Ärger mit Erzieherin!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sunflower01 17.09.08 - 15:36 Uhr

Hallo!
Wir haben unsere Tochter mit fast 4 (also vor einem Jahr) in den Kindergarten gegeben. Vor ihrer Kiga-Zeit hatte sie nicht viel Kontakt zu fremden Kindern und war ziemlich schüchtern gegenüber Gleichaltrigen. Mittlerweile hat sie viele Freunde gefunden, ist aufgeschlossen und ein fröhliches Mädchen, das gerne in den KiGa geht und begeistert an allen Projekten teilnimmt.
Vor Kurzem hat mich die Erzieherin darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Tochter zeitweise "angespannt" wirken würde. Als ich bemerkte, dass mein Kind gerne in den KiGa geht und ich keinen Widerwillen feststelle, meinte die Erzieherin, unsere Tochter wäre auch total fröhlich, sprachlich ihrer Altergruppe weit voraus, würde andere mit ihrer offenen Art anstecken und die Gruppengespräche sehr bereichern. Auch würde sie sich gerne an Spielen etc. beteiligen. Nichtsdestotrotz hat mir die Erzieherin empfohlen, mit unserer Tochter zum Heilpädagogen zu gehen, um die inneren Spannungen zu lösen. Auch die Tatsache, dass sie ab und an auf die Zehenspitzen stehen würde (macht sie zu Hause, wenn sie sich freut, wirft sie die Arme in die Luft und springt hoch. Wer tut das nicht?), würde auf innere Spannungen hindeuten.
Ich war total platt und konnte nicht glauben, was ich da höre. Ich habe hier ein fröhliches Mädchen, das zahlreiche Hobbies und viele Freunde hat und soll mit ihm zum Heilpädagogen um... wieso eigentlich? Spannungen zu lösen, von denen ich nichts weiß?
Dann hat sie auch noch den Logopäden empfohlen, um einen Sprachfehler zu therapieren. Erst auf meine Info, dass der Sprachfehler von alleine seit einigen Wochen verschwunden sei, fiel der Erzieherin auf, dass dieser tatsächlich nicht mehr vorhanden ist.
Sollte vielleicht noch dazu sagen, dass es hier ein allgemeiner Trend zu sein scheint, kids irgendwohin zu überweisen. Fast jedes Kind geht zur Logopädie, Ergotherpie, Heilpädagogen. Ist doch noch normal?

Beitrag von twokid83 17.09.08 - 16:06 Uhr

Huhu,

die Art und Weise finde ich nicht ok. Wieso sollte sie auch, du gehst doch bestimmt irgendwann wieder zum Kia, da würde ich die Probleme besprechen und gucken was dein Kia dazu sagt.


Lg Jule

Beitrag von bezzi 17.09.08 - 16:34 Uhr

Woher weisst Du, dass sie einen Kia fährt #gruebel

Hier geht es doch ums Kind und nicht ums Auto #kratz

Beitrag von twokid83 17.09.08 - 17:31 Uhr

Kia ist die abkürzen für Kinderarzt

Beitrag von manavgat 17.09.08 - 16:07 Uhr

Vielleicht hat sie gerade eine Fortbildung besucht und versucht jetzt das umzusetzen.

Lächel sie freundlich an und denk dir Deinen Teil...

Gruß

Manavgat

Beitrag von juniorette 17.09.08 - 16:39 Uhr

"Vielleicht hat sie gerade eine Fortbildung besucht und versucht jetzt das umzusetzen"

Oh Gott, das hoffe ich aber nicht:
der Kindergarten meines Sohnes ist morgen und übermorgen wegen Fortbildung der Erzieher geschlossen #schock

LG,
J.

Beitrag von juniorette 17.09.08 - 16:37 Uhr

Hallo,

na, da bist du anscheinend an eine Hobby-Heilpädagogin geraten #augen

Wenn Knatsch zwischen Eltern und Erziehern nicht im Zweifelsfall am Kind ausgelassen würden, würde ich dieser Dorfpommeranze deutlich meine Meinung sagen.

Als wenn ein Erzieher rein durch ihre Beobachtung "innere Spannungen" erkennen würde #klatsch

Ich glaube ja durchaus daran, daß es "innere Spannungen" gibt, die auch erkennbare Auswirkungen auf einen Menschen haben können, aber da die Erzieherin ja selber sagt, daß es an deinem Kind nichts zu beanstanden gibt, würde ich das Ganze nicht ernst nehmen.

Klar kannst du deinem Kinderarzt beim nächsten Besuch davon erzählen, aber aktiv unternehmen würde ich erstmal nichts.

LG,
J.

Beitrag von nuckelspucker 17.09.08 - 16:52 Uhr

hey,

ich finde es schön, dass die erzieherin sich gedanken macht um dein kind.

wenn du der meinung bist, sie liegt falsch mit ihrer einschätzung, okay, aber manchmal muss mal als eltern doch von außen auf etwas hingewiesen werden, weil man es selbst vielleicht nicht sieht.

also als "ärger" würd ich das nicht bezeichnen.

lg claudia

Beitrag von angelzoom 17.09.08 - 17:49 Uhr

Das scheint in letzter Zeit leider echt Mode geworden zu sein. Mein Grosser wird nun fünf und wie er wegen Umzug vor vier Monaten den Kiga wechselte, meinte die Erzieherin nach zwei Wochen zu mir, dass er feinmotorisch total unterentwickelt wäre und furchtbar lispeln täte.
Die feinmotorische Unterentwicklung begründete sie damit, dass er nicht gerade an der Linie schneiden könne.

Wir also zum Kia. Der teste meinen Sohn eine Stunde lang (schneiden, malen, sprechen usw.) und was kam raus??? Nichts. Bin mit ihm dann noch zu ner befreundeten Logopädin und auch die meinte das wäre total aus der Luft gegriffen was die da von sich geben. Die im Kindergarten hatten mir auch gleich bereitwillig angeboten mir einen Platz in einer Förderklasse zu vermitteln.

Nun geht mein Mittlerer Sohn seit sechs Wochen in den Kiga und prompt wieder lauter solche Dinge.
Er spricht schlecht, sagen die!!! Der Kia und HNO und auch eine Logopädin meinten das wäre Quatsch! Er wäre entwicklungsverzögert, sagen die! Fakt ist, er ist wirklich bissle lansamer in seiner Entwicklung, aber wirklich entwicklungsverzögert ist er nicht.

Auch bei uns scheint es Mode zu sein die Kids irgendwo hin zu schicken wo sie gar nicht hin müssen. Einfach nur, damit sie auch beim Logopäden, Ergotherapeuten usw. sind.

Ich finde es schade und eigentlich auch bedenklich.
Ein befreundeter Lehrer meinte neulich zu mir:

Als Erwachsene sind wir alle verschieden. Jeder kann etwas anderes, nicht jeder kann alles. Es wird akzeptiert und es ist wichtig! Nur als Kinder sollen sie alle zu einem bestimmten Zeitpunkt das selbe können!!

Da ist was wahres dran. Bis dahin....

Alles Liebe Janette

Beitrag von sohnemann_max 17.09.08 - 17:53 Uhr

Hi,

denke Dir einfach Deinen Teil und Hake es ab. Ich würde das Gespräch auch nicht wieder suchen. Für Dich ist das Thema erledigt.

Wir haben auch so ein kleines Beispiel: Unser Sohn kann einfach nichts mit Puzzle anfangen. Beim letzten Elterngespräch wurde bemängelt, dass er es nicht könne und man sich demnächst mit seiner räumlichen Wahrnehmung beschäftigen müsse. Das müsse ich UNBEDINGT dem KiA mitteilen #bla

Haha, wir sind dann ein paar Tage später zufällig in einem Spielwarengeschäft gewesen und er hat sich wohlgemerkt von selbst ein Puzzle ausgesucht.

Zu Hause dann hat er es innerhalb von kürzester Zeit erst auseinander- und dann wieder zusammengebaut. Also keinerlei Defizite....

Naja, dann letzte Woche sprach mich dann die Erzieherin wieder drauf an, dass Max ganz tolle Puzzle macht - allerdings nur die, die er sich raussucht. Ob wir denn nun in Behandlung wären.

Ich nahm es locker und erklärte einfach ganz sachlich, dass unser Kind ein Kind ist und kein Roboter. Er macht das, was ihm gefällt und nicht was er machen muss. Er muss sich noch früh genug in irgendwelche Schubladen pressen. Nicht können und nicht wollen sind ein unterschiedliches paar Schuhe.

Von dem her, lass die Leute reden, nehme es zur Kenntnis und gebe nicht zu viel drauf. Du kennst Dein Kind am Besten und würdest sicherlich auch erkennen, wenn Dein Kind innerliche Spannungen mit sich rumträgt. Aber Erzieherinnen sind einfach darauf geprägt, Kinder genau zu beobachten und zu analysieren - und wehe dem, da fällt eines der Kleinen aus der Reihe. Da hilft dann nur noch der Therapeut. :-p


Liebe Grüße
Caro mit Max 4 Jahre


Beitrag von schullek 17.09.08 - 19:07 Uhr

hallo, na als ärger mit der erzieherin würde ich das nicht unbedingt bezeichnen. anscheinend ist sie sehr am wohl der kinder interessiert. und auch wenn sie nicht recht haben sollte, dann sieh es positiv und freu dich über ihr engagement!

lg,
adina

Beitrag von cassidy 17.09.08 - 20:18 Uhr

Hallo,

ich kenne weder dich noch dein Kind, noch die Erzieherin und kann deswegen kein Urteil abgeben, wer da nun "Recht" oder "Unrecht" hat.

Doch ich möchte hier zu denken geben, das man sich erstens glücklich schätzen kann, wenn man von Kompetenten Fachpersonal aufmerksam gemacht wird, wenn es evtl Auffälligkeiten gibt, die man von einem Fachmann/frau abklären lassen sollte. Lieber einmal mehr als einmal zuwenig!

Zum anderen, und das kenne ich ausmeiner beruflichen Praxis, aber auch von meinen eigenen Kindern: Oft bemerkt man "Auffälligkeiten" seiner Kinder gar nicht, da man sie jeden Tag um sich hat. Vielleicht denkt man, das ist mal wieder so ein Tick; das gibt sich wieder. Aber der Tick gibt sich eben nicht, sondern man hat sich einfach nur daran gewöhnt und nimmt es eifach nicht mehr war. Und wer jetzt behauptet, das er sein Kind permanen beobachtet und ihm natürlich so etwas sofort auffällt, der ist entweder vom Fach oder aber er steht immer neben seinem Kind und führt über jede Tätigkeit oder Aussage Buch! Was ich damit sagen will, ist, das es durchaus sein kann, das man mal etwas nicht mitbekommt bzw. glaubt, das es schon immer so war.

Von daher, geh doch einfach mal zu einer Heilpädagogin oder zum Kia und hol dir eine weitere Meinung ein. Schaden kann es nicht!

Ganz persönllich mag ich zu deiner Aufregung sagen, das ich es einwenig überzogen finde. Auch wenn ich mir jetzt wieder mein Email-Postfach zu mülle, da ich wieder reichlich Post bekommen werde, im Sinne von "bist du noch ganz dicht" blabla:

Warum haben viele Eltern eigentlich immer ein Problem damit, wenn man sie auf etwas aufmerksam macht, was auffällig zu sein scheint? Fühlt ihr euch angegriffen? Ich bin dankbar, wenn ich Erzieherin im Kiga meines Sohnes habe, die mir positves Feedbäck geben und damit meine ich eben auch zum Beispiel, wenn mir Pauls Erzieherin sagt, das er ein Sprachproblem hat (von dem ich schon weiß, habe daher auch Termin beim Logo).
Womit ich dann wieder beim Anfang meines Postings bin, seit froh wenn ihr Personal im Kiga habt, die sich Gedanken macht. Von den kaffetrinkenden Klatschbasen gibt es leider genug!

Liebe Grüße und nicht böse sein,

cassidy

Beitrag von sunflower01 17.09.08 - 20:19 Uhr

Hallo,
danke für eure zahlreichen Antworten! Scheint einigen ja so zu gehen wie uns. Den Kinderarzt werde ich erst einmal nicht einschalten. Ich wüsste überhaupt nicht, was ich sagen sollte. Dass mein Kind im KiGa irgendwelche Spannungen hat, von denen ich nichts weiß, es aber trotzdem viel Freude am Spielen hat und gerne seit fast 1,5 Jahren dorthin geht? Das passt für mich nicht zusammen.
Liebe Grüße
sunflower

Beitrag von entichen 17.09.08 - 20:54 Uhr

Hallo,

NEIN, ich finde es nicht normal. Sehr viele kleine Unstimmigkeiten (wie der besagte Sprachfehler) geben sich im Kleinkindalter von allein.

Wenn die Kinder aber von einer Praxis in die nächste geschickt werden und so erst ein Gefühl dafür bekommen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt, dann werden sie erst richtig verunsichert. Wenn sie erst den Fehler selbst bemerken, dann achten sie da viel mehr drauf und trauen sich zum Beispiel nicht mehr zu sprechen, klettern etc, weil sie eben das nicht zeigen wollen.

Je älter die Kinder werden, um so schlimmer wird das.

Du hast das ganz richtig gemacht.

Bei dem Teil mit der inneren Spannung kann ich aber nur #klatsch. Nicht aufregen, nur wundern.

LG

Beitrag von juniorette 18.09.08 - 09:53 Uhr

Hallo,

"Wenn die Kinder aber von einer Praxis in die nächste geschickt werden und so erst ein Gefühl dafür bekommen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt, dann werden sie erst richtig verunsichert. "

ganz genauso ist es!

Ich wurde von meiner Grundschule aus zum Logopäden geschickt, weil ich angeblich lisple. Mein gesamtes Umfeld hat mir zwar versichert, daß ich nie richtig gelispelt habe, aber ich hatte wegen meines angeblichen "Lispeln" früher große Komplexe #augen

Deswegen stehe ich solchen Empfehlungen von Kindergärtnern oder Lehrern sehr kritisch gegenüber, während ich unserem Kinderarzt voll und ganz vertraue.

LG,
J.

Beitrag von morjachka 18.09.08 - 08:44 Uhr

Schenk ihr eine CD mit New Age Musik und eine Packung Gruenen Tee, damit kann sie vielleicht ihre eigenen inneren Spannungen loesen.

Beitrag von haseline 18.09.08 - 22:19 Uhr

Was erwartest du von Hauptschülerinnen?
Frag sie mal ob sie Englisch kann.........