Polypenentfernung und Paukenröhrchen - Wer noch?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schadinski 17.09.08 - 18:29 Uhr

Hallo ihr Lieben,

mein Sohn ( 4 Jahre) soll nächste Woche die Polypen entfernt bekommen und sehr warscheinlich auch ein Paukenröhrchen gelegt bekommen.
Leider hat Otovowen bei uns nicht geholfen...:-(

Wer von euch hat das auch schon durchgemacht und kann mir vielleicht einen Erfahrungsbericht dazu geben?

Bin wohl ängstlicher wie mein Sohn...

Danke schon mal!

Kathi

Beitrag von selasim 17.09.08 - 18:49 Uhr

Hallo Kathi

Wir haben es im letzten Dezember hinter uns gebracht ...
Wir mussten sehr früh Morgens dort sein ...und sind auch erst am Nachmittag entlassen worden ...
Meine Tochter hatte Probs wegen der Narkose , aber das ist bei jedem Kind anders und kann man leider nicht pauschal sagen ... sie hatte nach der OP noch 3 - 4 Monate Alpträume
aber das ist natürlich auch bei jedem Kind anders ...

Das Du nervös bist ist schon ganz normal ...aber das wird schon ... Alles Gute

lg selasim

Beitrag von sranda76 17.09.08 - 21:24 Uhr

Hallo Kathi

Ich habe es letztes Jahr im Februar machen lassen,da war mein Sohn 1 Jahr und 4 Monate alt.Bei uns haben keine Antibiotika und schon gar nicht Otovowen geholfen.Nach 3 Monaten ist das Röhrchen wieder fast rausgefallen und im Juni 2007 wurde es dann endgültig entfernt.Mein Sohn hatte trotz des Röhrchens Mittelohrentzündung.Nachdem das Röhrchen raus war,hatte er nach 2 tagen wieder eine Mittelohrentzündung,die habe ich dann von einem anderen HNO Arzt behandeln lassen.Er sagte mir,jetzt muss er ein stärkeres Antibiotikum her, was ich dann meinem Sohn 6 tage lang gab,Seit dem hat er keine Mittelohrentzündung mehr gehabt. Ich kann nur für mich sprechen,bei uns hat die OP nichts gebracht.Nocheinmal würde ich keiner Paukendrainage zustimmen.

L.G.
Sandra

Beitrag von sunflower.1976 17.09.08 - 22:06 Uhr

Hallo!

Mein Sohn hatte vor gut einem Monat die Polypen entfernt und einen Trommenfellschnitt bekommen. Grund war, dass er häufig erkältet war, den Mund dauernd geöffnet hielt (was die Mundmotorik verschlechtern kann) und vor allem seine schlechte Sprachentwicklung.

Die OP wurde ambulant in einem KH gemacht. Die Organisation dort war ziemlich schlecht. André kam (ohne dazwischengeschobene Notfälle) drei Stunden später als angekündigt in den OP. Auch wurde er erst eine Stunde, nachdem er den Beruhigungssaft bekommen hat, in den OP gebracht und nicht eine halbe Stunde später. In der Zeit war er wie hyperaktiv, hatte seine Muskeln aber so wenig unter Kontrolle, dass er nicht richtig sitzen oder stehen konnte. Wir mussten höllisch aufpassen, dass er nicht aus dem Bett fällt.
Nach der OP wurden wir erst benachrichtigt, als er schon wach war. Eigentlich sollten wir zu ihm gehen können, bevor er aufwacht. André hat lange geweint, aber wohl weniger wegen Schmerzen als wegen der ganzen Situation. Aber ansonsten hat er die Narkose gut verkraftet und durfte schon im Aufwachraum etwas trinken. Nachdem er nochmal geschlafen hat, bekam er einen Joghurt und Eis. Bevor wir nach Hause geschickt wurden, kamen nochmal der Anästhesist und der Operateur zur KOntrolle.
In der Nacht habe ich sicherheitshalber bei André geschlafen. Aber er hatte keine Schmerzen, Nachblutungen o.ä. Am nächsten Tag war er wieder völlig fit.

Wenn nochmal so eine OP anstehen sollte, gehen wir auf jeden Fall in ein ambulantes Operationszentrum und nicht in ein KH. Mein Cousin macht als Anästhesist in so einem Zentrum hauptsächlich Kinder-OPs und er hat mir erzählt, wie der Ablauf dort ist. Das läuft auf jeden Fall geplanter und weniger "anonym" ab, so dass es eine geringere Belastung ist.

LG Silvia

Beitrag von schadinski 17.09.08 - 22:14 Uhr

Hi Silvia,

bei uns wird es auch ein OP-Zentrum sein.

Aber 3 Std. später ist echt ´ne Frechheit, der Kleine muß ja nüchtern sein zur Narkose!

Danke für deine Antwort

Kathi

Beitrag von sunflower.1976 17.09.08 - 22:38 Uhr

Das war echt heftig, zumal wir immer mit "gleich" vertröstet wurden. André wurde schon total quakig, weil er Hunger hatte. Kein Wunder, wir mussten ihn schon um 5:30 Uhr wecken und er kam erst um 11 Uhr in den OP. Da hat er sonst im Kindergarten sein zweites Frühstück hinter sich und isst schon bald zu Mittag.
Ich denke, in einem OP-Zentrum läuft sowas besser ab.
Aber das Wichtigste war, dass André die OP an sich gut vertragen hat - und dass er endlich minimale Fortschritte in der Sprachentwicklung macht.

Beitrag von peddypet 17.09.08 - 22:30 Uhr

Hallo Kathi,
bei meinem Sohn wurde die OP, Polypen entfernen und Paukenröhrchen legen ambulant mit zweieinhalb Jahren durchgeführt.
Für mich war es sehr schrecklich, weil meine Ängste enorm waren, habe mich zwar vorher informiert, aber ihn dort abzuliefern und zu warten was passiert war einfach nur schlimm.
Mein Sohn hat alles bestens überstanden, sowohl den Eingriff, als auch die Zeit danach. Er schnarcht nicht mehr so dolle, und hatte seit dem auch keine Mittelohrentzündung mehr.
Die Paukenröhrchen sind ca. nach acht Monaten raus gefallen.
Er war ca. 30 Min. nach der OP wieder der alte und wollte toben, was man allerdings unterdrücken sollte.
Entscheide im Sinne Deines Kindes.
Lg
peddypet