ahnung von arbeitsrecht???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mesiala1980 17.09.08 - 19:14 Uhr

hallo ihr lieben, hab wieder mal ne frage,
bin nun in der 7. Woche und bin noch in der probezeit. arbeite als krankenschwester was zur folge hat, das alle dienstpläne umgeworfen werden müssen( nachtdienst usw.) habe bisher noch nix gesagt weil ich einfach eigentlich bis zur 12. woche warten will.
nun zu meiner frage: hab ich nicht auch in der probezeit einen besonderen kündigungsschutz? oder könnten sie mich dann unter einem anderen vorwand kündigen?bin ich verpflichtet es bis zur 12. woche zu melden?
danke für eure hilfe
mesiala und #ei 7+1

Beitrag von carassia 17.09.08 - 19:19 Uhr

Du hast ab Meldung der Schwangerschaft einen Kündigungsschutz, der sich bis 4 Monate nach dem Mutterschutz zieht. Während der Elternzeit besteht auch Kündigungsschutz. So steht's zumindest in einem Schreiben, dass ich erst heute vom Personalrat erhalten habe. Ist dein Arbeitsvertrag befristet läuft er natürlich aus und wird nicht automatisch verlängert.

LG
Melanie

Beitrag von anne.cabi-fresh 17.09.08 - 19:21 Uhr

ich grübel über genau die gleich frage nach, bin seit fast zwei monaten in einer firma angestellt und natürlich noch in der probezeit danach befristet für ein jahr (also insgesamt ein jahr) und ich frage mich auch, ob ich einen besonderen kündigungsschutz genieße wenigstens bis zum ablauf der probezeit. wollte es auch erst in der 12.woche sagen, damit es sicher ist. bin jetzt 7.woche.

lg anne

Beitrag von myimmortal1977 17.09.08 - 19:26 Uhr

Rechtlich bist Du verpflichtet nach dem Bekanntwerden der SS es Deinem AG mitzuteilen.

Rein vom menschlichen her machen es viele erst nach der 12. SSW, was ich auch erst getan habe, wegen dem Risiko der FG.

Musst Du selbst wissen. Aber eigentlich nach dem Bekanntwerden.....

#liebdrueck

Beitrag von jurbs 17.09.08 - 20:03 Uhr

ml so nebenbei ... als krankenschwester unterliegst du besonderen arbeitsschutzbestimmungen, also keine dienste, kein heben, keine infektiäsen patienten usw - es ist in medizinsichen berufen klag es früh mitzuteilen - zumal du keinen versicherungssschtz hast bei ner bekannten schwangerschaft und dann ne hiv oder hep c infektion im dienst!

Beitrag von haruka80 17.09.08 - 20:06 Uhr

Ich werd gar nichts sagen bis ich nen neuen VErtrag übernächste Woche habe.
In deinem Fall würde ich allerdings schonw as sagen, du hast den Kündigungsschutz wie alle anderen:)

L.G.

Haruka 6+4

Beitrag von chaosmiri 17.09.08 - 20:51 Uhr

hallo,

ich bin mir nicht sicher, ob du in der probezeit kündigungsschutz hast. lass dich beraten.

aber du hast definitiv KEINE pflicht, die schwangerschaft dem arbeitgeber sofort zu melden !!!!!!!!!!!!! es geht nur um deine rechte.

chaosmiri

Beitrag von treesa 17.09.08 - 22:08 Uhr

da ist ne meldung, du bist überhaupt gar nicht und auch nie dazu verpflichtet deinem ag mitzuteilen das du schwanger bist. das ist deine eigene sache! meist ist es sinnvoll das zu tun, weil du dadurch mehr rechte erlangst, wenn du für dich aber entscheidest, dass du bis zur 12. woche warten möchtest, dann kannst du das gerne tun, pass halt auf das du dir in der zwischenzeit nicht zuviel zumutest und eben nicht schwer hebst oder sowas.. ich wünsch dir alles gute ;)

Beitrag von jiin 18.09.08 - 10:08 Uhr

Hallo,

du bist nicht verpflichtet, es Deinem Arbeitgeber zu sagen. Er kann aber nicht dafür belangt werden, dass er das Mutterschutzgesetz nicht einhält, wenn er es nicht weiß. Bei dir gibt es ja Besonderheiten bezgl. Infektionsschutz etc. wie schon geschrieben wurde. Wenn Du es ihm vor der 12, Woche sagst und du würdest das Kind verlieren, kannst du dir denken, was passieren wird- Kündigung in der Probezeit. Seit Bestehen deiner Schwangerschaft hast du besonderen Kündigungsschutz, d.h. du hast praktisch keine Probezeit mehr (er kann dich nicht mehr kündigen). Solltest du eine Kündigung bekommen, kannst du ihm innerhalb von zwei Wochen die Schwangerschaft mitteilen und die Kündigung ist unwirksam.

Zum moralischen Punkt, ja danach sollte man es eigentlich sagen aber glaubt mal nicht, das Arbeitgeber auf Schwangere Rücksicht nehmen (Ausnahmen gibt es natürlich). Meistens verändert sich das Klima auf ziemlich eisig und wenn dann Komplikationen eintreten und man nicht mehr voll einsetzbar ist sowieso. Habe ich leider selber erleben müssen... aber das ist eine andere Geschichte.

Viele Grüße

jiin