Mehr Gelassenheit

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Forum: Baby

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Beitrag von rosa31 17.09.08 - 13:48 Uhr

Hallo an alle hier im Forum,

eigentlich gehöre ich zu den Leuten, die hier nur viel lesen und sich den ein oder anderen Tipp abholen. Jetzt habe ich aber selbst mal eine Frage an Euch alle.

Meine Tochter ist jetzt knapp 5 Monate alt und ein sehr pflegeleichtes Kind - abgesehen davon, dass sie sehr sehr viel spuckt. Wir haben lange auf sie gewartet und es ist ein absolutes Wunschkind.

Manchmal geht es mir nur so, dass mir immer noch die nötige Gelassenheit fehlt und ich mich selbst als "Übermutter" bezeichnen würde. Okay, es ist mein erstes Kind und ich bin mit Sicherheit auch entspannter als am Anfang, aber ich merke auch, dass ich zu viel nachdenke. Versteht Ihr, wie ich das meine? Ich frage mich andauernd, ob ich es so richtig mache. Ist dem Kind zu kalt oder zu warm usw. Ich denke heute schon darüber nach, wie ich mich übermorgen organisiere, wenn ich z. Bsp. einen Termin habe. Wann wird das mal besser? Ist das normal und wie ergeht es Euch bzw. ist es Euch ergangen? Was tut Ihr, um den "Kopf frei zu bekommen"?? Wäre dankbar für jede Anregung, um zu mehr Gelassenheit zu finden.
Rosa

Beitrag von timabr05 17.09.08 - 13:55 Uhr

Hallo Rosa...

Na ja was soll ich sagen, gib dem Papa mal die Maus und tu ein paar Stunden mal nur was für Dich. Geh mal mit ner Freundin shoppen.
Mach Dir nicht so viele Gedanken, es kommt doch eh immer anders wie man es plant. Sei spontaner..... Was willst Du denn da groß organisieren???? Kind anziehen, alle nötigen Sachen einpacken (Wechselsachen, Essen, Windel ) und ab geht es.

#liebdrueck Tina und Viktoria#baby

Beitrag von liz 17.09.08 - 13:56 Uhr

Hallo!

Ich hab nun 2 Kinder und mir geht es genau so. Obwohl ich schon 1 Kind hatte, frage auch ich mich noch immer, ob es Alina vielleicht zu kalt ist, oder zu warm, was soll ich ihr anziehen. Wie mach ich das morgen mit dem einkaufen. usw. Es ist manchmal nicht so schlimm und manchmal schon. *gg*

Aber das ärgste ist ja, einen simplen Krankenhaustermin zu organisieren. Wohin mit dem großen, wie mit der kleinen, kann wer mitfahren, usw. Gar nicht so einfach. Zumindest noch in diesem Alter nicht.

lg liz

Beitrag von pegsi 17.09.08 - 13:59 Uhr

Ich arbeite (nach 4,5 Monaten) auch noch hart an meiner Gelassenheit. :-)

Das Kind ein paar Stunden abgeben kann ich nicht, weil ich voll stille und keinen Schimmer habe, wie man etwas abpumpen könnte. Wir fangen aber in 6 Wochen mit Beikost an, dann würde ich es gerne versuchen.

Was mir momentan hilft: Einfach nicht mehr auf jedes Zucken meiner Kleinen sofort anzuspringen, sondern erst mal abzuwarten, wie es sich entwickelt. Tatsächlich stelle ich fest, dass ich viel zu oft unnötig gesprungen bin. Je öfter ich das merke, desto gelassener werde ich auch. :-)

Beitrag von mater-dolorosa 17.09.08 - 14:01 Uhr

Oh liebe Rosa,

ich hbin nicht die, die jetzt Tipps geben wird. Ich wollte eigentlich zu einem ähnlichen Thema ein thread mal öffnen, das eigentlich mit deinem identisch ist. Und da sind wir beide relativ alt (ich dachte mit dem alter kommt die Gelassenheit oder ?).

Ich bin keine Übermutter (grrr. ich mg diesen Begriff sowieso nit). Es geht mir aber um das Vernantwortungsbewußtsein. Am Freitag sag ich meinem Mann: Ich habe mich extra-nagezogen, weil ich an meine Tochter denke. Wenn ich krank sein werde, wer wird sich um sie kümmern ? (Mein Mann lief bei 13 Grad ohne Socken)...Gestenr kommt mein Mann nach Hause und hat sich total erkältet...Ich war sehr verärgert und sag ich: Es nutzt nix, wenn ich auf mich aufpasse und du so dumm bist...:-(

Meine tochter schläft jetzt auf dem Bett (unten im Schladzimmer, um sie herum alles Mögliche, damit sie nicht runterfallen kann, ich laufe alle 5 Minuten nach draußen, um zu gucken, wie es ihr geht...

Ich mag mich inzischen nicht mehr :-( Ich finde es bisl krankhaft. Ich mus aber oft daran denken, dass eine unaufmerksamkeit totale Folgen haben kann, ich weiss nit, als ich noch jung war, habe ich mich nicht solche Sorgen gemacht...

Am Ende fragte ich mich: Mensch, du bist noch zudem gläubig...Dann soll ich an Gott gluaben, dass nichts passiert..soll ich an mich glauben, dass ich es richtig mache...Jaaa, das habe ich jetzt als Hausaufgabe...Immer wenn ich mich bei düsteren Gedanken erwischte, versuche ich, daran zu denken...

Ich gebe mir als nächste Hausaufgabe loszulassen. Meine Tochter meinem Mann geben etc. und zu vertrauen, dass auch andere das richtige tun..(weil ich dieses Vertrauen an andere fehlt mir...)..

Ich wünsche uns beiden, dass wir bisl Gelassenheit bekommen.

MD





Beitrag von aggie69 17.09.08 - 14:22 Uhr

Ich kann Deine Fürsorge nachvollziehen aber was ich nicht verstehen kann - warum hat Dein Kind kein Kinderbett, aus dem es nicht herausfallen kann? Da wärst Du doch viel ruhiger.
Wenn unser Baby da ist, werde ich wieder arbeiten und das Kind mit ins Büro nehmen. Im Augenblick bin ich noch unschlüssig, ob ich mir ein Kinderbett und einen Laufstall ins Büro stelle - aber auf jeden Fall was, wo so ein kleiner Fratz nicht "stiften gehen kann". Sonst hätte ich keine ruhige Minute.

Beitrag von mater-dolorosa 17.09.08 - 14:26 Uhr

Hi,
oh wir haben alles..Laufstall, Kinderbett...Sie ist aber in meinem Arm eingeschlafen (ich wollte, dass wir beide ein Nickerchen machen)..Ich wurde leider druch einen wichtigen Anruf geweckt...und sie umzubetten, will ich jetzt nicht...sie hat gestern eine Impfung bekommen...

LG MD

Beitrag von rosa31 17.09.08 - 14:32 Uhr

Hallo MD,

danke für Deine ausführliche Antwort. Tja, ich dachte auch, mit zunehmendem Alter kommt die Gelassenheit. Mein Glaube hilft mir da manchmal auch nicht so ganz weiter, aber ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Glücklicherweise ist man Mann viel gelassener und entspannter als ich - das hilft auch schon unheimlich.
Ich werde auch weiter versuchen, an mir zu arbeiten und versuchen meinen eigenen Weg zu finden.
Rosa

Beitrag von blackcat9 17.09.08 - 14:34 Uhr

Mach Dir mal nicht soviele Sorgen. Damit lebt es sich echt entspannter. Und je entspannter Du bist, desto ruhiger ist Dein Kind auch. Weil es die Gelassenheit spürt. War gestern beim 1. Hilfe-Kurs für Kinder. Und der Typ hat uns das auch so geraten. Das hilft wirklich.

Klar macht man sich auch mal Gedanken. Als sich meine Eltern das erste Mal Colin für einen kleinen Spaziergang geschnappt haben, lief ich auf glühenden Kohlen. Aber er kam leicht strahlend (er war da 7 Wochen alt. Da kam das anfängliche Lächeln) nach Hause. Gesund und munter. Inzwischen machen wir uns auch keine Gedanken, wenn wir in Ruhe einkaufen, während meine Eltern einkaufen.

Colin schläft seit der 1,5 Lebenswoche in seinem eigenen Bettchen. Schauen öfter mal rein ins Zimmerchen. Aber bisher immer "umsonst". Es ist nichts passiert und er hat immer friedlich geschlafen.

Mein Freund passt auch mal auf den Kurzen auf. Dann gehen wir getrennt einkaufen. Ich hab Vertrauen zu ihm, weil er seinen Sohn über alles liebt und sich rührend um ihn kümmert. Mach das doch auch und gönn Dir dann etwas schönes: Friseurbesuch, Massage, ... . Handy hat man für alle Fälle mit und man kann ja zwischendurch auch anrufen, wie es dem Baby geht. Machen wir auch immer.

Was die Gedanken über die Organisation angehen:
Viel kann man eh nicht organisieren, weils Kind ja meist den Tagesablauf bestimmt. Er schläft nicht immer tagsüber, wir gehen unterschiedlich lange spazieren. Termine bei Ärzten oder so versuche ich immer so zu legen, dass mein Freund da ist und im Notfall aufpassen könnte, wenn ich Colin nicht mitnehmen kann. Ansonsten sind die Großeltern noch da.

Wie gesagt:
Wer Gelassenheit ausstrahlt, macht auch sein Baby gelassen. Das funktioniert wirklich. #huepf

LG
eine entspannte Franzi mit einem grad eingeschlafenen Colin (*19. Juni 2008)

Beitrag von reethi 17.09.08 - 15:19 Uhr

Hallo!

Tja, da sagt man die Gelassenheit kommt mit dem Alter-aber ich finde es ist eher umgekehrt-mit dem Alter denkt man viel mehr nach und ist nicht mehr so spontan.

Leider kann ich Dir auch keinen Tipp geben was Du tun kannst - vertrau einfach auf Dich selber. Du liebst doch Dein Kind und "Fehlentscheidungen" macht jeder Mal - die gehören dazu. Es ist einfach eine Herausforderung an uns Mama´s Kindern auch den nötigen Freiraum zu geben.
Ich habe inzwischen zwei Kinder und bin beim zweiten viel gelassener-der Fokus verschiebt sich einfach ein bisschen. Beim ersten war es so, dass sich alles um den kleinen Mann gedreht hat. Und nun bei meiner Maus ist es ganz anders-sie "läuft" so im Tagesablauf mit. Sie muss einfach überall mit hin und da bleibt mir auch keine große Zeit um mir Gedanken zu machen. Natürlich ist sie für mich mein kleiner Augapfel, aber es dreht sich nicht alles um sie. Es gibt beim Umgang mit Kindern kein schwarz oder weiß-was für ein Kind zB zu kalt angezogen ist, ist für das andere vielleicht zu warm. Kinder aufwachsen zu sehen ist etwas wunderbares und das solltest Du einfach genießen-gib Deiner Maus einfach die Geborgenheit die sie braucht um einen guten Start für ein aufregendes Leben zu haben. Alles andere ist doch nebensächlich ;-)

Alles Gute für Euch!
Neddie