mit sich bringt.


Vorallem die Vermietung für ein Jahr. Wenn ich mir ein Haus miete, dann doch weil ich da länger wohnen will.

Auch wenns schwer fällt. Ich würde das Haus verkaufen. Dann das Geld sauber durch die Erben teilen und mit meinem Teil des Erbes was anderes machen (vielleicht etwas, was dem Opa auch gefallen hätte).

Beitrag von sandralein23 17.09.08 - 13:37 Uhr

Ooooh, ich seh grade, ich hab mich da falsch ausgedrückt und einiges vergessen:

Das "für 1 Jahr..." war darauf bezogen, das noch Öl für 1 Jahr vorhanden ist, was der Mieter dann behalten könnte... nicht das wir das Haus nur für 1 Jahr vermieten wollen.

Auszahlen werden wir die anderen Erben dann, das ist uns klar, so war das auch geplant, wenn wir das wirklich machen würden.

Das Haus ist in einem ca. 5000 Einwohner kleinem Dorf, in dem fast alle Häuser noch mit Öl heizen, weil die Häuser dort größtenteils in den 40er Jahren gebaut wurden, meist selber von den Eigentümern...

So ich hoffe, jetzt alles angegeben und richtig gestellt zu haben! :-)

Beitrag von aggie69 17.09.08 - 13:45 Uhr

Kaufen würde ich es auf jeden Fall, wenn Ihr es behalten wollt. Ab wann wollt Ihr denn selbst in dem Haus wohnen?

Ich würde da jetzt nicht so viel Arbeit und Geld reinstecken und es an ewig meckernde Mieter vermieten.

Da würde ich eher Wasser und Strom abstellen. Dach Fenster und Türen sichern und das Haus leer stehen lassen, bis Ihr es für Euch fertig machen könnt. Ab und zu mal hinfahren, lüften und nach dem Rechten sehen.

Oder fragt beim Sozialamt, ob jemand für kurze Zeit eine Unterkunft braucht. Es könnte kostenlos sein, dafür müßten sie sich selbst kümmern, wenn was nicht funktioniert. Eben nur, damit das Haus nicht leer steht.

Beitrag von bezzi 17.09.08 - 13:48 Uhr

Dir gehört nur 1/4 des Hauses, Du musst also 3/4 kaufen und eine Menge Geld (schätze mal min. EUR 50.000,-) und Zeit reinstecken, um das Haus halbwegs auf den Stand der heutigen Technik zu bringen.

Wenn Du es dann sofort selber beziehen würdest, OK.

So aber würde ich mir den Klotz nicht ans Bein binden. Was ist, wenn Du keine Mieter findest oder die Mieter nicht zahlen ? Das treibt Dich dann ganz schnell in den Ruin.

Verkauft das Haus.

Beitrag von drachenengel 17.09.08 - 13:50 Uhr

Hallo Sandra,

kann man sicher... ABER:

je nach Alter des Hauses benötigt Ihr einen Energiepass als Vermieter sowie auch als Verkäufer.. ich bin nur überfragt, ob es dieses Jahr schon gefordert wird oder nächstes Jahr...

Dann: Bedenkt, dass Ihr das Mieter-Risiko habt, laufende Instandhaltungen evtl gefordert werden (Dach, undichte Fenster etc)

Dazu ist sehr stark dann zur Erneuerung der Stromversorgung zu raten, E-Check machen lassen etc.. die alte Elektrik macht mir persönlich mehr zu schaffen als der fehlende Untertischspeicher in der Küche.

Meine Grosseltern hatten auch ein so altes Haus, ich konnte leider meine Mutter und ihre Schwester nicht dazu bringen, es nicht zu verkaufen... Jedoch war dort wahrhaft der Fall, dass die Leitungen alle raus MUSSTEN, teilweise in den alten Lehmwänden schon Anzeichen für bald drohende Schwelereien etc vorhanden waren.
Die alten Hausanschlüsse sind teils nicht für die heutigen Maschinenhaushalt ausgelegt.

Man kann das Objekt aber sicher vermieten... da gibt es viele Möglichkeiten...

- instandsetzen und gute Miete
- niedrige Miete/Staffelmiete, mit Auflage der Mieter muss bestimmte Sachen selber machen/zahlen, dafür z. B. langfristigen festen Mietvertrag
- niedrige Miete und Mieter billigt den Zustand des Hauses...

Jedoch sollte auch bedacht werden, bei den heutigen Energiepreisen, dass es nur wenige Mieter geben wird, denen Ofenheizung, Warmwasserbereitung via Strom, evtl schlechte Dämmung und undichte Fenster egal sind...

Alles Gute

Mone

Beitrag von bezzi 17.09.08 - 14:48 Uhr

"je nach Alter des Hauses benötigt Ihr einen Energiepass als Vermieter sowie auch als Verkäufer.. ich bin nur überfragt, ob es dieses Jahr schon gefordert wird oder nächstes Jahr... "

Der ist schon seit 01.07.08 Pflicht. Gibt es aber schon ab EUR 8,- bei Ebay, ist also kein wirklicher Hinderungsgrund.

Beitrag von drachenengel 17.09.08 - 16:05 Uhr

den Energiepass gibts bereits bei ebay??? ach du schande....

Manche sind doch echt nicht mehr ganz frisch...

Beitrag von bezzi 17.09.08 - 18:18 Uhr

Wieso ?

Ich finde es gut. Habe mir gleich auch einen geholt.