Ich hab so Angst vor Freitag

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schocki03 17.09.08 - 13:57 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich muß mir meinen Kummer von der Seele mal schreiben. mein Sohn wird am Freitag in Narkose gelegt weil er vor drei Monaten einen kleinen Unfall hatte und die Zähne abgebrochen sind #schmoll . und mich plagt die angst weil ich nicht weiß wie er sich danach verhält und was auf mich zukommt. mein kleiner weiß noch nichts von allem. will ihn da auch nicht verunsichern. reicht schon wenn ich nervös bin. mit meinem Partner reden kann ich auch nicht weil er dann jedesmal mit seinen dummen sprüchen kommt. :-[ . oh Mann ich drehe hier bald durch. wer kann mich beruhigen?

LG Tina

Beitrag von sina236 17.09.08 - 14:41 Uhr

ich! meine kleine hatte bereits 2x eine vollnarkose ertragen müssen. ich habe ihr vorher schon erzählt, dass wir ins KH müssen, da ich glaubte, es wäre gut, sie vorzubereiten. ich habe ihr erzählt, dass sie da etwas hat, das der doktor dann repariert, während sie schläft. ergänzend dazu haben wir das buch "im krankenhaus" gelesen. so war sie gerüstet, aber ohne angst. ich denke, es ist besser, wenn man sein vorbereitet, als es dann unwissend einer situation auszuliefern, die es nicht kennt und dann angst bekommt. an den tagen der narkose dann sind wir erst ins KH. vorher bkeommt das kind einen saft, der beruhigend wirkt. josefa wurde auch gleich schläfrig und müde, leicht unruhig allerdings auch. dann kam sie in den OP, in den ich leider nicht mit durfte (vielleicht gott sei dank). als sie nach einer stunde wieder draussen war, durfte ich zu ihr in den aufwachraum. dort weinte sie sehr, die kinder sind sehr oft weinerlich, nach narkose. sie jammerte laut vor sich hin. das ging vielleicht 20 minuten. danach schlief sei auf meinem arm wieder ein. dann durften wir ins zimmer. als sie dann wieder erwachte, war es schon viel besser. immer noch wacklig alles, musste im bett liegen bleiben. habe ihr vorgelesen. gegen 14 uhr war sie dann wieder hergestellt und verhielt sich ganz normal. nimm einige spielzeuge und bücher mit, falls wartezeiten entstehen, das kommt oft vor im OP-verlauf eines tages. am abend wollte sie schon wieder rumturnen und toben, was sie allerdings nicht sollte. das war das schwierigste daran. sie danach ruhig zu halten. ich glaub, man wird immer angst haben, bei einem eingriff mit vollnarkose. ich bin auc wie ein tiger auf dem gang hin und her. dennoch finde ich erklären und erläutern super wichtig. als mutter ruhig bleiben udn ein stabiles gefühl vermitteln. damit stärkst du dein kind am meisten.

keine angst, sina

Beitrag von uliku 17.09.08 - 14:50 Uhr

Hallo Tina,
mach dir da mal nicht so einen Kopf (jaja, ist leicht gesagt...:-p)! Mein Größter war auch vier, als er eine Vollnarkose bekam. Er war natürlich hinterher auch ganz schön durch den Wind (brechen, Orientierungslosigkeit, starker Durst, hohes Schlafbedürfnis), aber am nächsten Tag war er wieder ganz der Alte. Der Anästhesist wird dir alles ganz genau erklären und die Art und Menge der Narkotika auf deinen Sohn abstimmen.
Was ich dir aber ganz dringend raten würde: Bereite deinen Sohn unverzüglich darauf vor, sonst bekommt er große Angst, wenn ihm so komisch wird! So klein ist er nicht mehr. Du kannst ihm erklären, dass er eine Medizin bekommt, von der er einschläft, und dass er, gleich wenn die Zähne repariert sind,wieder aufwacht. Versichere ihm, dass du auf ihn wartest und dass die Ärzte gut auf ihn aufpassen, während er schläft. Versuche, ihm deine Angst nicht zu zeigen. Wenn dir das nicht gelingt, sag ihm nicht, dass du Angst hast, sondern, dass du aufgeregt und gespannt auf Freitag bist, und dass du dich auf die neuen Zähne(o.ä.) freust.

Ich drück euch die Daumen!
LG
Uliku

Beitrag von janamausi 17.09.08 - 16:04 Uhr

Hallo!

Meine Tochter wurde mit 2 Jahren mal mit Vollnarkose operiert. Das "einschläfern" lief super. Sie hat einen Saft(in meiner Gegenwart) bekommen, der sie ganz schläfrig machte. Als sie dann schon wirklich fast nichts mehr mitbekommen hatte, mußte ich gehen. Ich glaube auch nicht, das sie von der eigentlichen Vollnarkose was mitbekommen hat, weil sie schon von dem Saft sehr "weggetreten" war.

Das Aufwachen war allerdings nicht so toll. Sie hat fürchterlich geschrieen, gestrampelt etc und wollte sich die Schläuche wegreißen. Sie ist dann kurz darauf wieder eingeschlafen, hat ca. 1 Std. geschlafen und ist dann aufgewacht, als ob nichts gewesen wäre. Das erste Aufwachen hat sie gar nicht mitbekommen, aber mich hat es ziemlich mitgenommen. Daher würde ich dir raten, wenn es möglich ist, das noch jemand zu deiner Unterstützung beim Aufwachen dabei ist.

Ich hab aber auch schon von vielen Kindern gehört, die überhaupt keine Probleme beim Aufwachen hatten oder denen nur schlecht war.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht noch mehr verunsichert, aber ich denke, man sollte auch darauf vorbereitet sein, wenn das Aufwachen im ersten Moment nicht so schön ist. Aber mach dir nicht so viele Sorgen, das wird schon. Die Kinder sind ja Anfangs beim Aufwachen meistens noch so benommen, das sie gar nichts mitbekommen und für Schmerzen gibt es ja Schmerzmittel.

Für uns Mütter ist das viel Schlimmer als für die Kinder selber.

LG und alles Gute!
janamausi

Beitrag von luca-fion04 17.09.08 - 22:17 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist dieses Jahr auch schon zwei Mal operiert worden. (Mit 3 noch). Die Narkose ist nicht schlimm. Er bekam leckeren "Himbeersaft" und war dann bald wie "betrunken". Das fand ich etwas befremdlich und komisch - er allerdings sehr lustig. Alles weiter wußte er dann gar nicht mehr. Das Aufwachen verlief am Anfang etwas heftig, aber dann war es auch immer ok! Schlimmer fand ich die Zeit während der OP. Da konnte ich gar nicht klar denken - und das waren immer jeweils ca. 4 Stunden. Aber eigentlich ist wirklich alles halb so schlimm. Bereite ihn auf jeden Fall darauf vor (er darf am Morgen nichts trinken, essen...nachher auch nicht...so Sachen sind gut, vorher zu sagen), nimm ein Kuscheltier mit (durfte mein Sohn während der OP fest halten) und bereite Dich mit Kassettenrekorder, Malbücher, Bücher auf nachher vor.

Viel Glück!
Tanja