eingefleischter Junggeselle?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ,.,.,.,.,. 17.09.08 - 19:13 Uhr

Hallo liebe Urbianer,

im Sommerurlaub habe ich meinen Freund- wir kennen uns seit 8 Jahren - mal wieder gefragt, ob er denn mal an unser Zusammenziehen denken würde.
Nein, tut er nicht. Er will nicht in mein Haus ziehen. Der Grund ist, dass es zu sehr von mir geprägt ist, und er sich dann nicht wohlfühlt. Vorschläge irgendwas anders zu machen, ignoriert er.
Wir hatten das Thema "Zusammenziehen" shcon ein paar mal, jedesmal fand er irgendeinen anderen Grund. diesmal hörte es sich ziemlich endgültig an. Ich habe nie gedrängt, da er an sein Elternhaus hängt, sondern immer nur gedacht, er käme selber mal drauf. Am Anfang war es für ihn, dass er nicht wieder in einer "normalen" Beziehung sein wollte, dann, dass seine Garage nah an der Wohnung ist usw.....
Er wird mal sein Elternhaus erben, aber da möchte ich nicht ( und wann? seine Eltern leben und wohnen noch darin) hinziehen. Halbherzig hat er dann nach einer neuen Wohnung/Haus gesucht. Habe immer gesagt, ich würde mir das alles mit ansehen, aber es ist nie zu einem Besichtungstermin gekommen. Ich habe ihm auch gesagt, dass das Quatsch ist, sich wieder neu zu verschulden. Ich habe meinen Großteil hinter mir, er wohnt günstig bei den Eltern.
Das letzte Gespräch hat mich halt ziemlich frustriert. Ich habe keine Lust mehr zu warten. Ich möchte nicht jedes Jahr einen neuen Grund hören.
Er ist lieb zu mir, erfüllt mir alle Wünsche, nur den nicht, das wir mal ein ganz normales Leben führen, ohne Hin- und Herfahrei.
Aber sein Gesagtes tötet auch meine Liebe und mittlerweile denke ich, dass es doch da noch Einen geben könnte, der das mit mir teilen möchte, was ich mir vorstelle.
Könnt ihr mir irgendwas dazu sagen? Hat es noch Sinn?
Danke

Beitrag von silkstockings 17.09.08 - 19:30 Uhr

>>Ich habe ihm auch gesagt, dass das Quatsch ist, sich wieder neu zu verschulden. Ich habe meinen Großteil hinter mir, er wohnt günstig bei den Eltern. <<

Heutzutage ist es ja eigentlich so, dass man mit Gewinn verkauft.

Und wenn zwei beteiligt sind, ist die Last nicht so groß.

Für mich klingt das so wie ein Machtkampf .. wer gewinnt? Zu dem muss der andere ziehen. Und deshalb wäre ein neues Haus vielleicht optimal. Du könntest dein Haus auch vermieten ...

Beitrag von ,.,.,.,., 17.09.08 - 19:42 Uhr

Ja, das hat er auch gesagt- ich sollte vermieten.

Mit Gewinn zu verkaufen - da muß man schon Glück haben. Immobilien boomen zur Zeit nicht, meistens wird drunter verkauft, weil die Besitzer in Notstand geraten sind.

Aber dann auch wieder irgendwohin zu ziehen, was dann nur wieder ne Notlösung ist?
Als Machtkampf empfinde ich es es auch zur Zeit. Er hat es mir hingeworfen, ein neues Haus - ich habe gesagt- ja guck ich mir an - aber es kommt nichts. Hingegen, wenn ich was schönes gesehen habe, war das alles nichts- schon im Vorhinein - Lage - Baujahr - usw.
Ich denke auch, das ist es nicht bei ihm. Er will im Grunde nichts ändern. Aber ich kann es ihm nicht "beweisen".

Beitrag von silkstockings 17.09.08 - 19:46 Uhr

Wenn er nichts ändern will, ist das so. Vor ein paar Jahren hatte ich beschlossen, dass es für mich günstiger wäre ein neues Haus zu kaufen (das erste ging bei der Scheidung zu Grunde) als zur Miete zu wohnen. Mein damaliger Freund sagte: oh ja .. lass uns suchen.

Wir suchten, aber jedes haus hatte einen Pferdefuss.

Schließlich kam heraus, dass seine Familie ihm abriet.

Okay, dann nicht, dachte ich und sagte es auch so.

Fünf Wochen später kam er an ... lass noch mal schauen .. noch drei Wochen später saßen wir beim Notar.

Manchmal ist loslassen alles. Aber nur manchmal.

Beitrag von ,.,.,., 17.09.08 - 19:57 Uhr

das ist das andere Thema bei uns.
Am Anfang war ich die Mitgiftjägerin. Als sie mitbekamen, dass ich ein eigenes Haus hatte, war das alles nichts.
Dass Junge zuhause auszieht- bloß nicht, zu einer, die
auch noch geschieden ist.
Er hält zwar an der Beziehung fest - aber ich glaube kaum, daß er ihnen vor den Kopf....

Beitrag von silkstockings 17.09.08 - 21:06 Uhr

Ähmm .. das sagt seine Familie .. und was sagt er?

Beitrag von anyca 17.09.08 - 19:40 Uhr

Wie stellt ihr euch denn ansonsten eure Zukunft vor, strebt ihr Ehe/wilde Ehe und Kinder an? Das ginge ja doch besser, wenn man zusammenwohnt ... habt ihr da gemeinsame Ziele?

Daß er nicht in Dein Haus will und Du nicht zu seinen Eltern, finde ich sehr nachvollziehbar. Bei allem guten Willen, ich würde mich immer als Gast oder Untermieter fühlen in einem Haus, in dem der andere schon lange gelebt hat. Letztlich müßt ihr beide (!) wissen, was Euch wichtiger ist, das Zusammenleben oder eure jeweiligen Häuser.

Beitrag von ,.,.,.,., 17.09.08 - 19:49 Uhr

ja, daran haperts wahrscheinlich am meisten.
Wir haben - oder - sprechen nicht über gemeinsame Zukunft. Nein- er will keine Änderung.
Und ehrlich - ich will nicht weg von hier.

Keine gemeinsamen Ziele - immer nur - höchstens einen Monat planen, wohin man fahren, oder was man erleben kann.
Ich finde es nett, abr auf langfristig betrachtet, ist es mir öde.
aber Gast ist er ja zur Zeit eh, wenn er hier ist...
ich empfinde es so, wenn er dann um elf wieder seine Schuhe anzieht, ich in der Zeit nur wirklich das notwendigste erledige.
Seine Sachen würden doch hier auch wieder ein anderes Bild ergeben.

Mir kommt in den Sinn, ob es wohl schon zu lange in diesem Zustand gelebt wurde.....?

Beitrag von anyca 17.09.08 - 20:38 Uhr

Ohne weitere Zukunftspläne würde ich persönlich eh kein Zusammenziehen in Betracht ziehen. Sonst hockt man zwar in der selben Wohnung, lebt aber immer noch nebeneinander her, und eine Trennung wäre weit schwieriger ... nach acht Jahren nur einen Monat voraus zu planen finde ich schon sehr ungewöhnlich ...

Beitrag von ,.,.,., 17.09.08 - 20:51 Uhr

ja, damit hast du wohl recht haben, wenn ich es so von dir lese, empfinde ich es genauso.
Danke.
Demnach muß ich den anderen Weg einschlagen und mich sofort trennen. (Was ich auch schon in Betracht gezogen habe).
Aber es ist schwer - die Zeit und Gewohnheit. Und Hoffnung, dass nochmal alles anders wird.

Beitrag von anyca 17.09.08 - 21:17 Uhr

Es wird in einer gemeinsamen Wohnung nur schwerer. Ich hab das bei einer Freundin erlebt - sie hoffte, mit der gemeinsamen Wohnung würde endlich alles besser werden, er hoffte, sie würde dann endlich Ruhe geben und zufrieden sein ... ist natürlich schiefgegangen, hat sie aber wertvolle Jahre gekostet und sie ist jetzt ziemlich in Torschlußpanik, weil sie einen massiven Kinderwunsch hat und nicht den passenden Mann dazu, nachdem sie über 10 Jahre mit "aus Gewohnheit und Hoffnung zusammenbleiben" verschwendet hat :-(

Mein Mann und ich haben schon vor dem Zusammenziehen vereinbart, daß es eine "Ehe auf Probe" sein sollte. Entweder wollten wir uns zu einem bestimmten Zeitpunkt verloben oder wieder getrennte Wege gehen, aber eben nicht jahrelang alles schleifen lassen.

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.#klee

Beitrag von zwerg07 18.09.08 - 07:20 Uhr

Hallo,
man könnte denken du schreibst über meinen Ex. Genau das gleiche. Er sollte auch von seinen Eltern das Grundstück überschrieben bekommen, irgendwann. Dann war er ihnen ja für alles so dankbar, sie verlassen, niemals. Wir haben uns fast nur am WE gesehen. Ich hab von Jahr zu Jahr mehr Druck gemacht, wollte das so alles nicht mehr, wollte endlich eine gemeinsame Zukunft. Naja, das Ende vom Lied, irgendwann wollte ich das so alles nicht mehr, hab jede Familie in meinem Umfeld beneidet. Hab ihn dann für immer zu Mami zurück geschickt. Nach unserer Trennung hat er sich auf einmal anders entschieden, wollte mit mir leben und mich heiraten. Aber sein Zug war abgefahren. Ihn vor die Tür zu setzen war die beste Entscheidung meines Lebens. 2 Jahre später habe ich meinen Mann kennen gelernt. Wir sind nach einem dreiviertel Jahr zusammen gezogen, haben noch vor unserem 2. Jahrestag geheiratet und planen schon seit längerem ein gemeinsames Baby. Ich hab jetzt alles so wie ich es mir immer gewünscht habe. Unser Zusammenleben hat meine Vorstellung von einer Familie noch um vieles übertroffen.
Wenn ein Mann nach so langer Beziehungszeit nicht in die Gänge kommt, schafft er es nie mehr. Denk darüber nach ob du noch die nächsten Jahre so verbringen willst, wenn nicht geh, da draußen gibt es noch genug wunderbare Männer.

GLG
Ramona

Beitrag von jacky 18.09.08 - 08:27 Uhr

8 Jahre? Und ihr wohnt nicht zusammen??? Was ist wenn ihr mal Kinder habt? oder steht das nach so langer Zeit etwa auch nicht zur Debatte?

Das sind nur Ausflüchte. Er will weitersuchen. Und wenn er die hat, die er wirklich will, da wirst du dich wundern, wie schnell die bei dem einzieht.

Ich war ein Jahr mit meinem Freund zusammen. Von Zusammenziehen kein Wort... Und warum? Er hatte heimlich ne andere im Visier. Und schwupps, kündigte die ihren Job und ruckzuck zog sie bei ihm ein!

Deiner könnte mich mal!

Beitrag von karo_austria 18.09.08 - 09:53 Uhr

Hallo!

Irgendwo bei einer deiner Antworten habe ich gelesen, dass du schon mal geschieden bist!?

Hast du also schon mit einem anderen Mann in diesem Haus gelebt????

Bei mir ist es nämlich so:
Habe ganz schnell nach meiner Trennung einen ganz lieben Mann kennengelernt. Bei der Trennung haben mein ExMann und ich vorerst entschieden, dass ich mit den Kindern in unserem Haus bleiben soll (vertraute Umgebung für die Kinder, etc.).

Tja - davon mal abgesehen, dass ich mir das Haus alleine nicht leisten kann - mein Freund könnte unmöglich hier in diesem Haus wohnen - nicht nachdem er selbst Hausbesitzer ist (allerdings 200 km entfernt) und dieses/mein Haus IMMER das Haus seines "Vorgängers" bleiben wird! Das geht soweit, dass er nicht mal jetzt in der Umzugsphase länger als ein paar Tage hier bleibt - und das obwohl wir nächsten Montag die Schlüssel für unser neues Reihenhäuschen bekommen!!! Das Ego des Mannes!?!?!?!?! ;-)

Wie du bereits gelesen hast, wohnt mein Schatz 200 km von uns entfernt - im Moment führen wir eine WE-Beziehung. Ich habe es ihm damals freigestellt - entweder er kommt, oder wir gehen zu ihm! Das Problem: er hat zwar ein großes Haus (mit Hund, Hühnern, etc - ideal für Kinder!!!) - ABER seine Mutter ist auch im Haus. Sie ist 78 Jaher alt und schon recht pflegebedürftig, schon sehr senil (Alzheimer) und würde obwohl sie selbst 7 Kinder großgezogen hat, meine Rasselbande nicht mehr aushalten! Der Hund ist auch keine Kinder gewöhnt und der Bruder meines Freundes wohnt auch noch im Haus - er ist eingefleischter Junggeselle!!!! und verträgt absolut kein Chaos!!!

Die Lösung: Mein Freund hat das Haus seinem Bruder überschrieben und ihm somit die Verantwortung für die Pflege der Mutter übertragen - und kommt zu uns!
Die Entscheidung ist ihm nicht leicht gefallen - er ist durch und durch Patriot und liebt seine Heimat über alles! Vorerst ist dies die Ideallösung - die Kinder müssen nicht Schule wechseln - bleiben in der selben Gegend (Reihenhaus ist im Nachbarort) und in der Nähe vom Papa - und wenigstens ich habe hier einen Job. Mein Freund muss sich hier noch neue Arbeit suchen! Das wird vermutlich auch nicht soooo einfach - aber er ist nicht wählerisch!

Wir haben also die 3. Lösung (1. zu dir, 2. zu ihm, 3. Alternative) in Angriff genommen!

Mein Haus übernimmt übrigens mein Mann und führt hier unser gemeinsames Unternehmen (in dem ich weiterhin arbeite) weiter.

Da bei euch in Punkt 1 und 2 absolut keine Einigung zu erwarten ist - kann ich euch auch nur Punkt 3 empfehlen - allerdings könnte man das ev. ja auch bereits jetzt zeitlich eingrenzen zB für ein Jahr (haben wir auch gemacht - falls das Heimweh zu groß wird!)! In der Zeit könntest du dein Haus vermieten. Ihr müsst ja nicht sofort ein Haus kaufen oder mieten - nehmt euch eine kleine Wohnung - Rückzugsraum hat dein Freund ja noch immer bei ihm zu Hause - die kostet nicht viel und ihr könnt euer Zusammenleben einfach mal testen!!!

Das bedeutet für dich:
- das Gespräch suchen
- ihm deutlich einen zeitlich begrenztes Zusammenleben vorschlagen
- sollte er nicht darauf eingehen, solltet ihr gemeinsam über eure weitere Zukunft nachdenken
- und danach eure Schlüsse ziehen

Ich wünsche dir viel Glück!!!

Alles Liebe

Petra


Beitrag von snoopy777777 18.09.08 - 10:56 Uhr

dann such dir einen der dich betrügt säuft oder 30 zigaretten am tag raucht, den passenden mann wirst du nicht finden, immer ist irgendwas was stört.

Beitrag von nele0511 18.09.08 - 11:11 Uhr

Wie immer: Blöd.

#augen